Berliner Missionswerk

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Das Berliner Missionswerk wird getragen von der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz und der Evangelischen Landeskirche Anhalts und gehört zum Evangelischen Missionswerk in Deutschland (EMW). Es unterhält Verbindungen zu Partnerkirchen im Nahen Osten, in Afrika, Ostasien, Kuba und Russland.[1]

Das Berliner Missionswerk verfolgt mit seiner Arbeit vier Schwerpunkte: Gemeinschaft zwischen den Kirchen, Einsatz für Menschenrechte und Entwicklung, kirchliche Partnerschaften zwischen Gemeinden weltweit und ökumenisches Lernen, das etwa im Freiwilligenprogramm stattfindet.[2]

Geschichte[Bearbeiten]

19. Jahrhundert[Bearbeiten]

Gründung[Bearbeiten]

Als Gesellschaft zur Förderung der Evangelischen Missionen unter den Heiden wurde das heutige Berliner Missionswerk 1824 gegründet und durch den König genehmigt. Sein Ziel war es zunächst, bereits bestehende Missionsinstitute zu unterstützen. Deshalb war eine Vernetzung mit den bereits bestehenden Werken Basler Mission, Barmer Mission, Londoner Mission und Pariser Missionsgesellschaft eine der ersten Tätigkeiten des Komitees der Gesellschaft. 1829 begann die Arbeit des eigenen Missionsseminars in Berlin.[3]

Südafrika[Bearbeiten]

Die ersten Missionare, die ausgesendet wurden, kamen 1834 in Kapstadt (im heutigen Südafrika) an und gründeten die Missionsstation Bethanien südwestlich von Bloemfontein, im Gebiet der Koranna. Von dort aus breitete sich die Berliner Mission weiter ins Gebiet der Xhosa und in die Kolonie Natal (der heutigen Provinz KwaZulu-Natal) aus. Die Missionsarbeit in Südafrika setzte sich in den 1860er Jahren in neue Gebiete fort, in Transvaal mussten sich die Missionare gegen die Buren durchsetzen, die strikt gegen die Missionierung der Afrikaner waren, in Swasiland zogen sie den Zorn des dortigen Königs auf sich, da sie ihn nicht mit Gewehren und Pulver beliefern wollten. Mit der beginnenden Industrialisierung Südafrikas und der zunehmenden Bedeutung der Städte mussten auch die Missionare ihre Arbeit anpassen; so etablierten sie unter anderem mehrere Missionsstationen im Gebiet von Johannesburg.[4]

Abspaltung von Gossner[Bearbeiten]

Als Folge von Auseinandersetzungen zog sich Johannes Goßner 1836 aus dem Komitee der Berliner Mission zurück und begann kurz darauf selbst, Missionare auszusenden. Bis heute besteht die daraus hervorgegangene Gossner Mission.[5]

Das Missionshaus[Bearbeiten]

Das Missionshaus (in hellerem Backstein; 1873) mit seiner Erweiterung (in sattrotem Backstein; Ende des 19. Jh.) und dem neuen Anbau (Klinker; 1996) ist jetzt Teil des Evangelischen Zentrums der EKBO.

Das erste eigene Missionshaus in Berlin wurde 1838 eingeweiht. Trotz eines Erweiterungsbaus wurde es zu klein für die wachsende Zahl der Mitarbeiter und Seminaristen. So entstand als Neubau 1873 das Missionshaus an der Ecke Friedenstraße/Georgenkirchstraße am Friedrichshain, damals weit draußen am Stadtrand gelegen.[6].

Missionsdirektor Wangemann[Bearbeiten]

Ein bedeutender Missionsdirektor für die Berliner Missionsgesellschaft war Hermann Wangemann, der von 1865 bis zu seinem Tod im Jahre 1894 im Amt war. Er unternahm gleich nach seinem Amtsantritt eine gut dokumentierte Visitationsreise durch Südafrika und reiste im Jahr 1884 ein weiteres Mal nach Südafrika. Zu den grundlegenden Fragen der Missionsarbeit verfasste er bis 1881 eine Missionsordnung der Gesellschaft zur Beförderung der Evangelischen Missionen unter den Heiden zu Berlin.[7]

China[Bearbeiten]

