Kirchengeschichte

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel befasst sich mit der Kirchengeschichte als theologischer und historischer Disziplin, zur Literaturgattung siehe Kirchengeschichte (Literatur).
Icon tools.svg Dieser Artikel wurde aufgrund von akuten inhaltlichen oder formalen Mängeln auf der Qualitätssicherungsseite des Portals Christentum eingetragen.

Bitte hilf mit, die Mängel dieses Artikels zu beseitigen, und beteilige dich bitte an der Diskussion. Artikel, die nicht spürbar verbessert werden, können gelöscht werden.

Die Kirchengeschichte ist eine Teildisziplin der Theologie und der Geschichtswissenschaft. Sie befasst sich sowohl mit der Dogmengeschichte bzw. der Geschichte der christlichen Theologie, als auch mit der soziologischen und (kirchen-)politischen Entwicklung der Kirchen. Das schließt auch rechts-, wirtschafts-, siedlungs- und sozialgeschichtliche Aspekte ein, soweit sie mit der Entwicklung der Kirchen in Verbindung stehen.

Die Arbeitsweisen der Kirchenhistoriker entsprechen der allgemeinen Geschichtswissenschaft und sind methodisch deckungsgleich, auch die Epochen werden gleich gesetzt. Die konfessionelle Zugehörigkeit des Forschers spielt heute nur noch eine untergeordnete Rolle. Es gibt zahlreiche ökumenische kirchenhistorische Projekte. Dennoch ist die Kirchengeschichte institutionell an den Theologischen Fakultäten bzw. Instituten einer Universität angesiedelt. Kontroverstheologische Themenfelder innerhalb der Papstgeschichte, Konzilsgeschichte oder Geschichte der Reformation sind weithin in die Dogmatik ausgewandert, je nach Prägung der Fakultät bestehen auch komplementäre Forschungsbereiche in beiden Fachbereichen. Dennoch wird schon allein in der Fokussierung auf bestimmte Epochen und geographische Schwerpunkte eine konfessionelle Perspektive in der kirchenhistorischen Arbeit nicht zu vermeiden sein.

Überblick[Bearbeiten]

Das Christentum entstand im 1. Jahrhundert aus dem Glauben einer Minderheit im palästinischen Judentum an die Gottessohnschaft Jesu von Nazaret. Urchristen wie Paulus von Tarsus und der Evangelist Johannes entfalteten diesen Glauben auch mit Begriffen aus der griechischen Philosophie. Seitdem verbreitete sich die neue Religion trotz Verfolgungen im gesamten Römischen Reich. Nach dem Ende der staatlichen Verfolgungen 313 wurde sie 380 zu dessen Staatsreligion, später zur heute größten Weltreligion. Mit der Bildung von Kirchen mit einer Beamtenhierarchie (Klerus) gingen dogmatische Streitfragen einher, die mitunter zu Kirchenspaltungen und Neubildung von Konfessionen führten.

Nach 300 Jahren waren etwa 10 bis 15 Prozent der Bevölkerung des römischen Reiches Christen geworden. Die theologischen Zentren dieser Ausbreitung lagen in Kleinasien, Syrien und Nordafrika. Nachdem es im Römischen Reich in der Zeit Konstantins erst akzeptiert und dann unter Theodosius I. sogar zur Staatsreligion wurde, breitete es sich innerhalb der griechisch-römischen Kultur so stark aus, dass es außerhalb des Römischen Reichs mit diesem identifiziert wurde. In der ausgehenden Spätantike umfasste seine Ausdehnung die des Römischen Reichs und einiger angrenzender Gebiete wie Armenien oder Äthiopien; auch im Sassanidenreich breitete es sich, in Gestalt der nestorianischen Glaubensrichtung, langsam aus.

Die weitgehende Christianisierung des Römischen Reichs führte jedoch nicht zu einer christlichen Einheitskultur. Neben der Reichskirche mit einem lateinischen Schwerpunkt in Rom und einem griechischen in Konstantinopel gab es, insbesondere im Vorderen Orient und Ägypten, verschiedene monophysitische Kirchen und die Assyrische Kirche des Ostens, die alle in der lokalen Sprache und Kultur fest verankert waren und blieben.

Vom 6. bis 10. Jahrhundert erlebte das Christentum seine bisher schwersten Rückschläge in seiner Geschichte. Das Römische Reich zerbrach unter dem germanischen Ansturm (siehe Völkerwanderung und Spätantike). Die ursprünglichen christlichen Kernlande, der Vordere Orient und Nordafrika, wurden vom Islam überrannt (siehe auch: Islamische Expansion), ebenso Sizilien und Hispanien. Einer Expansion der Westkirche, insbesondere im Frankenreich, folgte ein absoluter Tiefpunkt des römischen Papsttums im 9. und 10. Jahrhundert. Die östlichen Ableger der Assyrischen Kirche, die bis in das Kaiserreich China gelangt waren, gingen fast alle im Mongolensturm unter.

Diesem Niedergang folgte ein erstaunlicher Aufschwung. Im Westen gingen von Wandermönchen und Klöstern Erneuerungsbewegungen aus, die nach und nach das ganze westliche Europa christianisierten und unter der römischen Kirche einigten und Spanien und Sizilien zurückgewannen. Von Konstantinopel aus wurden der Balkan und das europäische Russland christianisiert und es entwickelten sich neue Patriarchate. Die Assyrische Kirche breitete sich wieder als Minderheitsreligion entlang der Seidenstraße bis zur chinesischen Küste aus.

Im Spätmittelalter folgten weitere Rückschläge: Konstantinopel wurde von den Türken überrannt, die bis vor Wien gelangten. In Asien verschwanden die christlichen Niederlassungen bis auf wenige Reste in Indien. Im Westen war das Papsttum im Wesentlichen durch ein großen Schisma wieder auf einem organisatorischen und moralischen Tiefpunkt und wurde gerade im Kernland Italien teilweise vom Humanismus verdrängt.

Im 16. Jahrhundert kam es zu den protestantischen Reformationen und parallel dazu zu einer tiefgehenden Reform der katholischen Kirche. Gleichzeitig breitete sich das Christentum in Lateinamerika aus. Dieser katholischen Verbreitung folgte im 17. und 18. Jahrhundert eine ähnliche weltweite Verbreitung des Protestantismus durch die Holländer und Engländer in Nordamerika. Die russisch-orthodoxe Kirche expandierte nach Nordasien, insbesondere Sibirien und Japan.

Die Kirchengeschichte wird oft in vier grosse Zeitabschnitte eingeteilt:

  • Alte Kirche. Von den Osterreignissen bis ungefähr zum Untergang des weströmischen Reichs. Hierzu gehört auch der Bereich Patristik.
  • Mittelalter. Vom Zerfall des römischen Reichs bis zur Reformationszeit.
  • Reformation. Von der Zeit Luthers und der Gegenreformation bis zum 30-jährigen Krieg und ungefähr zum Beginn der Aufklärung.
  • Neuzeit. Von der Aufklärung bis heute. Ein eigenes Thema bildet die Zeit des Kirchenkampfes.

Die Geschichte der Ostkirchen wird ganz anders gegliedert.

