Eduard Blösch

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Eduard Blösch

Eduard Eugen Blösch (* 1. Februar 1807 in Biel/Bienne; † 7. Februar 1866 in Bern) war ein liberalkonservativer Schweizer Politiker.

Leben[Bearbeiten]

Nach einem Studium der Rechte an der Universität Bern und der Universität Heidelberg wurde er Advokat und 1838 Mitglied des Berner Kantonsparlamentes. 1841 wurde er zum Landammann gewählt, 1848 zum Oberauditor der Armee ernannt; 1850 bis 1854 war er bernischer Regierungspräsident, 1850 bis 1851 Mitglied des Ständerates und 1851 bis 1866 des Schweizerischen Nationalrats und 1858 Präsident des Nationalrates. 1854 bis 1866 war er Bundesrichter und 1855 dessen Präsident.

Seiner Gesinnung entsprechend folgte Blösch anfangs der Regenerationsidee, lehnte aber die Verfassung von 1848 ab. Später wurde er in das konservative Lager gedrängt. Er verwirklichte bernische Gesetze zum Gemeindewesen, den Kirchen und der Schuldbetreibung. Er unterstützte aus wirtschaftlichen Gründen den Bundesstaat und war ein Förderer der Industrie. Er wirkte versöhnend bezüglich Sonderbund, Jesuitenfrage und Aargauer Klöster. Im Jahr seiner erneuten Wahl zum bernischen Regierungspräsidenten verstarb er.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]