Uran

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel erläutert das chemische Element; zu anderen Bedeutungen siehe Uran (Begriffsklärung).
Eigenschaften
Allgemein
Name, Symbol, Ordnungszahl Uran, U, 92
Serie Actinoide
Gruppe, Periode, Block Ac, 7, f
Aussehen Silberweiß
CAS-Nummer 7440-61-1
Massenanteil an der Erdhülle 3,2 ppm[1]
Atomar [2]
Atommasse 238,0289 u
Atomradius (berechnet) 138,5 (α-Uran)[1] () pm
Kovalenter Radius 142 pm
Elektronenkonfiguration [Rn] 5f3 6d1 7s2
1. Ionisierungsenergie 597,6 kJ/mol
2. Ionisierungsenergie 1420 kJ/mol
Physikalisch [2]
Aggregatzustand fest
Modifikationen 3
Kristallstruktur orthorhombisch (Cmcm)
Dichte 19,16 g/cm3[3]
Mohshärte 2,5–3[1]
Magnetismus paramagnetisch (\chi_{m} = 4,1 · 10−4)[4]
Schmelzpunkt 1406 K (1133[3] °C)
Siedepunkt 4203 K[3] (3930 °C)
Molares Volumen 12,49 · 10−6 m3/mol
Verdampfungswärme 417,1 kJ/mol[3]
Schmelzwärme 15,5[3] kJ/mol
Schallgeschwindigkeit ~3400 (long.),
~2000 (trans.) m/s bei 293 K
Spezifische Wärmekapazität 116[1] J/(kg · K) bei 298 K
Elektrische Leitfähigkeit 3,24 · 106 [1] A/(V · m) bei 293 K
Wärmeleitfähigkeit 27,6[1] W/(m · K) bei 300 K
Chemisch [2]
Oxidationszustände +3, +4, +5, +6
Normalpotential −1,660 V (U3+ + 3 e → U)
Elektronegativität 1,38 (Pauling-Skala)
Isotope
Isotop NH t1/2 ZA ZE (MeV) ZP
232U

{syn.}

68,9 a α (100 %) 5,414 228Th
SF (24Ne 8,9 · 10−10 %)
233U

{syn.}

1,592 · 105 a α (100 %) 4,824 229Th
SF (< 6 · 10−9 %)
234U

0,0055 %

2,455 · 105 a α (100 %) 4,774 230Th
235U

0,72 %

7,038 · 108 a α (100 %) 4,398 231Th
SF (7,0 · 10−9 %)
20Ne (8 · 10−10 %)
235mU

{syn.}

26 min IT (100 %) < 1 235U
236U

in Spuren

23,42 · 106 a α (100 %) 4,494 232Th
SF (9,6 · 10−8 %)
236mU

{syn.}

121 ns SF (0,013 %) < 1
236mU

{syn.}

115 ns IT (87 %) 2,750 236U
SF (13 %)
α (< 10 %) 7,322 232Th
237U

{syn.}

6,75 d β (100 %) 0,519 237Np
238U

99,27 %

4,468 · 109 a α (100 %) 4,270 234Th
SF (5,45 · 10−5 %)
ββ (2,2 · 10−10 %) 238Pu
239U

{syn.}

23,45 min β (100 %) 239Np
Weitere Isotope siehe Liste der Isotope
Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung aus EU-Verordnung (EG) 1272/2008 (CLP) [5]
06 – Giftig oder sehr giftig 08 – Gesundheitsgefährdend

Gefahr

H- und P-Sätze H: 330​‐​300​‐​373​‐​413
P: ?
EU-Gefahrstoffkennzeichnung [6] aus EU-Verordnung (EG) 1272/2008 (CLP) [5]
Sehr giftig
Sehr giftig
(T+)
R- und S-Sätze R: 26/28​‐​33​‐​53
S: (1/2)​‐​20/21​‐​45​‐​61
Radioaktivität
Radioaktives Element

Radioaktives Element
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet.
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.

Uran (benannt nach dem Planeten Uranus) ist ein chemisches Element mit dem Elementsymbol U und der Ordnungszahl 92. Im Periodensystem steht es in der Gruppe der Actinoide (7. Periode, f-Block). Uran ist ein Metall, dessen sämtliche Isotope radioaktiv sind. Natürlich in Mineralen auftretendes Uran besteht zu etwa 99,3 % aus dem Isotop 238U und zu 0,7 % aus 235U.

Eine besondere Bedeutung erhielt Uran nach der Entdeckung der Kernspaltung im Jahre 1938: Das Uranisotop 235U ist durch thermische Neutronen spaltbar; es ist neben dem äußerst seltenen Plutonium-Isotop 239Pu das einzige bekannte natürlich vorkommende Nuklid, das zu einer Kernspaltungs-Kettenreaktion fähig ist. Deshalb wird es in Kernkraftwerken und Kernwaffen als Primärenergieträger genutzt.

Geschichte

Fundort der Erzstufe von 1789 aus Pechblende bei Johanngeorgenstadt

Uran wurde 1789 von dem deutschen, damals in Berlin lebenden Chemieprofessor und Apotheker Martin Heinrich Klaproth aus dem Mineral Pechblende isoliert. Es ist nach dem Planeten Uranus (und somit nach dem griechischen Himmelsgott Uranos) benannt, der acht Jahre zuvor (1781) von Friedrich Wilhelm Herschel entdeckt worden war. Am 24. September 1789 gab Klaproth die Entdeckung in einer Ansprache vor der Preußischen Akademie der Wissenschaften bekannt. Zuerst wurde seine Entdeckung Uranit genannt, 1790 dann in Uranium umbenannt. Klaproth hatte seine Entdeckung bei der Analyse des Erzes aus dem Bergwerk „Georg Wagsfort“ in Wittigsthal bei Johanngeorgenstadt in Sachsen gemacht. Er behandelte das Erz mit Säure und erwärmte es stark. Das Ergebnis bestand in einem schwarzen Pulver, welches er Uran nannte.

Klaproth hatte tatsächlich ein neues Element identifiziert, aber was er gewonnen hatte, war nicht das Element Uran selbst, sondern ein Oxid. Erst fünfzig Jahre später im Jahre 1841 gelang es dem Franzosen Eugène Peligot, reines Uranmetall zu gewinnen. In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde Uran zusammen mit anderen Mineralien in St. Joachimsthal sowie in einigen Minen in Cornwall (England) gewonnen.