In Berlin und Stettin bestanden im 19. Jahrhundert drei Missionsvereine für China. Auf mehrmalige Bitte hin übernahm die Berliner Mission 1882 das Arbeitsfeld in China und entsandte bald die ersten Missionare. Schwierigkeiten in China waren die Belastung durch Klima und Tropenkrankheiten sowie die Abneigung gegen Ausländer, die durch die Regierung gestärkt wurde. Schwerpunkt der Missionsarbeit in China war die Unterstützung von Schulen, wobei der Unterricht mit Evangelisation verknüpft wurde, die medizinische Versorgung von armen Menschen und ein Waisenhaus namens "Bethesda" in Hongkong, in dem ausgesetzte Mädchen aufgezogen wurden.[8]

Ostafrika[Bearbeiten]

Mit der beginnenden Kolonialbegeisterung in Deutschland hängt die Aufnahme der Missionsarbeit im damaligen Deutsch-Ostafrika zusammen. Zunächst wurde in Berlin 1886 die „Deutsch-Ostafrikanische Missionsgesellschaft“ gegründet zur Festigung der kolonialen Bestrebungen. Um sich von der Kolonie abzugrenzen wurde sie bereits ein Jahr später in Evangelische Missionsgesellschaft für Deutsch Ostafrika (EMDOA) umbenannt und umgegründet, die aber aufgrund des Mangels an eigenen Fachkräften zuerst die Berliner Mission um Hilfe bat. Eine Übernahme kam wegen der unterschiedlichen Vorstellungen nicht zustande, stattdessen übernahm sie Friedrich von Bodelschwingh, der dann 1906 den Sitz nach Bethel verlegte (→ Bethel Mission). Eine eigene Arbeit in den deutschen Kolonien von Ostafrika nahm die Berliner Mission 1891 auf. Erste Missionsstationen in Tansania wurden bald um den Nyassasee errichtet, dort befinden sich in Itete und Matema noch immer kirchliche Krankenhäuser.[9] Die Arbeit in Ostafrika wurde durch die Übernahme von Betheler Missionsstationen an der Küste bei Dar-es-Salaam erweitert.[10]

Eigenständigkeit[Bearbeiten]

Die Eigenständigkeit der Christen in den Missionsländern wurde früh gefördert. Für China galt schon seit Karl Gützlaff, dem Pionier deutscher Chinamission, der Grundsatz, dass China durch Chinesen missioniert werden sollte. Schon der Berliner Hauptverein für China begann in den 1860er Jahren, junge chinesische Christen nach Deutschland zu schicken, um sie als Missionare auszubilden. Auch junge Christen aus Afrika wurden in Berlin ausgebildet. Trotzdem dauerte es noch lange, bis afrikanische Christen in größerer Zahl zu Pfarrern ordiniert wurden.[11]

20. Jahrhundert[Bearbeiten]

Der Erste Weltkrieg[Bearbeiten]

Der Erste Weltkrieg setzte einen Schlusspunkt für die Weiterentwicklungen, die nach der turbulenten Zeit um die Jahrhundertwende mit dem Zweiten Burenkrieg in Südafrika, dem Boxeraufstand in China und Aufständen der Bevölkerung Ostafrikas stattgefunden hatten.

Mit Beginn des Ersten Weltkriegs 1914 endete vorläufig die Arbeit des Missionsseminars, das Missionshaus wurde zur Flüchtlingsunterkunft und Verbindungen zu den Missionsgebieten und Aussendung von Missionaren wurden unterbrochen. Missionsangehörige in den Kolonien wurden von den gegnerischen Kolonialmächten als Feinde behandelt, in Südafrika wurden einige von ihnen interniert. In Ostafrika wurden Missionsmitarbeiter zum militärischen Dienst herangezogen. Nur aufgrund des Protestes chinesischer Christen wurde verhindert, dass alle Mitarbeiter der Chinamission nach Kriegsende außer Landes verwiesen wurden.[12]

Zwischen 1918 und 1933[Bearbeiten]

Die Jahre nach dem Ersten Weltkrieg waren von Aufbauarbeiten bestimmt. Missionsdirektor wurde 1921 Siegfried Knak, der von den Theologen Kähler und Warneck geprägt war. Er begleitete vor Ort die Verhandlungen zu einer größeren Eigenständigkeit des Berliner Missionsgebiets in Südchina, das 1928 an die Lutherische Kirche Chinas angeschlossen wurde. In Südafrika waren noch vor dem Ersten Weltkrieg Synodalkirchen gegründet worden. So hatten die Afrikaner zumindest in den lutherischen Gemeinden das Mitspracherecht, das ihnen in allen anderen öffentlichen Angelegenheiten verwehrt wurde. In Swasiland wurde 1930 die Mission neu aufgenommen. Ermöglicht wurde dies durch Johannes Mdiniso, einen Swasi, der von einem Berliner Missionar getauft worden war. In Ostafrika, das nun nicht mehr deutsche Kolonie war, wurde die Missionsarbeit der Deutschen nach und nach und unter Vorbehalten wieder erlaubt. Für die Missionsarbeit waren finanzielle Schwierigkeiten in dieser Zeit ein gravierendes Problem.[13]

