Fossiles Wasser

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Fossiles Wasser ist Wasser aus dem Erdinneren, welches nach dem aktuellen wissenschaftlichen Kenntnisstand im Verlauf der Erdgeschichte nicht zu atmosphärischem Wasser oder Oberflächenwasser geworden ist oder nicht mit Oberflächenwasser oder atmosphärischem Wasser in Berührung gekommen ist. Dieses Wasser wurde während der Entstehung und Ausbildung der Erde im Inneren eingeschlossen und hat es seitdem nicht verlassen (weder in Form von Fluss- bzw. Seewasser noch als Regen, Schnee oder Eis).

Nach einer davon abweichenden Definition hat sich fossiles Wasser nicht beim Gesteinsbildungsprozess der Erde gebildet, sondern es ist Grundwasser und Wasser in Gesteinsklüften, das sich in Klimaperioden aus vorgeschichtlicher Zeit angesammelt hat. Es ist nicht in den derzeitigen atmosphärischen Wasserkreislauf einbezogen, wird aber heute mit Hilfe moderner Technik (Pumpen, Erdbohrungen) von den Menschen teilweise genutzt, ohne dass diese jahrzehntausend Jahre alten Vorräte erneuert werden. Die Grundwasserseen unter der Sahara etwa bestehen aus fossilem Wasser, aber auch tiefliegende Wasserschichten von großen Seen (z. B. Tanganjika-See) können als fossiles Wasser bezeichnet werden, wenn sie nicht in den temperaturabhängigen Wasserkreislauf einbezogen sind.

Zahlreiche der heute in ariden Gebieten vorhandenen fossilen Wasservorkommen stammen aus der letzten Pluvialzeit.

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