David Ignatius

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David Ignatius

David Robert Ignatius (* 26. Mai 1950 in Cambridge, Massachusetts) ist ein US-amerikanischer Journalist und Autor. Er ist Redakteur und Kolumnist der Washington Post. Er hat sieben Romane geschrieben. Sein Roman Der Mann, der niemals lebte wurde von Ridley Scott verfilmt.

Leben[Bearbeiten]

Väterlicherseits hat Ignatius armenische Wurzeln mit Vorfahren aus Harput, Elaziğ und der Türkei. Davids Vater, Paul Robert Ignatius, war unter anderem Marinestaatssekretär.

Ignatius wuchs in Washington D.C. auf, wo er die St. Albans School besuchte. Nach seinem Abschluss 1968 besuchte er das Harvard College. Er schloss 1973 mit magna cum laude ab. Mit einem Stipendium studierte er am King’s College der Cambridge University Wirtschaft und schloss mit einem Diplom ab.

Er ist mit Eve Ignatius verheiratet und hat drei Töchter.

Journalistische Karriere[Bearbeiten]

Sein journalistischer Werdegang begann nach seiner Ausbildung bei der Washington Monthly. 1976 wechselte er zum Wall Street Journal, wo er 10 Jahre lang als Reporter arbeitete. Von 1980 bis 1983 war er der Korrespondent für den nahen Osten. 1984 kam er nach Washington zurück und bekam 1985 den Edward Weintal Preis.

Ein Jahr später wechselte er zur Washington Post. Er arbeitete in verschiedenen Abteilungen der Post, unter anderem war er Redakteur für die Auslandsberichterstattung. 1999 fing er an, eine zweimal wöchentlich erscheinende Kolumne zu schreiben. Diese behandelte das weltpolitische Geschehen, die Wirtschaft und internationale Angelegenheiten.

2000 wurde er zum Chefredakteur des International Herald Tribune in Paris. Er ging 2002 jedoch zurück zur Post und schrieb seine Kolumnen weiter. Im Zuge seiner Schreibtätigkeiten reiste er oft in den mittleren Osten und führte dort Interviews mit Politikern und Staatschefs, wie zum Beispiel dem Präsidenten von Syrien, Baschar al-Assad, und Hassan Nasrallah, dem Anführer der Hisbollah.

Ignatius Artikel erschienen ebenfalls in der New York Times, The Atlantic Monthly, Foreign Affairs, The New Republic, Talk Magazine und in The Washington Monthly.

Eklat beim World Economic Forum[Bearbeiten]

2009 moderierte David Ignatius eine Diskussion auf dem World Economic Forum in Davos, Schweiz, bei der es zu einem Eklat kam: Ignatius teilte Recep Tayyip Erdoğan, dem türkischen Premierminister, lediglich 12 Minuten Redezeit zu, während Schimon Peres, israelischer Präsident, 25 Minuten Redezeit bekam, in denen er den israelischen Einsatz im Gaza-Krieg um die Jahreswende 2008/2009 emotional verteidigte. Erdoğan fiel Peres während der Rede ins Wort, und bekam anschließend eine Minute, um darauf zu reagieren; als diese um war, wurde er mehrmals von Ignatius abgebrochen, der seine Hand auf Erdoğans Schulter legte und ihn aufforderte, das geplante Abendessen nicht weiter aufzuhalten. Daraufhin sammelte Erdoğan seine Papiere zusammen und verließ den Saal mit den Worten, er glaube nicht, dass er jemals wieder an einem World Economic Forum teilnehmen würde. Im Nachhinein betonte er, der Eklat sei nicht inhaltlich gegen Peres gerichtet, den er direkt nach dem Gespräch anrief, um die Ungereimtheiten zu klären, sondern lediglich gegen die in seinen Augen parteiische Redezeiteinteilung. In der Türkei wurde Erdoğan von einer begeisterten Menschenmenge empfangen.

Romane[Bearbeiten]

Neben seiner journalistischen Arbeit ist Ignatius ein erfolgreicher Buchautor und hat bislang acht Romane geschrieben. Alle behandeln das Thema Spionage. Sowohl von seiten der Kritik wie auch der Leser werden seine Romane als spannend und realitätsnah gelobt. Selbst die CIA lobte den Realismus seiner Werke.

Verfilmungen[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]