Fackelzug

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Fackelzug von Nationalsozialisten am Abend des 30. Januars 1933 (Ernennung Hitlers zum Reichskanzler), Aufnahme aus dem Bundesarchiv
Fackelzug in einem Ferienlager 1949
Fackelzug der FDJ zum 40. Jahrestag der DDR 1989
Fackelzug zur Lewes Bonfire night 2005 (England)

Ein Fackelzug ist ein nächtlicher Umzug vieler Personen mit brennenden Fackeln. Insbesondere in der Zeit des Nationalsozialismus wurde er zu Propagandazwecken eingesetzt. Zuvor wurden Fackelzüge lange vor allem von Jugendlichen veranstaltet - einerseits zur Unterhaltung oder als gestaltendes Element für Ferienlager, etwa bei Pfadfindern, der Jungschar, den Falken, bei Nachtübungen oder als Abschluss von Lagerfeuern, andererseits für religiöse Zwecke oder für politische Demonstrationen.

Geschichte[Bearbeiten]

Unter den Nationalsozialisten waren Fackelumzüge besonders häufig und konnten durch den emotionalen Erlebnisanteil zusätzliche Jugendliche und Kinder, vor allem Knaben, in die Vorfeldorganisationen der Partei locken. Bereits zuvor waren Fackelzüge ein Gestaltungselement für die sozialistische und die katholische Jugend.

Bedeutsame Fackelzüge der letzten Zeit waren jene zum 40. Jahrestag der DDR 1989 und des Lichtermeeres in Wien. Kleinere Fackelzüge gehören nach wie vor zur Gestaltung von Jugendlagern oder religiösen Pfingstfeiern.

Eine Neuheit sind Solar-Fackelzüge, die das Engagement für verantwortungsvollen Umweltschutz verdeutlichen sollen.

Weblinks[Bearbeiten]