Während des NS-Regimes[Bearbeiten]

Es gab bereits vor 1933 Anfeindungen durch Kreise, die der Rassentheorie anhingen und eine Mission an anderen Völkern als "Verbrechen am eigenen Volk" bezeichneten. Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten schloss sich Missionsdirektor Knak der Gruppe Evangelium und Kirche an, die in Opposition zu den nationalsozialistischen Deutschen Christen stand. Mit der Mehrheit der Inspektoren des Missionshauses wurde er Mitglied des Pfarrernotbundes unter Martin Niemöller und arbeitete engagiert für die Bekennende Kirche. Während des NS-Regimes wurden die Möglichkeiten des Missionshauses stark eingeschränkt, die Sammlungen für die Mission und die Publikation der Missionblätter wurde erschwert. Dafür entstanden engere Verbindungen zu anderen Missionsgesellschaften – 1933 schlossen sie sich im Deutschen Evangelischen Missionstag zusammen, dessen Exekutivorgan der Deutsche Evangelische Missionsrat war. In Südafrika war indessen die Selbständigkeit der dortigen Kirchen weitergekommen. In China begann der Krieg schon 1937; eine schwierige Situation auch für die deutschen Missionare, da Deutschland mit dem angreifenden Japan verbündet war.[14][15]

Der Zweite Weltkrieg[Bearbeiten]

Ab dem Kriegsausbruch war eine Ausreise in die Missionsgebiete unmöglich, Missionare auf Heimaturlaub mussten in Deutschland bleiben. In Südafrika wurde ein Teil der Missionare interniert, die Entwicklung der Gemeinden ging trotzdem weiter. In Ostafrika wurden die Missionsgemeinden auf Bitte der Berliner Mission teilweise vom schwedischen Missionaren betreut. Nur in China wurden die Missionare nicht interniert und konnten unter den Einschränkungen des Krieges weiterarbeiten.[16]

Die Zeit nach 1945 – Ost und West[Bearbeiten]

Nach 1945 wurde die Missionstätigkeit mit neuer Energie und in verstärkter Zusammenarbeit zwischen den Werken wieder aufgenommen. Die Berliner Mission, deren Unterstützer vor dem Krieg etwa zur Hälfte aus einem Gebiet kamen, das nun nicht mehr zu Deutschland gehörte, wurde von anderen Missionsgesellschaften mitgetragen. In China war die Missionsarbeit unmöglich geworden, da den Missionaren kein Kontakt zur chinesischen Bevölkerung mehr erlaubt wurde.

Die Arbeit in östlichen Teil Deutschlands war nach wie vor Einschränkungen unterworfen. Das Missionsblatt durfte nicht veröffentlicht werden, Missionsspenden durften nicht erbeten werden und Veranstaltungen durften nur in geschlossenen kirchlichen Räumen stattfinden. Eine Reiseerlaubnis ins Ausland zu den Konferenzen der Ökumene erhielt nur der Missionsdirektor. Geld konnte nur aus dem Westen nach Übersee überwiesen werden. Die ganze Arbeit in den Westen zu verlegen, hätte die Verbindung zu den Missionsfreunden im Osten gekostet. Stattdessen wurde als Hilfsorganisation im Westen die Berliner Missionshilfe e. V. gegründet, aus der 1963 die Missionsgesellschaft Berlin (West) e. V. wurde. Die für die Missionsländer verantwortlichen Mitarbeiter blieben weiterhin im Osten. Reisen nach Übersee wurden ihnen nicht erlaubt, nach dem Bau der Berliner Mauer konnten sie nicht einmal mehr West-Berlin besuchen. Die Mission fand kein Verständnis bei der Regierung, genoss aber eine gewisse Duldung, da sie zur Kirche gehörte. Ein engerer Zusammenschluss zwischen Kirche und Missionsgesellschaften geschah 1960 durch die Gründung des Ökumenisch-missionarischen Rates und des Ökumenisch-missionarischen Amtes.[17]

Gründung von Kirchen in Afrika[Bearbeiten]