Alte Kirche[Bearbeiten]

Urchristentum[Bearbeiten]

Hauptartikel: Urchristentum

Die Kirchengeschichte beginnt ungefähr mitte des ersten Jahrhunderts mit der Entstehung einer Kirche oder Gemeinde von Anhängern des Jesus von Nazaret. Als Urchristentum oder apostolisches Zeitalter bezeichnet man die ersten Jahrzehnte des Christentums vom ersten Pfingsten bis zur Abfassung der letzten später in das Neue Testament aufgenommenen Schriften (um 130). Einige Kirchen wurden in dieser Zeit noch von Aposteln und ihren direkten Schülern geleitet, zum Beispiel die Gemeinde in Jerusalem von Jakobus dem Gerechten, die Gemeinde in Ephesus vom Apostel Johannes und die Gemeinde in Alexandria von Johannes Markus. Zeugnisse wie etwa die Erscheinungen des Auferstandenen in Galiläa (Mk 14,28; Mk 16,7) führen dazu, dass Theologen wie Norbert Brox über sehr frühe christliche Gemeinden spekulieren, die es möglicherweise schon vor der Kreuzigung außerhalb Jerusalems gegeben habe, das "Urchristentum" also nicht als eine urchristliche Gemeinde in Jerusalem gedacht werden dürfe, von der allein aus die spätere Entwicklung eingesetzt habe.[1] Unter dieser Annahme wäre der Begriff des Urchristentums nicht erst vom ersten Pfingstfest an berechtigt, sondern wäre bereits seit den ersten Jüngerberufungen in Galiläa berechtigt.

Das Christentum breitete sich vor allem durch die griechischsprachigen „Hellenisten“ schnell nach Samaria und Antiochia aus, wo die Anhänger der neuen Religion zuerst Christen genannt wurden (Apg 11,26), dann nach Zypern, Kleinasien, Nordafrika, Griechenland und Rom. Die einzelnen Kirchen waren durch Briefe und reisende Missionare miteinander verbunden.

Im 1. Jahrhundert fand die graduelle Abspaltung des Christentums vom Judentum statt, mit einem scharfen Schnitt nach der Eroberung Jerusalems im Jahr 70, und parallel dazu kam es zu den Auseinandersetzungen zwischen Judenchristen und Heidenchristen, bei denen es im Wesentlichen darum ging, wie weit nichtjüdische Christen ans jüdische Gesetz gebunden sind. Diese Auseinandersetzungen fanden eine erste Lösung im Apostelkonzil.

Ebenso entstanden in dieser Zeit die Briefe, Evangelien und übrigen Schriften des neuen Testaments und kamen nach und nach in den liturgischen Gebrauch parallel zu den von Anfang an verwendeten Schriften des Alten Testaments.

Apostolische Väter[Bearbeiten]

Hauptartikel: Apostolische Väter

Apostolische Väter heißen die frühen Kirchenväter, die noch direkten Kontakt zu Aposteln hatten oder von diesen stark beeinflusst wurden.

Die Quellen bezüglich dieser Zeit sind ziemlich begrenzt. Relativ wenige Texte und Biografien sind erhalten.

In dieser Zeit entwickelt die Kirche sich zur Bischofskirche, wobei die Bischöfe damals Vorsteher einer örtlichen Gemeinde waren. Die Schriften des Neuen Testaments zirkulierten in verschiedenen Sammlungen in den Gemeinden.

Das Christentum wurde nach und nach vom römischen Staat als eigenständige nichtjüdische Gruppe wahrgenommen. Es kam zu Christenverfolgungen unter Domitian (81–96) und Trajan (98–117).

Christenverfolgungen[Bearbeiten]

Zu den ersten Christenverfolgungen und Märtyrern kam es bei innerjüdischen Auseinandersetzungen mit Tempelpriestern und Pharisäern (Stephanus, Jakobus der Ältere, Jakobus der Gerechte), dann auch im römischen Reich (Simon Petrus, Paulus von Tarsus) unter Nero.

In die Zeit der apostolischen Väter fiel die Christenverfolgung unter Trajan (98–117), der zum Beispiel Ignatius von Antiochia zum Opfer fiel.

Aus der Zeit von Trajan ist dessen Korrespondenz mit Plinius dem Jüngeren erhalten, aus der hervorgeht, dass der römische Staat zwar nicht von sich aus systematisch nach Christen fahndete, jedoch Leute, die als Christen angezeigt wurden, vor die Wahl stellte, dem Kaiser Opfer zu bringen, das heißt dem Christentum abzuschwören, oder hingerichtet zu werden. Anonyme Anzeigen wurden allerdings nicht berücksichtigt. Daraus resultierte für die Christen eine permanente Rechtsunsicherheit, die sie vom Wohlwollen nichtchristlicher Nachbarn abhängig machte. Das römische Reich wusste nicht so recht, wie es mit den Christen umgehen sollte; es entwickelte keine logische Verfahrensweise: nicht das Christsein, nur das Christbleiben wurde bestraft.

Während der folgenden Jahrzehnte kam es weitverbreitet zu lokalen Christenverfolgungen, teilweise durch die Behörden, teilweise direkt durch die Bevölkerung. Bei solchen lokalen Christenverfolgungen kamen Polykarp von Smyrna 155 in Kleinasien und Justin der Märtyrer in Rom als Märtyrer ums Leben. Unter Mark Aurel kam es in der Folge einiger Naturkatastrophen 177 in Lyon und Viennes zu massiven Verfolgungen.

Nach dem Tod von Mark Aurel 180 lebten die Christen in relativem Frieden bis zu den Christenverfolgungen unter Decius (249-253) und Valerian (253–260). Diese fanden, im Gegensatz zu früher, im ganzen Reich statt und zielten darauf, das Christentum auszurotten. Verbreitet war die Anwendung von Folter, um Christen zum Abfall zu bewegen. Insbesondere Bischöfe und Priester wurden getötet, Eigentum von Christen wurde konfisziert, christliche Schriften wurden zerstört.

Die massivsten Christenverfolgungen fanden anfangs des vierten Jahrhunderts unter Diokletian statt. Besonders im Osten des Reichs, in Kleinasien, Syrien und Palästina, verliefen sie sehr blutig.

Apologeten[Bearbeiten]

Als Reaktion auf die Verfolgungen und auf sarkastische Schriften heidnischer Schriftsteller (Celsus) traten im 2. Jahrhundert Apologeten auf, die in ihren Schriften den christlichen Glauben verteidigten. Zu den bedeutendsten gehörten in der Mitte des 2. Jahrhunderts Justin der Märtyrer, Tatian und Athenagoras und anfangs des 3. Jahrhunderts Origenes und Tertullian.

Theologische Auseinandersetzungen im 2. Jahrhundert[Bearbeiten]

Die bedeutendste Auseinandersetzung des jungen Christentums im zweiten Jahrhundert war die mit dem Gnostizismus, einer um die Zeitenwende entstandenen und im römischen Reich weit verbreiteten synkretistischen Geistesbewegung, die in sich eine reiche Palette philosophischer und kultischer Überlieferungen vereinte und auch christliche Überlieferungen in sich aufnahm, so dass auch eine christliche Variante der Gnosis entstand, von der einige Schriften überliefert sind, zum Beispiel das Thomasevangelium. Gegenüber der von der Gnosis vertretenen Geheimlehre, die nur Eingeweihten zugänglich ist, vertraten Kirchenväter die Apostolische Nachfolge, in der die gleiche Lehre gepredigt wurde, die auch die Apostel gepredigt hatten.

