Diebels

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Brauerei Diebels GmbH & Co. KG
Diebels Logo
Rechtsform GmbH & Co. KG[1]
Gründung 1878
Sitz Issum

Leitung

Mitarbeiter 234 (2008)[2]
Umsatz 42 Mio. Euro[2]
Branche Brauerei
Diebels Brauerei in Issum

Die Brauerei Diebels ist ein in Issum am Niederrhein ansässiges Unternehmen, das verschiedene Biererzeugnisse herstellt. 2001 wurde das ehemalige Familienunternehmen von der belgischen Interbrew-Gruppe übernommen, die nach dem Zusammenschluss mit der brasilianischen AmBev und danach der amerikanischen Anheuser-Busch zur heutigen Brauereigruppe Anheuser-Busch InBev wurde.

Allgemeines[Bearbeiten]

Im Jahr 2005 produzierte Diebels 1.006.000 Hektoliter Bier. Gegenüber 2004 ging die Produktion um zwei Prozent zurück, gegenüber 2001 um rund 33 Prozent. Der Produktionsrückgang ist hauptsächlich auf die geringere Nachfrage nach Altbier zurückzuführen. Durch die Einführung eines Diebels Pils im Jahr 2005 konnte die Produktion nur kurzfristig stabilisiert werden. Zusätzlich zu den Diebels-Marken werden in Issum auch verschiedene Produkte der Brauerei Beck & Co. abgefüllt.[3]

Geschichte[Bearbeiten]

Die Brauerei Diebels wurde 1878 vom Krefelder Braumeister Josef Diebels in Issum gegründet. Nach 20 Jahren erreichte die Brauerei im Jahr 1898 eine Jahresproduktion von 10.000 Hektoliter. Im Jahr 1928 arbeiteten 27 Mitarbeiter bei Diebels und produzierten 24.500 Hektoliter Ausstoß. Während des Zweiten Weltkriegs kam es nur zu geringen Zerstörungen und der nachfolgende Wirtschaftsaufschwung wurde zum Wachstum genutzt. Im Jahr 1967 wurden 175.000 Hektoliter Ausstoß produziert.

Bis Anfang der 1970er Jahre wurde in der eher lokalen Brauerei fast jedes in Deutschland gängige Bier gebraut. Die neue Strategie der Brauerei Diebels wurde das Altbier-Spezialistenkonzept. Es wurde nur noch ein obergäriges Altbier gebraut und die Marke Diebels überregional bekannt gemacht. So gelang der Aufstieg zur größten deutschen Altbierbrauerei mit über 50 Prozent Marktanteil in Deutschland. Bereits 1975 erreichte die Produktion 500.000 Hektoliter und sechs Jahre später 1.000.000 Hektoliter. Im Jahr 1987 führte die Brauerei Diebels das erste alkoholfreie Alt unter dem Namen Issumer Alt alkoholfrei ein.

Im Sommer 2001 wurde die bis dahin private Brauerei von der Interbrew-Gruppe für umgerechnet 100 Millionen Euro aufgekauft.[3] Nach kurzer Zugehörigkeit zur Bremer Brauerei Beck & Co. wurden die Vertriebsaktivitäten aller Brauereien der InBev-Gruppe in Deutschland 2003 in der Interbrew Deutschland Vertriebs GmbH & Co KG zusammengeführt.

Nach fast 30 Jahren vollständiger Spezialisierung auf Altbier wurde das Sortiment der Brauerei Diebels, wie am 8. Oktober 2004 angekündigt, am 13. Februar 2005 wieder um ein Bier nach Pilsner Brauart erweitert.

Produkte[Bearbeiten]

Diebels Alt

Zur Zeit stellt Diebels folgende Biere her:

  • Diebels – Altbier mit einem Alkoholgehalt von 4,9 Volumenprozent
  • Diebels Alkoholfrei – Alkoholfreie Variante des Altbiers
  • Diebels Light – Altbier mit 40 Prozent weniger Alkohol
  • Dimix – Biermischgetränk basierend auf Diebels Alt mit Cola
  • Diebels Pils – Bier nach Pilsner Brauart mit einem Alkoholgehalt von 4,9 Volumenprozent
  • Dimix Erdbeer – Biermischgetränk basierend auf Diebels Alt mit Erdbeerlimonade

Nicht mehr hergestellt werden:

  • „Diebels ApfelLemon“, ein Biermischgetränk basierend auf Diebels Pils mit Apfelsaft.
  • „Plato 13“ mit 13 Prozent Stammwürze, 6 Volumenprozent Alkoholgehalt.
  • „Issumer Alt“: das alkoholfreie Diebels Alt wurde bei seiner Einführung 1987 zunächst „Issumer Alt“ genannt, einige Jahre später aber umbenannt in „Diebels Alkoholfrei“.

Sponsoring[Bearbeiten]

Von 1993/94–1997/98 war die Brauerei Diebels Trikotpartner der ersten Mannschaft des Fußballvereins Fortuna Düsseldorf in der Oberliga, 2. Bundesliga und in der 1. Fußball-Bundesliga. Außerdem war sie von 1994/95 bis 1996/97 Trikotsponsor von Borussia Mönchengladbach. Von 2004 bis 2009 war Diebels der Hauptsponsor des 1. FC Kleve und des SV Sonsbeck. Der Fußballverband Niederrhein e. V. und die Brauerei Diebels hatten eine ab dem 1. Juni 2007 für drei Jahre geltende weit reichende Partnerschaft vereinbart. Dazu gehörten die Wettbewerbe Diebels ChampionsCup, Diebels-Niederrheinpokal und Diebels Offensiv-Pokal.

Marketing[Bearbeiten]

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Im Juli 2012 startete die Marketing-Abteilung eine neue Werbestrategie: Die Internetpräsenz der Brauerei vom Niederrhein wirbt die „Freie Republik Diebels“. Dazu wurde ein neues Wappen erstellt sowie eine neue „alte“ Diebels Hymne. Nach einem „Einbürgerungstest“ kann man Angehöriger bzw. „Bürger“ dieser Republik werden.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Brauerei Diebels – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Anmerkungen[Bearbeiten]

  1. Amtsgericht Kleve HRA 1476
  2. a b wer-zu-wem.de
  3. a b Wolfgang Pott: „Operation Seefahrer“ bei Diebels. In: Die Welt, 14. Oktober 2006.