Eine gelbgrün gefärbte Tortenplatte mit Fuß aus Uranglas.

Uranverbindungen wurden im ganzen 19. Jahrhundert zum Färben von Glas und Keramik verwendet um Vasen und Dekorationsstücken, aber auch alltäglichen Gebrauchsgegenständen wie Schüsseln, Gläsern etc. eine gelbgrüne Farbe (annagrün) zu geben. Glashersteller aus Joachimsthal (Böhmen) benutzten diese Technik bereits 1826. Die Verwendung von Uran zur Glasfärbung wurde bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts fortgeführt, erst dann wurde es durch andere, weniger bedenkliche farbgebende Mineralien ersetzt. Keramische Glasuren von Orange bis leuchtend Rot wurden für Geschirr bis hin zu architektonischem Beiwerk verwendet.

In der Photographie wurde bis weit ins 20. Jahrhundert Uranylnitrat zur Braun- und Rottonung von Diapositivplatten, Platinbildern und Bromsilberbildern verwendet.[7]

Die gesundheitlichen Risiken durch die Verwendung oder das Sammeln von Uranglas und Keramiken mit Uranglasur sind bis heute Streitpunkt von Sammlern und Wissenschaftlern.

Dass Uran radioaktiv ist, wurde 1896 zuerst von Antoine Henri Becquerel festgestellt.

Uran galt lange als das Element mit der höchsten Ordnungszahl, das natürlich vorkommt. Im Jahr 1971 wurden jedoch winzigste Spuren des Plutoniumisotops 244Pu nachgewiesen, so dass Plutonium Uran als letztes bekanntes natürliches Element ablöste.[8]

Vorkommen

Uranerz (Pechblende)
Hauptartikel: Uranlagerstätte

Uran kommt nicht gediegen in der Natur vor, sondern stets in sauerstoffhaltigen Mineralen. Bedeutende Uranminerale sind unter anderem Brannerit und Uraninit (Oxide), Torbernit, Heinrichit und Carnotit (Phosphate, Arsenate und Vanadate) sowie Coffinit und Uranophan (Silikate). Es gibt insgesamt rund 230 Uranminerale, die lokal ebenfalls von wirtschaftlicher Bedeutung sein können. In sedimentären Lagerstätten können sich auch Pseudomorphosen von Uranmineralen (meist Uraninit in Form von Pechblende) nach fossilem Holz oder Bakterien bilden.[9]

Die beiden entscheidenden Faktoren für die Verteilung des radioaktiven Elements Uran auf der Erde sind zum einen der lithophile Charakter des Elements sowie seine unterschiedliche Mobilität in wässrigen Lösungen unter oxidierenden und reduzierenden Bedingungen. Der lithophile Charakter sorgt dafür, dass Uran sich in silikatreichen Schmelzen anreichert. Daher enthalten in der Regel felsische Magmatite wie Granit als Plutonit oder Rhyolith als Vulkanit die höchsten Konzentrationen dieses Elements. Die kontinentale Kruste ist der Bereich der Erde mit den höchsten Urangehalten von durchschnittlich 2,5 ppm, während die ozeanische Kruste und der Erdmantel um Größenordnungen geringere Urangehalte aufweisen. In magmatischen Gesteinen wird Uran meist in akzessorischen Minerale wie Zirkon oder Monazit eingebaut, mit welchen man daher sehr gut das Alter der Gesteine datieren kann.

Die unterschiedliche Löslichkeit von Uran unter oxidierenden oder reduzierenden Bedingungen in Lösungen ist der zweite entscheidende Faktor für die Verteilung des Elements und spielt für die Bildung von Uranlagerstätten eine große Rolle. Unter oxidierenden Bedingungen (UO22+) ist Uran in wässrigen Lösungen relativ mobil, während es unter reduzierenden Bedingungen (U4+) schwer löslich ist. Daher sind Redoxgrenzen oftmals lagerstättenkontrollierende Faktoren für das Element.

Ausgehend von oben genannten Faktoren und einigen weiteren gibt es eine große Spannbreite von Uranlagerstätten von magmatischen hydrothermalen bis zu sedimentären Typen. Wichtige Einzeltypen werden von der IAEO unterschieden.

Die höchsten Urangehalte werden in diskordanzgebundenen Lagerstätten mit durchschnittlichen Urangehalten von 0,3 bis 20 % erreicht.[10] Diese stellen derzeit auch die beiden größten Uranproduzenten. Die größte Einzeluranressource der Erde ist Olympic Dam mit einem nachgewiesenen Uraninhalt von über 2 Millionen Tonnen bei durchschnittlichen Urangehalten von etwa 0,03 %.[11] Das erste Uranbergwerk der Welt im industriellen Maßstab in Jáchymov (Tschechische Republik) produzierte aus hydrothermalen Gängen.[12]

Eine Besonderheit stellen die Naturreaktoren von Oklo in Gabun sowie eine benachbarte Uranlagerstätte dar: Von ihnen ist bekannt, dass dort vor etwa 1,5 bis 2 Milliarden Jahren über Jahrtausende Kettenreaktionen in natürlichem Umfeld auftraten, im Zuge derer auch Plutonium-Isotope entstanden.

Im normalen Boden kommt Uran als Spurenelement vor. Die US-amerikanische Agency for Toxic Substances and Disease Registry (ATSDR) schätzt, dass sich in den obersten 33 cm Erdboden einer Fläche von einer Quadratmeile Land im Mittel ca. 4 Tonnen Uran befinden, also etwa 1,5 Tonnen pro Quadratkilometer.

