Eugen Gura

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Eugen Gura. Grafik von 1872.

Eugen Gura (* 8. November 1842 in Pressern bei Saaz, Böhmen; † 26. August 1906 in Aufkirchen, Bayern) war ein österreichischer Opernsänger. Er galt als einer der bedeutendsten Wagnersänger seiner Zeit.

Leben[Bearbeiten]

Eugen Gura als Hans Sachs in Die Meistersinger von Nürnberg, 1882

Eugen Gura besuchte erst die Realschule zu Komotau und 1860 das polytechnische Institut in Wien, widmete sich dann auf der Akademie und ab 1861 auf der Malerschule in München zeitweilig der Malerei und ließ sich dann durch Franz Hauser und Josef Herger in München für die Sängerlaufbahn vorbereiten.

Gura studierte am Münchner Konservatorium Gesang. 1865 gab er am Königlichen Hof- und Nationaltheater sein Debüt. Ab 1867 war er in Breslau und ab 1870 in Leipzig als Opernsänger engagiert. 1876 begab er sich zunächst nach Bayreuth, wo er den Gunther in Wagners Nibelungen-Tetralogie sang, und nahm dann ein Engagement am Hamburgischen Stadt-Theater an.

Nach einem Engagement in London kehrte der Bariton in den 1880er Jahren wieder nach München zurück und war seit August 1883 Mitglied des Hoftheaters zu München.

Richard Strauss widmete ihm seine Drei Lieder op. 29 (1894/95) nach Gedichten von Otto Julius Bierbaum (Traum durch die Dämmerung; Schlagende Herzen; Nachtgang).

Gura war Mitglied der Burschenschaft Olympia.

Seine Tochter Sascha Gura war ebenfalls Schauspielerin.

Literatur[Bearbeiten]