Atrocity

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Atrocity
Atrocity-Kavarna2010-1.jpg
Allgemeine Informationen
Genre(s) Death Metal (bis 1992), später Metal mit Elementen aus Ethnopop (Calling the Rain), Neue Deutsche Härte (Die Liebe), Synth Rock und Dark Rock
Gründung 1985
Website http://www.atrocity.de/
Gründungsmitglieder
Alexander Krull
Mathias Röderer
E-Gitarre
Frank Knodel (bis 1990)
René Tometschek (bis 1990)
Gernot Winkler (bis 1989)
Aktuelle Besetzung
Gesang
Alexander Krull
E-Gitarre
Thorsten Bauer (seit 1995)
E-Gitarre
Sander van der Meer (seit 2010)
Bass
JB van der Wal
Schlagzeug
Joris Nijenhuis (seit 2012)
Ehemalige Mitglieder
E-Gitarre
Richard Scharf (1988–1994)
E-Bass
Oliver Klasen (1988–1993)
Schlagzeug
Michael Schwarz (1988–1999)
E-Bass
Markus Knapp (1994–1995)
Schlagzeug
Martin Schmidt (2000–2004)
E-Bass
Christian Lukhaup (1995–2007)
Schlagzeug
Moritz Neuner (2004–2007)
Schlagzeug
Nick Barker (2008)
Bass
Alla Fedynitch (2008)
Schlagzeug
Roland Navratil (bis 2011)

Atrocity ("Gräueltat", "Abscheulichkeit") ist eine deutsche Metal-Band mit Wurzeln im Death Metal.

Bandgeschichte[Bearbeiten]

Die Band wurde im Jahre 1985 von Alexander Krull, Mathias Röderer, Frank Knodel, René Tometschek und Gernot Winkler unter dem Namen Sodom in Ludwigsburg gegründet. In dieser Besetzung nahm die Band, bereits unter dem Namen Atrocity, 1988 ein Demo mit dem Titel Instigators auf. Noch vor Erscheinen der EP Blue Blood, welche innerhalb der Szene einigen Erfolg hatte, trennte sich die Band von Winkler und Knodel. Tometschek verließ die Band wenig später. Neuer Schlagzeuger wurde Michael Schwarz, den Bass übernahm Oliver Klasen und Richard Scharf stieg als Gitarrist in die Band ein.

Ihr erstes Album Hallucinations mit Cover von H. R. Giger erschien 1990. Die Songs wurden in nur acht Tagen während einer Tour mit Carcass im Morrisound Recording in Tampa, Florida unter der Regie von Scott Burns eingespielt. Das nächste Album Todessehnsucht fällt wegen seiner ausgeprägten klassischen Elemente auf, so wurden beispielsweise vier Opernsänger um Mithilfe gebeten. Beim nachfolgenden Konzeptalbum Blut ließ sich Krull von der Landschaft Transsilvaniens inspirieren. Angeblich fand er sogar heraus, dass manche seiner Vorfahren in den Karpaten lebten. Das Album schließlich dreht sich um Vampirismus. Auf der folgenden Tour mit Obituary, Pitchshifter, und Crematory wurden die neuen Stücke vorgestellt, wobei auf einigen Stücken Alexander Krulls Schwester Yasmin zu hören ist.

Auf der 1995 erschienenen Platte Calling the Rain arbeiteten die Geschwister Krull noch enger zusammen. Der ruhige melancholische Stil dieser Platte unterscheidet sich stark vom ursprünglichen Death-Metal-Stil der Band. Infolgedessen spielten sie auf einem Konzert mit Goethes Erben vor sitzendem Publikum. Das nächste Album entstand in Zusammenarbeit mit Das Ich. Das Konzept von Die Liebe war es Stücke der jeweils anderen Band neu zu arrangieren, und dann gemeinsam aufzunehmen. Mit Erscheinen des Albums Willenskraft kamen wegen der schroffen Texte Vermutungen auf, Atrocity sei rechtsradikal gesinnt. Als Reaktion darauf zerstörte die Band auf dem Wacken Open Air 1996 während des Lieds Willenskraft ein riesiges Hakenkreuz. Sie ging mit den Bands In Flames, Totenmond und Heavenwood auf Tournee.

