Gelsenkirchen

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Gelsenkirchen
Gelsenkirchen
Deutschlandkarte, Position der Stadt Gelsenkirchen hervorgehoben
51.5111111111117.100555555555648Koordinaten: 51° 31′ N, 7° 6′ O
Basisdaten
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Regierungsbezirk: Münster
Höhe: 48 m ü. NHN
Fläche: 104,94 km²
Einwohner: 257.850 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 2457 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 45879-45899
Vorwahl: 0209
Kfz-Kennzeichen: GE
Gemeindeschlüssel: 05 5 13 000
Stadtgliederung: 5 Stadtbezirke mit 18 Stadtteilen
Adresse der
Stadtverwaltung:
Ebertstr. 11
45879 Gelsenkirchen
Webpräsenz: www.gelsenkirchen.de
Oberbürgermeister: Frank Baranowski (SPD)
Lage der Stadt Gelsenkirchen in Nordrhein-Westfalen
Niederlande Belgien Niedersachsen Rheinland-Pfalz Hessen Essen Wuppertal Solingen Remscheid Hagen Ennepe-Ruhr-Kreis Bochum Dortmund Herne Gelsenkirchen Bottrop Oberhausen Mülheim an der Ruhr Duisburg Kreis Mettmann Düsseldorf Rhein-Kreis Neuss Kreis Heinsberg Mönchengladbach Krefeld Kreis Viersen Kreis Wesel Kreis Kleve Rhein-Erft-Kreis Kreis Düren Rheinisch-Bergischer Kreis Oberbergischer Kreis Kreis Recklinghausen Kreis Borken Kreis Unna Märkischer Kreis Kreis Olpe Hamm Kreis Soest Kreis Coesfeld Kreis Steinfurt Kreis Warendorf Leverkusen Köln Städteregion Aachen Bonn Rhein-Sieg-Kreis Städteregion Aachen Kreis Euskirchen Münster Kreis Siegen-Wittgenstein Hochsauerlandkreis Kreis Paderborn Kreis Gütersloh Kreis Höxter Kreis Lippe Kreis Herford Kreis Minden-Lübbecke BielefeldKarte
Über dieses Bild

Gelsenkirchen ist eine Großstadt im Ruhrgebiet in Nordrhein-Westfalen. Die kreisfreie Stadt im Regierungsbezirk Münster ist in der Landesplanung als Mittelzentrum ausgewiesen. Sie ist Mitglied im Landschaftsverband Westfalen-Lippe und im Regionalverband Ruhr. In Deutschland und darüber hinaus ist Gelsenkirchen vor allem als Heimat des Fußballklubs Schalke 04 bekannt.

Die Stadt in ihren heutigen Grenzen ist das Ergebnis mehrerer Gebietsreformen, durch die einige umliegende Gemeinden und sogar größere Städte, darunter die ehemalige Großstadt (seit 1926) Buer (seit 1912 Stadt Buer), sowie der Stadtteil 'Horst' früher die 'Freiheit Horst', seit 1891 'Amt Horst', nach Gelsenkirchen eingegliedert bzw. mit dieser Stadt zusammengelegt wurden. Schon die erste größere Eingemeindung 1903 brachte die Einwohnerzahl Gelsenkirchens über die 100.000-Grenze und machte es zur Großstadt. Heute liegt Gelsenkirchen mit seinen rund 260.000 Einwohnern auf Platz elf der 29 Großstädte des Bundeslandes. Früher besaß Gelsenkirchen auf Grund der vielen Fackeln, über die die Kokereien das überschüssige Koksofengas abfackelten, den Beinamen Stadt der 1000 Feuer.

Geographie[Bearbeiten]

Gelsenkirchen liegt an den beiden flachen Hängen der breiten Emschermulde mit dem Rhein-Herne-Kanal im Südwesten Westfalens. Die Kernstadt liegt südlich des Flusses bzw. Kanals, während die Stadtteile Horst und die sieben aus Buer hervorgegangenen Stadtteile nördlich der Gewässer liegen. Ein Großteil des Stadtgebietes liegt infolge von Bergsenkungen unterhalb des Hauptvorfluters Emscher und muss deshalb ständig von der Emschergenossenschaft mit Entwässerungspumpen vor Überflutung geschützt werden. Die größte Ausdehnung des Stadtgebiets beträgt in Nord-Süd-Richtung 17 Kilometer und in West-Ost-Richtung elf Kilometer. Die Stadtgrenze misst insgesamt eine Länge von 68 Kilometern. In Gelsenkirchen sind etwa zehn Prozent des Stadtgebiets Park- und Freizeitflächen und 25 % Wälder und landwirtschaftliche Flächen. Gelsenkirchen gehört damit zu den Städten mit einem überdurchschnittlichen Grünflächenanteil.

Gelsenkirchen liegt im größten polyzentrischen Verdichtungsraum Deutschlands, der Metropolregion Rhein-Ruhr.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Karte des Deutschen Reiches 1 : 100.000 des heutigen Gelsenkirchener Gebietes Ende des 19. Jahrhunderts – damals noch deutlich getrennt in Buer (nebst Horst und anderen heutigen Stadtteilen) im Norden und die Kernstadt im Süden
Karte von Gelsenkirchen (mit Stadtteilen)

Folgende Städte grenzen an die Stadt Gelsenkirchen; sie werden im Uhrzeigersinn und beginnend im Osten genannt:

Die kreisfreien Städte Herne, Bochum, Essen, sowie die zum Kreis Recklinghausen gehörenden Städte Gladbeck, Dorsten, Marl und Herten.

Exklave[Bearbeiten]

Gelsenkirchen besitzt eine etwa zwei Hektar große Exklave an der Stelle, wo der Hüller Bach die Stadtgrenze zwischen Bochum und Herne bildet. Diese gehört zum Stadtteil Ückendorf.[2]

Stadtgliederung[Bearbeiten]

Siehe auch: Stadtteile in Gelsenkirchen

Das Stadtgebiet Gelsenkirchens besteht aus fünf Stadtbezirken mit je einer Bezirksvertretung, die sich in Stadtteile unterteilen. Die Stadtbezirke mit zugehörigen Stadtteilen:

Die Grenzen zwischen den Stadtbezirken bilden, mit Ausnahme der Grenze des Bezirkes Nord, verschiedene Elemente der Verkehrsinfrastruktur der Stadt. So trennt die Eisenbahnstrecke Herne-Oberhausen die Bezirke Mitte und Süd, der Rhein-Herne-Kanal Mitte und West bzw. Ost und die Kurt-Schumacher-Straße Ost und West.

Den geringsten Anteil an der industriell und gewerblich genutzten Fläche der Stadt Gelsenkirchen haben heute die Bezirke Süd mit etwa 7,8 % (oder 9,11 % in Bezug zur Bezirksfläche) und Ost mit 8,9 %. Dagegen erkennt man noch im Bezirk Mitte mit einem Anteil von 37 % gemessen an der industriell genutzten Stadtfläche (oder 16 % zum Bezirk), die industrielle Vergangenheit wieder. In den Stadtbezirken Nord und West spiegelt sich in den Zahlen von 31 % und 15 % (in Bezug zur industriell genutzten Stadtfläche) der große Flächenverbrauch der dortigen BP Raffinerieanlagen wider.

Die drei Bezirke Nord, Ost und West werden mit etwa 20 % der jeweiligen Bezirksfläche gleichermaßen stark landwirtschaftlich genutzt, wobei alleine im Bezirk Nord 42 % aller landwirtschaftlich genutzten Flächen der Stadt liegen. Schlusslichter sind die Stadtbezirke Mitte mit nur 5 % und Süd mit 11,9 % Anteil an der Bezirksfläche. Die forstwirtschaftliche Flächennutzung ist mit 14 % im Bezirk Ost (dort liegt das Waldgebiet Resser Mark) am größten. Bezogen auf das gesamte Stadtgebiet liegen im Bezirk Ost sogar 40 % aller forstwirtschaftlichen Flächen.

Während sich also besonders im Norden und Osten der Stadt sowie noch im Stadtteil Beckhausen auch eine gewisse land- bzw. forstwirtschaftliche Prägung bemerkbar macht, ist vor allem südlich des Rhein-Herne-Kanals die montanindustrielle Vergangenheit der Stadt mit dazugehöriger Wohnbebauung zu erkennen, auch wenn an die ehemals dort betriebenen Zechen Holland, Rhein-Elbe und Hibernia und an das Gussstahlwerk von Thyssen nur noch wenige Gebäude erinnern.

Datengrundlage: Statistikatlas 2004, Gelsenkirchen

Heutige Stadtteile vs. Gemarkungen[Bearbeiten]

Die drei nördlich der Emscher gelegenen Stadtbezirke Nord, West und Ost entsprechen weitgehend dem alten Amt Buer im Vest bzw. Kreis Recklinghausen abzüglich der Ämter Gladbeck (1885 abgespalten, heutige Stadt Gladbeck) und Westerholt (1911 abgespalten; seit 1975 Stadtteil von Herten). Horst wurde zwar 1891 ebenfalls abgespalten, wurde jedoch, zusammen mit dem verbliebenen Buer, im Jahre 1928 mit Gelsenkirchen vereinigt, nachdem Horst bereits seinerseits aus wirtschaftlichen Gründen den Anschluss an Buer gesucht hatte.[3] Innerhalb der 3 nördlichen Stadtbezirke gibt es lediglich die Gemarkungen Horst (5128) und Buer, in welcher alle anderen Stadtteile liegen sowie der Teil des Geländes der BP Öl, der heute im Stadtteil Horst liegt.

Südlich der Emscher existieren die folgenden Gemarkungen:

  • Heßler
  • Bismarck
  • Schalke
  • Gelsenkirchen
  • Bulmke
  • Hüllen
  • Rotthausen
  • Ückendorf

Der neue Ortsteil Schalke-Nord liegt nicht, wie es der Name vermuten ließe, in der Hauptsache auf Schalker Gemarkung, sondern nimmt vor allem den Nordosten der Heßlerer und den Westen der Bismarcker Gemarkung ein. Seinen Namen rechtfertigt er vor allem durch den Schalker Bahnhof und die Glückauf-Kampfbahn in seinem Süden, die jedoch seit jeher auf Heßlerer Gemarkung stehen.

Der neue Ortsteil Feldmark nimmt den Nordwesten der Rotthäuser, den Südwesten der Schalker Gemarkung und, zu kleineren Teilen, den Süden der Heßlerer Gemarkung ein. Die Einwohner des Stadtteils leben größtenteils auf altem Schalker Gebiet, da der wesentliche Teil des von Rotthausen übernommenen Teils von der Trabrennbahn und Halde Zollverein eingenommen werden.

Der Stadtkern, heute geteilt in Alt- und Neustadt, wuchs nach Westen etwas in die Rotthäuser Gemarkung hinein, jedoch wurde im Norden ein deutlich größerer Teil an Schalke abgetreten. Ückendorf übernahm im Norden einige Gebiete von den heute vereinigten Bulmke und Hüllen, das wiederum im Norden Gebiete von Bismarck übernahm. [4][5]

Stadtpanorama Gelsenkirchen: Die Altstadt vom Hamburg-Mannheimer-Gebäude aus.
Stadtpanorama Gelsenkirchen: Von der Arena bis nach Ückendorf

Geschichte[Bearbeiten]

Mittelalter und Frühgeschichte[Bearbeiten]

Obwohl der heutige Stadtteil Buer erst 1003 n. Chr. als Puira (vermutlich ein verunglücktes Buira) urkundlich zum ersten Mal von Heribert I. erwähnt wurde, gab es auf dem Hügel nördlich der Emscher schon in der Bronzezeit, also mehr als tausend Jahre vor Christus, einige Jagdvölker (germanische Brukterer?), die dort zwar nicht in Siedlungen, aber in dicht beieinander liegenden Einzelhöfen lebten. Später drangen die Römer in die Region vor. Um 700 n. Chr. wurde das Gebiet von den Sachsen besiedelt. Auch einige weitere Stadtteile, die heute im nördlichen Gelsenkirchen liegen, wurden bereits im frühen Mittelalter erwähnt; einige Beispiele sind Raedese (heute Stadtteil Resse), Middelvic (Middelich; heute zum Stadtteil Resse gehörend) oder Sutheim (Sutum) und Sculven (heute Stadtteil Scholven). Viele Bauernschaften wurden später mit der Bezeichnung iuxta Bure (bei Buer) näher lokalisiert.

Um 1150 tauchte zum ersten Mal der Name Gelstenkerken oder Geilistirinkirkin auf. Die erste Schreibweise heißt übersetzt soviel wie Kirche bei den Siedlern (-seten) im Bruchland (gel). Die zweite Variante wurde von Franz Darpe mit Kirche (am Bach) der üppigen Stiere und von Paul Derks mit Kirche am Platz, wo sich geile Stiere tummelten übersetzt. Die benannte Kirche bezeichnete vermutlich die Gelsenkirchener Dorfkirche, eine der Vorgängerbauten der Kirche St. Georg. Der Schutzpatron St. Georg hat jedoch nichts mit dem ersten Teil des Stadtnamens zu tun. Etwa gleichzeitig wurde im Norden des heutigen Stadtgebiets im Stadtteil Buer die erste Kirche gebaut; diese ecclesia Buron (Kirche zu Buer) wurde 1160 in einem Verzeichnis von Pfarrkirchen des Deutzer Küsters Theodericus aufgelistet. Die Siedlung gehörte zum Vest Recklinghausen. Allerdings lebten in der Frühzeit und im Mittelalter nur wenige Dutzend Menschen in den Siedlungen um die Emschermulde. Die südlich der Emscher gelegenen Gebiete der heutigen Stadt Gelsenkirchen gehörten hingegen zur Grafschaft Mark, die seit 1666 (ab 1609 provisorisch) Teil Preußens war.