In Ostafrika konstituierte sich aus der Missionsarbeit 1959 eine Lutherische Kirche, die heutige Evangelisch-Lutherischen Kirche in Tansania. 1960 entstand in Südafrika auf dem Gebiet der Berliner Mission und weiterer Missionswerke die Evangelisch-lutherische Kirche im Südlichen Afrika/Südostregion, die ab 1971 zum ersten Mal unter der Leitung eines afrikanischen Bischofs stand. 1962/63 folgten die Regionalkirche von Transvaal und die Kap-Oranje-Regionalkirche. 1964 gründeten die Regionalkirchen die Föderation Evangelisch-lutherischer Kirchen in südlichen Afrika, die etwa 880.000 lutherische Christen vertrat. Die Rolle der Mission veränderte sich nun in Richtung Hilfeleistung für die neugegründeten Kirchen und zur partnerschaftlichen Zusammenarbeit. Die verschiedenen in Afrika tätigen Missionsgesellschaften arbeiteten verstärkt zusammen.

In Südafrika hatte das System der Apartheid die Missionare schon seit 1948 vor neue Herausforderungen gestellt. War das Verhältnis der Missionare zur Apartheid anfangs ambivalent, schlossen sie sich 1967 einer Verurteilung dieses Systems an. Wenige Jahre später wurden einzelne Missionsangehörige des Landes verwiesen und die Arbeit der Kirchen wurde streng überwacht.[18]

Weitere Entwicklung der Berliner Mission[Bearbeiten]

Aufgrund der politischen Verhältnisse in der DDR wurde es unabdingbar, 1969 einen größeren Teil der Arbeit – vor allem den Kontakt nach Übersee – in den Westen zu verlegen.[19] Infolgedessen wurde 1974/75 in West-Berlin das Berliner Missionswerk gegründet, zu dessen Gründungsmitgliedern neben der Berliner Missionsgesellschaft der Jerusalemsverein, die Deutsche Ostasienmission und die Union Evangelischer Kirchen gehörten. Zu den ehemaligen Missionsgebieten der Berliner Missionsgesellschaft war nun als weiteres Arbeitsgebiet der Nahe Osten gekommen. In Ost-Berlin war das Ökumenisch-Missionarische Zentrum ansässig.

Nach der deutschen Wiedervereinigung konnten 1991 die Bereiche aus West und Ost unter dem Namen Berliner Missionswerk verbunden werden und die Verwaltung 1999 wieder in das Missionshaus am Friedrichshain einziehen.[20]

Weltweite Partner[Bearbeiten]

Naher Osten[Bearbeiten]

Partnerkirche in Israel/Palästina ist die Evangelisch-Lutherische Kirche in Jordanien und im Heiligen Land(ELCJHL). Diese Kirche setzt sich für Versöhnung im Nahen Osten und für Bildung ein. Das Berliner Missionswerk ist Träger des Schulzentrums Talitha Kumi in Palästina.

Partnerkirche in Ägypten ist die Presbyterianisch-koptische Kirche in Ägypten. Das Berliner Missionswerk wirkt in verschiedenen Bildungseinrichtungen mit ihr zusammen.

Afrika[Bearbeiten]

Partnerkirche in Äthiopien ist die Mekane-Yesus-Kirche (EECMY). Unterstützt wird die kirchliche Aufklärungsarbeit, unter anderem gegen HIV/Aids und gegen die Genitalverstümmelung von Frauen sowie die theologische Ausbildung und die Menschenrechtsarbeit der EECMY.

Partnerkirche in Tansania ist die Evangelisch-Lutherische Kirche in Tansania (ELCT). Schwerpunkt der Partnerschaftsarbeit ist die Unterstützung des Gesundheitswesens durch die kirchlichen Krankenhäuser und die Arbeit unter Straßenkindern.

Die Partnerkirche in Südafrika und Swasiland, die Evangelisch-Lutherische Kirche im Südlichen Afrika (ELCSA), ging aus der frühen Missionstätigkeit des Berliner Missionswerkes hervor. Einer der Schwerpunkte der Zusammenarbeit ist die Bekämpfung von HIV/Aids und die Bildungsarbeit.

Ostasien[Bearbeiten]

Partnerkirche in Korea ist die Presbyterianische Kirche in der Republik Korea (PROK). Das Berliner Missionswerk unterstützt unter anderem das theologische Institut der Partnerkirche.

Partnerkirche in Taiwan ist die Presbyterianische Kirche in Taiwan [21]. Gemeinsame Arbeit mit der Partnerkirche geschieht vor allem zu politischen Themen wie Demokratie und Menschenrechte.

