Bruno Kramm

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Bruno Kramm, 2012

Bruno Gert Kramm (* 13. Oktober 1967 in München) ist ein deutscher Musiker, Musikproduzent und Politiker.

Leben[Bearbeiten]

Kramm bei einem Auftritt, 2013

1986 – noch während Bruno Kramm das städtische Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Gymnasium (WWG) in Bayreuth besuchte – gründete er die Formation Fahrenheit 451 (später unter dem Namen Alva Novalis). Drei Jahre später gründete er mit Stefan Ackermann Das Ich, in dem er bis heute als Komponist und Produzent tätig ist und mit dem ihm 1991 der Durchbruch in der alternativen Musik-Szene gelang. Seitdem ist er eine feste Größe in der Schwarzen Szene mit großem Einfluss.

Er wurde zum gefragten Produzenten, der viele weitere Projekte prägte, unter anderem Atrocity, Illuminate, Saviour Machine, Die Schinder, Distorted Reality, Ancient Ceremonies, Sanguis et Cinis, In Strict Confidence, Placebo Effect, Relatives Menschsein, Printed at Bismarck’s Death, Ghosting, Cyan Kills E.Coli, Collide, Dark Diamonds, Dorsetshire, Felsenreich, Tilt!. Er war auch als Gastmusiker und Co-Produzent bei dem Album Salvation von Rozencrantz beteiligt.

Sein erfolgreichstes Sideprojekt ist Kramm, mit dem er 2001 das Album Coeur veröffentlichte.

Darüber hinaus ist er Begründer und Geschäftsführer des Labels Danse Macabre und schrieb bis 2006 die regelmäßige Kolumne Krimskram(m)s in der Zeitschrift Zillo.

Politisches Engagement[Bearbeiten]

Kramm war bis Ende Februar 2012 Mitglied bei Bündnis 90/Die Grünen und trat im November 2011 in die Piratenpartei ein, zu der er durch das Thema Urheberrecht gelangte.[1] Er hat durch seine Übersetzung und Synchronisation des von Anonymous veröffentlichten Videos „Was ist ACTA?“ zu den deutschlandweiten Protesten beigetragen. Auf seinem Blog schreibt er zu gesellschaftlichen Themen wie Bedingungsloses Grundeinkommen, Zensur, Informationsfreiheit, Finanzkrise, Drogenpolitik und Tierschutz. Politisch bezeichnet er sich als „Grüner Pirat“, um auch seinen umweltpolitischen Aktivitäten gerecht zu werden. Auf der Jahrestagung des Netzwerk Recherche am 3. Juni 2012 erntete Kramm deutliche Kritik, als er die Ermöglichung des Zugriffs auf Filme oder Serien wie Game of Thrones als ein „Recht dieser Gesellschaft“ bezeichnete.[2] Auf dem Parteitag der Piratenpartei Bayern wurde er am 15. September 2012 als Politischer Geschäftsführer in den Vorstand gewählt. Seine Amtszeit endete regulär am 26. Oktober 2013.[3] Im Zuge der Aufstellungsversammlung der Piratenpartei Bayern wurde Kramm am 21. Oktober 2012 auf Platz 1 der Landesliste für die Bundestagswahl gewählt.[4] Auf dem Bundesparteitag der Piratenpartei, der am 4. Januar 2014 in Bochum abgehalten wurde, wählte die Versammlung Kramm auf Platz 4 der Liste für die Europawahl 2014.

Er engagiert sich in der Anti-TTIP-Protestbewegung, auch mit seinen Videos.[5]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Bruno Kramm – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Blogeinleitung, am 26.02. mit "Ich bin aktives Mitglied in der Piratenpartei." ergänzt und Mitgliedschaft bei den Grünen entfernt.
  2. Menschenrecht auf "Mad Men"? 4. Juni 2012, abgerufen am 4. Juni 2012.
  3. Protokoll des Landesparteitags 2013.3
  4. Top 6 der Landesliste zur Bundestagswahl in Bayern
  5. Kramms Videoengagement zur Anti-TTIP-Protestbewegung auf wordpress.com