Um die Mitte des zweiten Jahrhunderts gründete Marcion seine eigene Kirche, die ebenfalls teilweise gnostische Ideen beinhaltete und eine radikale Distanzierung von der jüdischen Tradition vertrat. Marcion erkannte nur wenige der neutestamentlichen Schriften an, in erster Linie die Paulusbriefe.

Ebenfalls um die Mitte des zweiten Jahrhunderts trat in Phrygien Montanus auf, der Gründer des Montanismus, einer ekstatischen Endzeit-Bewegung mit charismatischen Zügen, strenger Kirchenzucht, Askese und Eheverbot.

In der Reaktion auf Marcions Reduktion der neutestamentlichen Schriften und die neu legendenhaften oder gnostisch beeinflussten Schriften, entstanden verschiedene Listen von Schriften, die in den miteinander in Kommunion stehenden christlichen Gemeinden offizielle liturgische Verwendung fanden. Aus diesen Listen entwickelt sich im Verlauf der nächsten zweihundert Jahre nach und nach der neutestamentliche Kanon.

Eine weitere Reaktion der apostolischen Tradition gegen die verschiedenartigen Interpretationen des Neuen Testaments war die Entstehung von „Symbolen“ (Taufbekenntnissen), in denen der christliche Glaube in Kurzform zusammengefasst wurde. Eines der frühesten erhaltenen Bekenntnisse ist das Altrömisches Glaubensbekenntnis.

Kirchenväter[Bearbeiten]

Hauptartikel: Kirchenvater

Vom letzten Viertel des zweiten Jahrhunderts an traten die ersten bedeutenden Kirchenväter auf: Irenäus von Lyon, in Gallien, Tertullian in Afrika. In Alexandria entstand unter Pantaenus und Clemens von Alexandria die erste christliche theologische Schule, die durch Origenes für ihre allegorische Bibelauslegung berühmt wurde.

Cyprian verteidigte die allgemeine, inklusive Kirche gegen Novatian, der eine rigorose Exkommunikation von Sündern und Abgefallenen vertrat.

Eusebius von Cäsarea schildert in zehn Bänden die Geschichte der christlichen Kirche von ihrem Entstehen bis gegen 324.

Theologische Fragen im 3. Jahrhundert[Bearbeiten]

Nach den Verfolgungen von Decius sah sich die Kirche mit der Frage konfrontiert, wie sie mit den Christen umgehen sollte, die unter dem Druck der Verfolgung abgefallen waren – und allgemeiner mit Christen, die nach der Taufe schwer gesündigt hatten. Diese Frage der Ekklesiologie sollte insbesondere den Westen während der nächsten 150 Jahre beschäftigen. Eine Fraktion unter Novatian gehörte zu den ersten Gruppen, die um der Reinheit der Kirche willen eine rigorose Exkommunikationspraxis forderten, eine Haltung, die auch von den Donatisten vertreten wurde. Im Gegensatz dazu vertraten im 3. Jahrhundert Cyprian und im späten 4. Jahrhundert Augustinus von Hippo eine Kirche, die sich, wie ihr Gründer Jesus Christus, den Sündern zuwenden solle.

Die zweite Frage, die im 3. Jahrhundert von verschiedener Seite diskutiert wurde, betraf die Christologie, insbesondere das Verhältnis Jesu Christi zu Gott dem Vater. Sabellius war der prominenteste Vertreter des modalistischen Monarchianismus, der die Sicht vertrat, dass sich der eine Gott nacheinander als Schöpfer, Jesus Christus und Heiliger Geist offenbarte. Im Gegensatz dazu vertraten etwa Paul von Samosata und nach ihm Lukian von Antiochia, der seinerseits der Lehrer von Arius und Eusebius von Nikomedia war, den dynamischen Monarchianismus, der Jesus Christus ganz als Menschen sah, der bei seiner Taufe von Gott adoptiert worden war. Beide Lehren wurden von Bischofssynoden verurteilt. Die christologischen Streitigkeiten gingen jedoch bis ins 6. Jahrhundert weiter.

In der Bibelauslegung entwickelten sich zwei unterschiedliche Schulen, die Antiochenische Schule, die sich unter Berücksichtigung von Feinheiten des Wortschatzes und der Grammatik auf die Erforschung des tatsächlichen Schriftsinns konzentrierte, und die Alexandrinische Schule, die in der Nachfolge von Origenes den Schwerpunkt in der allegorischen Bibelauslegung hatte. Der Gegensatz zwischen Antiochia und Alexandria sollte sich später auch in der Politik und in der Dogmatik weiter auswirken.

In der Liturgie sind etwa bei Hippolytus Formulierungen überliefert, die bis heute in der orthodoxen, katholischen, anglikanischen und lutherischen Liturgie in Gebrauch sind, zum Beispiel der Anfang der Eucharistie:

„Der Herr sei mit euch
und mit deinem Geist!
Erhebet eure Herzen!
Wir erheben sie zum Herren.
Lasset uns Dank sagen dem Herren, unserm Gott.
Das ist würdig und recht.“

Reichskirche im römischen Reich[Bearbeiten]

Ausbreitung des Christentums: 325 orange, 600 gelb

Die schlimmste Christenverfolgung unter Diokletian (303-311) endete damit, dass Kaiser Galerius 311 das Toleranzedikt von Nikomedia herausgab, das die Christenverfolgungen im römischen Reich beendete. Zwei Jahre später erweiterten Kaiser Konstantin I. und Licinius, Kaiser des Ostens, dieses Edikt im Toleranzedikt von Mailand, das allen im römischen Reich freie Religionsausübung zusicherte.

Nach der konstantinischen Wende nahm die Zahl der Christen, die vor der diokletianischen Verfolgung etwa zehn Prozent der römischen Einwohner umfasst hatten (im Osten wohl mehr, im Westen eher weniger), stark zu – allerdings gab es in dieser Zeit auch Bekehrungen aus politischen Gründen, insbesondere in der Umgebung des Kaiserhofs, wo Christen von Konstantin und seinen Nachfolgern stark bevorzugt wurden – im vierten Jahrhundert allerdings meistens Christen der arianischen Richtungen. Der Versuch Kaiser Julians (regierte von 361 bis 363), die konstantinische Wende wieder rückgängig zu machen, erwies sich als Fehlschlag.

In den Medien (Time Magazine, Der Spiegel) wird irrtümlich immer wieder behauptet, dass Konstantin das Christentum zur Staatsreligion erhoben habe. Richtig ist, dass das Verhältnis zwischen Kaiser und Kirche sehr unterschiedlich war: Kaiser Theodosius I. erklärte durch verschiedene Gesetze in den Jahren 380 beziehungsweise 390/391 das Christentum faktisch zur Staatsreligion, wurde aber auch von Ambrosius von Mailand unter Drohung der Exkommunikation zu einer mehrmonatigen öffentlichen Buße für das Massaker von Thessaloniki gezwungen (siehe dazu die Religionspolitik Theodosius I.).

Sein Sohn Arcadius andererseits verbannte Johannes Chrysostomos, den Patriarchen von Konstantinopel, als dieser seiner Frau Eudokia Vorhaltungen machte. Der arianisch gesinnte Constantius II. bedrohte die Bischöfe auf dem Konzil von Mailand (355) mit dem Schwert, um einen Konzilsentscheid zu erreichen. Justinian I. vertrat die Einheit und eine enge Zusammenarbeit zwischen der Kirche (die sich mit göttlichen Dingen befasste) und dem Reich (das über die Moral gebot). Er wird von der orthodoxen Kirche als Heiliger verehrt. Die von ihm komponierten Hymnen werden noch heute in der orthodoxen Liturgie verwendet.

