Der Boß (1985)

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Filmdaten
Deutscher Titel Der Boß
Originaltitel Hold-Up
Produktionsland Kanada, Frankreich
Originalsprache Englisch, Französisch
Erscheinungsjahr 1985
Länge ca. 85 bzw. 100 Minuten
Altersfreigabe FSK 6 bzw. 12
Stab
Regie Alexandre Arcady
Drehbuch Alexandre Arcady
Francis Veber
Daniel Saint-Hamont
Produktion Alain Belmondo
Bernard Bolzinger
Musik Serge Franklin
Kamera Richard Ciupka
Schnitt Joële Van Effenterre
Besetzung

Der Boß (Hold-Up) ist eine französische Gaunerkomödie des Regisseurs Alexandre Arcady aus dem Jahr 1985. Der Film basiert auf dem 1981 erstmals veröffentlichten Roman Quick change von Jay Cronley.

Handlung[Bearbeiten]

Grimm, der von seinen Gangsterkollegen ehrfürchtig der „Boss“ genannt wird, hat eine verrückte Idee: Verkleidet als Clown dringt er in die größte Bank Montreals ein und nimmt die Bankangestellten und Kunden als Geiseln. Daraufhin wird das Gebäude von der Polizei umstellt, und der ältliche, leicht überfordert wirkende Polizeichef Lefevre erklärt, dass er den Clown schnell fassen wird. Grimm erweist sich jedoch als genialer Taktiker, so lässt er als scheinbare Geste des guten Willens eine vermeintlich schwangere Frau, einen weinerlichen Mann und einen älteren Herrn frei. Als Lefevre die Bank stürmen lässt, findet er nur die gefangenen Geiseln. Vom Clown und den erbeuteten 2,3 Millionen Dollar fehlt allerdings jede Spur. Die Polizei ahnt nicht, dass Lise, die „schwangere“ Frau, diejenige war, die an ihrem Bauch die Beute heraustrug, und auch der weinerliche Mann Komplizen des Clowns waren. Und dass der ältere Herr in Wirklichkeit der Clown selbst war. Nachdem sie die Bank verlassen haben, versuchen die drei, so schnell wie möglich zum Flughafen zu kommen, und geraten dabei in haarsträubende Abenteuer: So verlieren sie ihr Auto, rasen irrtümlich in eine andere Bank, bestechen einen Taxifahrer, bis sie schließlich am Flughafen landen.

Kritiken[Bearbeiten]

  • Adolf Heinzlmeier und Berndt Schulz in Lexikon „Filme im Fernsehen“: „Dieses Belmondo-Starvehikel ist mit seiner Mischung aus viel Handlung, wenig Gerede und einfallsreichen Gags akzeptabel; das war nicht immer so.“ (Wertung: 2½ Sterne = überdurchschnittlich)[1]
  • Cinema: „Arcadys sorgfältig inszenierter, actionreicher Film hebt sich wohltuend von den Belmondo-Fließband-Produktionen der 80er Jahre ab.“[2]
  • Lexikon des internationalen Films: „Komödiantisch angelegter Kriminalfilm, der nur im ersten Drittel überzeugend wirkt und ansonsten mit sattsam bekannten Versatzstücken des Genres aufwartet.“[3]

Hintergründe[Bearbeiten]

Gedreht wurde in Kanada und Italien und zwar in den Städten Montreal und Rom.

Im Jahr 1990 drehte Bill Murray zusammen mit Howard Franklin (Co-Regie) eine Neuverfilmung von Der Boß. In dem Film mit dem Titel Ein verrückt genialer Coup spielte Bill Murray die Rolle des Clowns, während Geena Davis in die Rolle der „schwangeren“ Komplizin schlüpfte.

Literatur[Bearbeiten]

  • Jay Cronley: Quick change. University of Oklahoma Press, Norman 2006, ISBN 0-8061-3773-8, 259 S. – bislang (2007) existiert keine deutsche Übersetzung

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Adolf Heinzlmeier, Berndt Schulz. In: Lexikon „Filme im Fernsehen“ (Erweiterte Neuausgabe). Rasch und Röhring, Hamburg 1990, ISBN 3-89136-392-3, S. 104
  2. Cinema
  3. Der Boß im Lexikon des Internationalen Films