Von 1609 bis 1706 waren im Gebiet der heutigen Stadt Gelsenkirchen 15 Personen von Hexenverfolgungen betroffen. Anna Spiekermann, geboren in Gelsenkirchen-Buer (Bauerschaft Sutum), wurde am 31. Juli 1706 in Westerholt hingerichtet. Sie war das letzte Opfer der Hexenverfolgungen im Vest Recklinghausen.[6]

In den Hexenprozessen in der Freiheit Horst (Gelsenkirchen-Horst) gerieten 14 Personen in Hexenprozesse, sechs wurden hingerichtet. 1609 wurden die Kinder Greitgen Nothoff, Johann Nothoff und die 8-jährige Trina Nothoff der Herrschaft verwiesen. Ihre Eltern Johann Nothoff und Hille Nothoff wurden stranguliert und anschließend verbrannt.[7]

Blick von Buer nach Süden (1955)
Blick von Buer nach Norden (1955)
Im Buerschen Stadtwald
Eine Zechensiedlung
Die historischen Wagen 96 und 40 der BOGESTRA bei der Wiedereröffnung der Haltestelle Essener Straße
Wirtschaft im Wandel: früher Zeche Nordstern; heute Hauptverwaltung der THS
Das WeKa-Karee in der Gelsenkirchener Innenstadt
Kontraste in der Altstadt

Industrialisierung[Bearbeiten]

Bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts war das Gebiet in und um Gelsenkirchen nur dünn besiedelt und fast ausschließlich agrarisch geprägt. 1815 ging das heutige Stadtgebiet Gelsenkirchens – nach vorübergehender Zugehörigkeit zum Großherzogtum Berg – an Preußen, das es der Provinz Westfalen angliederte. Während das damalige Gelsenkirchen dem Amt Wattenscheid im Kreis Bochum des Regierungsbezirks Arnsberg zugeordnet wurde, kam das Amt Buer (mit Horst) zum Kreis Recklinghausen im Regierungsbezirk Münster. Diese Zuordnung zu zwei Regierungsbezirken endete erst 1928.

Nach der Entdeckung der Steinkohle, im Ruhrgebiet liebevoll Schwarzes Gold genannt, im Jahre 1840 und der ihr folgenden Industrialisierung wurden 1847 die Stammstrecke der Köln-Mindener Eisenbahn-Gesellschaft und der erste Gelsenkirchener Bahnhof eröffnet. 1868 wurde Gelsenkirchen Sitz eines eigenen Amtes im Kreis Bochum. Dazu gehörten die Gemeinden Gelsenkirchen, Braubauerschaft (ab 1900 Bismarck), Schalke, Heßler, Bulmke und Hüllen. Friedrich Grillo gründete 1872 in Schalke die Aktiengesellschaft für Chemische Industrie und den Schalker Gruben- und Hüttenverein. Ein Jahr später gründete er, ebenfalls in Schalke, die Glas- und Spiegel-Manufaktur AG. Nachdem Gelsenkirchen zu einem wichtigen Standort der Schwerindustrie geworden war, erhielt es 1875 das Stadtrecht.

Gelsenkirchen wird Großstadt[Bearbeiten]

Im Jahre 1885 wurde Gelsenkirchen nach der Aufteilung des Kreises Bochum Sitz eines eigenen Kreises, der bis 1926 bestehen sollte. Dem Kreis Gelsenkirchen gehörten die Städte Gelsenkirchen und Wattenscheid sowie die Ämter Braubauerschaft (ab 1900 Bismarck), Schalke, Ückendorf und Wanne an. Wenige Jahre später, am 1. April 1897, schied Gelsenkirchen aus dem Kreis Gelsenkirchen aus und wurde kreisfreie Stadt. Horst schied 1891 aus dem Amt Buer aus.

Die Verantwortungslosigkeit der Betreiber der Wasserversorgung führte 1901 zur Typhusepidemie in Gelsenkirchen.

Am 1. Juli 1907 wurde der Hauptbahnhof Gelsenkirchen eröffnet, weil der alte Bahnhof auf Grund des starken Bevölkerungszuwachses nicht mehr genügend Kapazitäten hatte. Im Zuge der Industrialisierung waren viele polnischsprachige Arbeitnehmer aus der Provinz Posen zugezogen, die im Jahre 1905 13,9 % der Gelsenkirchener Stadtbevölkerung ausmachten. Buer wurde 1911 zur Stadt erhoben und ein Jahr später kreisfrei; es wurde Sitz eines eigenen Amtes. 1924 kam die Landgemeinde Rotthausen, die bis dahin zum Kreis Essen gehört hatte, zur Stadt Gelsenkirchen.

Die Deutsche Reichsbahn-Gesellschaft baute von 1924 bis 1926 das Betriebswerk Gelsenkirchen-Bismarck, das bis 1981 in Betrieb war. Im Zuge der preußischen Gebietsreform wurden zum 1. April 1928 die Städte Gelsenkirchen und Buer mit dem Amt Horst zur neuen kreisfreien Stadt „Gelsenkirchen-Buer“ zusammengeschlossen. Seither gehört das gesamte Stadtgebiet zum Regierungsbezirk Münster. 1930 wurde der Name Gelsenkirchen-Buer durch den Rat der Stadt mit Wirkung vom 21. Mai in Gelsenkirchen geändert. Die Stadt beheimatete in der neuen Konstellation nun etwa 340.000 Menschen.

Gelsenkirchen zur Zeit des Nationalsozialismus[Bearbeiten]

Während der Zeit des Nationalsozialismus war Gelsenkirchen durch seine Lage im Herzen des Ruhrgebiets eines der Zentren der Rüstungswirtschaft. Mitte der 1930er Jahre baute die Hibernia AG als Tochterfirma das Hydrierwerk Scholven, wo durch Kohleverflüssigung synthetisches Benzin erzeugt wurde. Im gleichen Jahr 1936 gründete die Gelsenkirchener Bergwerks-AG in Horst die Gelsenberg Benzin AG und erzeugte dort ab 1939 Benzin aus Kohle. Beide Werke gehören heute zu BP Gelsenkirchen.

In keiner anderen Zeit war die Produktion der Gelsenkirchener Industrie so hoch. Dies schuf zwar zum einen – nach der Wegrationalisierung vieler Arbeitsplätze in den 1920er Jahren – kurzzeitig wieder mehr Arbeitsplätze im Bergbau und in der Schwerindustrie, zum anderen wurde Gelsenkirchen im Zweiten Weltkrieg zum Ziel alliierter Bomber, die bei den Luftangriffen auf das Ruhrgebiet drei Viertel des Stadtgebiets zerstörten. Noch heute prägen viele ehemalige Hochbunker das Stadtbild. Neben dem Rathaus in Buer ist ein Luftschutzbunker teilweise noch im Originalzustand erhalten, im Zuge der Entkernung des Hans-Sachs-Hauses wurde dort noch vorhandene Bunkerreste entfernt.

Adolf Hitler besuchte Gelsenkirchen zu den Trauerfeierlichkeiten des Industriellen Emil Kirdorf, die 1938 auf dem Gelände der Zeche Rheinelbe in Gelsenkirchen-Ückendorf stattfanden.

Auch in Gelsenkirchen wurde im November 1938 die Synagoge im Stadtteil Buer von den Nationalsozialisten niedergebrannt, die Synagoge in der Gelsenkirchener Innenstadt wurde ebenfalls zerstört. Genau 66 Jahre später wurde dort der Grundstein für die am 1. Februar 2007 eingeweihte neue Synagoge gelegt. Das Institut für Stadtgeschichte unterhält die Dokumentationsstätte Gelsenkirchen im Nationalsozialismus.

In Gelsenkirchen-Horst gab es im Jahre 1944 ein Außenlager des KZ Buchenwald. Im Gelsenberg-Lager auf dem Betriebsgelände der Gelsenberg Benzin AG waren etwa 2000 ungarische Frauen und Mädchen untergebracht, die zur Zwangsarbeit auf dem Hydrierwerk eingesetzt waren. Etwa 150 der ungarischen Jüdinnen kamen bei schweren Bombenangriffen auf das Werk im September 1944 ums Leben. Ihnen war der Zutritt zu Bunkern und Schutzgräben verboten.

Von dem Chirurgen Rudolf Bertram, der ab 1937 das Krankenhaus in Rotthausen und das St.-Josefs-Hospital in Gelsenkirchen-Horst betreute, ist überliefert, dass er zusammen mit der Krankenhausfürsorgerin Ruth Theobald und der Ordensschwester Epimacha 17 Jüdinnen vor dem Abtransport nach Sömmerda in das dortige Außenlager des KZ Buchenwald rettete. Bei den Bombenangriffen vom 11. September 1944 auf die Gelsenberg Benzin AG in Gelsenkirchen-Horst wurden viele der Zwangsarbeiterinnen, die in das Außenlager des KZ Buchenwald auf dem Betriebsgelände der Gelsenberg Benzin AG verschleppt worden waren, getötet. Von den Schwerstverletzten, die man anschließend in die Gelsenkirchener Krankenhäuser verbrachte, konnten insgesamt 17 Frauen vor der Gestapo gerettet werden. Durch den Einsatz von Bertram und vielen weiteren Beschäftigten der Krankenhäuser erlebten diese Frauen und Mädchen ihre Befreiung im April 1945 im Rotthauser Marienhospital. Für diesen Akt der Menschlichkeit wurde Bernhard Rudolf Bertram im Jahre 1980 posthum von der israelischen Gedenkstätte Yad Vashem die Auszeichnung Gerechter unter den Völkern zuteil. Bertram blieb bis zur Pensionierung im Jahr 1965 Chefarzt am St.-Josefs-Hospital und verstarb 1975 in Gelsenkirchen. 1996 wurde ihm zu Ehren vor dem St.-Josefs-Hospital in Gelsenkirchen-Horst eine Stele mit einer Gedenktafel aufgestellt, die an die Ereignisse erinnert. Der Platz vor dem Krankenhaus erhielt den Namen Rudolf-Bertram-Platz.

2004 veröffentlichte der Gelsenkirchener Fußballverein FC Schalke 04 aus Anlass seines 100-jährigen Bestehens eine Studie, in der seine Vereinsgeschichte in den Zeiten des „Dritten Reiches“ untersucht wurde. Das Ergebnis war, dass der Verein sich zwar den politischen Gegebenheiten angepasst hatte, aber nicht nationalsozialistisch aktiv war.

Nachkriegszeit[Bearbeiten]

Nach der weitreichenden Zerstörung der Stadt und ihrer Industrie im Zweiten Weltkrieg ging am 17. Dezember 1953 die Kokerei Hassel als Deutschlands erster Kokereineubau nach dem Krieg in Betrieb.

Mit der Einführung der Postleitzahlen erhielt Gelsenkirchen 1961 als eine von wenigen Städten zwei Postleitzahlen: Buer die Zahl 466 und Gelsenkirchen die Zahl 465 (beide bis zum 1. Juli 1993 im Gebrauch). Die erste Gesamtschule in NRW wurde 1969 in Gelsenkirchen eröffnet. Die Scholven-Chemie AG (ehemals Hydrierwerk Scholven) fusionierte 1975 mit der Gelsenberg-Benzin-AG zur VEBA-Oel AG.

Zwischen 1979 und 1981 wurden die Heinze-Frauen bundesweit bekannt. Die Beschäftigten eines Gelsenkirchener Fotounternehmens erstritten vor Gericht die gleiche Bezahlung wie ihre männlichen Kollegen.

Bei Gelegenheit seines Besuchs in der Bundesrepublik Deutschland zelebrierte Papst Johannes Paul II. am 2. Mai 1987 im Parkstadion vor 85.000 Menschen eine Heilige Messe. Er nahm die ihm angetragene Ehrenmitgliedschaft des FC Schalke 04 an.

Bis weit in die Zeit der Montan- und Stahlkrisen gab und gibt es in Gelsenkirchen große produzierende Unternehmen aus dem Montan-Segment, unter anderem die heute weiterhin aktive Schalker Eisenhütte Maschinenfabrik und das Gussstahlwerk der Thyssen AG.

In den 1990er Jahren wurde in Gelsenkirchen – später als in einigen anderen Ruhrgebietsstädten – die Umstrukturierung der Wirtschaft und der Stadt selbst sichtbar. So fand 1997 auf dem Gelände der stillgelegten Zeche Nordstern die Bundesgartenschau (BUGA) statt, die das ehemalige Zechengelände zum Landschaftspark umgestaltete. Zwei Jahre später fand das Finale der 1989 begonnenen, städteübergreifenden IBA Emscher Park statt.

Die Kokerei Hassel produzierte am 29. September 1999 zum letzten Mal Koks. Mit der Stilllegung stellte die letzte Kokerei auf Gelsenkirchener Stadtgebiet ihre Produktion ein. Bis dahin war in Gelsenkirchen über 117 Jahre und 12 Tage Koks produziert worden. Im selben Jahr nahm die Shell Solar Deutschland AG die Produktion von Photovoltaikanlagen auf. Mit der Schließung der letzten Zeche Gelsenkirchens, der Zeche Ewald Hugo, wurden am 28. April 2000 3000 Bergleute entlassen.

2003 feierte der Stadtteil Buer sein 1000-jähriges Bestehen. Der FC Schalke 04 feierte am 4. Mai 2004 sein 100-jähriges Bestehen.

Stadtfilme[Bearbeiten]

Zwischen 1951 und 1996 hat die Stadt Gelsenkirchen regelmäßig filmische Jahreschroniken produziert, von denen 34 erhalten sind und auch in digitaler Form vorliegen. In den Stadtfilmen wurde die politische, kulturelle und gesellschaftliche Entwicklung Gelsenkirchens dokumentiert.[8][9]

Religionen[Bearbeiten]

Christliche Konfessionen[Bearbeiten]

Gelsenkirchen hatte als Gründung von Essen von Anfang an die gleichen kirchlichen Verhältnisse wie die Mutterkirche in Essen selbst, d. h. die Kirche gehörte zum Erzbistum Köln und war dem Dekanat Essen unterstellt. Mit dem Übergang an die Grafschaft Mark war der Gelsenkirchener Pfarrer dem Dechanten zu Wattenscheid unterstellt. Die Kirchen in Buer und Horst waren dem Dechanten zu Dorsten zugeordnet. In Gelsenkirchen setzte sich zu Beginn des 17. Jahrhunderts die Reformation nach lutherischem Bekenntnis durch, doch konnten die Katholiken noch bis Ende des 19. Jahrhunderts die einzige Kirche der Stadt (St. Georg, heute Altstadtkirche) mitbenutzen (Simultankirche). Anfang des 17. Jahrhunderts entstand auch eine reformierte Gemeinde. Der Anteil der Protestanten und Katholiken in Gelsenkirchen war relativ ausgewogen. Buer und Horst blieben als Orte des Vests Recklinghausen katholisch. Erst durch Zuzug im 19. Jahrhundert entstanden auch hier evangelische Kirchengemeinden. Doch kam der Anteil an der Gesamtbevölkerung nie über ein Drittel hinaus.