Struktur der Kirche[Bearbeiten]

Während es in den Jahren der Verfolgung im Wesentlichen lokale Kirchen mit mehr oder weniger gleichberechtigten lokalen Bischöfen gab, die miteinander in Kommunion standen (oder bei starken Unterschieden in der Lehre diese Kommunion abbrachen) entwickelt sich jetzt eine Hierarchie von Bischöfen. Schon früh hatten die Bischöfe von bedeutenderen Kirchen eine gewisse Autorität gegenüber ihren Kollegen, aber im 4. Jahrhundert hatten dann die Bischöfe von Provinzhauptstädten, im ersten Konzil von Nicäa als Metropoliten bezeichnet, eine klare Führungsrolle, wobei die Bischöfe von Alexandria, Antiochia, und Rom besonders erwähnt werden. De facto war jedoch im 4. Jahrhundert die Persönlichkeit eines Metropoliten oft entscheidender als der Rang der Stadt – Bischöfe wie Ossius von Córdoba, Eusebius von Nikomedia, Basilius von Caesarea. Hilarius von Poitiers, Ambrosius von Mailand oder Augustinus von Hippo spielten in der Kirche des 4. Jahrhunderts theologisch und kirchenpolitisch eine bedeutendere Rolle als die meisten ihrer Kollegen in Antiochia, Rom und Alexandria.

Während schon im 2. und 3. Jahrhundert in lokalen Synoden über Lehrfragen entschieden worden war, gab es im 4. Jahrhundert erstmals ökumenische Konzilien – das erste Konzil von Nicäa 325 und das erste Konzil von Konstantinopel 381 – denen nach damaliger Sicht die höchste Autorität in Fragen der Lehre und Kirchenorganisation zukam, wobei eine solche Autorität von der unterlegenen Seite längst nicht immer anerkannt wurde.

Mönchtum[Bearbeiten]

Als Reaktion auf die zunehmende Verweltlichung des Christentums gab es im vierten Jahrhundert einen starken Zuwachs beim Mönchtum, das sich auf die asketischen Traditionen des Frühchristentums berief. Auch beim Mönchtum ist zu sehen wie das christliche Leben im Westen und Osten sich unterscheidet. Im Osten strebten die Mönche ein eremitisches Leben in der Wüste an. Im Westen hingegen wurde durch Benedikt von Nursia ein Zusammenleben mit anderen Mönchen entwickelt, das asketische Extreme vermied. Die Grundlage eines solchen Zusammenlebens war die Gehorsamkeit des Einzelnen gegenüber dem Abt. Die Mönche verzichteten auf Eigentum und achteten auf die Ausgewogenheit zwischen Arbeit und Gebet. Wissenschaft war in Benediktklöstern als Arbeit wichtig und so konnte das antike Gedankengut durch die Schulen und Schreibstuben in den Klöstern über mehrere Jahrhunderte hinweg überliefert werden. Ein Schwerpunkt war Ägypten, wo Antonius der Große und Pachomios zu Beginn des 4. Jahrhunderts die ersten Einsiedlergemeinschaften oder Klöster gründeten; andere bildeten sich in Kleinasien, stark gefördert durch Basilius von Caesarea. Im Westen verbreitete sich das Mönchtum noch im 4. Jahrhundert durch Johannes Cassianus und Martin von Tours in Gallien, ab dem 5. Jahrhundert durch Patrick von Irland in Irland und Schottland, im 6. Jahrhundert durch Benedikt von Nursia im Gebiet des römischen Reichs.

Christologie und Trinität[Bearbeiten]

Die Frage der Trinität (Dreigestalt) Gottes gewann in der Frühphase des Christentums an Bedeutung. Eine sich auf den Presbyter Arius beziehende Gruppe von Christen Arianer vertrat die Ansicht, dass Gottvater, Sohn und Heiliger Geist nicht wesensgleich (gr. ὁμοούσιος), sondern Sohn und Geist dem Vater nur wesensähnlich (gr. ὁμοιύσιος) sind. Aus Sicht der Arianer war lediglich der Vater Gott. Geist und Sohn sind zwar von Anbeginn existent, aber von Gott geschaffen und damit lediglich Abbilder Gottes.

Diese Frage nach der Gestalt Gottes berührte auch die Eigenschaft des Christentums als Monotheismus und war damit von zentraler Bedeutung für das frühe Christentum.

Nicht-chalcedonische Kirchen[Bearbeiten]

Die Assyrische Kirche des Ostens hat sich beim nestorianischen Streit bei der Konzil von Ephese in 431 von den übrigen Kirchen getrennt, ohne jedoch tatsächlich den Nestorianismus zu vertreten.

Die Nestorianer waren die vorherrschende christliche Kirche im persischen Reich und unter den Abbassiden. Es waren nestorianische Christen, die an den Höfen der Kalifen die alten griechischen Philosophen ins Arabische übersetzten, die dann Jahrhunderte später von den Arabern ins europäische Mittelalter kamen. Die Nestorianer waren missionarisch sehr aktiv: es gab viele nestorianische Gemeinden und Bischöfe entlang der Seidenstraße und 635 kamen sie bis nach China, wo sie Klöster gründeten und einen Metropoliten einsetzten. Bis zum Jahr Tausend waren diese Gemeinden jedoch dem Islam und Buddhismus gewichen. Einzig in Südindien und Ceylon blieben nestorianische Gemeinden bestehen.

Die miaphysitischen Kirchen, u.a. die Koptische Kirche und die Armenische Apostolische Kirche, haben in 451 die Entscheidungen des ökumenischen Konzils von Chalcedon nicht anerkannt und sich zu diesem Zeitpunkt von der Kirchengemeinschaft mit den anderen Kirchen getrennt. Die Gründe dafür waren teils theologisch und teils politisch begründet.

Die Patriarchate von Alexandria (einschließlich Äthiopien) und Jerusalem waren weitgehend miaphysitisch und sagten sich von der Reichskirche los, wenn es auch überall parallel dazu Minderheiten gab, die bei der Reichskirche blieben.

Die Armenische Kirche bestand auch unter der Herrschaft der Sassaniden und Araber weiter und trug wesentlich zur armenischen Identität bei und hatte ihre eigene Literatur und Architektur, zahlreiche Klöster und Schulen und eine eigene Kunstrichtung. Sie verbreitete sich im Wesentlichen durch armenische Kolonien und Händler.

Mittelalter[Bearbeiten]

Byzantinische Reichskirche[Bearbeiten]

Hesychasmus[Bearbeiten]

Siehe Hauptartikel: Hesychasmus

Christianisierung Europas: braun bis 600, grün bis 800, rot bis 1100, gelb bis 1300

Christianisierung Europas[Bearbeiten]

Katholische Mission[Bearbeiten]

Die lateinischsprachigen Länder Westeuropas gehörten zum christianisierten römischen Reich. Auch nach dem Zusammenbruch des Westreichs blieb die Bevölkerung mehrheitlich beim katholisch-orthodoxen Glauben, auch dort, wo sie während der Völkerwanderung zeitweise von arianischen germanischen Stämmen beherrscht wurden.