Ohne die offizielle Vereinbarung einer Partnerschaft steht das Berliner Missionswerk in Verbindung zur Vereinigten Kirche Christi in Japan und zur Vereinigten Kirche in China.

Kuba[Bearbeiten]

Partnerkirche ist die Presbyterianische Reformierte Kirche Kubas (IPRC). Die Verbindungen wurden zur Zeit der DDR aufgebaut. Das Berliner Missionswerk unterstützt diakonische Projekte und die Ausbildung von Gemeindemitarbeitern.

Russland[Bearbeiten]

Partnerkirche ist die Evangelisch-Lutherische Kirche in Russland, der Ukraine, in Kasachstan und Mittelasien (ELKRAS). Die kleinen Wolgagemeinden werden durch die Weiterbildung von kirchlichen Mitarbeitern und die Unterstützung der Kinder- und Jugendarbeit gestärkt.

Arbeit des Berliner Missionswerks[Bearbeiten]

Auslandsarbeit[Bearbeiten]

In verschiedene Auslandsreferate unterteilt, kümmert sich das Berliner Missionswerk um die Verbindung zu seinen Partnerkirchen. Die Zusammenarbeit findet in vielfältigen Projekten statt, die alle dem Ziel der Hilfe zur Selbsthilfe dienen.

Inlandsarbeit[Bearbeiten]

In Deutschland unterstützt das Berliner Missionswerk die Partnerschaft von Kirchenkreisen, Gemeinden und Gruppen zu Partnergemeinden im Ausland, organisiert zum ökumenischen Lernen für Kinder und Jugendliche Projekttage, vermittelt Referenten und verleiht Medien zu ihren Ländernbereichen in Asien, Afrika und dem Naher Osten.[22]

Freiwilligenprogramm[Bearbeiten]

Für junge Erwachsene im Alter von 18 bis 28 Jahren bietet das Berliner Missionswerk an, in Einrichtungen und Gemeinden der Partnerkirchen einen Freiwilligendienst im Rahmen von weltwärts, einen Anderen Dienst im Ausland oder ein Freiwilliges Soziales Jahr abzuleisten.[23]

Weblinks[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Hellmuth Lehmann: 150 Jahre Berliner Mission. Verlag der Evangelisch-Lutherischen Mission, Erlangen 1974, ISBN 3-87214-057-4.
  • Ulrich van der Heyden: Die wissenschaftliche Nutzung von Archiv und Bibliothek der Berliner Missionsgesellschaft. Eine Bibliographie. Wichern, Berlin 2010, ISBN 978-3-88981-315-2. (Berliner Beiträge zur Missionsgeschichte. 14).
  • Ulrich van der Heyden: Unbekannte Geschichtsquellen in Berlin. Das Archiv und die Bibliothek der Berliner Missionsgesellschaft. Das Arabische Buch, Berlin 1991. (Sozialanthropologische Arbeitspapiere. 45).
  • Ulrich van der Heyden: Das Schrifttum der deutschen Missionsgesellschaften als Quelle für die Geschichtsschreibung Südafrikas. Dargestellt vornehmlich anhand der Berliner Missionsgesellschaft. In: Ulrich van der Heyden, Heike Liebau (Hrsg.): Missionsgeschichte, Kirchengeschichte, Weltgeschichte. Christliche Missionen im Kontext nationaler Entwicklungen in Afrika, Asien und Ozeanien. Steiner, Stuttgart 1996, 3-515-06732-9, S. 123-138. (Missionsgeschichtliches Archiv. 1).
  • Ulrich van der Heyden: Die Berliner Missionsgesellschaft. In: Ulrich van der Heyden, Joachim Zeller (Hrsg.): Kolonialmetropole Berlin. Eine Spurensuche. Berlin-Edition, Berlin 2002, ISBN 3-8148-0092-3, S. 63-66.
  • Ulrich van der Heyden: Der Burenkrieg von 1899 bis 1902 und die deutschen Missionsgesellschaften. In: Ulrich van der Heyden, Jürgen Becherv(Hrsg.): Mission und Gewalt. Der Umgang christlicher Missionen mit Gewalt bei der Ausbreitung des Christentums in Afrika und Asien in der Zeit von 1792 bis 1918/19. Steiner, Stuttgart 2000, ISBN 3-515-07624-7, S. 207-223. (Missionsgeschichtliches Archiv. 6).
  • Ulrich van der Heyden: Rassistische Motivationen der Missionare der Berliner Missionsgesellschaft in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts und ihre politischen Konsequenzen. In: Wilfried Wagner (Hrsg.): Rassendiskriminierung, Kolonialpolitik und ethnisch-nationale Identität. Referate des 2. Internationalen Kolonialgeschichtlichen Symposiums 1991 in Berlin. Münster/Hamburg 1992, ISBN 3-89473-117-6, S. 533-542. (Bremer Asien-Pazifik-Studien. 2).
  • Winfried Brose, Ulrich van der Heyden (Hrsg.): Mit Kreuz und deutscher Flagge. 100 Jahre Evangelium im Süden Tanzanias. Zum Wirken der Berliner Mission in Ostafrika. Beiträge der historischen Konsultation am 31. Mai und 1. Juni 1991 in Berlin. Lit, Hamburg/Münster 1993, ISBN 3-89473-520-1. (Beiträge zur Missionswissenschaft und Religionsgeschichte. 3).
  • Ulrich van der Heyden: Alexander Merenskys Beitrag zur ethnographischen und historischen Erforschung der Völkerschaften Südafrikas. In: Ethnographisch-Archäologische Zeitschrift. Berlin 32.1991, Nr. 2, S. 263-268. ISSN 0012-7477
  • Ulrich van der Heyden: Martinus Sewushan – Nationalhelfer, Missionar und Widersacher der Berliner Missionsgesellschaft im Süden Afrikas. Erlanger Verlag für Mission und Ökumene, Neuendettelsau 2004, ISBN 3-87214-349-2. (Missionswissenschaftliche Forschungen. Neue Folge, Bd. 19).
  • Ulrich van der Heyden: Der Berliner Missionar Klaas Koen zwischen der Macht des Versprechens und Resignation vor der Realität. In: Ulrich van der Heyden, Holger Stoecker(Hrsg.): Mission und Macht im Wandel politischer Orientierungen. Europäische Missionsgesellschaften und ihre Tätigkeit in Afrika und Asien zwischen 1800 und 1945 in politischen Spannungsfeldern. Steiner, Stuttgart 2005, ISBN 3-515-08423-1, S. 87-100. [=Missionsgeschichtliches Archiv, 10].