Die evangelische Kirchengemeinde Gelsenkirchens gehörte bis Ende des 19. Jahrhunderts zur Synode Bochum, doch wurde die Stadt 1892 Sitz eines eigenen Superintendenten bzw. einer Kreissynode für das gesamte Umland. Hieraus entstand später der Kirchenkreis Gelsenkirchen und Wattenscheid, zu dem heute 22 evangelische Kirchengemeinden der Stadt Gelsenkirchen und dem benachbarten Stadtbezirk Wattenscheid der Stadt Bochum innerhalb der Evangelischen Kirche von Westfalen gehören. Die nördlichen evangelischen Gemeinden bestehen aus Buer mit 8900 Mitgliedern, Markus-Gemeinde Hassel mit 1950 und Scholven mit 3350 Mitgliedern. Sie wollen sich 2007 zu einer Großgemeinde zusammenschließen.

Die Katholiken in Gelsenkirchen konnten bis Mitte des 19. Jahrhunderts zusammen mit den Protestanten die Kirche St. Georg nutzen. Infolge des starken Wachstums der Gemeinde war jedoch der Bau einer eigenen Kirche geboten. So wurde 1845 die Augustinuskirche erbaut. Weil sie aber schon bald zu klein war, entstand zwischen 1874 und 1884 die heutige St.-Augustinus-Kirche, die 1904 durch päpstlichen Erlass zur Propsteikirche erhoben wurde.

Im Jahre 1905 waren in Gelsenkirchen 47,3 % der Bewohner evangelisch und 51,2 % katholisch.

Die Propsteikirche wurde Mutterkirche mehrerer anderer katholischer Kirchen der Stadt. Während des Zweiten Weltkriegs 1944 durch Bomben stark zerstört, wurde die Augustinuskirche 1948 bis 1952 wieder aufgebaut und inzwischen mehrfach restauriert. Die Pfarrgemeinden Gelsenkirchens gehörten ab 1821 zum (Erz-)Bistum Paderborn. Die Stadt wurde Sitz eines Dekanats. Die Pfarrgemeinden in Buer und Horst gehörten ab 1821 zum Bistum Münster. Während Buer Sitz eines eigenen Dekanats wurde, gehörte Horst zum Dekanat Gladbeck. Im Jahre 1955 erfolgte die Ernennung der Pfarrkirche Sankt Urbanus in Buer zur Propsteikirche. Als 1958 das Bistum Essen gegründet wurde, kamen alle Pfarrgemeinden der Stadt Gelsenkirchen zu diesem neuen Bistum. Sie bilden heute das Stadtdekanat Gelsenkirchen.

Sowohl von der evangelischen wie der katholischen Kirche werden in Gelsenkirchen eine Reihe größerer sozialer Einrichtungen, besonders im Gesundheitswesen, betrieben. Dazu zählen unter anderem im Zentrum Gelsenkirchens die Evangelischen Kliniken und in Ückendorf die Zentrale der St. Augustinus Gelsenkirchen GmbH, die dort das Marienhospital unterhält, dazu das St.-Vinzenzhaus (Altenpflegeheim) und das St.-Josefsheim (Kinderheim) in Gelsenkirchen-Mitte sowie, im Zentrum Buers gelegen, das katholische St.-Marienhospital.

Daneben gibt es in Gelsenkirchen orthodoxe Gemeinden, zu denen vor allem Gastarbeiter und Aussiedler gehören.

Zu den evangelischen Freikirchen in Gelsenkirchen werden gerechnet: eine Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde (Baptisten), eine Gemeinde der evangelisch-methodistischen Kirche, ein Korps der Heilsarmee und die zum Mülheimer Verband gehörige Christus-Gemeinde.

Durch die Gemeinschaftsbewegung bildeten sich parallel zur traditionellen Evangelischen Landeskirche in Preußen Ende des 19. Jahrhunderts in vielen Ortsteilen auch zahlreiche Landeskirchliche Gemeinschaften. Diese Gemeinschaften gehören in der Regel der Evangelischen Landeskirche an und halten neben den kirchlichen Gottesdiensten noch eigene Veranstaltungen ab. Hier ist zum Beispiel die Stadtmission zu nennen. Eine besondere Verbreitung erfuhren auch die zur Landeskirche gehörigen, aber ansonsten eigenständigen evangelisch-lutherischen Gebetsgemeinschaften (ELG). Viele dieser Gemeinschaften bestehen bis heute. Allein in Gelsenkirchen finden sich vier Gemeinden, die ELG Gelsenkirchen-Middelich, Erle, Hüllen und Ückendorf.

Auch die neuapostolische Kirche und die Apostolische Gemeinschaft sind in Gelsenkirchen vertreten. Die neuapostolische Kirche hat in Gelsenkirchen 15 Gemeinden. Die apostolische Gemeinschaft bietet eine Gemeinde.

Die Zeugen Jehovas betreiben neben ihren örtlichen Gemeinden einen Kongresssaal in Gelsenkirchen-Erle, in dem regelmäßig überregionale Treffen der Religionsgemeinschaft stattfinden.

Judentum[Bearbeiten]

Hauptartikel: Jüdische Gemeinde Gelsenkirchen

Neue Synagoge

In Gelsenkirchen gibt es eine jüdische Gemeinde, die durch den Zuzug einer größeren Zahl aus der Sowjetunion bzw. der Russischen Föderation Ausgewanderter in den letzten Jahren gewachsen ist. Heute zählt die Jüdische Gemeinde Gelsenkirchen etwa 400 Mitglieder. In der Reichspogromnacht zerstörten Nazis überall im Deutschen Reich jüdische Geschäfte, Wohnungen und Friedhöfe und steckten Synagogen in Brand. Auch die Synagoge in Gelsenkirchen, die 1885 eingeweiht worden war, brannte damals bis auf die Grundmauern ab. Seit 1963 erinnerte eine Mahntafel an die Zerstörung der alten Synagoge. 1993 schließlich wurde das Gelände zum Platz der alten Synagoge umbenannt und 66 Jahre später, am 9. November 2004, legte Paul Spiegel den Grundstein für die neue Synagoge. Am 1. Februar 2007 wurde das Haus feierlich eröffnet. Das neue Zentrum der Jüdischen Gemeinde ist an der Stelle entstanden, an der sich auch die 1938 zerstörte alte Synagoge befand. Der Betraum bietet Platz für insgesamt 400 Gläubige, zusätzlich ist ein Gemeindezentrum mit Veranstaltungsraum angeschlossen.

Islam[Bearbeiten]

Weiterhin sind islamische Glaubensgemeinschaften vertreten. Die islamischen Glaubensgemeinschaften sind durch Einwanderung, vor allem die türkischen Gastarbeiterfamilien (in den 1960er Jahren) allmählich entstanden. 2006 betrug der Anteil der Muslime an der Gelsenkirchener Gesamtbevölkerung 20 %.[10] Im Stadtteil Hassel gibt es seit den 1990er Jahren eine klassische Moschee, inzwischen existieren in Gelsenkirchen mehrere Moscheen. 2001 wurde die Moschee Kesselstraße 25-27 gebaut. Es gab heftige Dispute zwischen dem Stadtteilbüro und dem Moscheeverein mit seinen (2005) 280 Mitgliedern. Dem Verein wurde vorgeworfen, mit der islamischen Gemeinschaft Millî Görüş zusammenzuarbeiten. Milli Görüs steht unter Beobachtung des Verfassungsschutzes.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Das Stadtgebiet Gelsenkirchens hat sich wie folgt entwickelt:[11]

  • Eingemeindung 1903:
    • Bismarck (bis 1900 Braubauerschaft) – bis 1868 zum Amt Wattenscheid, Kreis Bochum, dann zum Amt Gelsenkirchen, Kreis Bochum, ab 1877 zum Amt Schalke, Kreis Bochum und ab 1887 eigenes Amt im inzwischen neu gegründeten Kreis Gelsenkirchen
    • Schalke – bis 1868 zum Amt Wattenscheid, Kreis Bochum, dann zum Amt Gelsenkirchen, Kreis Bochum, ab 1877 eigenes Amt, das 1885 zum Kreis Gelsenkirchen kam
    • Heßler – bis 1868 zum Amt Wattenscheid, Kreis Bochum, dann zum Amt Gelsenkirchen, Kreis Bochum, ab 1877 zum Amt Schalke, alle 1885 Kreis Gelsenkirchen
    • Bulmke – bis 1868 zum Amt Wattenscheid, Kreis Bochum, dann zum Amt Gelsenkirchen, Kreis Bochum, ab 1877 zum Amt Schalke alle 1885 Kreis Gelsenkirchen, ab 1887 Bulmke zum Amt Braubauerschaft/Bismarck
    • Hüllen – bis 1868 zum Amt Wattenscheid, Kreis Bochum, dann zum Amt Gelsenkirchen, Kreis Bochum und 1877 zum Amt Schalke, alle 1885 Kreis Gelsenkirchen, 1887 Hüllen zum Amt Braubauerschaft/Bismarck
    • Ückendorf – bis 1876 zum Amt Wattenscheid, Kreis Bochum, dann eigenes Amt, das ab 1885 zum Kreis Gelsenkirchen kam
  • Eingemeindung 1924 Rotthausen – bis 1873 zur Bürgermeisterei Altenessen, Kreis Duisburg, dann zur Bürgermeisterei Stoppenberg, Kreis Essen und ab 1906 eigene Bürgermeisterei im Kreis Essen
  • Eingemeindung 1926 Teile von Röhlinghausen und Wanne
  • 1928 (1. April) Zusammenlegung der kreisfreien Städte Gelsenkirchen und Buer mit dem Amt Horst (bis 1891 zum Amt Buer gehörig, dann eigenes Amt) zur neuen kreisfreien Stadt Gelsenkirchen-Buer
  • 1930 (21. Mai) Änderung des Stadtnamens in Gelsenkirchen

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Siehe Hauptartikel Einwohnerentwicklung von Gelsenkirchen

1903 überschritt die Einwohnerzahl der Stadt Gelsenkirchen nach der Eingemeindung von Schalke (26.077 Einwohner 1900), Ückendorf (21.937), Bismarck (21.169), Bulmke (11.001), Heßler (3508 Einwohner 1895) und Hüllen (2969 Einwohner 1895) die Grenze von 100.000 und machte sie zur Großstadt. 1924 erfolgte die Eingliederung von Rotthausen (29.413 Einwohner 1919), wodurch die Einwohnerzahl auf 206.595 stieg.

Am 1. April 1928 wuchs die Bevölkerung der Stadt nach dem Zusammenschluss der Städte Gelsenkirchen (207.153 Einwohner 1925) und Buer (99.307) sowie der Gemeinde Horst-Emscher (23.412) auf 340.077. Im Jahre 1959 erreichte die Einwohnerzahl mit 391.745 ihren historischen Höchststand. Seitdem ist die Bevölkerungszahl um fast 35 % gesunken. Am 31. Dezember 2011 lebten in der Stadt nach Fortschreibung des Landesamtes für Datenverarbeitung und Statistik Nordrhein-Westfalen 257.994 Menschen mit Hauptwohnsitz. Für 2025 geht die Bevölkerungsprognose des Landesamtes von dann nur noch 226.100 Einwohnern aus.

Die extremen Bevölkerungszuwächse seit dem Beginn der Industrialisierung Mitte des 19. Jahrhunderts (hauptsächlich vor dem Ersten und nach dem Zweiten Weltkrieg) sind durch die angeworbenen Arbeiter der Montanindustrie zu erklären. Diese waren oft Polen und stammten vor dem Zweiten Weltkrieg überwiegend aus Ost- und Westpreußen sowie aus Posen und Schlesien. Nach dem Zweiten Weltkrieg kam der überwiegende Teil der Arbeiter aus Südeuropa und der Türkei.

Politik[Bearbeiten]

Blick auf Gelsenkirchen
Blick auf Gelsenkirchen

An der Spitze des Dorfes Gelsenkirchen standen 1608 zwei Bürgermeister, die von den Eingesessenen gewählt wurden. Während der Zeit der französischen Besetzung 1807 bis 1813 bildete Gelsenkirchen mit dem benachbarten Wattenscheid eine gemeinsame Munizipalität bzw. ab 1815 das Amt Wattenscheid im Kreis Bochum. Der dortige Amtmann war daher auch für Gelsenkirchen zuständig. 1868 wurde Gelsenkirchen eigene Amtsstadt und 1875 erhielt das Amt die Stadtrechte. An der Spitze stand danach der Bürgermeister, der nach Erlangung der Kreisfreiheit 1896 den Titel Oberbürgermeister erhielt.

Buer und Horst wurden bis 1891 unter dem gemeinsamen Amt Buer verwaltet, dann gab es ein eigenständiges Amt Horst. Jedes Amt wurde von einem Amtmann geleitet. Nach Erlangung der Stadtrechte in Buer 1911 stand an der Spitze Buers ebenfalls ein Bürgermeister, später Oberbürgermeister. Die Stadt Gelsenkirchen-Buer bzw. die neue Stadt Gelsenkirchen (ab 1928) wurde von einem Oberbürgermeister geleitet.

