Dieppe Seaways

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieppe Seaways
Als SeaFrance Molière bei SeaFrance

Als SeaFrance Molière bei SeaFrance

p1
Schiffsdaten
Flagge FrankreichFrankreich (Nationalflagge zur See) Frankreich
andere Schiffsnamen
  • Molière
  • SeaFrance Molière
  • Jean Nicoli
  • Superfast X
Schiffstyp Fähre
Rufzeichen FNKG
Heimathafen Le Havre
Eigner Scapino Shipping
Reederei DFDS Seaways
Bauwerft Howaldtswerke-Deutsche Werft, Kiel
Baunummer 360
Baukosten 102 Millionen Euro[1]
Kiellegung 29. Juni 1999
Stapellauf 25. August 2001
Verbleib Nach Brand aufgelegt in Dover
Schiffsmaße und Besatzung
Länge
203,90 m (Lüa)
185,60 m (Lpp)
Breite 25,40 m
Seitenhöhe 18,50 m
Tiefgang max. 6,40 m
Vermessung 30.551 BRZ / 9.165 NRZ
Maschine
Maschine dieselelektrisch
Maschinen-
leistungVorlage:Infobox Schiff/Wartung/Leistungsformat
46.000 kW (62.543 PS)
Geschwindigkeit max. 28 kn (52 km/h)
Propeller 2 × Verstellpropeller
Transportkapazitäten
Tragfähigkeit 6.920 tdw
Sonstiges
Klassifizierungen

Det Norske Veritas

IMO-Nr. 9211511
Eisklasse 1A

Die Dieppe Seaways ist ein Schiff von DFDS Seaways, das zwischen Calais und Dover eingesetzt wird.

Geschichte[Bearbeiten]

Das Schiff wurde unter der Baunummer 360 bei Howaldtswerke-Deutsche Werft in Kiel für die Reederei Superfast Ferries gebaut. Die Kiellegung fand am 29. Juni 1999, der Stapellauf an 25. August 2001 statt. Das Schiff wurde am 7. Februar 2002 getauft. Taufpatin war Patricia Lederer, die Frau des Vorstandsvorsitzenden der Howaldtswerke-Deutsche Werft.[1] Die Fertigstellung des Schiffes, das als Superfast X in Dienst gestellt wurde, erfolgte am 26. Februar 2002.

Das Schiff wurde zunächst von Superfast Ferries in der Ostsee zwischen Rostock und Södertälje[2] und ab Mai des Jahres dann auf der neu aufgenommenen Route zwischen Rosyth und Zeebrügge eingesetzt.[3]

Im August 2006 wurde das Schiff verkauft und Anfang 2007 an den neuen Eigentümer abgeliefert.[4] Es wurde in der Folgezeit als Jean Nicoli von SNCM sowie von verschiedenen Charterern überwiegend im Mittelmeer eingesetzt. Ende 2007 wurde das Schiff dann an SeaFrance verkauft und ab August 2008 als Seafrance Moliere zwischen Dover und Calais eingesetzt. Nachdem SeaFrance im November 2011 den Betrieb eingestellt hatte, wurde das Schiff zunächst in Dunkerque aufgelegt.

Im Juli 2012 wurde das Schiff erneut verkauft und zunächst in Moliere umbenannt. Im Oktober 2012 wurde es dann an DFDS Seaways verchartert und als Dieppe Seaways auf der Strecke Calais – Dover eingesetzt.

Zwischenfälle[Bearbeiten]

Am 1. Mai 2014 brach im Hafen von Dover ein Brand im Maschinenraum der Dieppe Seaways aus, der durch Überhitzung der Maschinen entstanden war. Alle 316 Passagiere konnten evakuiert werden, jedoch wurden 7 Besatzungsmitglieder und 3 Feuerwehrleute leicht verletzt. Das Schiff befindet sich weiterhin im Hafen von Dover und wird laut Angaben der Reederei vorerst aus dem Dienst gezogen.

Technische Daten[Bearbeiten]

Das Schiff wird von vier Wärtsilä-Dieselmotoren (Typ: 16ZA40S) mit einer Gesamtleistung von 46.000 kW angetrieben. Die Motoren wirken über Untersetzungsgetriebe auf zwei Verstellpropeller.[1] Für die Stromversorgung stehen zwei Wellengeneratoren sowie vier MAN B&W-Dieselgeneratoren (Typ: 8L28/32H) zur Verfügung.

Der Schiffsrumpf ist eisverstärkt und das Schiff mit der Eisklasse 1A klassifiziert.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: SeaFrance Molière – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c Frau des Chefs von HDW taufte das letzte Schiff der Superfast-Serie, Die Welt, 8. Februar 2002.
  2. Newly-delivered Superfast X to join Superfast IX on Germany-Sweden route, Superfast Ferries, Pressemitteilung, 26. Februar 2002.
  3. Superfast IX and Superfast X to operate in the Scotland-Belgium service, Superfast Ferries, Pressemitteilung, 21. April 2002.
  4. Superfast X verkauft, Superfast Ferries, Pressemitteilung, 8. August 2006.