In Komplexen gebundenes Uran ist auch ein ubiquitäres Element in der Hydrosphäre. Die Urankonzentration in Meerwasser beträgt ca. 3,3 µg/l gegenüber den zum Teil deutlich geringeren Konzentrationen in den Flüssen (0,03 µg/l im Amazonas bis 3,9 µg/l im Ganges). Dies zeigt, dass Uran im Meerwasser angereichert wird. Deutsche Flüsse weisen in der Regel Urankonzentrationen zwischen ca. 1 und 3 µg/l auf. Die Quelle für das Uran liegt in dem geogenen Aufbau der durch die Flüsse entwässerten Gebiete, z. B. können Oberflächenwässer aus Mooren höhere Urankonzentrationen enthalten, und ist somit natürlichen Ursprungs. Lediglich in Ausnahmefällen sind die Urangehalte in Flüssen auf menschlichen Einfluss bspw. die Nutzung uranhaltiger Phosphatdünger und den Uranbergbau (Zwickauer Mulde: ca. 10 µg/l) zurückzuführen. Uran findet sich in Deutschland im unbeeinflussten Grundwasser in Konzentrationen von kleiner 1 bis über 100 µg/l. Die regelmäßige Einnahme von Trinkwasser mit erhöhten Urangehalten kann zum Auftreten von Nierenkrebs führen. Aus diesem Grund empfiehlt die Weltgesundheitsbehörde (WHO) für Trinkwasser einen Grenzwert von 15 µg/l.[13]

Die größten Uranerzreserven liegen nach Angaben der Internationalen Atomenergieorganisation (IAEO) in den USA, Niger, Australien, Kasachstan, Namibia, Südafrika, Kanada, Brasilien, Russland, Ukraine und Usbekistan.

Uran ist in Spuren auch in Stein- und Braunkohle enthalten. Die weltweit jährlich für die Stromerzeugung verwendete Kohle enthält unter anderem etwa 10.000 t Uran und 25.000 t Thorium, die entweder in die Umwelt gelangen oder sich in Kraftwerksasche und Filterstäuben anreichern. Vereinzelt gibt es daher schon Bestrebungen, Uran aus Kraftwerksasche zu gewinnen.[14]

Der Zusammenhang erhöhter Urangehalte in Mineral- und Trinkwässern mit der Geologie der Grundwasserspeichergesteine wurde 2009 erstmals bundesweit untersucht.[15] Dabei stellte sich heraus, dass erhöhte Urangehalte vorwiegend an Formationen wie Buntsandstein oder Keuper gebunden sind, die selbst geogen erhöhte Urangehalte aufweisen. Allerdings sind örtlich auch bereits Urangehalte aus landwirtschaftlicher Phosphatdüngung in das Grundwasser durchgeschlagen, denn Rohphosphate enthalten 10–200 mg/kg Uran, was bei einer ordnungsgemäßen Düngung zu einem Eintrag von ca. 5 g/ha/a Uran führen kann.

Abbau

Hauptartikel: Uranbergbau

In Deutschland wurde Uran in der Sächsischen Schweiz (Königstein) zuerst konventionell und später durch Laugung, in Dresden (Coschütz/Gittersee insbesondere in Gittersee) und im Erzgebirge (Schlema, Schneeberg, Johanngeorgenstadt, Pöhla) sowie in Ostthüringen (Ronneburg) meist untertage als Pechblende durch die SDAG Wismut abgebaut. Geringe Mengen wurden auch im Schwarzwald und im Fichtelgebirge gefördert. Die DDR war damals weltweit der drittgrößte Uranproduzent. Die meisten Abbaugebiete wurden nach 1990 geschlossen, da sie aufgrund des niedrigen Weltmarktpreises unwirtschaftlich waren, noch zumal wegen der geänderten politischen Weltlage (geringere Bedeutung von strategischen Atomwaffen) der Uranbedarf zurückging.

Die zehn Staaten mit der weltweit größten Uranförderung (2008)

Die Weltproduktion von Uran betrug im Jahr 2006 39.603 Tonnen. Große Förderländer sind Australien, Kanada, Russland, Niger, Namibia, Kasachstan, Usbekistan, Südafrika und die USA. Der Verbrauch lag 2006 weltweit bei 66.500 Tonnen und wird von der Internationalen Atomenergieorganisation (IAEO) durch den Neubau von Kernkraftwerken für das Jahr 2030 auf 93.775 bis 121.955 Tonnen geschätzt. Der Abbau deckt etwa 60 % des aktuellen Bedarfs, der Rest wird durch Lagerbestände, Wiederaufarbeitung und abgerüstete Kernwaffen gedeckt.[16] Schätzungen der IAEO, Greenpeace und der Atomwirtschaft über die Reichweite der Uran-Vorkommen liegen unterschiedliche Angaben über die weltweiten Ressourcen und den zukünftigen Verbrauch zugrunde. Sie liegen zwischen 20 und 200 Jahren.[17]

Durch den Uranbergbau werden Uran und radioaktive Zerfallsprodukte (z. B. das radioaktive Edelgas Radon) aus dem Untergrund an die Oberfläche verbracht. Die damit verbundene Freisetzung führt zu Schäden an Umwelt und Gesundheit.[18]

Darstellung

Verarbeitung von Uranerz

Uranerze, z. B. Uraninit (Pechblende, U3O8) oder Carnotit (KUO2VO4 · 1,5 H2O), werden sauer mit Schwefelsäure oder auch alkalisch mit Soda aufgeschlossen.

Die nach dem sauren Aufschluss entstandenen Lösungen werden mit Ammoniak behandelt, worauf der Yellow Cake ausfällt. Dieser enthält hauptsächlich Ammoniumdiuranat ((NH4)2U2O7) und noch weitere Polyuranate, Uranylhydroxide und -sulfate. Die Lösung des alkalischen Aufschlusses wird mit NaOH versetzt, so dass Natriumdiuranat (Na2U2O7) ausfällt. Um das Natrium zu entfernen, wird es dann in H2SO4 gelöst und anschließend mit wässrigem NH3 als (NH4)2U2O7 ausgefällt.

Der „Yellow Cake“ wird in Salpetersäure (HNO3) gelöst, wobei unlösliche Anteile ausfallen und durch Filtration oder Zentrifugieren entfernt werden. Aus der Lösung kann dann rohes Uranylnitrat (UO2(NO3)2) auskristallisiert werden. Eine Lösung von Uranylnitrat wird dann mit Tributylphosphat (TBP) extrahiert (PUREX-Prozess), nach Eindampfen und Waschen wird reines Uranylnitrat erhalten.

Vorsichtige Pyrolyse führt zu den verschiedenen Modifikationen von Uran(VI)-oxid (UO3), je nach Temperatur und Sauerstoffdruck.[19][20][21] Zur Gewichtsreduktion beim Transport wird der „Yellow Cake“ thermisch zersetzt, worauf schwarzes U3O8 entsteht.