Irland wurde seit dem 5. Jahrhundert von Patrick von Irland christianisiert. Dort bildete sich eine eigenständige Irische Kirche und ein ganz unabhängiges keltisches Christentum heraus, das nicht durch Bischöfe sondern durch Klöster geleitet wurde. In diesen Abteien gestaltete sich das Leben nach anderen Regeln und es entwickelte sich eine hohe Kultur der Buchkunst mit reich verzierten Bibeln und anderen Büchern. Da Irland abseits der Ströme der Völkerwanderung lag, blieb hier ein großer Teil des Wissens der Antike erhalten und wurde auch durch Klöster bewahrt.

Dabei hatten es die irischen Mönche, da es an einer zentralstaatlichen Einheit fehlte, immer wieder mit lokalen Herrschern zu tun, die kirchenfeindlich eingestellt waren und ebenso wie die Wikinger Klöster ausraubten. Dies hielt im Wesentlichen bis ins Hochmittelalter an. Erst im 12. Jahrhundert wurde die Irische Kirche auf Beschluss der Synode von Cashel nach römischem Vorbild umgestaltet, wobei Rom unter anderem wegen der anglo-normannischen Besetzung schnell wieder an Einfluss verlor.

Mönche der irischen Kirche zogen sich immer wieder in Eremitagen und auf einsame Inseln zurück oder verließen die Insel und waren missionarisch aktiv. Das Wandermönchtum hatte hier eine wichtige Bedeutung. Im 6. Jahrhundert wurde nicht nur die Missionierung Schottlands und Nordenglands begonnen (Columban von Iona) sondern irische Mönche reisten auch nach Gallien, Süddeutschland und der Schweiz (Columban von Luxeuil), wo sie Klöster gründeten. Im Frankenreich wurde 499 mit der Taufe Chlodwigs auch die bis dahin heidnische fränkische Oberschicht katholisch. In der Folge von Columbans Missionsreisen auf dem Festland, war die iroschottische Mission so erfolgreich, dass dort im 7. Jahrhundert rund 300 Klöster gegründet wurden. Zuvor war fast ausschließlich die Stadtbevölkerung christlich geworden, doch jetzt gelang auch eine wirksame Christianisierung in ländlichen Gebieten.

Im 7. Jahrhundert wurde England gleichzeitig von Iro-schottischen und römisch-katholischen Missionaren missioniert, was wegen des unterschiedlichen Kirchenverständnisses zu Konflikten führte. Auf der Synode von Whitby wurde 664 zugunsten des römischen Ritus entschieden. Auch von England aus reisten zahlreiche Missionare auf den Kontinent, die sich insbesondere den mit den Angelsachsen verwandten germanischen Völkern widmeten. Die herausragende Figur dabei war Bonifatius, der insbesondere in Franken und Hessen zahlreiche Klöster gründete, aber auch in Thüringen und Friesland predigte.

Bonifatius betrachtete das keltische Christentum als ungenügend und verlangte ihre Unterwerfung unter Rom. Keltische Geistliche, die nicht dem Papst unterstellt waren, bezeichnete er als falsche Propheten, Götzendiener und Ehebrecher (da sie als Geistliche verheiratet waren). Die auf dem gallischen Konzil von Autun als verbindlich verabschiedete Ordensregel Benedikts wurde von ihm verbreitet und sollte die iroschottische Regel Columbans verdrängen. Insbesondere in Bayern traf er dabei auf energischen Widerstand der iroschottisch geprägten Christen.

Die Sachsen wurden im 8. und 9. Jahrhundert durch Karl den Großen teilweise gewaltsam zum Christentum gebracht, das dennoch dort schnell Fuß fasste, wie das in der ersten Hälfte des 9. Jahrhunderts entstandene Lied Heliand ebenso zeigt wie die Ottonen, die im 10. Jahrhundert eine starke Stütze des westeuropäischen Christentums wurden.

Der Nordosten Deutschlands kam erst im 10. Jahrhundert zum Christentum.

Orthodoxe Mission[Bearbeiten]

Die Christianisierung Osteuropas geschah im Wesentlichen von Konstantinopel aus. Vom siebten bis neunten Jahrhundert wurden die Serben missioniert.

Im neunten Jahrhundert übersetzten die aus Saloniki stammenden Brüder Kyrill und Method von Saloniki Teile des Neuen Testaments und der Liturgie ins Slawische und schrieben sie in der von Kyrill entwickelten glagolitischen Schrift nieder. Sie missionierten im Auftrag von Photius I. in Böhmen und Mähren, wo sie in Streitigkeiten zwischen der Westkirche und der Ostkirche verwickelt wurden. Mähren bekannte sich zum Christentum, wurde aber nach dem Einfall der Ungarn wieder mehrheitlich heidnisch.

Die Übersetzungen von Kyrill und Method spielten eine wesentliche Rolle bei der Verbreitung des Christentums in Bulgarien und nach 950 auch in Russland. 864 wurde Boris, der Khagan der Bulgaren getauft, was bald zu einer Massenbekehrung führte. Bulgarien war das erste Land, das offiziell eine slawische Liturgie einführte. Und dem Boris' Sohn Simeon wurde das Land vollständig christianisiert. 917 erklärte sich die Bulgarische Kirche als autokephal unabhängig und wurde ein eigenes Patriarchat. Die Kirche war in der Lehre orthodox, in der Verwaltung aber unabhängig – die erste von mehreren slawischen Kirchen, die nach diesem Muster selbständig wurden.

Photius I. sandte im neunten Jahrhundert auch die ersten Missionare nach Russland. In der Mitte des zehnten Jahrhunderts gab es in der Hauptstadt Kiew eine christliche Kirche und die Großfürstin Olga von Kiew ließ sich taufen. Erst unter ihrem Enkel Wladimir I. (960 - 1015) kam es zu einer Massenbekehrung von Kiew und der Umgebung. 991 wurde die Bevölkerung von Nowgorod getauft. Beim Tod Wladimirs 1015 gab es drei Bistümer in Russland. Im zwölften Jahrhundert breitete sich das Christentum entlang der oberen Wolga aus. Die Mission geschah in erster Linie durch Mönche und es wurden zahlreiche Klöster gegründet.

Die Böhmen wurden in erster Linie von Deutschland her missioniert. Im 10. Jahrhundert war Wenzel von Böhmen ein christlicher Herrscher, der von seinem heidnischen Bruder Boleslav I. ermordet wurde. Dessen Sohn, Boleslav II. förderte allerdings wieder aktiv das Christentum, gründete Klöster und baute Kirchen, und vervollständigte die nominelle Christianisierung von Böhmen.

Um einer möglichen Zwangsbekehrung der Länder Polens durch das Hl. Römische Reich Deutscher Nation zu entgehen, entschloss sich der Polanenfürst Mieszko I. im Jahr 966 durch seine Heirat mit Dubrawka, einer Tochter des Přemysliden Boleslav I., das Christentum von den Böhmen (Tschechen) anzunehmen.

Die Christianisierung Ungarns erfolgte im späten 10. und frühen 11. Jahrhundert und wurde hauptsächlich durch das Königshaus erreicht, insbesondere durch Stephan I.

