Crematory

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Crematory
Allgemeine Informationen
Genre(s) Gothic Metal
Gründung 1991
Website http://www.crematory.de/
Gründungsmitglieder
Gerhard „Felix“ Stass
Lothar „Lotte“ Först (bis 1998)
Markus Jüllich
Katrin Jüllich (geb. Goger)
Marc Zimmer (1991)
Aktuelle Besetzung
Gesang
Gerhard „Felix“ Stass
Gitarre, Gesang
Matthias Hechler (seit 1999)
Harald Heine (seit 1993)
Schlagzeug
Markus Jüllich
Keyboard
Katrin Jüllich
Ehemalige Mitglieder
Bass
Heinz Steinhauser (1992–1993)

Crematory ist eine Gothic-Metal-Band aus Deutschland, die im Januar 1991 in Westhofen von Schlagzeuger Markus Jüllich und Gitarrist Lothar Först gegründet wurde.

Bandgeschichte[Bearbeiten]

Nach der Gründung schlossen sich Gerhard Stass (Sänger), Marc Zimmer (Bass) und Keyboarderin Katrin Goger, die zunächst nur Gastmusikerin war, der Band an. In dieser Besetzung entstand das erste, selbstbetitelte Demo, das recht erfolgreich war und sich laut Band weltweit 1500 Mal verkaufte.[1] Der anfängliche Stil der Band war noch tief im Death Metal verwurzelt, jedoch fanden sich bereits auf dem ersten Demo viele Gothic-Metal-Stücke im Stile von Paradise Lost und Sentenced.

Marc Zimmer verließ Crematory anschließend und schloss sich unter dem Pseudonym „Graf von Beelzebub“ der Band Mystic Circle an. Heinz Steinhauser übernahm den vakant gewordenen Bassistenposten und mit ihm entstand 1993 das Debütalbum Transmigration, welches auf Massacre Records erschien. Danach verließ er allerdings die Band wieder, mit Harald Heine wurde dann aber endlich ein fester Bassist gefunden. Mehrere Gigs im Vorprogramm von My Dying Bride folgten.

Just Dreaming, der Nachfolger von 1994, enthält weitaus weniger Ausflüge in den Death Metal als sein Vorgänger und sorgte auch dafür, dass die Band bekannter wurde. Zwei Videos, eins zu In My Hands und eins zu Shadows of Mine, schafften es auf MTV in das reguläre Programm. Anschließend tourten sie mit Bands wie Atrocity und Tiamat.

Illusions, das dritte Album, erschien 1995 und beschritt weiter den eingeschlagenen Weg. Zusammen mit The Gathering und Moonspell spielten sie anschließend auf den Out-of-the-Dark-Festivals. Tears of Time, das dritte Video der Band wurde auch auf der EP Ist es wahr? (1996) verwendet. Die Band veröffentlichte mit dem Titeltrack erstmals auch ein deutsch gesungenes Lied. Im gleichen Jahr schließlich erschien mit Crematory das erste, rein deutsch gesungene Album der Band. Es wurde von der Fachpresse zerrissen, verkaufte sich aber recht zufriedenstellend und eröffnete Crematory dennoch neue Möglichkeiten.[1] Erstmals wurden auch die Top 100 der deutschen Albencharts geschafft.[2]

Nach der Trennung von Massacre Records veröffentlichten Crematory in Eigenproduktion das Livealbum Live at the Out of the Dark Festival. Anschließend wurde mit Nuclear Blast eine neue Firma gefunden. Awake, das fünfte reguläre Album konnte zum zweiten Mal die deutschen Charts erreichen und stieg bis auf Platz 54 der Alben-Charts.[2] Eine Coverversion von Temple of Love (im Original von The Sisters of Mercy) wurde in der Clubszene zu einem großen Erfolg.[1]

1999 trennte man sich von Gründungsmitglied Lothar „Lotte“ Först und machte mit Gitarrist Matthias Hechler von Shit for Brains weiter. Die Alben Act Seven (1999) und Believe stellten den kommerziellen Höhepunkt für Crematory dar. 1999 veröffentlichte Nuclear Blast zudem eine Art Best-of-Album namens The Early Years, welches in einer Dreier-Box erschien. Diese Box enthält alle Hits der Band, sowie diverse Remixe von Künstlern wie Bruno Kramm (von Das Ich) und Raymond Boyé (U 96, Scooter, Culture Beat), sowie sämtliche Musikvideos. Auf Grund diverser Probleme löste sich Crematory nach der Jubiläumstour 2001 auf dem Höhepunkt ihrer Karriere überraschend auf.