Während der Zeit der Nationalsozialisten wurde der Oberbürgermeister von der NSDAP eingesetzt. Nach dem Zweiten Weltkrieg setzte die Militärregierung der Britischen Besatzungszone einen neuen Oberbürgermeister ein und 1946 führte sie die Kommunalverfassung nach britischem Vorbild ein. Danach gab es einen vom Volk gewählten Rat der Stadt, dessen Mitglieder man als Stadtverordnete bezeichnet. Der Rat wählte anfangs aus seiner Mitte den Oberbürgermeister als Vorsitzenden und Repräsentanten der Stadt, welcher ehrenamtlich tätig war. Des Weiteren wählte der Rat ab 1946 ebenfalls einen hauptamtlichen Oberstadtdirektor als Leiter der Stadtverwaltung. 1996 wurde die Doppelspitze in der Stadtverwaltung aufgegeben. Seither gibt es nur noch den hauptamtlichen Oberbürgermeister. Dieser ist Vorsitzender des Rates, Leiter der Stadtverwaltung und Repräsentant der Stadt. Er wurde 1999 erstmals direkt vom Volk gewählt.

Bürgermeister, Oberbürgermeister und Oberstadtdirektoren[Bearbeiten]

Hauptartikel: Liste von Persönlichkeiten der Stadt Gelsenkirchen

Stadtrat[Bearbeiten]

Siehe auch: Ergebnisse der Kommunalwahlen in Gelsenkirchen

Wahl des Gelsenkirchener Stadtrats 2014
in Prozent
 %
60
50
40
30
20
10
0
50,2 %
21,0 %
5,9 %
5,0 %
4,7 %
4,0 %
3,3 %
2,0 %
3,9 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2009
 %p
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
-0,2 %p
-1,5 %p
-0,5 %p
+5,0 %p
-0,8 %p
-0,3 %p
+3,3 %p
-2,5 %p
-2,5 %p
Sitzverteilung im
Gelsenkirchener Stadtrat 2014
          
Von 66 Sitzen entfallen auf:

Dem Rat der Stadt Gelsenkirchen gehören derzeit 66 Mitglieder an. Aktuell gibt es im Stadtrat folgende Sitzverteilung nach Fraktionen (Stand September 2014):

SPD CDU GRÜNE AfD DIE LINKE pro NRW Fraktionslos Gesamt
34 14 4 3 3 3 5 66
WIN 2
FDP 1
PIRATEN 1
AUF 1

Der Rat der Stadt tagt in der Regel alle sechs Wochen. Hinzu kommen zahlreiche Ausschüsse.

Verschuldung[Bearbeiten]

Die Gesamtsumme der Verschuldung der Stadt Gelsenkirchen beläuft sich zum Jahresende 2012 auf 1,606 Milliarden Euro. Jeder Einwohner ist damit mit 6.230 Euro verschuldet.[12]

Wappen[Bearbeiten]

Stadtwappen der kreisfreien Stadt Gelsenkirchen

Blasonierung: Geviert; Feld 1 in Schwarz eine silberne Kirche mit einem Mittelturm und offenem Tor in Vorderansicht, Feld 2 in Silber eine bewurzelte grüne Linde, Feld 3 in Silber fünf blaue Balken, belegt mit einem doppelschwänzigen roten Löwen, Feld 4 in Schwarz schräggekreuzte silberne Schlägel und Eisen.

Die Kirche stammt aus dem alten Gelsenkirchener Stadtwappen, Schlägel und Eisen stehen für die große Bedeutung des Steinkohlenabbaus und der Eisenindustrie. Die Linde (sogenannte 'Buersche Linde' = Verweis auf eine Silberlinde, die eine 'Gerichtslinde' war und an die eigenständige Amtsgerichtsbarkeit von Buer erinnert), stammt aus dem Buerschen Stadtwappen, der rote Löwe aus dem Familienwappen der Herren von Horst. Das Wappen wurde der Stadt im Jahre 1928 verliehen.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Gelsenkirchen unterhält mit folgenden Städten eine Städtepartnerschaft:

In den 1960er und 1970er Jahren unterhielt Gelsenkirchen eine Partnerschaft mit der senegalesischen Stadt Kaolack, die jedoch nicht fortgeführt wurde.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Karte von Gelsenkirchen
Haltestelle Buerer Straße im Stadtteil Horst
Die Line 383 am Kreisverkehr am Nordsternpark
Das ReiseZentrum im Hauptbahnhof Gelsenkirchen
Der nächtliche Hauptbahnhof vom Bahnhofscenter aus gesehen

Gelsenkirchen war bis in die 1980er Jahre stark von der Montanindustrie geprägt. Weil dieser Wirtschaftszweig keine Zukunft mehr hatte und die Zechen in Gelsenkirchen eine nach der anderen schlossen, versuchte die Stadt, sich Ende der 1990er Jahre vor allem als Zentrum für Solartechnologie zu profilieren.

Unternehmen[Bearbeiten]

  • Die Arise Solarmodulherstellung hatte 2006 Fa. Scheuten übernommen und musste jedoch 2011 Insolvenz anmelden.
  • Die Amro GmbH ist ein mittelständisches, weltweit tätiges Unternehmen für Anlagen-, Montage- und Rohrleitungsbau.
  • Die Bergmannsheil und Kinderklinik Buer ging aus der 1929 von der Bergbau-Berufsgenossenschaft gegründeten Knappschaftsklinik Bergmannsheil hervor, die 2002 mit der Städtischen Kinderklinik fusionierte.
  • BP Gelsenkirchen/Ruhr Oel: Es werden an zwei Raffineriestandorten Kraftstoffe und petrochemische Produkte hergestellt. Das Unternehmen beschäftigt 2013 etwa 1980 Mitarbeiter.[13]
  • BRIDON International an der Magdeburger Str. 14, hat 2007 das längste Stahlseil der Welt hergestellt. Es war vier km lang, 14 cm dick und 370 t schwer.[14]
  • Courtyard-by-Marriott-International-Hotel an der Kurt-Schumacher-Straße mit (2008) 90 Mitarbeitern.
  • ELE (Emscher Lippe Energie GmbH), regionaler Energieversorger, 485 Millionen Euro Umsatz (2006).
  • E.ON (Betreiber von Kraftwerken, unter anderem Kraftwerk Scholven, Energieversorger).
  • Eon Anlageservice (EAS), an der Bergmannsglückstraße 41; hat insgesamt (2008) 650 Mitarbeiter, davon am Standort 400 und bei der Tochterfirma Grey Logix in Flensburg 220.
  • Eon Engineering, hat 2008 700 Arbeitsplätze (meist Ingenieure).
  • Gelsenwasser AG ist Deutschlands größter Wasserversorger und beschäftigt an der Willy-Brandt-Allee 1123 Mitarbeiter.
  • GELSEN-NET ist ein Kommunikationsdienstleister und Stadttochter an der Horster Str. 119 und beschäftigt insgesamt (2009) 180 Mitarbeiter.
  • GGW (Gelsenkirchener Gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft mbH), das Wohnungsunternehmen der Stadt Gelsenkirchen
  • Glasid AG stellt Isolierglas her. Sie beschäftigt 240 Mitarbeiter am Doba-Gewerbepark.
  • Küppersbusch im Schalker Gewerbepark, fertigt Großküchen, hat (2009) 350 Mitarbeiter.
  • LOXX ist ein weltweites Speditionsunternehmen mit deutschlandweit (2011) 243 Mitarbeitern.
  • Lüttinghof-Verlag bringt periodisch die Magazine GE:spräch und GE:Kult heraus.
  • Masterflex Wurde 1987 gegründet und ist ein börsennotierter Spezialkunststoff-Hersteller für Schlauchsysteme. Der Gewinn betrug 2012 4,4 Millionen Euro. Es hat vor Ort 110 und weltweit (2012) 501 Mitarbeiter.
  • medicos.AufSchalke ist ein interdisziplinäres Kompetenzzentrum für ambulante Rehabilitation, Prävention und Sport und beschäftigt 160 (2011) Mitarbeiter.
  • Müller's Mühle gehört zu VK Mühlen AG und hat 150 (2007) Mitarbeiter.
  • Nienhaus & Lotz GmbH stellt Designer-Damenmode her. Am Standort Emscherstraße 20 wurden (2009) 153 und weltweit 789 Mitarbeiter beschäftigt.
  • Die Norres Schlauchtechnik , Am Stadthafen, wurde schon 1889 gegründet und beschäftigte (2013) national 160 und international 220 Mitarbeiter.
  • Der Glashersteller Pilkington in der Haydnstraße übernahm 1980 die Flachglas AG[15] (vormals DELOG[15] Deutsche Libbey-Owens-Gesellschaft für maschinelle Glasherstellung).
  • Rexam ist ein Dosenhersteller; im Zusammenhang mit der Einführung des Dosenpfandes wurde die Mitarbeiterzahl auf 110 reduziert.
  • REL (Radio Emscher-Lippe) hat seinen Sitz in Gelsenkirchen-Buer
  • Roller, Möbelhaus mit über 80 Discountermärkten. In der Zentrale an der Willy-Brandt-Allee arbeiten 160 Mitarbeiter.
  • SABIC, ein saudi-arabisches Unternehmen, stellt Polyolefine her. Das Werk wurde 1997 von DSM übernommen; etwa 365 Mitarbeiter (2008)
  • Siemens IT-Dienstleistung und Beratung (vormals SBI Ruhr), IT-Dienstleister (ehemals RAG-Informatik)
  • Schalker Eisenhütte Maschinenbau GmbH, Kokereimaschinen und Schienenfahrzeuge
  • FC Schalke 04, der Verein bietet rund um die Arena 300 Stellen für festangestellte Mitarbeiter
  • Die Schülerhilfe ist ein Franchise-Unternehmen der Nachhilfe-Branche. Am Firmensitz in Gelsenkirchen arbeiten über 100 festangestellte Mitarbeiter und bundesweit rund 10.000 Nachhilfelehrer.
  • Die SolarWorld, (Bonn), vormals Shell Solar Deutschland GmbH produziert in Gelsenkirchen-Rotthausen Solarzellen.
  • Das Sozialwerk St. Georg, betreibt in NRW Wohnheime für geistig und körperlich behinderte Menschen, beschäftigt werden 2200 Mitarbeiter.
  • Sparkasse Gelsenkirchen, örtliche Sparkasse.
  • Die Stadtwerke Gelsenkirchen sind die Stadtwerke der Stadt Gelsenkirchen
  • St. Augustinus Gelsenkirchen GmbH, gemeinnützig, hat etwa 2100 Beschäftigte und betreibt unter anderem zwei Krankenhäuser, ein Alten-, Pflege- und Jugendheim, Kindergärten, aber auch Friedhöfe und Wohn- und Geschäftshäuser.
  • Stölting-Gruppe ist ein Immobiliendienstleister seit 1899, in Erle, hat (2014)ca. 900 Mitarbeiter und in Deutschland und Österreich 3500 Mitarbeiter.
  • Straßen.NRW ist Teil der Landesverwaltung in NRW. Sie hat am Betriebssitz 475 Mitarbeiter.
  • TreuHandStelle GmbH, Immobilienverwaltung
  • TRW Automotive, Autozulieferer an der Freiligrathstraße, (2008) 735 Mitarbeiter
  • Vaillant, produziert mit etwa 260 Mitarbeitern Solaranlagen.
  • Der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr hat in der Innenstadt seine Hauptverwaltung mit etwa 160 Mitarbeitern.
  • Volksbank Ruhr Mitte eG, örtliche Volksbank mit Hauptsitz im Stadtteil Buer.

Leistung[Bearbeiten]

Gelsenkirchens Bruttoinlandsprodukt betrug 2003 insgesamt 6,074 Milliarden Euro, welches bei etwa 270.000 Einwohnern ein Pro-Kopf-BIP von etwa 22.500 € ergibt und eine Erhöhung um 2,7 % zum Vorjahr darstellt. Am 31. März 2005 gab es in Gelsenkirchen 70.969 sozialversicherungspflichtige Beschäftigte, rund zwei Drittel davon im Dienstleistungssektor. Weiterhin gab es in Gelsenkirchen am 30. Juni 2005 rund 108.000 Erwerbstätige, zu denen rund 8900 Selbstständige und 7000 Unternehmer gehören. Die Arbeitslosenquote betrug am 3. Januar 2007 17,7 %. Die Wirtschaft in Gelsenkirchen hatte im ersten Halbjahr 2005 einen Umsatz von knapp acht Milliarden Euro. Dieses stellt zum Vergleichszeitraum im Vorjahr eine Steigerung um 16,4 % dar. Der Umsatz des Exportes betrug im selben Zeitraum etwa 610 Millionen Euro und stellt zum Vergleichszeitraum im Vorjahr eine Steigerung um 19,4 % dar. Die Stadt Gelsenkirchen ist laut einer Studie der Bertelsmann-Stiftung in Anbetracht ihrer Infrastruktur und Kommunalpolitik nach Leipzig, Karlsruhe und Bremen Deutschlands viertunternehmensfreundlichste Stadt.

Die beiden größten Einkaufsmeilen in Gelsenkirchen sind die Bahnhofstraße, die sich direkt an den Hauptbahnhof und dessen Vorplatz anschließt und sich bis zum Neumarkt erstreckt, und die Hochstraße im Stadtteil Buer, wobei die Bahnhofstraße mit etwa 55.000 täglichen Passanten zu den bedeutendsten Einkaufsmeilen des mittleren Ruhrgebiets und darüber hinaus zu den 30 meistbesuchten Einkaufsstraßen Deutschlands zählt.

Wirtschaftliche Entwicklung[Bearbeiten]

Bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts war Gelsenkirchen vor allem landwirtschaftlich geprägt; das Dorf hatte nur wenige Hundert Einwohner.

Dann begann in Gelsenkirchen, wie auch in der übrigen Region, mit dem Abbau der Steinkohle im Ruhrgebiet der wirtschaftliche Umschwung von der Landwirtschaft zur Schwerindustrie. Die Entwicklung der Industrie verlangte nach Verkehrsverbindungen; sie gab den Anstoß zum Bau der Stammstrecke der Köln-Mindener Eisenbahn-Gesellschaft. Von der wachsenden Industrie angezogen kamen immer mehr Menschen, häufig aus Ostpreußen, das heute zu Polen und zu Russland gehört, in das Ruhrgebiet, um dort zu arbeiten. Bis um die Wende zum 20. Jahrhundert vervierfachte sich die Zahl der Einwohner Gelsenkirchens innerhalb weniger Jahre auf knapp 150.000.