Das europäische Christentum seit 1054
  • Katholische Kirche
  • Orthodoxe Kirche

Die Völker des Baltikums, die Prußen, Wenden, Letten und andere baltischen Stämme, sowie die Esten wurden erst im 10. bis 13. Jahrhundert im Zuge der deutschen Ostsiedlung zwangschristianisiert, wobei das Großfürstentum Litauen nicht erobert werden konnte und sich erst Ende des 14. Jahrhunderts zum Christentum bekehrte.

Morgenländisches Schisma[Bearbeiten]

Hauptartikel: Morgenländisches Schisma

Bis zur Mitte des 9. Jahrhunderts waren die östliche und die westliche Kirche trotz aller dieser Unterschiede in voller Kommunion miteinander. Zu einem ersten ernsten Konflikt kam es 862. Papst Nikolaus I. berief ein Konzil 862 in Rom ein, das Patriarch Photios von Konstantinopel absetzte und vermittelte diesen Entscheid im Ton eines absoluten Herrschers nach Konstantinopel, wo er von Patriarch und Kaiser ignoriert wurde. Photios engagierte sich sehr in der Slawenmission – er sandte Kyrill und seinen Bruder Methodius, die beiden Slawenapostel, nach Mähren. Zum Konflikt zwischen ihm und Rom kam es, als Papst Nikolaus I. in Mähren fränkische Missionare unterstützte, die das Glaubensbekenntnis mit dem in Spanien eingeführten Filioque lehrten – bisher war Rom in der Filioque-Frage neutral oder sogar dagegen gewesen. Photios, ein brillanter Theologe, konterte mit einer scharfen Enzyklika und berief ein Konzil in Konstantinopel ein, wo Nikolaus exkommuniziert wurde.

Es hatte weitere Zäsuren zwischen Ost- und Westkirche gegeben, u.A.:

Zum Bruch kam es, als die Normannen über einen Zeitraum von mehreren Jahrzehnten im 11. Jahrhundert das bisher byzantinische und großteils griechischsprachige Süditalien eroberten. Papst Leo IX. versprach dem byzantinischen Gouverneur der Provinz Hilfe, unter der Bedingung, dass die bisher östlichen Kirchen dieses Gebiets den westlichen Ritus übernehmen sollten. Der Gouverneur war einverstanden, der Klerus in keiner Weise. Der herrisch auftretende Kardinal Humbert von Silva Candida, führender Theoretiker einer absoluten Papstherrschaft, wurde als Gesandter nach Konstantinopel geschickt. Er versuchte jedoch gar nicht den Konflikt beizulegen: er bestritt den Titel des ökumenischen Patriarchen, bezweifelte die Gültigkeit seiner Weihe, beschimpfte einen Mönch der die östlichen Bräuche verteidigte, usw. Am Ende legte Humbert am 16. Juli 1054 eine Bulle mit der Exkommunikation von Kerullarios und weiteren orthodoxen Klerikern auf den Altar der Hagia Sophia. In dieser Bulle wird die orthodoxe Kirche als „Quelle aller Häresien“ bezeichnet. Nach der schnellen Abreise Humberts wurden dieser und seine Begleiter seinerseits von Kerullarios und einem Konzil exkommuniziert (Humbert und Begleiter, nicht der Papst). Die übrigen östlichen Patriarchen stellten sich klar auf die Seite von Konstantinopel und wiesen die Ansprüche Roms ebenfalls zurück.

Abteireform von Cluny[Bearbeiten]

Hauptartikel: Abtei Cluny

Vom Kloster Cluny ging die Reformbewegung aus.

Papst, Kaiser und Könige[Bearbeiten]

Hauptartikel: Investiturstreit

Papst Gregor VII., ein überzeugter Anhänger der Reformbewegung, setzte seinen Machtanspruch gegenüber König Heinrich IV. durch.

Kreuzzüge[Bearbeiten]

Hauptartikel: Kreuzzug

Die Kreuzzüge waren religiös motivierte Kriege zwischen 1095/99 und dem 13. Jahrhundert angefangen von Christen im Westen. Im engeren Sinne werden unter den Kreuzzügen nur die in dieser Zeit geführten Orientkreuzzüge verstanden, die sich gegen die muslimischen Staaten im Nahen Osten richteten. Nach dem Ersten Kreuzzug wurde der Begriff „Kreuzzug“ auch auf andere militärische Aktionen ausgeweitet, deren Ziel nicht das Heilige Land war.


Zeitalter der Reformation[Bearbeiten]

Hauptartikel: Reformation und Protestantismus

Im Mittelalter rebellierten zahlreiche Neuerer gegen eine moralisch verkommene Kirche. Sie wollten die fehlgelaufene Geschichte korrigieren (lateinisch corrigere), die Kirche der Frühzeit wiederherstellen (restituere), eine verkrustete Lehre erneuern (renovare) und die kirchlichen Ämter umgestalten (reformare).[2]

Lutherische Reformation[Bearbeiten]

Martin Luther (1483-1546) war der theologische Urheber der Reformation. Als zu den Augustiner-Eremiten gehörender Theologieprofessor entdeckte er Gottes Gnadenzusage im Neuen Testament wieder und orientierte sich fortan ausschließlich an Jesus Christus als dem „fleischgewordenen Wort Gottes“. Nach diesem Maßstab wollte er Fehlentwicklungen der Christentumsgeschichte und in der Kirche seiner Zeit überwinden.

Seine Betonung des gnädigen Gottes, seine Predigten und Schriften und seine Bibelübersetzung, die Lutherbibel, veränderten die von der römisch-katholischen Kirche dominierte Gesellschaft in der frühen Neuzeit nachhaltig. Entgegen Luthers Absicht kam es zu einer Kirchenspaltung, zur Bildung evangelisch-lutherischer Kirchen und weiterer Konfessionen des Protestantismus.

Siehe auch: Philipp Melanchthon und Magdeburger Centurien

Reformiert-Calvinistische Reformation[Bearbeiten]

Huldrych Zwingli (1484-1531) war der erste Züricher Reformator. Während Luther nur Missstände in der Kirche, die seinem Verständnis der Bibel widersprachen (z.B. den Ablasshandel), entfernen wollte, akzeptierte Zwingli in der Kirche nur das, was ausdrücklich in der Bibel stand. In dem Marburger Religionsgespräch (1529) zwischen Luther und Zwingli wurden die biblischen Grundlagen der Abendmahlslehre diskutiert. Trotz kleinerer Annäherungen gelang es aber nicht, die schon zuvor unversöhnlichen Positionen aufeinander zu zu bewegen.

Die Theologie von Zwingli wurde in der zweiten Generation von Heinrich Bullinger (1504-1575) fortgesetzt. Mit dem Consensus Tigurinus zwischen Bullinger und Johannes Calvin (1509-1564), der Reformator der in Strasburg und Genf arbeitete, entstanden die reformierte Kirche.

Das Calvinismus hat neben den reformierten Kirchen auch auf nahezu alle anderen Kirchen im angloamerikanischen Raum mehr oder weniger stark eingewirkt. Die Bekenntnisgrundlage der Anglikanischen Kirche, die 39 Artikel, ist hauptsächlich von Calvin beeinflusst. Ähnliches gilt für die Baptisten und Methodisten.

