Edwin M. Yamauchi

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Edwin M. Yamauchi (* 1937 in Hilo, Hawaii) ist Professor für Alte Geschichte, Biblische Archäologie und frühe Kirchengeschichte an der Miami University in Ohio.

Leben[Bearbeiten]

Edwin Yamauchi ist Amerikaner japanischer Abstammung. Als er vier Jahre alt war, starb sein Vater. Von seiner Mutter wurde er als nomineller Buddhist erzogen. Er besuchte das mit der Episkopalkirche verbundene Iolani College. Mit fünfzehn Jahren bekehrte er sich zum evangelikalen Christentum. Er begann Sprachstudien an der Universität von Hawaii und wechselte dann zum Shelton College, an dem er ein Studium der biblischen Sprachen 1960 mit einem B.A. abschloss. Es folgten Studien unter Cyrus Gordon an der Brandeis University, wo er unter anderem Hebräisch, Aramäisch, Akkadisch, Ugaritisch, Arabisch, Syrisch und Koptisch studierte und über mandäische gnostische Schriften promovierte. Insgesamt hat sich Yamauchi in 22 verschiedene Sprachen vertieft. Er lehrte einige Zeit am Shelton College, wurde dann Assistenz Professor an der Rutgers University und 1969 zum Professor an der Miami University berufen. In den 1970ern war er ein prominenter Kritiker von Morton Smith's interpretation des Geheimen Markusevangeliums. Yamauchi ist Präsident der Evangelical Theological Society, einer Berufsvereinigung von evangelikalen Theologen.

Yamauchi wurde einer weiteren Öffentlichkeit bekannt durch seine prominente Erwähnung in Lee Strobels Bestseller „Der Fall Jesus“. Er hat einige apologetische Artikel verfasst, insbesondere über Ostern und die Auferstehung Jesu und ist zu diesem Thema auch in Fernsehdokumentationen aufgetreten. Yamauchi ist verheiratet und hat zwei Kinder. Er lebt in Oxford, Ohio und gehört zu den Gründungsmitgliedern der zur Evangelical Free Church of America gehörenden Oxford Bible Fellowship Church in Oxford, Ohio, die insbesondere in der Studentenarbeit tätig ist, und wo er bis heute einer der Kirchenältesten ist.

Werke[Bearbeiten]

Yamauchi hat selbst 17 Bücher geschrieben und an weiteren 33 als Co-Autor oder Editor mitgewirkt. Er hat 172 Artikel in Enzyklopädien verfasst, sowie zahlreiche Artikel in akademischen Zeitschriften. Ein großer Teil seiner Arbeit befasst sich mit historischen Fragen über die Beziehungen zwischen alten Kulturen des nahen Ostens und den biblischen Texten. Des Weiteren verfasste er verschiedene Monographe über archäologische Entdeckungen die mit der Bibel in Bezug stehen. Weitere Themen seiner Forschung sind soziale und kulturelle Aspekte der Geschichte des frühen Christentums, der Gnostizismus der Antike, die Bedeutung der Schriftrollen vom Toten Meer für neutestamentliche Studien, der Wert von Flavius Josephus als Quelle und die Rolle der Magi im alten Persien und im Matthäusevangelium.

Bücher (Auswahl)[Bearbeiten]

  • Africa and the Bible (Grand Rapids: Baker, 2004). ISBN 0-8010-2686-5
  • Persia and the Bible (Grand Rapids: Baker, 1990). ISBN 0-8010-9899-8
  • Pre-Christian Gnosticism:A Survey of the Proposed Evidences (Grand Rapids: William B. Eerdmans, 1973) ISBN 0-8028-3429-9 (Revised edition, Grand Rapids: Baker, 1983) ISBN 0-8010-9919-6
  • Foes From The Northern Frontier (Grand Rapids: Baker, 1982). ISBN 0-8010-9918-8
  • Harper's World of the New Testament (San Francisco: Harper & Row, 1981). ISBN 0-06-069708-3
  • The Stones and The Scriptures (Philadelphia: J. B. Lippincott, 1972) ISBN 0-87981-002-5
  • The Archaeology of New Testament Cities in Western Asia Minor (Grand Rapids: Baker, 1980). ISBN 0-8010-9915-3
  • Gnostic Ethics and Mandaean Origins (Cambridge, MA: Harvard University Press, 1970).
  • Greece and Babylon (Grand Rapids: Baker, 1967).
  • Mandaic Incantation Texts (New Haven: American Oriental Society, 1967).

Weblinks[Bearbeiten]