Reindarstellung

Uran(VI)-oxid wird mit Wasserstoff zu Urandioxid (UO2) reduziert.[22] Bringt man Urandioxid mit wasserfreiem Fluorwasserstoff zur Reaktion, so entsteht Urantetrafluorid, aus welchem schließlich durch Reduktion mittels Calcium oder Magnesium reines Uran gewonnen wird.

Uran kann generell durch die Reduktion von Uranhalogeniden mit Alkali- oder Erdalkalimetallen hergestellt werden. Ebenso kann auch eine Elektrolyse von KUF5 oder UF4 in geschmolzenem Calciumchlorid (CaCl2) / Natriumchlorid (NaCl) erfolgen. Sehr reines Uran kann durch die thermische Zersetzung von Uranhalogeniden an einem Glühdraht erzeugt werden.[23] Aus Urandioxid ist es u. a. durch Reduktion mit Calcium erhältlich.[24]

Eigenschaften

Uranmetall

Physikalische Eigenschaften

Uran ist ein relativ weiches, silber-weißes Metall hoher Dichte, welches in drei Modifikationen vorkommt.[1][25]

Modifikationen bei Atmosphärendruck
Phasenbezeichnung stabiler Temperaturbereich Dichte (Temperatur) Kristallsystem
α-Uran < 688 °C orthorhombisch (a = 285,4 pm, b = 586,9 pm, c = 495,6 pm)
β-Uran 688 und 776 °C tetragonal (a = 1075,9 pm, c = 565,6 pm)
γ-Uran > 776 °C kubisch (a = 352,5 pm)

Uran-Rhodium-Germanium (URhGe) ist die erste entdeckte Legierung, die in sehr starken Magnetfeldern eine eintrittsinvariante Supraleitung zeigt.[26]

Chemische Eigenschaften

Uran ist in fein verteiltem Zustand selbstentzündlich. Die meisten Säuren lösen metallisches Uran auf, während es von Basen nicht angegriffen wird. An der Luft überzieht sich das Metall mit einer Oxidschicht.

Uran bildet eine Reihe von Verbindungen, in denen es in den Oxidationsstufen +3 bis +6 vorliegen kann. Je nach Oxidationszahl variiert die Farbe von Uran in wässriger Lösung ebenso wie in festen Verbindungen: U3+ (violett), U4+ (grün), UVO2+ (blasslila) und UVIO22+ (gelb).[27] Uran tritt in der Natur überwiegend mit den Wertigkeiten +4 oder +6 auf. Vierwertige Uranminerale sind in Wasser unter normalen pH/EH-Bedingungen nahezu unlöslich. Uranverbindungen sind giftig. Die Toxizität wird v. a. durch deren Löslichkeit bestimmt. Die leichtlöslichen Uranyl-Salze sind am giftigsten, die schwerlöslichen Oxide sind weniger giftig. Uran ist teratogen.

Biologische Aspekte

Bei der Gattung Desulfovibrio wurde die Fähigkeit, Uran als Elektronenakzeptor zu verwenden, nachgewiesen: Uran(VI) wird zu Uran(IV) reduziert. Desulfovibrio vulgaris verwendet Cytochrom-c3 als Uran-Reduktase.[28] Wenn Uran(VI) als einziger für das Bakterium nutzbarer Elektronenakzeptor vorliegt, wurde allerdings kein Wachstum beobachtet.[29] Ein Bakterium, welches Uran(VI) als einzigen Elektronenakzeptor nutzen kann und dabei auch Wachstum zeigt, ist Geobacter metallireducens der Geobacteraceae.[30]

Unlösliches Uran kann durch bakterielle Aktivität mobilisiert werden. Unter aeroben Bedingungen können die Eisen-Schwefel-Bakterien Thiobacillus ferrooxidans und Leptospirillum ferrooxidans Pyrit (FeS2) zu Eisen(II)-sulfat (FeSO4) und dann zu Eisen(III)-sulfat (Fe2(SO4)3) oxidieren. Eisen(III)-Ionen können unlösliches Uran(IV) zu löslichem Uran(VI) oxidieren.[31]

Die Reduktion von löslichem Uran(VI) zu unlöslichem Uran(IV) durch Prokaryoten wurde als mögliche Methode zur biologischen Sanierung von Uran-kontaminierten Grundwässern und gefährlichen Abfällen vorgeschlagen.[32][33]

Isotope

Derzeit sind von Uran 25 Isotope und 3 Kernisomere mit Halbwertszeiten zwischen 1 µs und 4,468 Milliarden Jahren bekannt. Von diesen kommen nur die vier langlebigsten Isotope in der Natur vor. Davon stammen 238U und 235U noch aus der Entstehungszeit des Sonnensystems, sie wurden im r-Prozess in Supernovae gebildet. 234U entsteht über mehrere Zwischenstufen beim Zerfall aus 238U, 236U durch seltene Neutroneneinfänge aus 235U. Das künstlich erzeugbare fünftlanglebigste Isotop 233U spielt in der Technik ebenfalls eine Rolle. Alle anderen Isotope haben Halbwertszeiten von maximal 68,9 Jahren.

In natürlichem Uran (Natururan) finden sich deshalb die Isotope 238U zu 99,27 %, 235U zu 0,72 %, 234U zu 0,0055 % und 236U in Spuren. Das Isotopenverhältnis der Uranisotope ändert sich im Laufe der Zeit, da 238U und 235U unterschiedlich schnell zerfallen. Die Häufigkeit des dritten natürlichen Isotops 234U bleibt im Verhältnis zur Häufigkeit des 238U konstant, da 234U ein Zerfallsprodukt des 238U ist und mit diesem im Gleichgewicht steht.

Ein völlig anderes Verhältnis der Uranisotope findet sich im Bereich der Naturreaktoren, von denen Oklo in Gabun der zuerst entdeckte und damit der bekannteste ist. Bei dem heutigen Isotopenverhältnis von 235U und 238U ist das Auftreten einer derartigen Reaktorzone nicht mehr möglich.

