Eduard Endler

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Eduard Endler (* 11. Mai 1860 Hannover; † 21. Mai 1932 in Köln, vollständiger Name: Eduard Clemens Endler) war ein deutscher Architekt.

Leben[Bearbeiten]

Eduard Endler studierte an der Technischen Hochschule Hannover und war dort Schüler des Neugotikers Conrad Wilhelm Hase. Nachdem er zunächst von 1883 bis 1887 als Mitarbeiter im Atelier des Architekten Christoph Hehl in Hannover arbeitete, wechselte er 1888 nach Köln und wurde hier Mitarbeiter im Büro von Heinrich Wiethase. Nach dessen Tod machte er sich 1893 selbstständig. Die Vollendung des von Wiethase entworfenen Rathauses in Gelsenkirchen bis 1894 zählt zu seinen ersten Arbeiten als selbstständiger Architekt.

Obwohl Endler vorwiegend im katholischen Kirchenbau des Rheinlands tätig war (mit über 60 überwiegend ausgeführten Entwürfen zu Neubauten, Erweiterungen oder Restaurierungen), gehören zu seinem Œuvre auch Villen, Siedlungen, Geschäftshäuser und Fabriken sowie Rathäuser.

Endler ging Ende 1930 eine Partnerschaft mit seinem Mitarbeiter Karl Band ein, wohl auch um die Kontinuität des Büros zu sichern, denn sein Sohn Clemens studierte zu dieser Zeit noch. Nach dem Tod von Eduard Endler trat sein Sohn in das Büro ein, nahm die Partnerschaft nach Krieg und Gefangenschaft aber nicht erneut auf. Karl Band arbeitete noch bis 1952 in der kriegsbeschädigten Villa von Endler.

Mit dem Nachlass von Karl Band gelangte auch eine noch unbekannte Zahl von Arbeiten Eduard Endlers in das Historische Archiv der Stadt Köln.

Zu seinen bekannten Schülern gehörte der Architekt Stephan Mattar.

Bauten (Auswahl)[Bearbeiten]

  • 1898: katholische Pfarrkirche in Kappel (Hunsrück)
  • 1899–1902: katholische Kirche zum Heiligen Kreuz in Kastellaun (Hunsrück)
  • 1900: Rathaus in Betzdorf (Sieg)
  • 1902-1903: Sanierung und Aufstockung des Rathauses zwischen den Städten in Warburg
  • 1902–1906: katholische Pfarrkirche St. Michael in Köln, Brüsseler Platz (nach Kriegsschäden verändert)
  • 1904–1907: katholische Pfarrkirche St. Elisabeth in Aachen, Blücherplatz (verändert)
  • um 1905: Wohn- und Geschäftshaus in Köln, Komödienstraße 39/41
  • 1907–1909: katholische Pfarrkirche St. Mechtern in Köln-Ehrenfeld
  • 1909: Kanzlei- und Wohnhaus des Notars Friedrich Custodis in St. Wendel, Gymnasialstraße 19
  • 1909-1911: katholische Pfarrkirche Hl. Dreikönige in Neuss
  • 1910–1911: katholische Wernerkapelle in Womrath
  • 1911–1912 und 1928: katholische Pfarrkirche St. Joseph in Köln-Porz
  • 1912–1913: katholische Heilig-Geist-Kirche in Sarstedt
  • 1913–1914: Bad Honnef, katholische Pfarrkirche St. Johann Baptist, Querschiff
  • 1913–1915 und 1931: katholische Pfarrkirche St. Pius in Köln-Zollstock
  • 1924–1925: katholische Pfarrkirche in Köln-Volkhoven-Weiler
  • 1927: katholische Pfarrkirche St. Quirinus in Köln-Mauenheim
  • 1928–1929: katholische Pfarrkirche St. Heinrich in Hannover (Südstadt)

Literatur[Bearbeiten]

  • Arno M. Lennartz: Der Architekt Eduard Endler (1860–1932). Dissertation, RWTH Aachen, 1984.
  • Wolfram Hagspiel: Köln-Marienburg. Bauten und Architekten eines Villenvorortes. J. P. Bachem, Köln 1996, Band II, S. 824 (biografische Angaben).

Weblinks[Bearbeiten]