Die Schwerindustrie entwickelte sich über die Jahre zum wichtigsten Wirtschaftszweig in Gelsenkirchen. Nachdem in den 1920er Jahren viele Arbeitsplätze wegrationalisiert worden waren, gab es in Gelsenkirchen in den 1930er Jahren wieder einen kräftigen wirtschaftlichen Aufschwung, der Gelsenkirchen zu Europas Steinkohlestandort Nummer 1 machte. Zu diesem Aufschwung trug die beginnende Kriegsproduktion bei. Auf Grund der hohen wirtschaftlichen Bedeutung Gelsenkirchens wurden im Zweiten Weltkrieg mehr als drei Viertel der Stadt zerstört.

Seit den 1960er Jahren verlor die Montanindustrie auch in Gelsenkirchen ihre einstige Bedeutung. Mit einigem Zögern und unter erheblichen strukturellen Problemen begab sich Gelsenkirchen auf neue Wege und versucht, sich als Standort für Zukunftstechnologien zu profilieren. Zum einen hat sich Gelsenkirchen als Solarstadt einen Namen gemacht (unter anderem wurden die Solarzellen für den neuen Berliner Hauptbahnhof in Gelsenkirchen produziert), zum anderen gibt es einen deutlich gewachsenen Dienstleistungssektor.

Verkehr[Bearbeiten]

Hauptpost (Mitte) und Hauptbahnhof (rechts) um 1924

Gelsenkirchen liegt an den Bundesautobahnen 2, 40, 42 und 52 sowie an den Bundesstraßen 224, 226 und 227. Die Stadt hat 1500 Straßen mit einer Gesamtlänge von 763,93 km (einschließlich Autobahnen). Der Gelsenkirchener Hauptbahnhof liegt am Schnittpunkt der Bahnstrecken Oberhausen–Gelsenkirchen–HerneDortmund und Essen–Gelsenkirchen–RecklinghausenMünster. Hier fahren auf sechs Gleisen jeweils Züge des Regional- und Fernverkehrs. Mit Wasserwegen ist die Stadt über den Rhein-Herne-Kanal verbunden, an dem ein Industrie- und Handelshafen liegt. Ein weiterer Bahnhof ist der Bahnhof Buer-Nord, an welchem die Linie S9 verkehrt. Der Hafen Gelsenkirchen ist mit einem Jahresumschlag von 2 Millionen Tonnen und einer Wasserfläche von rund 120 ha einer der größten und wichtigsten Kanalhäfen Deutschlands und ist zudem an das Schienennetz der DB Netz AG angebunden.

Den Nahverkehr in Gelsenkirchen bedienen Straßenbahnen und Busse der Bochum-Gelsenkirchener Straßenbahn AG BOGESTRA, sowie im Norden Gelsenkirchens die Vestische Straßenbahnen GmbH (das Unternehmen heißt zwar Vestische Straßenbahnen GmbH, betreibt heute aber nur noch Omnibusse). Ferner verkehren in den Randgebieten der Stadt sowie auf einigen SB-Linien Busse und Straßenbahnen der STOAG, EVAG sowie des BVR. Alle Linien sind in das Tarifsystem des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr integriert. Es verkehren drei Straßenbahnlinien (107, 301, 302), eine Stadtbahnlinie (U11, als oberirdische Stadtbahn verbindet sie den Stadtteil Horst mit der Essener Universität und der dortigen Innenstadt) sowie etwa 50 Buslinien in Gelsenkirchen. Die gute Verkehrsversorgung unterstreichen mehrere Nachtbuslinien, welche zum Wochenende/vor Feiertagen zwischen 0 und 5 Uhr eine stündliche Basisversorgung gewährleisten; ergänzend besteht dann auch ein (halb-)stündliches Angebot im DB-Nahverkehr.

Etwa 90 % der Gelsenkirchener U-Bahn-Tunnel sind, auf Grund ihrer speziellen Bauweise, senkungs- und erdbebensicher. Die Senkungssicherheit war der ausschließliche Grund für die neu entwickelte Bauweise, die Bergschäden, die vor allem durch nicht (ordentlich) verfüllte Schächte des Raubbergbaus entstehen, vorbeugen soll. Der Nachteil dieser Bauweise liegt jedoch in den Kosten, die etwa doppelt so hoch sind wie die eines Standardtunnels. Längere Zeiten war auch eine Linie U21 geplant, die vom Bf Buer Nord über Buer Mitte, Erle, Bismarck, Schalke, Gelsenkirchen Hbf, Ückendorf nach Witten führen sollte. Diese Planung wurde allerdings verworfen. In der Landesplanung 1998 war die Verlängerung der Linie 302 bis zum Bf Buer Nord enthalten. Diese wurde bis heute (Jan. 2014) noch nicht verwirklicht. Außerdem plante die Essener Verkehrs AG (EVAG) zwischenzeitlich, die Linie U11 bis zur Arena weiterzuführen, doch aus Kostengründen wurde auch dieses Projekt nicht realisiert.

Nach der Stadt ist ein Intercity-Express benannt.

Medien[Bearbeiten]

Gelsenkirchen ist Sitz des 1987 gegründeten Verbands Lokaler Rundfunk in Nordrhein-Westfalen e. V. (VLR), der die Interessen der Veranstaltergemeinschaften im nordrhein-westfälischen Lokalfunk vertritt. In Gelsenkirchen-Buer ist auf der Hochstraße der Radiosender Radio Emscher-Lippe beheimatet.

Einzig verbliebene Tageszeitung ist die Westdeutsche Allgemeine Zeitung (WAZ). Die Buersche Zeitung erschien nach 125 Jahren letztmals am 30. September 2006 als umfangreiche Ausgabe. Statt dessen erscheint im Schwesterblatt Hertener Allgemeine maximal eine Seite mit Gelsenkirchener, primär buerschen Kurzberichten. Am 1. April 2006 hatten die Ruhr Nachrichten die Lokalausgabe für Gelsenkirchen eingestellt. Weiterhin wird wöchentlich mittwochs und samstags das Anzeigenblatt Stadtspiegel Gelsenkirchen im Stadtgebiet verteilt, wovon es für Buer eine eigene Ausgabe gibt. Ferner werden kostenlos monatlich die Anzeigendruckwerke „100 % Buer“ bzw. „BUER !“ aufgelegt, letzteres auf Zeitungspapier im Tabloidformat. Daneben erscheinen die monatlichen bzw. unregelmäßigen lokalen Ausgaben der Familienpost, des Beckhausener Kuriers und Wochenblick für Gelsenkirchen. Einmal im Monat erscheint das Gelsenkirchener Stadtmagazin GE:spräch, alle drei Monate das Magazin GE:kult, das über aktuelle Kunst und Kultur und Gelsenkirchen berichtet. Seit März 2013 gibt die Stadtverwaltung viermal jährlich das achtseitige Bürgermagazin GELSENKIRCHEN heraus, welches auch über die Homepage der Stadt einsehbar ist.

Forschung[Bearbeiten]

Gelsenkirchen ist Standort vieler forschender Einrichtungen, die sich mit den verschiedensten Fachbereichen beschäftigen. Der Wissenschaftspark Rheinelbe ist ein Forschungszentrum im Stadtteil Ückendorf. Es werden dort unter anderem Solartechnologien verschiedener Unternehmen erforscht; das Institut für Stadtgeschichte erforscht die Vergangenheit der Stadt und das Institut für Arbeit und Technik erforscht neue Methoden, Techniken und Technologien rund um die Arbeitswelt. Das ebenfalls im Stadtteil Ückendorf beheimatete IKT – Institut für Unterirdische Infrastruktur entwickelt innovative Technologien für die Kanalisationstechnik.

Einige weitere forschende Institutionen sind die Fachhochschule für öffentliche Verwaltung in NRW (unter anderem Institut für Verwaltungswissenschaften), das Hygieneinstitut des Ruhrgebiets, die Westfälische Hochschule (unter anderem Forschungsschwerpunkt Komponentenbasierte Softwareentwicklung (CombaSoft), Institut für Internet-Sicherheit, Institut zur Förderung von Innovation und Existenzgründung, Institut für biologische und chemische Informatik, Institut für demand logistics), das Labor und Servicecenter des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme und das Pathologische und Gewebepathologische Institut.

In Gelsenkirchen befindet sich mit den Evangelischen Kliniken in der Munckelstraße ein Akademisches Lehrkrankenhaus der Universität Duisburg-Essen.

Sonstiges[Bearbeiten]

Anlässlich der FIFA Fußball-Weltmeisterschaft 2006 ist die Verkehrsinfrastruktur in Gelsenkirchen zur Veltins-Arena hin ausgebaut worden. Ab Anfang 2005 wurde der Gelsenkirchener Hauptbahnhof großzügig umgebaut und am 8. Juni 2006, also einen Tag vor Beginn der Fußball-Weltmeisterschaft 2006, fertiggestellt. Das Deutsche-Bahn-Reisezentrum wurde deutlich näher zu den Bahnsteigen gelegt, das alte Reisezentrum abgerissen und dort ein neuer bahnhofsnaher Taxistand gebaut. Zudem erhielten U-Bahn-Abgang und Taxistand eine Überdachung mit einer Photovoltaikanlage. Weiterhin wurde zu jedem Bahnsteig ein Aufzug gebaut und es wurde ein Blindenleitsystem (weiße Bodenplatten mit Rillen) in den Bahnhof integriert, sodass der Bahnhof nun barrierefrei ist. Im U-Bahnhof wurden die Bahnsteige abgesenkt und die Stromversorgung der Linie 302 wurde zudem so ausgebaut, dass sie nun von zwei aneinander gekoppelten Fahrzeugen (Doppeltraktion) befahren werden kann. Die Straßenbahn-Haltestelle VELTINS-Arena hat durch eine großzügige Überdachung den Charakter eines Bahnhofs erhalten, allerdings ist diese nicht barrierefrei; Rollstuhlfahrer werden mittels Durchsage in der Straßenbahn gebeten, diese an der benachbarten Haltestelle Willy-Brandt-Allee zu verlassen (ein notwendiger Lift würde zu oft zerstört werden).

Die Bauarbeiten im unmittelbaren Bahnhofsumfeld und an der Infrastruktur von und zur Arena werden durch eine Umgestaltung der Gelsenkirchener Einkaufspassage – der Bahnhofstraße – ergänzt. Weitere Großbauprojekte waren unter anderem die Komplettsanierung der Uferstraße (wichtige Ost-West-Verbindung parallel zum Rhein-Herne-Kanal), die neue Anschlussstelle der A 42 mit der Bezeichnung Gelsenkirchen-Schalke sowie weitere Baumaßnahmen, wie etwa Verlängerung von Abbiegespuren.

In Gelsenkirchen ist sowohl eine Geschäftsstelle als auch ein Ortsverband der Bundesanstalt Technisches Hilfswerk beheimatet. Die zwei Technischen Züge bestehen aus vier Bergungsgruppen und den Fachgruppen Infrastruktur, Räumen und Elektroversorgung. Die Unterkunft befindet sich im Katastrophenschutzzentrum der Stadt Gelsenkirchen, Adenauerallee 100.

Bildung[Bearbeiten]

Die 1992 gegründete Fachhochschule Gelsenkirchen mit Abteilungen in Bocholt und Recklinghausen unterhält folgende Fachbereiche: Wirtschaft, Wirtschaftsrecht, Informatik, physikalische Technik, Elektrotechnik, Maschinenbau, Journalismus & Public Relations und Versorgungs- und Entsorgungstechnik. Seit dem 1. März 2012 umbenannt in Westfälische Hochschule Gelsenkirchen-Bocholt-Recklinghausen.[16] Gelsenkirchen ist außerdem einer von sieben Standorten der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung NRW (Fachbereiche: Kommunaler Verwaltungsdienst, Polizeivollzugsdienst, Modellstudiengang Verwaltungsbetriebswirtschaftslehre).

In Gelsenkirchen gibt es 51 Grundschulen (36 Gemeinschaftsgrundschulen, zwölf katholische Grundschulen, drei evangelische Grundschulen), acht Hauptschulen, sechs Realschulen, sieben Gymnasien (vier altstadtnah, drei in Buer; das heutige Schalker Gymnasium ist mit seiner Gründung im Jahre 1876 das älteste der Stadt) und vier Gesamtschulen, von denen die evangelische Gesamtschule Bismarck als einzige Gesamtschule in der Trägerschaft der westfälischen Landeskirche und einzige Schule in freier Trägerschaft in Gelsenkirchen besondere Erwähnung verdient. Die Gesamtschule Berger Feld liegt in unmittelbarer Nähe des Vereinsgeländes des Fußball-Bundesligisten FC Schalke 04, mit dem eine intensive Zusammenarbeit besteht. Seit 1995 besteht das Talentzentrum Gelsenkirchen und seit 2000 die Fußballschule Auf Schalke/Teilinternat Gesamtschule Berger Feld. Von 53 Nutzern dieses Teilinternats haben bisher 23 den Sprung in den Profi-Bereich geschafft, darunter Mesut Özil, Manuel Neuer, Alexander Baumjohann, Benedikt Höwedes, Sebastian Boenisch, Tim Hoogland, Michael Delura, Julian Draxler und Joel Matip. Im Juni 2007 wurde die Gesamtschule Berger Feld als vierte deutsche Schule vom DFB als Eliteschule des Fußballs ausgezeichnet.[17] Zudem gibt es hier für Schülerinnen und Schüler mit besonderen Förderbedarfen 14 Förderschulen (Förderschwerpunkte: Lernen, Geistige Entwicklung, Sprache, emotionale und soziale Entwicklung, Hören und Kommunikation, Sehen und motorische Entwicklung, sowie eine Schule für Kranke).

In Sutum wird im FloristPark International an der Theodor-Otte-Straße auf einem früheren Bauernhof, der unter Denkmalschutz steht, die deutschlandweit einzige Fachschule des Fachverbandes Deutscher Floristen e. V. betrieben, wo regelmäßig Meisterkurse zum Beruf des Floristmeisters und Fortbildungsveranstaltungen für Floristen stattfinden.