  • 238U hat eine Halbwertszeit von 4,468 Milliarden Jahren und ist wie die anderen natürlichen Isotope (234U und 235U) ein α-Strahler. Die spezifische Aktivität von 238U beträgt 12.450 Bq/g. 238U ist der natürliche Beginn der Uran-Radium-Reihe.
  • 235U hat eine Halbwertszeit von 703,8 Mio. Jahre. Es ist der natürliche Beginn der Uran-Actinium-Reihe. Es ist spaltbar und hat einen Anteil von etwa 0,7 % in natürlichem Uranvorkommen. Daher hat es große wirtschaftliche Bedeutung.
  • 234U hat eine Halbwertszeit von 245.500 Jahren. Es ist wegen seiner relativ kurzen Halbwertszeit im Vergleich zu 238U nur in Spuren vorhanden, liefert aber einen gleich großen Beitrag zur Radioaktivität wie letzteres. Es entsteht gemäß:
\mathrm{^{238}_{\ 92}U\ \xrightarrow [4,468 \ Mrd. \ a]{\alpha} \ ^{234}_{\ 90}Th\ \xrightarrow [24,10 \ d]{\beta^-} \ ^{234}_{\ 91}Pa\ \xrightarrow [70,2 \ s]{\beta^-} \ ^{234}_{\ 92}U}
Die Zeitangaben sind Halbwertszeiten.
  • 236U ist ein α-Strahler mit einer Halbwertszeit von 23,42 Millionen Jahren und kommt in der Natur nur in Spuren vor.[34] Es entsteht durch Neutroneneinfang aus 235U. Wenn Uran einem erhöhten Neutronenfluss ausgesetzt ist, wie z. B. in einem Kernreaktor, erhöht sich der Anteil an 236U deutlich.[35] Die Anteile der Isotope 234U, 235U, 236U in einer Urankontamination können Aufschluss über deren Ursprung geben.[36] 236U zerfällt über die bis zum natürlichen Plutonium 244Pu verlängerte Thorium-Reihe.
  • 233U hat eine Halbwertszeit von 159.200 Jahren und ist spaltbar. Es ist nicht im natürlichem Uran enthalten sondern wird in Brutreaktoren wie dem THTR-300 aus dem schwer spaltbaren Thorium 232Th (Spalt-Wirkungsquerschnitt 3 µb, wie beim 238U) erbrütet. 233U zerfällt über die Neptunium-Reihe.
\mathrm{^{232}_{\ 90}Th\ +\ ^{1}_{0}n\ \longrightarrow\ ^{233}_{\ 90}Th\ \xrightarrow [22,3 \ min]{\beta^-} \ ^{233}_{\ 91}Pa\ \xrightarrow [26,97 \ d]{\beta^-} \ ^{233}_{\ 92}U}
Die Zeitangaben sind Halbwertszeiten.

Spaltbarkeit

Animation der Kernspaltung
(Zum Abspielen Großansicht öffnen)

Der Wirkungsquerschnitt für induzierte Kernspaltung durch ein thermisches Neutron ist bei 233U und 235U mit 530 bzw. 586 b (Barn) groß,[37] bei 238U dagegen mit nur 3 µb sehr klein. Im technisch-praktischen Sinn sind also nur die Isotope 233 und 235 „gut spaltbar“ und damit mögliche Brennstoffe für Kernreaktoren.

Als „angereichert“ wird Uran bezeichnet, dessen Anteil an 235U gegenüber dem 238U durch Uran-Anreicherung erhöht wurde. Schwach angereichertes Uran (im Fachjargon „LEU“, lightly enriched uranium) wird in Kernkraftwerken, hochangereichertes Uran („HEU“ highly enriched uranium) for Forschungszwecke, in der Medizin[38] und zur Herstellung von Kernwaffen verwendet. Die Grenze zwischen LEU und HEU wird gewöhnlich bei einem Anreicherungsgrad des 235U von 20 % festgesetzt.

Die kritische Masse von 235U beträgt etwa 49 kg, hier ist jedoch der Wirkungsquerschnitt der schnellen Spaltung ausschlaggebend. Mit einem 20 cm dicken Wasserreflektor lässt sich die kritische Masse auf 22 kg, mit einem 30 cm-Stahlreflektor auf 16,8 kg absenken. In wässriger Lösung lässt sich die kritische Masse bei einer optimalen Dichte von 0,059 g/cm3 mit Reflektor auf unter 600 g reduzieren.[39]

Die kritische Masse von 233U beträgt nur rund 16 kg. Auch hier lässt sich mit einem Reflektor die kritische Masse absenken: etwa 7,4 kg mit 20 cm Wasser und 6,2 kg mit 30 cm Stahl. In wässriger Lösung lässt sich die kritische Masse auf 425 g reduzieren. Das Isotop kann in Brutreaktoren aus 232Th durch Neutroneneinfang und zwei anschließende Betazerfälle gewonnen werden.

Das Isotop mit der geringsten kritischen Masse (3,6 kg) ist 232U. Es ist wie alle geradzahligen Uranisotope beinahe ausschließlich durch schnelle Neutronen spaltbar. Mit Stahlreflektor kann die kritische Masse auf 1,9 kg reduziert werden. Das Isotop ist jedoch nur sehr aufwändig zu gewinnen, da es sich nicht durch Brutreaktionen in einem Kernreaktor herstellen lässt. Das vierte Uran-Isotop, das in der Lage ist, eine Kettenreaktion aufrechtzuerhalten, ist 234U. Seine kritische Masse beträgt 145 kg. Es ist Teil des natürlichen Urans (Zerfallsprodukt von 238U). Alternativ kann es durch Brüten aus 233U (bzw. 232Th) gewonnen werden. Wegen der hohen kritischen Masse und der im Vergleich zu anderen spaltbaren Isotopen umständlichen Gewinnung spielt es in der Kerntechnik jedoch keine größere Rolle. Es wird allerdings bei den meisten Anreicherungsmethoden relativ gesehen noch stärker angereichert als 235U, was wegen der geringen Ausgangskonzentration aber meist nicht ins Gewicht fällt.

Die Isotope 236U und 238U können selbst keine Kettenreaktion tragen. 238U wird jedoch in Verbindung mit anderen, spaltbaren Isotopen in einem schnellen Brüter als Brutstoff eingesetzt. Durch Neutroneneinfang und anschließende Betazerfälle entsteht dann 239Pu, das wiederum gut spaltbar ist und mit dessen Spaltneutronen aus dem Brutstoff neuer Brennstoff nachproduziert werden kann.