In der Zwischenzeit kam die Band noch einmal zusammen, um ein Lied für ein Metallica-Tribute-Album aufzunehmen.

Auf Intervention von Nuclear Blast begann man 2003 mit dem Schreiben für ein Comeback-Album. Katrin und Markus Jüllich, die zwischenzeitlich geheiratet hatten, bekamen während der Aufnahmezeit eine Tochter, so dass sich der Erscheinungstermin des Comeback-Albums verzögerte. Als Anheizer wurde dann im März 2004 die Single Greed veröffentlicht. Das Album Revolution folgte dann im Mai 2004. Ein Livedokument namens Liverevolution (2005) in CD/DVD-Form gab die Comebackshow wieder.

Da der Plattenvertrag mit Nuclear Blast abgelaufen war, wechselte die Band wieder zu Massacre Records, wo sie schon ihre ersten fünf Alben veröffentlichten. Am 4. August 2006 erschien die zweite deutsche CD Klagebilder und am 1. Februar 2008 das wieder englischsprachige Album Pray, beide aufgenommen und produziert im Kohlekeller-Studio mit Produzent Kristian "Kohle" Kohlmannslehner.

Am 29. Januar 2010 hat Crematory das neue Studio-Album Infinity veröffentlicht.

Stil[Bearbeiten]

Ihr Stil wurde oft mit den frühen Alben von Sentenced und Fear Factory verglichen. Mit dem Album Revolution experimentierte die Band vermehrt mit elektronischen Elementen, was sie zuvor nie in diesem Maße getan hatte. Das neue Album Pray wurde dem Stil früherer Stücke nachempfunden und enthält weniger elektronische Elemente.

Diskografie[Bearbeiten]

Chartplatzierungen
(vorläufig)
Erklärung der Daten
Alben
Crematory
  DE 87 03.06.1996 (4 Wo.) [2]
Awake
  DE 54 22.09.1997 (2 Wo.) [2]
Act Seven
  DE 46 29.03.1999 (2 Wo.) [2]
Believe
  DE 34 25.09.2000 (4 Wo.) [2]
Revolution
  DE 47 17.05.2004 (2 Wo.) [2]
Klagebilder
  DE 66 21.08.2006 (1 Wo.) [2]
Antiserum
  DE 66 07.03.2014 (… Wo.)
Singles
Greed
  DE 86 15.03.2004 (1 Wo.) [3]
Vorlage:Infobox Chartplatzierungen/Wartung/vorläufige Chartplatzierung

Demos[Bearbeiten]

  • 1992: Demo

Studioalben[Bearbeiten]

  • 1993: Transmigration (VÖ: 04/1993; Re-Release: 02/2000)
  • 1994: …Just Dreaming (VÖ: 05/1994; Re-Release: 02/2000)
  • 1995: Illusions (VÖ: 09/1995; Re-Release: 02/2000)
  • 1996: Crematory (VÖ: 05/1996; Re-Release: 02/2000)
  • 1997: Awake (VÖ: 09/1997)
  • 1999: Act Seven (VÖ: 03/1999)
  • 2000: Believe (VÖ: 09/2000)
  • 2004: Revolution (VÖ: 05/2004)
  • 2006: Klagebilder (VÖ: 08/2006)
  • 2008: Pray (VÖ: 1. Februar 2008)
  • 2010: Infinity (VÖ: 29. Januar 2010)
  • 2014: Antiserum (VÖ: 21. Februar 2014)

Livealben und Kompilationen[Bearbeiten]

  • 1997: „Live …“ at the Out of the Dark Festivals (VÖ: 01/1997; Re-Release: 02/2000)
  • 1999: Early Years (VÖ: 11/1999, 3-CD-Box)
  • 2001: Remind (VÖ: 07/2001)
  • 2005: Live Revolution (VÖ: 09/2005, auch als DVD)
  • 2010: Black Pearls (VÖ: 11/2010, auch als CD+DVD)

Singles und EPs[Bearbeiten]

  • 1999: Fly (VÖ: 02/1999)
  • 2004: Greed (VÖ: 03/2004)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Crematory – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Quellen[Bearbeiten]

  1. a b c Offizielle Biografie
  2. a b c d e f g h musicline.de: Chartverfolgung / Crematory / Longplay (Zugriff am 14. Februar 2008)
  3. musicline.de: Chartverfolgung / Crematory / Singles (Zugriff am 14. Februar 2008)