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Offizielle Homepage
  2. Ökumenisches Freiwilligenprogramm
  3. H. Lehmann: 150 Jahre Berliner Mission. Erlangen 1974, ISBN 3-87214-057-4, S. 15-19.
  4. H. Lehmann: 150 Jahre Berliner Mission. Erlangen 1974, ISBN 3-87214-057-4, S. 24-84.
  5. Geschichte der Gossner Mission
  6. H. Lehmann: 150 Jahre Berliner Mission. Erlangen 1974, ISBN 3-87214-057-4, S. 39-67.
  7. H. Lehmann: 150 Jahre Berliner Mission. Erlangen 1974, ISBN 3-87214-057-4, S. 62-87.
  8. H. Lehmann: 150 Jahre Berliner Mission. Erlangen 1974, ISBN 3-87214-057-4, S. 74-81.
  9. Missionskrankenhäuser in Tansania (en)
  10. H. Lehmann: 150 Jahre Berliner Mission. Erlangen 1974, ISBN 3-87214-057-4, S. 90-101.
  11. H. Lehmann: 150 Jahre Berliner Mission. Erlangen 1974, ISBN 3-87214-057-4, S. 81-110.
  12. H. Lehmann: 150 Jahre Berliner Mission. Erlangen 1974, ISBN 3-87214-057-4, S. 114-119.
  13. H. Lehmann: 150 Jahre Berliner Mission. Erlangen 1974, ISBN 3-87214-057-4, S. 120-144.
  14. H. Lehmann: 150 Jahre Berliner Mission. Erlangen 1974, ISBN 3-87214-057-4, S. 144-156.
  15. Reader zur EKD-Synode 2000
  16. H. Lehmann: 150 Jahre Berliner Mission. Erlangen 1974, ISBN 3-87214-057-4, S. 156-159.
  17. H. Lehmann: 150 Jahre Berliner Mission. Erlangen 1974, ISBN 3-87214-057-4, S. 173-177.
  18. H. Lehmann: 150 Jahre Berliner Mission. Erlangen 1974, ISBN 3-87214-057-4, S. 177-186.
  19. H. Lehmann: 150 Jahre Berliner Mission. Erlangen 1974, ISBN 3-87214-057-4, S. 186-190.
  20. Ursprünge des Berliner Missionswerks
  21. (PCT)
  22. Inlandsarbeit
  23. Freiwilligenprogramm