Werk 80 schaffte es dann 1997, sowohl Fan-Gemeinde als auch Kritiker zu überraschen. Auf der Scheibe befinden sich ausschließlich Songs aus den 1980ern, darunter Tainted Love von Soft Cell, Shout von Tears for Fears, The Great Commandment von Camouflage und The Wild Boys von Duran Duran. Auf diesem Album war auch zum ersten mal Liv Kristines Stimme zu hören. Sie und Krull sind heute verheiratet, ihr Sohn Leon Alexander wurde am 18. Dezember 2003 geboren. Nach den Touren mit Haggard, Joachim Witt und Oomph! zum Album verließ Drummer Michael Schwarz die Band, Ersatz fand man in Martin Schmidt. Mit ihm nahm die Band dann auch das zehnte Album Gemini auf, und man wechselte zum Label Motor Music.

2002 gründete Alexander Krull und seine Bandkollegen das Mastersound Studio nahe Stuttgart. Neben den bandeigenen Produktionen wurden viele andere Rock und Metal Alben seitdem im Mastersound Studio produziert.

2004 folgte Atlantis mit der Single Cold Black Days. Die Bandmitglieder von Atrocity bilden gemeinsam mit Liv Kristine seit 2003 auch die Band Leaves’ Eyes. Im November 2007 verließen Christian Lukhaup und Moritz Neuner beide Bands.

Im Februar 2008 erschien das Album Werk 80 II, bei welchem das Burlesque-Model Dita Von Teese in lasziver Pose das von Ingo Römling gestaltete Cover ziert. Im Mai stieg der erst im Januar gekommene Schlagzeuger Nick Barker wieder aus.

Im Oktober 2008 gaben Atrocity bekannt, dass ein neuer Schlagzeuger gefunden wurde. Es ist der aus Los Angeles, USA, stammende Seven Antonopolous. Er stieg auch gleich bei Leaves’ Eyes mit ein.

Diskografie[Bearbeiten]

Chartplatzierungen
Erklärung der Daten
Alben[1]
Werk 80
  DE 33 10.11.1997 (8 Wo.)
Gemini
  DE 95 13.11.2000 (1 Wo.)
Werk 80 II
  DE 19 14.03.2008 (3 Wo.)
  AT 74 14.03.2008 (1 Wo.)

EPs und Demos[Bearbeiten]

  • 1988: Instigators (Demo, nur als MC)
  • 1989: Blue Blood (EP, nur als 7”-Vinyl)
  • 1996: The Hunt (EP)
  • 1996: The Definition of Kraft and Wille (EP)
  • 1997: Tainted Love (EP)
  • 2000: Sounds of Silence (EP)
  • 2000: Taste of Sin (EP)
  • 2004: Cold Black Days (EP)
  • 2008: Smalltown Boy (EP)

Studioalben[Bearbeiten]

  • 1990: Hallucinations
  • 1992: Todessehnsucht
  • 1994: Blut
  • 1995: Calling the Rain
  • 1995: Die Liebe (Kollaboration mit Das Ich)
  • 1996: Willenskraft
  • 1997: Werk 80
  • 2000: Gemini
  • 2004: Atlantis
  • 2008: Werk 80 II
  • 2010: After the Storm
  • 2013: Okkult

Kompilationen[Bearbeiten]

  • 1996: Kraft & Wille (Video Collection + The Hunt EP)
  • 1999: Non Plus Ultra: 1989-1999 (best of...)

DVD[Bearbeiten]

  • 2012: Die Gottlosen Jahre

Videos[Bearbeiten]

  • Blut (vom Album Blut, 1994)
  • Calling the Rain (von der EP Calling the Rain, 1995)
  • Die Liebe (mit Das Ich; von der EP Die Liebe, 1995)
  • Love is Dead (vom Album Willenskraft, 1996)
  • Taste of Sin (vom Album Gemini, 2000)
  • Cold Black Days (vom Album Atlantis, 2004)
  • The Sun Always Shines on TV (vom Album Werk 80 II, 2008)

Quellen[Bearbeiten]

  1. Chartquellen: Deutschland / Österreich

Weblinks[Bearbeiten]