Ferdel Schröder

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Ferdel Schröder (* 29. Oktober 1947 in Solingen; † 4. Januar 2013 in Eupen) war ein belgischer Politiker der Partei für Freiheit und Fortschritt (PFF) beziehungsweise Mouvement Réformateur (MR). Er war seit 1999 Mitglied des Parlaments der Deutschsprachigen Gemeinschaft (PDG) und seit 2010 Präsident dieses Parlaments.

Leben[Bearbeiten]

Ferdel Schröder, Lizenziat der pädagogischen Wissenschaften und Psychologie (1969 und 1970 an der Katholischen Universität Löwen), leitete von 1971 bis 2010 das Psycho-Medizinisch-Soziale Zentrum der Deutschsprachigen Gemeinschaft („PMS-Zentrum der DG“).

Seine politische Karriere begann, als er zum Präsident der JFF (Jugend für Freiheit und Fortschritt) gewählt wurde. Von 1995 bis 2009 war er Regionalpräsident der Partei für Freiheit und Fortschritt (PFF) und von 2002 bis 2009 Vizepräsident der Mouvement Réformateur (MR). Diese Ämter gab er im Jahr 2009 an Kattrin Jadin ab. Auf lokaler Ebene gehörte er von 1988 bis 2010 dem Eupener Stadtrat an und war von 1994 bis 2000 Schul- und Tourismusschöffe unter Bürgermeister Fred Evers.

Am 6. Juli 1999 zog er erstmals in den Rat der Deutschsprachigen Gemeinschaft ein und wurde unmittelbar 2. Vizepräsident und Fraktionsvorsitzender der PFF. Am 1. Februar 2010 wählte das Parlament ihn zum neunten Präsidenten dieser Versammlung; er löste somit Louis Siquet ab. Dieses Amt übte er bis zu seinem Tode aus.

Ferdel Schröder war verwitwet und hinterließ zwei Kinder.[1]

Übersicht der politischen Ämter[Bearbeiten]

  • 1988–2010: Mitglied des Eupener Stadtrates
  • 1994–2000: Schul- und Tourismusschöffe im Eupener Bürgermeister- und Schöffenkollegium
  • 1999–2013: Mitglied des Parlamentes der Deutschsprachigen Gemeinschaft
  • 2010–2013: Präsident des Parlamentes der Deutschsprachigen Gemeinschaft

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. BRF.be: PDG-Präsident Ferdel Schröder gestorben (4. Januar 2013).