Anglikanische Reformation[Bearbeiten]

Hauptartikel: Anglikanische Gemeinschaft

Die anglikanischen Landeskirchen sehen sich als Teile der einen, heiligen, katholischen und apostolischen Kirche, die sich der Tradition und Theologie der englischen (und zum Teil schottischen) Reformation verpflichtet haben. Jedoch versteht die anglikanische Kirche ihre „Reformation“ nicht als einen Bruch mit der vorreformatorischen Kirche, sondern als notwendige Reform der katholischen Kirche der britischen Inseln. Damit ist die anglikanische Kirche sowohl katholische Kirche als auch reformatorische Kirche, die allerdings seit der Reformation eine bewusst eigenständige christlich-anglikanische Tradition und Theologie entwickelt hat.

In der anglikanischen Lehre gibt es ein weites Spektrum zwischen der High Church (Anglo-Katholizismus), die in Liturgie und Lehre den anderen katholischen Kirchen nahesteht, und der Low Church, die dem Protestantismus, insbesondere dem Calvinismus, nahesteht.

Radikale Reformation und Täufer[Bearbeiten]

Hauptartikel: Radikale Reformation und Täufer

Thomas Müntzer verband die Reform der Kirche mit der Forderung nach einer revolutionären Umwälzung der politischen und sozialen Verhältnisse. Hier lagen auch die theologischen Wurzeln des Deutschen Bauernkriegs, die von Martin Luther abgelehnt wurden. Dabei kam es auch in Thüringen zur Gründung des Ewigen Rates, der die politischen und sozialen Forderungen der Bauern durchsetzen sollte.

Verbreitung der Täuferbewegung (1525-1550)

Eine bedeutende Strömung innerhalb der Reformation bildeten die Täufer. Ihr Ruf wurde bald durch das radikale Täuferreich von Münster, das 1535 endete, überschattet. Die von ihnen ausschließlich praktizierte Gläubigentaufe, die von ihren Gegnern irreführend als Wiedertaufe bezeichnet wurde, war Folge ihrer Ekklesiologie. „Kirche“ war für sie die Gemeinde der Gläubigen, in der die sozialen Schranken gefallen waren. Sie praktizierten das allgemeine Priestertum und wählten ihre Ältesten sowie Diakone auf „demokratische“ Weise. Sie traten für die Trennung von Kirche und Staat ein und forderten generelle Religionsfreiheit (also nicht nur für sich). Viele von ihnen verweigerten den Kriegsdienst und den Eid. Zu ihnen gehören unter anderem die heute noch bestehenden Glaubensgemeinschaften der Hutterer und der Mennoniten.

Eine weitere Gruppe der Reformation bildeten die von ihren Gegnern als „Schwärmer“ bezeichnete Bewegung. Sie waren mit der Täuferbewegung verwandt und gingen zum Teil aus ihr hervor. Sie vertraten einen stark verinnerlichten Glauben. Ihr Ziel war es nicht in erster Linie, eine sichtbare und verfasste Kirche zu bilden. Zu ihren bedeutenden Vertretern gehörten Sebastian Franck und Kaspar Schwenckfeld.

Die genannten Gruppen wurden von den katholischen, lutherischen und reformierten Obrigkeiten mit großer Härte verfolgt – ohne Ansehen ihrer unterschiedlichen Zielsetzungen und Lehren. Tausende von friedlichen Täufern wurden wegen ihrer Überzeugungen gefangen gesetzt, gefoltert und bei lebendigem Leib verbrannt oder ertränkt.


Katholische Gegenreformation[Bearbeiten]

Hauptartikel: Gegenreformation

Als Gegenreformation bezeichnet man allgemein[3] die Reaktion der römisch-katholischen Kirche auf die protestantischen Reformation die sich im Bereich der katholischen Theologie und der Kirche abspielte.

Der Begriff Gegenreformation bezeichnet außerdem einen Prozess der römisch-katholischen Kirche, die im Zuge des Konzils von Trient seit etwa 1545 versuchte, den sich sowohl politisch als auch institutionell etablierenden Protestantismus zurückzudrängen.

Hexenverfolgung[Bearbeiten]

Hauptartikel: Hexenverfolgung

Im ausgehenden Mittelalter und besonders in der frühen Neuzeit wurden immer wieder Frauen und auch Männer als Hexen bzw. Hexer angeklagt. In den Hexenprozessen hatten die Angeklagten in der Regel keine reale Chance, ihre Unschuld zu beweisen. Die Urteile beruhten meist auf Denunziation und Geständnissen, die unter Folter zustande kamen. Die Verurteilten wurden in der Regel auf dem Scheiterhaufen verbrannt. Sie wurden wurden zudem oft gezwungen, ihrerseits angebliche Mittäter zu denunzieren. Hexenverfolgungen wurden sowohl von kirchlichen Stellen als auch von staatlichen Amtsträgern betrieben. Auch wenn sie religiös begründet wurden, sind sie nicht einfach auf die Kirchen zurückzuführen. Oft wirkte auch die ortsansässige Bevölkerung mit.

In der älteren Forschungsdiskussion vermutete Opferzahlen von mehreren Millionen Menschen sind heute aufgrund der besseren Quellenlage deutlich reduziert worden; man rechnet mit einigen zehntausend hingerichteten Hexen und Hexern. Dabei gibt es eindeutige regionale Schwerpunkte. Vor allem im Alpenraum und in Mitteleuropa kam es zu Verfolgungswellen. In Süddeutschland zum Beispiel taten sich im späteren 16. Jahrhundert einige Bischöfe hervor. Dagegen gab es beispielsweise in Spanien – trotz der dort sehr mächtigen Inquisition – so gut wie keine Hinrichtungen.

Neuzeit[Bearbeiten]

Hauptentwicklung[Bearbeiten]

In der Neuzeit entwickeln sich alle Kirchen im Wesentlichen separat weiter.

Siehe:

Einzelne Nebenentwicklungen[Bearbeiten]

Christentum weltweit[Bearbeiten]

Im 16. Jahrhundert breitete sich das Christentum durch die Mönchsorden, die den spanischen und portugiesischen Entdeckern folgten, in Lateinamerika und entlang den Küsten von Afrika und Asien weiter aus als je zuvor. Dieser katholischen Verbreitung folgte im 17. und 18. Jahrhundert eine ähnliche weltweite Verbreitung des Protestantismus durch die Holländer und Engländer und durch Auswanderer, die protestantischen Minderheitskonfessionen angehörten. Die russisch-orthodoxe Kirche expandierte nach Nordasien, insbesondere Sibirien und Japan.

Im 19. Jahrhundert verbreitete sich der Protestantismus in ganz Nordamerika, war die dominierende Religion in Australien, expandierte in Lateinamerika und hatte Missionen in fast jedem afrikanischen und asiatischen Land.

Im 20. Jahrhundert verlegte sich der Schwerpunkt des Christentums erneut. Kernlande der protestantischen Kirchen waren jetzt die Vereinigten Staaten. Um 1965 waren die Christen hälftig auf westliche und nichtwestliche Länder verteilt, und in den folgenden Jahrzehnten wurden die Christen der Dritten Welt zur Mehrheit. Besonderen Aufschwung hatten dort neue, lokale Kirchen der charismatischen Richtung - nicht die traditionellen Kirchen.

