Cornelia Füllkrug-Weitzel

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Cornelia Füllkrug-Weitzel
Cornelia Füllkrug-Weitzel auf dem Evangelischen Kirchentag 2009 in Bremen.

Cornelia Füllkrug-Weitzel (* 12. Mai 1955 in Bad Homburg vor der Höhe) ist Pfarrerin und Präsidentin des Werkes Brot für die Welt und der Diakonie Katastrophenhilfe.Seit 1.Juli 2014 ist sie die Vorstandsvorsitzende des Evangelischen Werk für Diakonie und Entwicklung.[1]

Leben und Beruf[Bearbeiten]

Cornelia Füllkrug-Weitzel studierte Evangelische Theologie, Politikwissenschaften und Erziehungswissenschaften in Tübingen und Berlin. Von 1979 bis 1984 war sie Assistentin am Seminar für Evangelische Theologie der Freien Universität Berlin. Nach dem Vikariat 1984 bis 1988 in Berlin-Zehlendorf und Heidelberg wurde sie 1988 in Berlin ordiniert. Danach war sie zwei Jahre im Referat Leitung des Berliner Missionswerkes (Aufbau des Frauenreferates) tätig.

Von 1990 bis 1992 war Füllkrug-Weitzel Referentin für Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit in Menschenrechtsfragen im Kirchenamt der Evangelischen Kirche in Deutschland in Hannover. Von 1992 bis 1999 war sie als Leiterin des Referates Gemeindedienst, der Ökumenischen Werkstatt und des Referats Ökumenische Ausländerarbeit, 1997 als Leiterin des Referats Presse- und Öffentlichkeitsarbeit im Berliner Missionswerk tätig.

Sie war 1984 bis 1998 Lehrbeauftragte unter anderem an der Freien Universität und an der Humboldt-Universität in Berlin, der dortigen Kirchlichen Hochschule und dem Wichernkolleg des Johannesstifts.

Cornelia Füllkrug-Weitzel war 2000 bis 2012 Direktorin für Ökumenische Diakonie im Diakonischen Werk der EKD mit den Hilfsaktionen Brot für die Welt, Diakonie Katastrophenhilfe und Hoffnung für Osteuropa. Seit der Fusion des Diakonischen Werkes der EKD mit dem Evangelischen Entwicklungsdienst 2012 ist sie Präsidentin des Werkes Brot für die Welt, das mit dem Werk Diakonie Deutschland das Evangelische Werk für Diakonie und Entwicklung bildet und zu dem auch die Diakonie Katastrophenhilfe gehört. Von 2012 bis 2014 war sie Stellvertrende Vorsitzende, seit Juli 2014 Vorsitzende des Werkes.

Füllkrug-Weitzel ist Delegierte bei großen ökumenischen Konferenzen und Mitglied von Kommissionen des Ökumenischen Rates der Kirchen. Sie lebt zusammen mit ihrem Ehemann Rainer Weitzel in Berlin.

Politik[Bearbeiten]

Die SPD Stuttgart hat Cornelia Füllkrug-Weitzel als Direktkandidatin zur Bundestagswahl 2009 für den Bundestagswahlkreis im Stuttgarter Süden nominiert. Im Oktober 2008 verzichtete Füllkrug-Weitzel auf ihre Kandidatur. „Ich habe mich schließlich für den Verbleib bei und die Treue zu ‚Brot für die Welt‘ in dieser schwierigen Zeit entschieden, um dieses demnächst 50 Jahre alte kostbare Instrument der Entwicklungszusammenarbeit und seine Partner nicht durch mein Ausscheiden zur Unzeit zu gefährden“, sagte die Theologin.

Im Bundestagswahlkampf 2013 war sie Mitglied im Kompetenzteam von SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück.

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Thomas Krüger, Carola Wolf, Udo Hahn (Hrsg.), Wer ist wo in der evangelischen Kirche? Personen und Funktionen. Gemeinschaftswerk der Evangelischen Publizistik, Frankfurt am Main 1999, ISBN 3-932194-29-2.

Weblinks[Bearbeiten]

Belege[Bearbeiten]

  1. http://www.diakonie.de/diakonie-praesident-stockmeier-in-den-ruhestand-verabschiedet-14647.html