Verwendung und Verbreitung

Uranoxidpellets
Hauptartikel: Uranwirtschaft

Zivile Nutzungen

Das Uranisotop 235U wird in Kernkraftwerken zur Energiegewinnung genutzt. Das Isotop 238U kann in Brutreaktoren eingesetzt werden, um Plutonium herzustellen. Das Isotop 235U kommt in nur geringer Konzentration (etwa 0,72 %) im natürlichen Uran vor und wird durch Anreicherung konzentriert. Die zurückbleibende Fraktion wird abgereichertes Uran genannt (Abreicherung).

Bei der Spaltung eines 235U-Atoms werden durchschnittlich 210 MeV Energie freigesetzt. Davon sind etwa 190 MeV in einem Reaktor thermisch verwertbar.[40] Die Spaltung von 1 g 235U liefert daher etwa 0,95 MWd (Megawatt-Tage) thermische Energie.

Das entspricht einem theoretisch nutzbaren Energiegehalt von 78 Terajoule bzw. 2,7 Mio. SKE pro kg 235U. Die aus 1 kg Natur-Uran tatsächlich erzeugte Strom-Menge hängt vom eingesetzten Reaktortyp und dem Brennstoffkreislauf ab und liegt etwa bei 36–56 MWh für den Fall der direkten Endlagerung der abgebrannten Brennelemente, also ohne Wiederaufarbeitung und ohne Brüten.[16] (Nicht berücksichtigt ist der Energieaufwand für Bergbau, evtl. Anreicherung, Transport und Endlagerung.)

Aufgrund seiner hohen Absorptionswirkung für ionisierende Strahlung wird abgereichertes Uran (depleted uranium, DU) in einigen Ländern in Abschirmblechen in der Atomindustrie eingesetzt. Auf Grund der hohen Dichte wurde DU zeitweise für Trimmgewichte in Flugzeugen und Kielgewichte für Hochleistungssegelboote verwendet. Nach der Diskussion, die durch den Absturz einer Frachtmaschine in Amsterdam ausgelöst worden war, wurde es in Flugzeugen durch Wolfram ersetzt.[41]

Militärische Nutzungen

Kernreaktoren werden zum Antrieb großer Kriegsschiffe eingesetzt, etwa für Flugzeugträger und U-Boote. Allerdings besitzen nur wenige Länder nuklear angetriebene Kriegsschiffe. Jeder der 10 Flugzeugträger der Nimitz-Klasse der US-Navy besitzt 2 Reaktoren mit jeweils 140 MW Leistung.

235U ist neben Plutonium das wichtigste Ausgangsmaterial für den Bau von Kernwaffen und Zündsätzen für Wasserstoffbomben.

Viele Streitkräfte nutzen Uranmunition.[42] Das ist panzerbrechende Munition, die abgereichertes Uran als Projektilkernmaterial enthält. Die Munition wird beim Eintritt in den Panzerinnenraum zerstäubt und verbrennt dabei explosionsartig. Die entstehenden Stäube und Aerosole sind giftig und führen bei kontaminierten Personen zu Gesundheitsschäden.[43]

In jüngster Zeit wurden in indisch-pakistanischen Grenzkonflikten, in Tschetschenien, während der sowjetischen Invasion Afghanistans, im Kosovo-Krieg, im Zweiten Golfkrieg und im Irak-Krieg von den beteiligten Parteien insgesamt mehrere Hundert Tonnen Uranmunition eingesetzt.

Abgereichertes Uran wird bei Panzern – wie dem M1 Abrams – auch als Panzerung eingesetzt. Es handelt sich um eine Sandwichpanzerung mit einer Schicht Uran zwischen zwei Schichten Panzerstahl. Eine Folge der militärischen Verwendung ist die legale wie illegale Verbreitung uran- und auch plutoniumhaltigen Materials.

Verbindungen

→ Kategorie: Uranverbindung

Oxidationsstufen

Uran in den Oxidationsstufen +3 bis +6 in wässriger Lösung.

Uran bildet eine Reihe von Verbindungen, in denen es in den Oxidationsstufen +2 bis +6 vorliegen kann. Es tritt in der Natur überwiegend mit den Wertigkeiten +4 oder +6 auf.

Uran (II)

Im Jahre 2013 ist es zum ersten Mal gelungen Uran in der Oxidationsstufe +2 darzustellen. Die Synthese gelang durch Reduktion einer Uran(III)-Verbindung unter Verwendung in situ erzeugter Alkalide.[44]

Uran (III)

Die erste Uran(III)-Verbindung wurde 1842 von Peligot als UCl3 dargestellt. Das U3+-Ion stellt ein starkes Reduktionsmittel dar. Uran(III)-Verbindungen sind in sauerstofffreien organischen Lösungsmitteln relativ stabil und unter anaeroben Bedingungen haltbar. Die Synthese erfolgt in der Regel ausgehend von metallischem Uran.

Uran (IV)

Von den Verbindungen des Uran(IV) sind vor allem das Oxid (UO2) und die vier Halogenide (UF4, UCl4, UBr4 und UI4) bekannt. Es handelt sich um Feststoffe mit hohen Schmelzpunkten über 500 °C.

Uran (V)

Seit 2003 sind Uranyl(V)-Verbindungen im Festkörper bekannt.[45] Seither wurden eine Vielzahl weiterer Uranyl(V)-Verbindungen synthetisiert.[46]

Uran (VI)

Hauptartikel: Uranylverbindungen

Das sechswertige Uran kommt in der Natur ausschließlich in Form der UO22+-Gruppe (Uranyl-Gruppe) vor, d. h. es gibt kein U6+. Diese Gruppe bindet sich bevorzugt an sauerstoffhaltige Bindungspartner: als Phosphat, Sulfat, Carbonat und mit Wasser als Hydroxid. Uranylacetat und Uranylnitrat sind lösliche Uransalze. Diese Salze sind kommerziell erhältlich und entsprechen in ihrer Giftigkeit anderen Schwermetallnitraten und -acetaten.

