Ernst Bader
Ernst Bader (* 7. Juni 1914 in Stettin; † 10. August 1999 in Norderstedt) war ein deutscher Schauspieler, Liedtexter und Komponist.
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Leben [Bearbeiten]
Bader wuchs in Stettin auf, wo er ab 1920 das König-Wilhelm-Gymnasium besuchte. 1923 zog die Familie nach Kolberg um, wo er das Domgymnasium besuchte, aber ohne Abschluss 1933 an die Berliner Schauspielschule wechselte. Neben seinem Studium arbeitete er als Pianist, spielte Theater und trat als Kabarettist in Varietés auf. In dieser Zeit entstanden auch seine ersten Liedtexte. Im Jahr 1936 legte er sein Schauspielerexamen ab und wurde anschließend Zeitsoldat bei der Wehrmacht. Nach einer Verwundung im Zweiten Weltkrieg wurde er nach seiner Genesung als Schauspieler engagiert und wirkte in einigen Filmen mit, die der Nazi-Propaganda dienten und von denen er sich später distanzierte.
In Hamburg war Ernst Bader nach Ende des Zweiten Weltkrieges als Lektor für die Internationalen Musikverlage Hans Sikorski tätig, in den 1950er und frühen 1960er Jahren eine vorwiegend nächtliche Tätigkeit. Haupteinnahmequelle für die Unterhaltungsmusik waren damals die zahllosen Tanzkapellen, denen die Lektoren nach den abendlichen Auftritten neues Notenmaterial empfahlen. Nur so war gewährleistet, dass neue Titel vom Publikum für die populäre Musikbox verlangt wurden. Viele der damaligen Lektoren kamen daher auf die nahe liegende Idee, die Texte und/oder Kompositionen für die verteilten Notenblätter auch gleich selbst zu schreiben. Und so widmete sich auch Ernst Bader verstärkt dem Texten und Komponieren. In den 1950er, 1960er und 1970er Jahren waren dies hauptsächlich Schlager. Ernst Bader schrieb einige Bücher unter anderem Kurzgeschichten Senioren schreiben nicht nur für Senioren. Sein Haus in Norderstedt kaufte 1994 die mit ihm befreundete Schauspielerin Angélique Duvier.
Texte (Auswahl) und Interpreten [Bearbeiten]
Bedeutende Interpreten seiner Werke waren unter anderem:
Er schrieb die Texte für rund 900 Schlager und Chansons, darunter:
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Trivia [Bearbeiten]
- Im Jahr 1994 wurde Ernst Bader anlässlich seines 80. Geburtstags mit der Biermann-Ratjen-Medaille der Freien und Hansestadt Stadt Hamburg geehrt.
- Er trat dreimal der SPD bei und ebenso viele Male wieder aus. In den 1990er Jahren unterstützte er die PDS.
- Sein Grab befindet sich auf dem Garstedter Friedhof der Christus-Kirchengemeinde in Norderstedt bei Hamburg.
Veröffentlichungen [Bearbeiten]
- Verlag Atelier im Bauernhaus, Fischerhude (1983) Keiner lebt für sich allein. Roman.
- Verlag Atelier im Bauernhaus, Fischerhude (1984) Die Welt ist schön, Milord. Episoden und Begegnungen.
- Verlag Atelier im Bauernhaus, Fischerhude (1988) Das Gasthaus in Nordenbroda. Roman.
Literatur [Bearbeiten]
- Eckhard Wendt: Stettiner Lebensbilder. Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Pommern, Reihe V, Band 40. Böhlau Verlag, Köln Weimar Wien 2004, ISBN 3-412-09404-8, S. 43–45.
Weblinks [Bearbeiten]
- Ernst Bader in der Internet Movie Database (englisch)
- Liste mit Liedern von Ernst Bader
- Die Tulpen aus Amsterdam sind rot! Interview mit Ernst Bader zu politischen und religiösen Fragen (1997)
| Personendaten | |
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| NAME | Bader, Ernst |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Schauspieler, Liederdichter und Komponist |
| GEBURTSDATUM | 7. Juni 1914 |
| GEBURTSORT | Stettin |
| STERBEDATUM | 10. August 1999 |
| STERBEORT | Norderstedt |