Aufklärung[Bearbeiten]

Die Aufklärung hat das Christentum im 17. und frühen 18. Jahrhundert politisch erheblich geschwächt. Der bedeutendste Wandel bestand in der teilweisen Distanzierung von Kirche und Staat. Seither ist es in vielen Staaten möglich, die Ansichten der jeweiligen Kirche offen abzulehnen oder aus der Kirche auszutreten. Die mit der Aufklärung zunehmende Religionskritik und ihre Resultate lassen sich jedoch nicht auf den Prozess der Säkularisierung beschränken. Komplementär zur Säkularisierung entstanden ab dem 17. Jahrhundert auch religiöse Bewegungen, welche die Dogmen der Amtskirchen kritisch hinterfragten und stattdessen eigene Glaubensformen ausbildeten (bspw. den Pietismus). Dabei rückte die individuelle Verbindung des Gläubigen zu Gott immer mehr in den Mittelpunkt.[4]

Osmanisches Reich[Bearbeiten]

Die orientalischen Christen waren im osmanischen Reich in das Millet-System eingebunden und genossen gegen Zahlung einer Sondersteuer eine gewisse Autonomie, bei der die christlichen Kirchen als Ethnie am Hofe vertreten waren. Die orthodoxen Kirchen galten als ein gemeinsames Patriarchat, das von den Griechen dominiert wurde, was zum Unabhängigkeitsstreben der slawischen Völker unter osmanischer Herrschaft beitrug. Das Millet-System hat in wenig veränderter Form in einigen Nachfolgestaaten des Osmanischen Reiches (die Türkei nicht dabei) überlebt.

Zeit des Nationalsozialismus[Bearbeiten]

Evangelische Kirche[Bearbeiten]
Hauptartikel: Kirchenkampf

1939 wurde unter Zustimmung von drei Vierteln der deutschen Evangelischen Landeskirchen das Eisenacher „Institut zur Erforschung und Beseitigung des jüdischen Einflusses auf das deutsch kirchliche Leben“ gegründet. Siehe auch Deutsche Christen. Die Leitung hatte Walter Grundmann.

Eine der Hauptaufgaben dieses Institutes war die Zusammenstellung eines neuen „Volkstestamentes“ im Sinne des im „Mythos des 20. Jahrhunderts“ von Alfred Rosenberg geforderten „Fünften Evangeliums“, das den Mythos des „arischen Jesus“, verkünden sollte. Diese neuartige „Bibel“ hatte nicht den von drei Vierteln der damaligen Evangelischen Landeskirchen (zum Teil auch von Bekenntnis-Christen) erhofften und geförderten Erfolg. In der Bearbeitung dieses Volkstestamentes wurde auch auf Bibelkritik der damaligen Zeit Rücksicht genommen. (Herausnahme einer Lohn-Straf-Moral und anderes mehr.) Diese Aspekte und diese Phase der evangelischen Kirchengeschichte und Christentumsgeschichte sind geschichtlich noch wenig aufgearbeitet.

Auch viele Angehörige der Bekennenden Kirche befürworteten ein solches Vorgehen in der Hoffnung, dass wenigstens noch hierdurch der Kirchenaustrittsbewegung der Jahre von 1937 bis 1940 Einhalt geboten werden könne und die Menschen zum Verbleiben in den Kirchen bewegt werden könnten.

Katholische Kirche[Bearbeiten]

Vor der Machtergreifung distanzierte sich der deutsche Episkopat vom Nationalsozialismus, indem er den Katholiken verbot, sich in der NSDAP zu engagieren, und NS-Verbänden untersagte, bei kirchlichen Prozessionen mitzumarschieren. Sämtliche Diözesen im Deutschen Reich sahen sich 1932 veranlasst, die Zugehörigkeit zur NSDAP für „unvereinbar mit dem christlichen Glauben zu erklären“.[5] Im überwiegend katholischen Rheinland und in Bayern erreichte die NSDAP kaum mehr als 20 Prozent der abgegebenen Stimmen gegenüber teilweise über 60 Prozent in protestantischen Regionen.

Nachdem sich Hitler mehrmals kirchenfreundlich äußerte und in seiner Regierungserklärung am 23. März 1933 die beiden großen christlichen Kirchen als „wichtigste Faktoren zur Erhaltung unseres Volkstums“ bezeichnete, relativierte die katholische Kirche ihre bisherige Kritik.[6] Die Bischöfe zogen ihre Unvereinbarkeitsbeschlüsse zurück. Am 20. Juli 1933 schloss die Kurie überraschend das Reichskonkordat ab.

Ökumene und zwischenkirchliche Zusammenarbeit[Bearbeiten]

Hauptartikel: Ökumenische Bewegung

Siehe: Konferenz Europäischer Kirchen, Ökumenischer Rat der Kirchen, Weltweite Evangelische Allianz, Vereinigung evangelischer Freikirchen, Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland und andere.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Siehe auch die Literatur unter Alte Kirche, Geschichte der römisch-katholischen Kirche. Zur Kirchengeschichtsschreibung unter Kirchengeschichte (Literatur).

Einführung[Bearbeiten]

  • Bernd Moeller: Geschichte des Christentums in Grundzügen. 10. Auflage. UTB, Göttingen 2011, ISBN 3-8252-0905-9

Lexika[Bearbeiten]

Basisinformationen zu Einzelthemen und Personen sind zumeist auch den allgemeinen theologischen und sonstigen einschlägigen Lexika zu entnehmen, darunter:

Handbücher[Bearbeiten]

  • Jean-Marie Mayeur, Charles und Luce Pietri, André Vaucher, Marc Venard (Hrsg.): Die Geschichte des Christentums. Religion Politik Kultur. Deutsche Ausgabe herausgegeben von Norbert Brox, Odilo Engels, Georg Kretschmar, Kurt Meier, Heribert Smolinsky. Herder, Freiburg i. Br. 1991 ff (14 Bände, aktuelle Gesamtdarstellung: Besprechung)
  • Ernst Dassmann: Kirchengeschichte. Kohlhammer, Stuttgart 1991–1999 (Kohlhammer Studienbücher Theologie. 10).
  • Carl Andresen: Handbuch der Dogmen- und Theologiegeschichte. 2. Auflage. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 1999.
  • Raymund Kottje, Bernd Moeller (Hrsg.): Ökumenische Kirchengeschichte. Matthias-Grünewald-Verlag, Mainz 1970 (3 Bände).
  • Herbert Smolinsky, Klaus Schatz: Kirchengeschichte der Neuzeit. Patmos, Düsseldorf 1993, (Leitfaden Theologie. 21, 2 Bände).

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Norbert Brox: Kirchengeschichte des Altertums, 3. Aufl., Düsseldorf 2006, S. 10
  2. Burkhard Weitz: Was bedeutet Reformation?. In: chrismon spezial. Das evangelische Online-Magazin zum Reformationstag, Oktober 2012. Abgerufen am 31. März 2013.
  3. im Anschluss an den protestantischen Historiker Leopold von Ranke
  4. Albrecht Beutel: Aufklärung Deutschland. Göttingen 2006, S. 213, S. 232; Kaspar von Greyerz: Religion und Kultur. Europa 1500-1800. Gütersloh 2003, S. 291, S. 297; Hartmut Lehmann: Religiöse Erweckung in gottferner Zeit: Studien zur Pietismusforschung. Göttingen 2010, S. 7; Annette Meyer: Die Epoche der Aufklärung. Berlin 2010, S. 147.
  5. Schriften des Initiativkreises katholischer Laien und Priester in der Diözese Augsburg e. V.: Der Kampf um das Schulkreuz in der NS-Zeit und heute 1. Auflage 2003, Prof. Dr. Konrad Löw
  6. www.dhm.de