Oxide

→ Übersicht: Uranoxide

Urandioxid (UO2) ist ein schwarzes, kristallines Pulver, das im späten 19. Jahrhundert bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts als Keramikglasur verwendet wurde. Heutzutage wird es vor allem als nuklearer Brennstoff in Brennstäben eingesetzt. Bekannt sind auch Urantrioxid (UO3), Triuranoctoxid (U3O8) und Uranylperoxid (UO2O2).

Yellowcake

Pulverförmiger Yellowcake

Yellowcake ist Uranoxidkonzentrat. Der Name ist abgeleitet von der früheren Farbe und Textur. Heutzutage werden höhere Kalzinationstemperaturen verwendet, wodurch der „gelbe Kuchen“ eher dunkelgrün bis schwarz ist. Ursprünglich waren die im Yellowcake enthaltenen chemischen Verbindungen unbekannt. Man nahm an, dass es sich um Ammoniumdiuranat oder Natriumdiuranat handelt. Die Zusammensetzung variierte und hing vom Verhüttungsprozess ab. Die Verbindungen, die in Yellowcake gefunden wurden, sind unter anderem Uranylhydroxid, Uranylsulfat, Natrium-para-Uranat und Uranylperoxid, zusammen mit einer Reihe von Uranoxiden. Der heutige Yellowcake enthält typischerweise zu 70 bis 90 Prozent (Massenanteil) das Uranoxid (U3O8).

Das hellgelbe Ammoniumdiuranat ist ein Zwischenprodukt bei der Herstellung von Yellowcake. Manchmal wird es ebenfalls als „Yellowcake“ bezeichnet, das entspricht allerdings nicht dem allgemeinen Gebrauch.

Halogenide

Für Uran sind Halogenide in den Oxidationsstufen +3 bis +6 bekannt. Für die Stufen +3 bis +5 sind sämtliche Verbindungen der vier Halogene Fluor, Chlor, Brom und Iod bekannt, für die Oxidationsstufe +6 sind es UF6 und UCl6.[47]

Oxidationszahl F Cl Br I
+6 Uran(VI)-fluorid
UF6
farblos
Uran(VI)-chlorid
UCl6
grün
+5 Uran(V)-fluorid
UF5
farblos
Uran(V)-chlorid
UCl5
braun
Uran(V)-bromid
UBr5
schwarz
(Uran(V)-iodid)
(UI5)
 
+4 Uran(IV)-fluorid
UF4
grün
Uran(IV)-chlorid
UCl4
grün
Uran(IV)-bromid
UBr4
braun
Uran(IV)-iodid
UI4
schwarz
+3 Uran(III)-fluorid
UF3
purpur
Uran(III)-chlorid
UCl3
rot
Uran(III)-bromid
UBr3
rot
Uran(III)-iodid
UI3
schwarz
Uranhexafluoridkristalle in einer Glasampulle

Urantetrafluorid (UF4), auch bekannt als „green salt“, ist ein Zwischenprodukt der Herstellung von Uranhexafluorid.

Uranhexafluorid (UF6) ist ein weißer Feststoff, der bei einer Temperatur von 56,5 °C sublimiert und nur unter Druck von mind. 1,5 bar und 64,1 °C eine flüssige Phase bildet. UF6 ist die Uranverbindung, die für die zwei häufigsten Anreicherungsprozesse, Gasdiffusion und Gaszentrifuge, verwendet wird. Es wird in der Industrie schlicht als „Hexe“ bezeichnet.

Metallorganische Verbindungen

Uranocen U(C8H8)2 ist eines der ersten Organouranverbindungen und die bekannteste Verbindung des Cyclooctatetraen mit den f-Elementen.[48][49] Weiterhin sind beispielsweise zu nennen auch das an der Luft stabile Derivat U(C8H4Ph4)2 und das Cycloheptatrienylion [U(C7H7)2].[50]

Analytik

Klassische qualitative Analytik von Uran

Uran tritt in Lösung meist als UO22+-Kation auf. Im anorganischen Trennungsgang wird UO22+ in der Ammoniumsulfid-Urotropin-Gruppe nachgewiesen. Nach zahlreichen Trennungs- und Fällungsschritten wird es als UO2(SCN)2·3 Ether in eine Etherphase extrahiert.

Der Nachweis erfolgt durch Zugabe von gelbem Blutlaugensalz (K4[Fe(CN)6]), wobei sich bei relativ hohen Konzentrationen ein Mischkomplex bildet (K2(UO2[Fe(CN)6])). Dieser fällt als rotbrauner Niederschlag aus.[51]

Instrumentelle quantitative Analytik von Uran

Thermisch angeregte optische Spektroskopie

Atomabsorptionsspektrometrie (AAS) in Form der Flammen-AAS und Induktiv-gekoppeltes-Plasma optische Emissionsspektrometrie ICP-OES werden auf Grund der geringen Empfindlichkeit nur in seltenen Ausnahmen für die Analytik eingesetzt. Wegen Störungen durch starke Carbidbildung wird auch die Graphitrohr-AAS nur selten eingesetzt.

Induktiv-gekoppelte Plasma-Massenspektrometrie (ICP-MS)

Mittels ICP-MS wird Uran sehr empfindlich gemessen, die in der Natur vorkommenden drei Uranisotope können direkt bestimmt werden. So kann z.B. das Isotop 238U (99,274 %) in menschlichen Haarproben mittels ICP-MS mit einer Nachweisgrenze von 0,2 ng/g bestimmt werden.[52]

Neutronenaktivierungsanalyse (NAA)

In der NAA wird bei der Bestimmung von Uran die Aktivierungsreaktion 238U(n,γ)239U genutzt. 239U besitzt eine Halbwertszeit von 23,5 min. Zur quantitativen Auswertung wird der Photopeak mit einer Gammastrahlungsenergie von 74 keV herangezogen. Mit dieser hochempfindlichen Methode wurde eine Nachweisgrenze von 4 pg/ml Uran in Meerwasser erzielt.[53]

Fluoreszenzspektrometrie

Uran in Form von Uranylionen (UO22+) kann mit Hilfe der zeitaufgelösten, laserinduzierten Fluoreszenzspektrometrie (TR-LIF) quantitativ bestimmt werden. Diese Methode findet häufig Anwendung in der Überwachung und zum Nachweis von Uran in Grund- und Oberflächengewässern in der Nähe von Aufbereitungsanlagen, da sie die Möglichkeit der on-line Überwachung bietet. Nachweisgrenzen von 40 ng/l wurden mit dieser Technik erzielt.[54]

