Eduard Hlawitschka

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Eduard Hlawitschka (* 8. November 1928 in Dubkowitz im Böhmischen Mittelgebirge, Tschechoslowakei) ist ein deutscher Historiker, dessen Forschungsschwerpunkte im Früh- und Hochmittelalter liegen.

Hlawitschka studierte an der Universität Freiburg und an der Universität Saarbrücken. Er promovierte 1956 bei Gerd Tellenbach an der Universität Freiburg, im Anschluss wurde er wissenschaftlicher Assistent an der Universität Saarbrücken, wo er sich 1966 bei Ludwig Buisson und Eugen Meyer habilitierte. 1969 wurde er an die Universität Düsseldorf berufen. Von 1975 lehrte er bis zu seiner Emeritierung als Professor für mittelalterliche Geschichte an der Universität München, wo er ab 1985 die Abteilung mittelalterliche Geschichte der Münchener Historischen Studien betreute. Seit 1979 ist er ordentliches Mitglied der Sudetendeutschen Akademie der Wissenschaften und Künste, von 1990 bis 1994 war er deren Präsident. 1987 erhielt er den Sudetendeutschen Kulturpreis für Wissenschaft.

Schriften[Bearbeiten]

Monografien

  • Konradiner-Genealogie, unstatthafte Verwandtenehen und spätottonisch-frühsalische Thronbesetzungspraxis. Ein Rückblick auf 25 Jahre Forschungsdisput (= Monumenta Germaniae Historica. Studien und Texte. Bd. 32). Hahn, Hannover 2003, ISBN 3-7752-5732-2.
  • Die Anfänge des Hauses Habsburg-Lothringen. Genealogische Untersuchungen zur Geschichte Lothringens und des Reiches im 9., 10. und 11. Jahrhundert (= Veröffentlichungen der Kommission für Saarländische Landesgeschichte und Volksforschung. Bd. 4, ISSN 0454-2533). Minerva-Verlag, Saarbrücken 1969.
  • Franken, Alemannen, Bayern und Burgunder in Oberitalien (774–962). Zum Verständnis der fränkischen Königsherrschaft in Italien (= Forschungen zur oberrheinischen Landesgeschichte. Bd. 8, ISSN 0532-2197). Alber, Freiburg (Breisgau) 1960.

Herausgeberschaften

  • Königswahl und Thronfolge in ottonisch-frühdeutscher Zeit (= Wege der Forschung. Bd. 178). Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1971, ISBN 3-534-04166-6.

Literatur[Bearbeiten]

  • Karl Rudolf Schnith, Roland Pauler (Hrsg.): Festschrift für Eduard Hlawitschka zum 65. Geburtstag (= Münchener Historische Studien. Abteilung Mittelalterliche Geschichte. Bd. 5). Lassleben, Kallmünz 1993, ISBN 3-7847-4205-X.
  • Wolfgang Weber: Biographisches Lexikon zur Geschichtswissenschaft in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Die Lehrstuhlinhaber für Geschichte von den Anfängen des Faches bis 1970 2., durchgesehene und durch ein Vorwort ergänzte Auflage. Lang, Frankfurt am Main u. a. 1987, ISBN 3-8204-1051-1.

Weblinks[Bearbeiten]