In der Virchowstraße in GE-Ückendorf unterhalten christliche Krankenhäuser aus Gelsenkirchen und Umgebung für die Ausbildung in der Altenpflege, der Krankenpflege und der Kinderkrankenpflege das Kirchliche Bildungszentrum für Gesundheitsberufe im Revier.

Die Stadtverwaltung Gelsenkirchen betreibt eine Volkshochschule sowie eine Stadtbibliothek mit drei Zweigstellen in den Stadtteilen Horst, Buer und Erle mit mehr als 100.000 Büchern, Filmen und CDs. Ebenso gibt es einen fahrenden Bücherbus, der an Straßen überall im Stadtgebiet hält.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Rasterkarte von Gelsenkirchen
Zwei Eisbären in der ZOOM Erlebniswelt (Karte L/14)
Hauptverwaltung der Gelsenwasser AG
Musiktheater im Revier (MiR) (Karte J/18)
Gelsenkirchener Altstadt (Karte K/19)
Skulpturenensemble zum Thema Bergbau vor dem Augustinushaus (Jürgen Goertz, 1992/96)
Maschinenhalle des Schachtes Oberschuir
Schloss Horst (Karte D/14)
Schloss Berge (Karte G/9)
Heilig-Kreuz-Kirche von Josef Franke (Karte L/20)
Rosen im Nordsternpark (Karte D/16)
Himmelstreppe auf der Halde Rheinelbe
Innenansicht der Arena (Karte H/11)
Brücke im Nordsternpark (Karte E/17)
Sportfest im Jahnstadion (Karte G/17)
Biathlon WTC 2005 in der Veltins-Arena (Karte H/11)

Besondere kulturelle Einrichtungen sind die ZOOM Erlebniswelt (ehemaliger Ruhr-Zoo), der Wissenschaftspark Rheinelbe, das Sport-Paradies, die Kaue (sozio-kulturelles Zentrum) und das Kulturzentrum Die Flora. Auf dem ehemaligen Gelände der Zeche Nordstern (Bundesgartenschau 97) befindet sich die Modellbahndauerausstellung Der Deutschlandexpress, bis 2001 die größte digitale Dreileiter-Modellbahnanlage der Welt; heute sind nur das Miniatur Wunderland in Hamburg und die Loxx Miniatur Welten Berlin größer.

Weiterhin gibt es in Gelsenkirchen einige Siedlungen, Aussichts- und Ankerpunkte der Route der Industriekultur. Die Gelsenkirchener Aussichtspunkte der Route sind die Halden Rungenberg und Rheinelbe. Ebenfalls in die Route wurden die Siedlungen Flöz Dickebank und Schüngelberg aufgenommen. Der Nordsternpark bietet Informationen über das ehemalige Zechengelände sowie über die industrielle Vergangenheit der Region. Er wird deshalb als einer der Ankerpunkte der Route bezeichnet.

Aufgrund des Haushaltssicherungsgesetzes wurden im Bereich Kultur weitläufige Sparmaßnahmen ergriffen.

Theater[Bearbeiten]

In Gelsenkirchen gibt es mehrere Theater mit verschiedenen Schwerpunkten. Das Musiktheater im Revier, kurz MiR, beherbergt zwei Bühnen, das große und kleine Haus. Das Programm des MiR besteht vor allem aus Oper, Operette, Musical, Ballett, Schauspiel (Gastspiele) und Kinder- und Jugendtheater.

Die Neue Philharmonie Westfalen, die unter anderem im MiR spielt, entstand 1996 aus der Fusion der Orchester von Recklinghausen und Gelsenkirchen und spielt heute als eines von drei Landesorchestern in ganz Nordrhein-Westfalen. Des Weiteren hat das europaweit renommierte Ballet Schindowski von Bernd Schindowski seine feste Spielstätte im MiR.

Das im Nordsternpark gelegene Amphitheater Gelsenkirchen wurde 1997 zur Bundesgartenschau am Rhein-Herne-Kanal errichtet. Im Frühjahr und Sommer finden im Amphitheater unter anderem das Rock-Hard-Festival, verschiedene andere Musikevents und Freilichtkinoaufführungen statt.

Das Consol-Theater in Bismarck war einst das Lüftermaschinengebäude mit den Ventilationsmaschinen der Zeche Consolidation. Seit 2001 finden im Consol-Theater regelmäßig Aufführungen mit dem Programmschwerpunkt Kinder- und Jugendtheater statt.

Das Emscher-Lippe-Theater ist ein Ensemble junger Künstler der Emscher-Lippe-Region rund um Gelsenkirchen. Die Aufführungen finden in städtischen Schulen der Region statt.

Die Theatergesellschaft Preziosa 1883 e. V. ist ein weiteres Ensemble, das sich ausschließlich aus Amateuren zusammensetzt und ebenfalls städtische Schulen für seine Aufführungen nutzt.

Weiterhin finden in der Veltins-Arena verschiedene Musikevents mit internationalen Künstlern und Musicals in unregelmäßigen Abständen statt – bisher wurden zum Beispiel die Opern Aida, Carmen und Turandot aufgeführt.

Museen[Bearbeiten]

Im Zentrum des Stadtteils Buer liegt an der Horster Straße 5-7 das Kunstmuseum Gelsenkirchen. Das Museum wurde 1984 nach zweijähriger Bauzeit eröffnet. Die Sammlung des Museums umfasst etwa 1.300 Exponate der klassischen Moderne, des Konstruktivismus, der Kinetik und der zeitgenössischen Kunst, eine Grafiksammlung und die Sammlung von Anton Stankowski. Jährlich werden sechs bis acht Wechselausstellungen durchgeführt.

Museum Schloss Horst mit Videoanimationen und technischen Effekten. Das Thema ist „Leben und Arbeiten in der Renaissance“. Die Eröffnung war am 4. November 2010.

Das kleine Museum Der Treudank an der Vattmannstraße beherbergt Dokumente der ehemals deutschen Stadt Allenstein (Ostpreußen).

Daneben gibt es einige private Museen.

Im Kleinen Museum in der Eschweiler Straße 11 wird die Geschichte des Bergbaus in Gelsenkirchen und die der Zeche Hugo gezeigt.

Das Motorradmuseum an der Wallstraße verfügt über 90 Oldtimer und wurde von Karl Rebuschat (* 1932; † 4. Juni 2012) geleitet. Die älteste Maschine ist eine DKW-Blutblase von 1925. Angeschlossen ist ein Teilemarkt mit seltenen Stücken, der jeden zweiten Sonntag im Monat geöffnet ist und Tausende von Motorradinteressenten anzieht.

Das Schalke-Museum in der südlichen Veltins-Arena berichtet über die erfolgreiche Vereinsgeschichte.

Bibliotheken[Bearbeiten]

  • Gelsenkirchener Stadtbibliothek (mit Stadtteilbibliotheken in Erle, Horst und Buer)
  • Bibliothek der Fachhochschule Gelsenkirchen

Galerien[Bearbeiten]

  • Atelier Antenne
  • Künstlersiedlung Halfmannshof. Sie besteht seit 1931 und beherbergte von allen sechs Kunstrichtungen immer nur einen Künstler. Die große Zeit war in den 1960er/1970er Jahren, als Ferdinand Spindel ihr Sprecher war. Seit Spindel den Schaumstoff als Kunst-Gestaltungsmaterial entdeckte, galt die Stadt als Avantgarde-Zentrum, und Düsseldorfer und Kölner Kunstexperten reisten nach Gelsenkirchen. Der Hof organisierte bedeutende Ausstellungen wie Zero, Konstruktive und Lichtkunst.
  • Jazz&ArtGalerie (Lutz Motzko)
  • Galerie Kabuth
  • Galerie Stein
  • Galerie Patricia Ferdinand-Ude (ausgezeichnet mit der Banane von Thomas Baumgärtel)
  • Die Werkstatt
  • Galerie Hundert. Ausgestellt und vertrieben werden dort Fotografien, die aus der Sammlung des Pixelprojekt Ruhrgebiet stammen. Der Name der Galerie leitet sich aus dem Umstand ab, dass die Fotografien jeweils in einer limitierten Auflage von 100+1 Stück hergestellt werden.

Bauwerke[Bearbeiten]

Nach Angaben der Unteren Denkmalbehörde der Stadt Gelsenkirchen gibt es in der Stadt 343 Baudenkmäler.

Kirchen[Bearbeiten]

  • Die Evangelische Altstadtkirche steht an der Stelle der alten Dorfkirche St. Georg (gegründet um 1000) und der kriegszerstörten historistischen Vorgängerkirche von 1884. Der heutige Bau wurde 1956 eingeweiht und prägt mit seinem markanten Turm das Stadtbild.
  • Die katholische Propsteikirche St. Augustinus am Neumarkt ist eine neugotische Basilika, die 1892 geweiht wurde.
  • Im Zentrum von Buer steht die neugotische Propsteikirche St. Urbanus, die 1893 vollendet wurde. Ihre Silhouette prägt der (seit dem Zweiten Weltkrieg) stumpfe Turm.
  • Die ebenfalls neugotische Horster Hippolytuskirche (1897) ist vor allem bekannt wegen ihrer modernen Glasfenster.
  • Aus der Zeit zwischen den Weltkriegen sind mehrere bemerkenswerte Kirchen erhalten, darunter die denkmalgeschützte Heilig-Kreuz-Kirche von Josef Franke an der Bochumer Straße.
  • An der Richard-Wagner-Straße erhebt sich die von 1891 bis 1897 erbaute katholische Kirche St. Mariä Himmelfahrt. Die vom Paderborner Diözesanbaumeister Arnold Güldenpfennig erbaute Kirche ist eines der seltenen dreitürmigen Gotteshäuser im Bistum. Sie enthält eine qualitativ hochwertige, künstlerisch gestaltete Innenausstattung. Der Westturm ist reich gegliedert und bildet einen Gegenpol zu den zwei kleineren Osttürmen. Obwohl sie seit 1994 unter Denkmalschutz steht und keine relevanten Bauschäden hat, wurde sie im Zuge der Sparmaßnahmen des Bistums Essen am 7. Juni 2007 aus der gottesdienstlichen Nutzung entlassen.
  • Die in den Jahren 1910 bis 1911 erbaute erste evangelische Pauluskirche in Gelsenkirchen-Bulmke war ein Werk des Kirchenbaumeisters A. E. Fritsche. Am 9. Oktober 1910 wurde feierlich der Grundstein zum Neubau gelegt, und am 15. Dezember 1911 wurde sie eingeweiht.

Dann kam der 6. November 1944. Bei dem Großangriff, der große Teile Bulmkes in Schutt und Asche legte, traf eine Sprengbombe die ausgebrannte Kirche. Infolgedessen stürzten die Seite des Hauptportals und die Ostseite der Kirche in sich zusammen.

Die Neubelebung des Kirchbauvereins 1952 war der Startschuss, etwas Neues zu wagen. Mehrere Architekten machten Pläne zum Wiederaufbau der Pauluskirche. Am Ende setzte sich Otto Prinz mit seinen Entwürfen durch. Der Wiederaufbau gestaltete sich teilweise schwieriger als erhofft. Dennoch war es dann am 23. Juni 1957 soweit, dass die neue Kirche eingeweiht wurde.

Bis zum heutigen Tag steht sie nun fast unverändert da. In der äußeren Gestalt nicht mehr der Monumentalbau von 1911, sondern der Schlichtheit der 1950er Jahre Respekt zollend, erhebt sie sich auf ihrem Hügel in der Mitte des Stadtteils Gelsenkirchen-Bulmke.

Hans-Sachs-Haus[Bearbeiten]

Hauptartikel Hans-Sachs-Haus

Ein charakteristisches Gebäude in der Gelsenkirchener Innenstadt ist das Hans-Sachs-Haus, ein 1927 von dem Essener Architekten Alfred Fischer erbautes Büro- und Geschäftshaus mit Konzertsaal. Besonderes Stilmerkmal sind seine abgerundeten Ecken sowie ein expressionistischer Turm. Stilistisch stellt das Haus ein Bindeglied zwischen Backsteinexpressionismus und der neu-sachlichen Architektur des Bauhaus-Stils dar. Das Hans-Sachs-Haus diente jahrzehntelang als Rathaus und beherbergte im Konzertsaal die größte weltliche Saal-Orgel Europas, eine Walcker-Orgel mit 92 Registern. In den Fluren des Hauses befand sich das mutmaßlich erste Farbleitsystem der Welt.

Das Vorhaben, das (laut Gutachten) teilweise baufällige Hans-Sachs-Haus denkmalgerecht zu sanieren, scheiterte an ungünstig abgeschlossenen Verträgen und der desolaten finanziellen Lage der Stadt Gelsenkirchen. Ein Kostenexplosion verhinderte die ursprünglich für 2007 vorgesehene Wiedereröffnung, stattdessen folgte ein langer Baustopp. Schließlich wurden im Rahmen eines Architektenwettbewerbs Möglichkeiten zu Erhalt und Wiederbelebung des Hauses gesucht. Gewinner des Wettbewerbs war das Architekturbüro Gerkan, Marg und Partner, dessen Entwurf eine Entkernung des historischen Hans-Sachs-Hauses und einen Neubau unter Erhalt der Backsteinfassade und des Turmes vorsah. Nach der Phase des Innenausbaus fand die anschließende Übergabe im August 2013 statt. Seitdem ist das Hans-Sachs-Haus wieder der Sitz von Stadtverwaltung und Oberbürgermeister.

Musiktheater[Bearbeiten]

Musiktheater im Revier

Das 1956–1959 von Werner Ruhnau, Harald Deilmann, Ortwin Rave und Max von Hausen erbaute Musiktheater im Revier ist eines der bedeutendsten Bauwerke der deutschen Nachkriegsarchitektur und bietet 1005 Besuchern Platz. Besonders bei Nacht strahlt das an der Florastraße gelegene MiR ein besonderes Flair aus. Im Foyer des MiR befinden sich große blaue Schwammreliefs des französischen Künstlers Yves Klein. Das angegliederte Kleine Haus (für 347 Besucher) beherbergt eine frühe kinetische Arbeit von Jean Tinguely.

