Deklination (Grammatik)
Die Deklination (lateinisch declinare, „beugen“) in der Grammatik einer Sprache beschreibt formal die Regeln, nach denen bestimmte Wortarten (vor allem Substantive, Pronomen und Adjektive) gemäß den grammatischen Kategorien Kasus (Fall), Numerus (Zahl) und Genus (Geschlecht) ihre Form verändern. Nicht jede Sprache verwendet alle diese Kategorien. Die Wörter werden dekliniert. Die Deklination ist neben der Konjugation des Verbs eine Form der Flexion, der Veränderbarkeit der Wörter oder Wortarten.
Eine Sprache kann alle Wörter nach einem Schema beugen und hat dann eine Deklination (oder ein Deklinationsschema), oder sie kann unterschiedliche Wörter nach verschiedenen Schemata beugen und hat dann mehrere Deklinationen. In Sprachen, die Beugung aufweisen, den flektierenden Sprachen, wird die Rolle eines Substantivs im Satz durch die Deklinationsform bestimmt.
Wörter, die nicht dekliniert werden können, werden als indeklinabel bezeichnet. Manche agglutinierende Sprachen kennen keine Deklination, wie z. B. Japanisch[1] oder Ungarisch.[2][3]
Beispiel für die deutsche Sprache[Bearbeiten]
| Kasus | Singular | Plural |
|---|---|---|
| Nominativ | das schöne Haus | die schönen Häuser |
| Genitiv | des schönen Hauses | der schönen Häuser |
| Dativ | dem schönen Haus/Hause | den schönen Häusern |
| Akkusativ | das schöne Haus | die schönen Häuser |
Referenzen[Bearbeiten]
- ↑ Japanische Grammatik. Free Audio MP3 Player, 28. August 2004, archiviert vom Original am 28. August 2004, abgerufen am 19. Mai 2012 (HTML, deutsch): „Im Japanischen gibt es keine Deklination“
- ↑ Ungarische Grammatik. ATS Sprachdienst, 1. September 2004, archiviert vom Original am 1. September 2004, abgerufen am 19. Mai 2012 (HTML, deutsch): „Tatsächlich gibt es in der ungarischen Sprache keine Deklination und somit auch keine Fälle.“
- ↑ Andreas Kraneis: Die Ungarische Sprache - A magyar nyelv. Die Ungarische Sprache - A magyar nyelv, 2002, archiviert vom Original am 2002, abgerufen am 19. Mai 2012 (HTML, deutsch): „Ungarisch müsse doch furchtbar schwer sein, da es über 40 Fälle gäbe. … Und die Wissenschaftler sind sich da in puncto Ungarisch nicht so ganz einig wegen der Zahl der Fälle. Der kleinste gemeinsame Nenner liegt bei 23“