Faust Eric

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Faust Eric (Englischer Titel: Faust Eric) ist ein Roman von Terry Pratchett. Es ist der neunte Scheibenwelt-Roman. Faust Eric wurde 1990 erstmals in einer illustrierten Hardcover-Ausgabe veröffentlicht. Die späteren Paperbacks sind nicht illustriert. Der wichtigste Protagonist ist wieder einmal Rincewind der Zauberer den es in die Hölle verschlägt. Der Titelheld Eric tritt nur in diesem Roman in Erscheinung. Faust Eric paraphrasiert Goethes Faust und Dantes Inferno. Auf dem Weg in die Hölle galoppiert er recht wüst durch die Weltgeschichte, von der Eroberung Amazoniens über den Trojanischen Krieg bis zur Schöpfung.

Deutsche Ausgabe[Bearbeiten]

Heyne, 1992, ISBN 3-453-06234-5

Handlung[Bearbeiten]

In diesem Roman nimmt sich Terry Pratchett des Goetheschen Faust an. Das Resultat ist „Eric“, ein dreizehnjähriger Dämonenbeschwörer, der ausgerechnet Rincewind, einen mindestens ebenso unfähigen Zauberer, heraufbeschwört. Rincewind der Zauberer, wegen einer ungeplanten Scheibenweltrettung in den Kerkerdimensionen verschollen (siehe: Der Zauberhut), muss Eric nun drei Wünsche erfüllen. Erics Wahl entspricht dem zu erwartenden Durchschnitt testosterongesteuerter Pubertierender. Er will die Herrschaft über die ganze Welt, die schönste Frau der Welt und ewiges Leben.

Angesichts der eher weniger vorhandenen Fähigkeiten Rincewinds gelingt das Erfüllen überraschend gut, was misstrauisch stimmen sollte. Begleitet von der Birnbaumholztruhe geraten Eric und Rincewind in überaus wunschaffine Szenarien, allerdings stets mit einem kleinen Haken.

Der Wunsch nach der Weltherrschaft spielt die Beiden in die Hände eines aztekischen Urwaldvolkes, das zwar über die nötigen Pretiosen verfügt und Eric auch als Herrscher anerkennt, mit seiner Krönung aber gleichzeitig seine Opferung, zwei Mondphasen später, organisiert. Erics Wunsch nach der schönsten Frau der Welt führt ihn direkt nach Tsort, zu Helena (an Homers Illias angelehnt) und damit mitten in einen Krieg. Erics Wunsch nach ewigem Leben, bringt ihn mit dem Schöpfer in Kontakt, der freundlich anbietet, doch da zu bleiben und das Schicksal seiner Schöpfung bis zu ihrem Ende zu verfolgen. Im Laufe dieser Wunscherfüllungs-Szenarien wird klar, dass keinesfalls Rincewind für die erstaunlichen Ereignisse verantwortlich ist, sondern ein höllischer Systemkonflikt.

Im letzten Kapitel, einem Ausflug in die Hölle, machen Eric und sein "Dämon“ Rincewind die Bekanntschaft von Astfgl, dem neuen, obersten Dämonenfürst. Er hat die guten alten Höllenqualen durch die wahrhaft qualvollen Mechanismen von Bürokratie und Langeweile ersetzt. Damit stößt er auf wenig Gegenliebe, weder bei seinen Mitdämonen noch bei den gequälten Opfern. Auf einer endlosen Treppe, deren Stufen mit hehren Vorsätzen gepflastert sind, kehren Rincewind und Eric schließlich in die Scheibenwelt-Realität zurück.

Sonstiges[Bearbeiten]

Erstausgabe illustriert von Josh Kirby

Weblinks[Bearbeiten]