Backsteinexpressionismus[Bearbeiten]

Der Architekt Josef Franke prägte in den 1920er Jahren das Stadtbild Gelsenkirchens mit mehreren repräsentativen Bauten, die man dem Backsteinexpressionismus zurechnet. Hierzu gehören unter anderem das Ricarda-Huch-Gymnasium (früher Lyzeum Aloysianum), das Wohn- und Geschäftshaus Ring-Eck, das Straßenbahndepot an der Wanner Straße und die Heilig-Kreuz-Kirche (Bochumer Straße 115) in Ückendorf, eine katholische Parabelkirche von 1927 bis 1929. Über drei Portale wurde ein 41 m hoher Turm errichtet, der in der Mitte zwei Glockentürme verbindet. Ganz oben wurde eine Christusfigur aus Backsteinen gemauert. 1993 bekam die Kirche die Auszeichnung Europa Nostra und steht seit den 1990er Jahren unter Denkmalschutz. Sie wurde 2008 als Kirche geschlossen und dient als Ausstellungsgebäude.

Weitere Beispiele für den in Gelsenkirchen weit verbreiteten Backstein-Expressionismus sind das 1928 erbaute Finanzamt Süd, das 1920 erbaute Volkshaus Rotthausen und das Hans-Sachs-Haus (s. o.). Westlich des Finanzamts an der Zeppelinallee 15 hat der Bauherr Hohen-Hinnebusch in den 1930er Jahren ein Mehrfamilienhaus gebaut. Oben in die Fassade hat er den Mann mit leeren Taschen aus Sandstein einbauen lassen. Die Figur weist noch heute unwidersprochen zum Finanzamt.

Sportarchitektur[Bearbeiten]

Das bekannteste und größte Bauwerk in Gelsenkirchen ist die 2001 im Stadtteil Erle erbaute Veltins-Arena (ehemalige Arena AufSchalke); es hat einen herausfahrbaren Rasen und ein schließbares Dach. Die Heimspielstätte des FC Schalke 04 bietet bei nationalen Fußballspielen 61.973 Gästen Platz, bei internationalen Spielen gibt es auf Grund des Stehplatzverbotes lediglich 54.442 Plätze in der Arena. Bei Konzerten hat die Arena sogar eine Kapazität von 78.437 Zuschauern. Das nach dem UEFA-Stadioninfrastruktur-Reglement zunächst als Elitestadion, seit 2010 in die Klassifikation 4 eingestufte Stadion ist von vielen, selbst weit entfernten Punkten im Ruhrgebiet aus zu sehen.

In unmittelbarer Nachbarschaft der Veltins-Arena befindet sich ihr Vorgänger – das Parkstadion. Es wurde 1973 als Nachfolger der Glückauf-Kampfbahn eröffnet, die sich allerdings noch auf der Gemarkung Heßler (heute im Stadtteil Schalke-Nord) befand, und war ein Jahr später ein Spielort der Fußball-Weltmeisterschaft 1974. Nach dem Abriss der Tribüne wurden dort zur FIFA WM 2006 ein Hotel sowie ein Reha-Zentrum gebaut.

Die 1965 erbaute und 1979 erweiterte Tribüne des GelsenTrabParks war bei ihrer Eröffnung die größte geschlossene Tribüne Europas. Die Tribüne ist 112 Meter lang und ist mit 9.600 Sitzplätzen ausgestattet.

Industriekulturelle Bauwerke und Baudenkmäler[Bearbeiten]

Gelsenkirchen gehörte vom Ende des 19. Jahrhunderts bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts zu den größten Städten mit einer überwiegend montanen Wirtschaft. Aus dieser Zeit sind viele Industrieanlagen der Montanwirtschaft erhalten geblieben. Einige der Anlagen wurden restauriert und zum großen Teil umfunktioniert.

Einige Paradebeispiele für die Umnutzung alter Zechenanlagen sind die Schachthalle der Zeche Nordstern, die heute nach umfassender Restaurierung unter anderem die Hauptverwaltung der THS GmbH beheimatet, die Maschinenhalle des Schachtes Oberschuir der ehemaligen Zeche Consolidation im Stadtteil Feldmark ist regelmäßig Ort für Ausstellungen aller Art, die restaurierte Bergbausiedlung Schüngelberg in Buer an der Halde Rungenberg oder das Consol-Theater, das im Lüftermaschinengebäude der Zeche Consolidation beheimatet ist.

  • Doppel-Malakoffanlage der Zeche Holland 1/2
  • Fördergerüst der Zeche Consolidation in Bismarck, letzter Doppelbock in Fachwerkbauweise Westfalens
  • Fördergerüst, Förderturm und Kaue der Zeche Nordstern im Nordsternpark
  • Förderturm mit Maschinenhalle der Zeche Hugo in Buer
  • ehemals preußische Zeche Bergmannsglück an der Bergmannsglückstraße nördlich von Buer
  • gepunkteter Gasdruckbehälter an der Üchtingstraße/Emscher; gestaltet von Rolf Glasmeier
  • ehemaliges Bahnwärterhaus an der Horster Straße mit der Aufschrift „Hugo Bahn“. Es steht seit 1880, ist ein Industrie-Baudenkmal und im besten Zustand.
  • Das Bahnbetriebswerk Bismarck von 1924 ist denkmalgeschützt. Es hat einen Rundlokschuppen mit Drehscheibe und liegt an der Grimbergstraße.

Weitere Bauten[Bearbeiten]

Auf einem ausgedehnten Industriegelände in Ückendorf wurde von 1861 bis 1930 in der Zeche Rheinelbe Kohle gefördert, anschließend war das Gussstahlwerk noch bis 1984 in Betrieb. 1989 begannen hier die Planungen für den Wissenschaftspark Rheinelbe, der 1995 anlässlich der IBA Emscher Park errichtet wurde. Er wurde mit dem Deutschen Architekturpreis ausgezeichnet. Die 300 m lange Halle mit ihrer schräg gestellten Glasfassade steht im rechten Winkel zu den angeschlossenen Bürotrakten. In der Glashalle befindet sich eine Arbeit des Lichtkünstlers Dan Flavin; sie bietet Platz für wechselnde Ausstellungen. Der Bau trägt eine der größten Dach-Photovoltaikanlagen. Ähnlich futuristisch wie der Wissenschaftspark präsentiert sich das Institut für Unterirdische Infrastruktur, das sich ebenfalls im Stadtteil Ückendorf befindet.

Die Wasserburg Haus Lüttinghof wurde 1308 auf Initiative der Kölner Erzbischöfe zum Schutze des Vests Recklinghausen errichtet. Der Name der Wasserburg ist auf die Familie Luttekenhove zurückzuführen, die sie als Lehen erhielt. Der kunstgeschichtliche Rang der Burg beruht auf ihrer mittelalterlichen Silhouette als Niederungsburg. Das von 1988 bis 1991 aufwändig restaurierte Haus Lüttinghof liegt in einem Naturschutzgebiet im Norden Gelsenkirchens, an der Lüttinghofallee 3.

Ein bedeutendes Renaissance-Schloss im nordwestdeutschen Raum ist das Schloss Horst. Bei Ausgrabungen 2005 am Schloss wurden Fundamente aus der Zeit um 1200 gefunden. Mindestens solange ist der Stadtteil Horst also besiedelt. Zwar wurde schon um 1282 ein erster Bau errichtet, aber der Schlossbau, der heute nach Restaurierung als Standesamt dient, wurde in der Frührenaissance von 1556 bis 1578 errichtet. Neben den restaurierten Teilen entstand auch eine große Glashalle, die den Innenhof des Schlosses überspannt.

Das Schloss Berge, früher auch Haus Berge genannt, steht im Stadtteil Buer auf der Südseite des Buerschen Berges. Erbaut wurde es als Wasserburg zum Schutze des heutigen Gelsenkirchener Stadtteils Erle, wurde aber in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts im späten Barockstil zum Schloss umgestaltet.

Die Hauptverwaltung der Gelsenwasser AG befindet sich an der Kurt-Schumacher-Straße Ecke Willy-Brandt-Allee. Der Neubau wurde 2004 bezogen und ist ein Glaskubus von 55 x 15 x 30 m³. Das umgebende 40 cm tiefe Wasserbecken verhindert einen eigenen Eingang. Der Neubau von den Architekten Anin & Partner ist nur durch drei Brücken vom Altbau aus zu erreichen.

Das WEKA-Karree in der Innenstadt wurde 1912 von den Düsseldorfer Architekten Walter Klose und Georg Schäfer als Kaufpalast des Warenhaus-Unternehmens Gebr. Alsberg AG erbaut. Heute beheimatet das WEKA-Karrée unter anderem eine Niederlassung des VRR, das Blutspendezentrum Gelsenkirchen sowie verschiedene Einzelhandelsgeschäfte.

Das Kraftwerk Scholven ist mit einer installierten Leistung von 2.300 Megawatt eines der leistungsstärksten Steinkohlekraftwerke Europas. Die 302 m hohen Schornsteine, welche zu den höchsten in Deutschland gehören, bilden zusammen mit den sieben Kühltürmen eine beeindruckende Industriekulisse. Von 1981 bis 2003 wurde in Gelsenkirchen-Hassel ein 160 Megawatt leistendes Heizkraftwerk, das Kraftwerk Westerholt, betrieben. Dessen Schornstein war mit 337 Metern Höhe der vierthöchste Kamin in Europa und der höchste Deutschlands. Nach der Stilllegung 2003 wurde das Kraftwerk rückgebaut, der Schornstein wurde am 3. Dezember 2006 gesprengt.

An der Gildenstraße wurde am 1. Februar 2007 eine neue Synagoge am Standort der alten eröffnet, die 1938 in der Reichspogromnacht niedergebrannt wurde. Die Baukosten von 5,2 Millionen Euro trugen zu je einem Drittel das Land Nordrhein-Westfalen, die Stadt Gelsenkirchen und die jüdische Gemeinde.

Das Amphitheater am Rhein-Herne-Kanal im Nordsternpark wurde 1997 anlässlich der Bundesgartenschau erbaut. Die Bühne des Amphitheaters liegt in einer eigens für das Amphitheater ausgehobenen Einbuchtung im Rhein-Herne-Kanal. Es dient seit Ende der Bundesgartenschau 1997 immer wieder für Open-Air-Veranstaltungen, wie Konzerte, Kinovorstellungen und dem jährlich stattfindenden Rock-Hard-Festival.

Die 1998 erbaute Markthalle im Stadtteil Buer beherbergt neben Marktständen auf 2000 Quadratmetern auch eine vielseitige Gastronomie. Die Markthalle wurde dem Stil alter Hallen und Passagen nachempfunden.

Weitere Bauwerke:

  • Amtshaus bzw. Rathaus Buer (erbaut 1911) → Buer.
  • Amtsgericht Gelsenkirchen-Buer (erbaut 1973), Goldbergstraße 89, ein 1+6-geschossiger Bau aus Stahl und Glas, davor eine Edelstahlskulptur von Tollmann
  • Amtsgericht Gelsenkirchen, Overwegstraße, Gelsenkirchen, typischer Behördenbau aus der Zeit um 1900, jedoch nach Kriegsschäden verändert
  • Die umgewidmete Bleckkirche (heute städtische Kulturstätte) in Bismarck war die älteste Kirche der Stadt.
  • ehemaliges Rittergut Haus Leythe in Gelsenkirchen-Erle
  • Hallenbäder in Horst, Buer, Schalke und Erle (Sport-Paradies)
  • Polizeiwache Buer (erbaut 1926)

Parks[Bearbeiten]

Gelsenkirchen hat neben kleineren Wäldern, wie dem Buerschen Stadtwald im Stadtteil Buer, auch einige Parks. Der in Gelsenkirchen Horst nördlich vom Rhein-Herne-Kanal gelegene Nordsternpark und seine Fortsetzung, der Landschaftspark Heßler, der südlich des Kanals im Stadtteil Heßler liegt, waren 1997 Ausstellungsgelände der Bundesgartenschau und sind nicht zuletzt wegen des großen Spielplatzes, des Deutschlandexpresses des Klettergartens und des Herkules von Gelsenkirchen ein beliebtes Wochenend-Ausflugsziel. Im südwestlich gelegenen Revierpark Nienhausen finden viele alljährliche Veranstaltungen wie das Sommerfest oder im Forum die Mineralienbörse statt. Ferner sind im Revierpark ein Minigolfplatz, ein Freibad, mehrere Spielplätze, das Aktivarium (Therme) sowie weitere Einrichtungen beheimatet.

Im Zentrum Gelsenkirchens liegt der etwa 22 ha große Stadtgarten, der 1897 unter dem Namen Kaiser-Wilhelm-Park angelegt wurde. In diesem sind unter anderem ein großer Enten- und Schwanenteich sowie weitläufige Wiesen zu finden. Der mit etwa 6 ha eher kleine Bulmker Park im Stadtteil Bulmke-Hüllen, der sich auch noch relativ nah am Stadtzentrum befindet, besticht durch seine Einfachheit. Dort ist nur ein See mit umherführendem Fußweg zu finden. In der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg galt er als der größte Schwarzmarkt des Ruhrgebietes.

Auf halbem Weg zwischen der Veltins-Arena und der Buerer Innenstadt befindet sich die Parkanlage Schloss Berge. Im Schlosspark, dessen zentraler Punkt ein großer See ist, findet jährlich ein großes Sommerfest statt, welches 2003 mehr als eine halbe Million Besucher hatte. Nördlich des Berger Sees befindet sich das Ehrenmal Gelsenkirchen-Buer.

Ferner sind der Landschaftspark Hoheward, der Von-Wedelstaedt-Park und der Skulpturenwald Rheinelbe zu nennen. Insgesamt ist etwa ein Drittel der Fläche von Gelsenkirchen (das sind etwa 35 km²) Grünfläche.

Sport[Bearbeiten]

Der bekannteste Sportverein aus Gelsenkirchen ist der FC Schalke 04 (voller Name seit 1928: FC Gelsenkirchen-Schalke 04), dessen Spielstätte die Veltins-Arena (ehemalige Arena AufSchalke) ist, die auch durch viele Konzerte, Musicals, Opern und andere Events bekannt ist.

Eishockey wird in der Emscher-Lippe-Halle im Sport-Paradies Gelsenkirchen gespielt. Erfolgreichster Verein war der ESV Schalker Haie, welcher Mitte der 1980er Jahre zweitklassig spielte. Der momentane Nachfolgeverein, der EHC Gelsenkirchen, widmet sich ausschließlich dem Nachwuchs und spielt mit seinen Nachwuchsmannschaften in den unteren Ligen des LEV-NRW.

In Gelsenkirchen gibt es auch mehrere Basketballvereine, wie die Citybasket Gelsenkirchen, der SC Hassel, die CSG Bulmke und die Basketballabteilung des FC Schalke 04. Der FC Schalke 04 spielte in der Saison 1988/89 sogar in der Basketball-Bundesliga. Außerdem sind in Gelsenkirchen drei Badmintonvereine beheimatet.

Der Boxverein BC Erle 49 war von 1979 bis 1991 in der 1. Boxbundesliga vertreten und brachte zudem seit 1954 über 40 Deutsche Meister im Einzel hervor.[18]

In Gelsenkirchen gibt es in jedem Stadtteil mindestens eine städtische Sportanlage mit einem Asche- oder Rasenfußballplatz und einer Laufbahn. Zu jedem dieser Sportplätze gehört meistens auch ein Fußballverein. Der nach dem FC Schalke 04 bekannteste war der 2007 aufgelöste STV Horst-Emscher, erwähnenswert sind außerdem der SC Hassel 1919, der SSV Buer, der SuS Beckhausen 05, SpVgg Erle 1919, der RWW Bismarck 1925 e. V. und der ETuS Gelsenkirchen 34. Insgesamt hat Gelsenkirchen etwa 70 Fußballvereine mit ungefähr 10.000 Mitgliedern.

Ferner hat Gelsenkirchen eine Trabrennbahn im Stadtteil Feldmark in direkter Nähe des Revierpark Nienhausen (GelsenTrabPark). Hier finden häufig Sonntags ab 13.30 Uhr oder Donnerstags ab 18.30 Uhr Trabrennen statt (in Ausnahmefällen Freitags). In Gelsenkirchen gab es eine Galopprennbahn im Stadtteil Horst, die aber schon vor einigen Jahren geschlossen wurde. Inmitten der ehemaligen Galopprennbahn befindet sich eine 9-Loch-Golfanlage. Außerdem existiert eine Windhundrennbahn an der Wiedehopfstr. im Stadtteil Resser Mark, unweit der Stadtgrenze zu Herne. Des Weiteren gibt es Freibäder in Heßler (Jahnstadion), das Sport-Paradies in Erle, in welchem man im Winter nur dessen drei Hallenschwimmbecken nutzen kann, und im Revierpark Nienhausen (Feldmark). Neben diesen Freibädern gibt es Hallenbäder im Zentrum (Zentralbad), in Horst, in Erle (Sport-Paradies; beinhaltet auch Kegelbahnen und Schießstände) sowie in Buer.

Der Verein TTC Horst Emscher war Ende der 1980er Jahre mit einer Damenmannschaft in der 2. Tischtennis-Bundesliga vertreten.[19]

Gelsenkirchen besitzt zudem noch einen American-Football-Verein. Die Gelsenkirchen Devils wurden 1992 gegründet und spielen zurzeit in der Oberliga NRW.

Ferner hat Gelsenkirchen 25 ansässige Schützenvereine. Der älteste, der Schützenverein Buer, wurde 1769 und der jüngste, die Bürgerschützengilde Sutum, wurde 2001 gegründet. Während 15 dieser 25 Vereine heute noch die alte Tradition der Schützen aufrechterhalten, widmen sich die anderen zehn Vereine ausschließlich dem Schießsport. Bekanntester Schützenverein ist der Luftgewehr-Bundesligist BSV Buer-Bülse 1926 e. V.

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten]

In Gelsenkirchen gibt es, vor allem im Frühling und Sommer, viele Veranstaltungen. 2003 lockte das Sommerfest Schloss Berge durch sein Musikprogramm und nicht zuletzt durch das jährliche Feuerwerk mehr als 500.000 Besucher an. Auch das Sommerfest im Revierpark Nienhausen (Stadtteil Feldmark) hat jedes Jahr zehntausende Besucher, und bietet ein abwechslungsreiches Liveprogramm, Spielmöglichkeiten für Kinder sowie ebenfalls ein Feuerwerk. Ferner sind das Schlossparkfest am Schloss Horst, das Buersche Cityfest und Buer Live zu nennen.

Neben den Festen gibt es viele sportliche Veranstaltungen, wie den Karstadt-Ruhrmarathon, dessen Come-together-Point (der Punkt, an dem die zwei Marathonstrecken zusammenkamen) 2005 in Gelsenkirchen lag. Auch die Ruhr-Olympiade, eine weitere regionale Sportveranstaltung im Ruhrgebiet, erfreut sich jedes Jahr großer Beliebtheit bei Teilnehmern und Zuschauern. Weitere Sportveranstaltungen sind der Emscher-Nachttriathlon im Nordsternpark, die Buersche Radnacht sowie der Biathlon in der Veltins-Arena, für den jährlich mehrere Dutzend Tonnen Schnee unter anderem vom Alpincenter Bottrop herangefahren werden.

Überregional bekannt sind die Jazztage Gelsenkirchen. Als weitere musikalische Veranstaltungen sind die Buersche Musiknacht, die mehrmals im Jahr stattfindet, und die Gespaña, ein jährlich stattfindendes spanisches Kulturfest, zu nennen. Im Jahr 2003 veranstaltete das Metal-Magazin Rock Hard anlässlich seines 20. Jubiläums an Pfingsten ein Rockfestival im Amphitheater mit hochkarätigen Headlinern wie Blind Guardian. Aufgrund des großen Erfolges wurde das Rock-Hard-Festival im nächsten Jahr wiederholt und ist seitdem zu einem überregionalen Ereignis in Sachen Hard Rock und Metal geworden.

Seit 2008 findet mit nationaler bis internationaler Ausrichtung im Wissenschaftspark Gelsenkirchen jährlich an zwei Tagen die bild.sprachen - Plattform für Fotografie und Fotografieprojekte statt.[20] Der inhaltliche Schwerpunkt liegt bei Fotografie an der Schnittstelle zwischen Gebrauchsfotografie (Design), Dokumentarfotografie und Kunst. Die Plattform bietet Fotografen die Möglichkeit, ihre Projekte, ihre Ideen, ihre Dienstleistung, ihren Stil und ihre Bildsprache Vertretern von Institutionen und Unternehmen aber auch von Medien und aus der Kommunikationsbranche vorzustellen.

Nachtleben[Bearbeiten]

Die bestbesuchte Diskothek der Stadt ist die Alte Hütte im Stadtteil Resse, die im Januar 2013 ihr 30-jähriges Bestehen feierte. Die Diskothek Apfelbaum an der Willy-Brandt-Allee schloss im Juli 2008 und wurde im Oktober unter dem Namen Mad-House wieder eröffnet, ist aber seit Sommer 2011 wieder geschlossen. Die Kaue, die sich in Teilen der Gebäude der ehemaligen Zeche Wilhelmine Victoria in Gelsenkirchen Heßler befindet, ist regelmäßig Gastgeber für Kabarett, Konzerte und andere Veranstaltungen. Des Weiteren gibt es den in einem nachempfundenen Barock-Ambiente gestalteten V DanceClub im Alten Schlachthof, sowie die ebenfalls bekannten, im Stadtteil Buer gelegenen Kneipen Kronski, (mittlerweile geschlossen und in Mezzomar umbenannt), Zutz und Fliegenpils, die gelegentlich DJs für Diskoabende engagieren, sowie das Lokal ohne Namen, das in Gelsenkirchen auch Fuck (aufgrund eines nie entfernten Graffitos an der Häuserfront) genannt wird. Auch Cocktailbars, wie Trujillo, Two Faces oder Mangos sind in Buer etabliert. 2007 feierten 25.000 Tanzwillige die größte Ü-30-Party Deutschlands in der Veltins-Arena.

Filmschauplatz Gelsenkirchen[Bearbeiten]

In Gelsenkirchen wurden mehrere Filme gedreht:

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Hauptartikel: Liste von Persönlichkeiten der Stadt Gelsenkirchen

Sonstiges[Bearbeiten]

  • Naturschutzgebiet Mechtenberg
  • Bergbaubehörde
  • Stadtteilarchiv Rotthausen e. V., Mozartstraße 9, 45884 Gelsenkirchen
  • Tierheim in Erle; 2005 gab es in Gelsenkirchen 11.000 Hunde.
  • Von Georg Kreisler gibt es ein Lied „Das gibt es nur bei uns in Gelsenkirchen“, das ebenfalls zur Bekanntheit der Stadt beigetragen hat.

Siehe auch[Bearbeiten]

Gelsenkirchener Barock

Literatur[Bearbeiten]

  • Westfälisches Städtebuch. Bd III 2. Teilband aus Deutsches Städtebuch. Handbuch städtischer Geschichte. Im Auftrage der Arbeitsgemeinschaft der historischen Kommissionen und mit Unterstützung des Deutschen Städtetages, des Deutschen Städtebundes und des Deutschen Gemeindetages, hrsg. von Erich Keyser. Kohlhammer, Stuttgart 1954.
  • Grundriss zur deutschen Verwaltungsgeschichte 1815–1945. Hrsg. von Walther Hubatsch. Bd 8. Westfalen. Johann-Gottfried-Herder-Inst., Marburg an der Lahn 1980, ISBN 3-87969-123-1.
  • Jürgen Boebers-Süeßmann: 125 Jahre StadtGEschichten(n) Gelsenkirchen. Buchhandlung Minerva, Gelsenkirchen 2001, ISBN 3-921052-82-3.
  • Chronik Buer. Die Stadtgeschichte in 20 Folgen. (WAZ)
  • Heinz-Jürgen Priamus (Hrsg.): GELSENKIRCHEN wie es früher war. Wartberg, Gudensberg-Gleichen 1994, 1996, ISBN 3-86134-185-9.
  • Rolf Cadenbach – Unsere Stadt Gelsenkirchen – Arbeitsbuch für den Sachunterricht der Grundschule- Aschendorff, Münster 1991, ISBN 3-402-02765-8.
  • Literatur von Gelsenkirchen im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek.

Weblinks[Bearbeiten]

 Wikinews: Gelsenkirchen – in den Nachrichten
 Commons: Gelsenkirchen – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien
 Commons: Kategorie Gelsenkirchen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wiktionary: Gelsenkirchen – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
 Wikivoyage: Gelsenkirchen – Reiseführer

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bevölkerungszahlen auf Basis des Zensus vom 9. Mai 2011. Landesbetrieb Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW), abgerufen am 3. September 2014. (Hilfe dazu)
  2. Gelsenkirchen gehört eine Insel in Bochum, Westdeutsche Allgemeine Zeitung vom 27. Januar 2013
  3. Findbuch Bestand Amt Horst, Institut für Stadtgeschichte (PDF; 440 kB)
  4. Topographisches Informationsmanagement, Bezirksregierung Köln, Abteilung GEObasis NRW (Hinweise)
  5. Bevölkerungskarte Gelsenkirchen mit Grenzen von Stadtbezirken, Stadtteilen und statistischen Bezirken („Mittelblock“) nebst Einwohnerzahlen der Letzteren (PDF; 5 MB)
  6. Ralf-Peter Fuchs: Hexenverfolgung an Ruhr und Lippe. Die Nutzung der Justiz durch Herren und Untertanen. Westfälisches Institut für Regionalgeschichte. Landschaftsverband Westfalen-Lippe. Münster. Forum Regionalgeschichte 8. Hrsg. Von Bernd Walter. Ardey Verlag Münster 2004, S. S. 40ff. Marlies Mrotzek: Anna Spiekermann (um 1670 – 1706) – das letzte Opfer der Hexenverfolgung im Vest Recklinghausen, in: Stadt Gelsenkirchen (Hrsg.): Von Hexen, Engeln und anderen Kämpferinnen, Gelsenkirchen 2001, S. 75-79.
  7. H.Allekotte: Zwei Hexenprozesse in Horst. Horster Heimatbuch, hrsg. Im Auftrage des Heimatbundes v. OstD. Gelsenkirchen in Alter und Neuer Zeit. Bd. VIII, 51-57. Detmer, Ursel: Hexenprozesse in Horst. Stadt Gelsenkirchen (Hrsg.): Keine Geschichte ohne Frauen, Gelsenkirchen 1992.
  8. Institut für Stadtgeschichte Gelsenkirchen
  9. Heimatabend – Die Gelsenkirchener Zeitreise
  10. 2. Gelsenkirchener Integrationskonferenz 31. August 2006, abgerufen am 2. Oktober 2012
  11.  Stephanie Reekers: Die Gebietsentwicklung der Kreise und Gemeinden Westfalens 1817–1967. Aschendorff, Münster Westfalen 1977, ISBN 3-402-05875-8, S. 235f.
  12. Schulden-Ranking der 103 kreisfreien Städte in Deutschland. Haushaltssteuerung.de. Abgerufen am 19. September 2014.
  13. Arbeitsplätze. BP Gelsenkirchen, abgerufen am 23. Februar 2013.
  14. Herstellerwebseite Bridon
  15. a b FLABEG – HISTORIE
  16. Homepage der Westfälischen Hochschule Gelsenkirchen Bocholt Recklinghausen
  17. DFB zeichnet Gesamtschule Berger Feld als Eliteschule des Fußballs aus
  18. Vom Kumpelklub zum Integrationscenter, RevierSport vom 28. Juni 2009
  19. Zeitschrift DTS, 1988/8, S. 33.
  20. bild.sprachen, Fotografieprojekt
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Dieser Artikel wurde am 8. Februar 2006 in dieser Version in die Liste der exzellenten Artikel aufgenommen.