Adsorptive kathodische Stripping-Voltammetrie (AdCSV)

Für die Uranbestimmung in Ab-, Grund- und Trinkwässern wird zunehmend die AdCSV verwendet. Das UO22+-Ion wird dabei in saurem Milieu mit Chloranilsäure komplexiert und elektrochemisch bei 150 mV an einer hängenden Quecksilbertropfelektrode (HMDE) adsorptiv angereichert. Anschließend wird ein Voltammogramm von 50 mV bis −200 mV aufgenommen. Der Reduktionspeak liegt etwa bei −90 mV. Mit diesem Verfahren wurde eine Nachweisgrenze von 24 ng/l erzielt. Aufgrund der sehr guten Selektivität wurde das Verfahren als Standardverfahren (DIN 38406-17) genormt.[55]

Sicherheitshinweise

Im Gammaspektrum von Uranerz sind die verschieden langlebigen Nuklide 226Ra, 214Pb, 214Bi aus der Uran-Radium-Reihe zu erkennen, die beim radioaktiven Zerfall von Uran entstehen.

Uran ist aufgrund seiner Radioaktivität gefährlich und, wie die meisten Schwermetalle, chemisch giftig.

Chemisch gefährlich sind vor allem wasserlösliche Uranverbindungen, welche analog zu Blei, Cadmium und Quecksilber vorwiegend die Tubuli der Nieren schädigen.[56][57] Die Weltgesundheitsorganisation WHO empfahl 2003 – angesichts der Verwendung von abgereichertem Uran in Uranmunition – einen Grenzwert für die tägliche Aufnahme von löslichen Uranverbindungen von 0,5 μg/kg Körpergewicht, von 5 μg/kg für unlösliche Verbindungen und von maximal 1 μg/m3 in der Umgebungsluft bei Aufnahme über den Atemtrakt.[58] Bei oraler Aufnahme von Uran und -verbindungen werden dabei zwischen 0,2 und 2 %, beim Einatmen etwa 5 % resorbiert, der Rest über den Harn ausgeschieden.[58]

Seine Radioaktivität erzeugt Ionisierende Strahlung, welche Auslöser von Erbgutveränderungen – wie Mutationen – und nachfolgenden Krebserkrankungen sein kann. Die langlebigen Uranisotope sind α-Strahler, die im Fall einer Aufnahme in den Körper eine relativ hohe Strahlendosis zur Folge haben. Beim Umgang und Lagerung von Uran und seinen Verbindungen ist zu beachten, dass aus der Uran-Zerfallsreihen Folgeprodukte anwesend sind, die auch Beta- und durchdringende Gammastrahlen emittieren; daneben auch Radon, das als Gas seinen Weg überallhin findet.

Literatur

  • Ingmar Grenthe, Janusz Drożdżynński, Takeo Fujino, Edgar C. Buck, Thomas E. Albrecht-Schmitt, Stephen F. Wolf: Uranium, in: Lester R. Morss, Norman M. Edelstein, Jean Fuger (Hrsg.): The Chemistry of the Actinide and Transactinide Elements, Springer, Dordrecht 2006; ISBN 1-4020-3555-1, S. 253–698; doi:10.1007/1-4020-3598-5_5.
  • Walter D. Loveland, David Morrissey, Glenn T. Seaborg: Modern Nuclear Chemistry, Wiley-Interscience 2006, ISBN 0-471-11532-0.

Einzelnachweise

  1. a b c d e f g Harry H. Binder: Lexikon der chemischen Elemente, S. Hirzel Verlag, Stuttgart 1999, ISBN 3-7776-0736-3, S. 674–682.
  2. Die Werte der atomaren und physikalischen Eigenschaften (Infobox) sind, wenn nicht anders angegeben, aus www.webelements.com (Uranium) entnommen.
  3. a b c d e Arnold F. Holleman, Nils Wiberg: Lehrbuch der Anorganischen Chemie, 102. Auflage, de Gruyter, Berlin 2007, ISBN 978-3-11-017770-1, S. 2149.
  4. Weast, Robert C. (ed. in chief): CRC Handbook of Chemistry and Physics. CRC (Chemical Rubber Publishing Company), Boca Raton 1990. Seiten E-129 bis E-145. ISBN 0-8493-0470-9. Werte dort sind auf g/mol bezogen und in cgs-Einheiten angegeben. Der hier angegebene Wert ist der daraus berechnete maßeinheitslose SI-Wert.
  5. a b Eintrag aus der CLP-Verordnung zu CAS-Nr. 7440-61-1 in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFA (JavaScript erforderlich).
  6. Seit 1. Dezember 2012 ist für Stoffe ausschließlich die GHS-Gefahrstoffkennzeichnung zulässig. Bis zum 1. Juni 2015 dürfen noch die R-Sätze dieses Stoffes für die Einstufung von Zubereitungen herangezogen werden, anschließend ist die EU-Gefahrstoffkennzeichnung von rein historischem Interesse.
  7. Fritz Schmidt: Kompendium der praktischen Photographie. 10. wesentlich verbesserte Auflage, Leipzig 1906. Urannitrat S. 191, Urantonung S. 268, 291, 339.
  8. D. C. Hoffman, F. O. Lawrence, J. L. Mewherter, F. M. Rourke: Detection of Plutonium-244 in Nature. In: Nature. Band 234, 1971, S. 132–134 (doi:10.1038/234132a0).
  9. Helmut Tonndorf: Metallogenie des Urans im ostdeutschen Zechstein – Ein Beitrag zum Nachweis und zur Charakteristik stofflicher Umverteilungs- und Anreicherungsprozesse. Abhandlungen der sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig, Mathematisch-naturwissenschaftliche Klasse, Band 58, Heft 3, Akademie Verlag, Berlin 1994, ISBN 3-05-501621-1.
  10. Geology of Uranium deposits
  11. K. Ehrig, BHP Billiton. Präsentation auf der South Australia Explorers Conference, Adelaide 2008.
  12. Verschiedene Autoren: Uranbergbau im Erzgebirge und Kalter Krieg. Ausgewählte Beiträge des RADIZ-Workshops vom 10. und 11. Oktober 1997 in Schlema, RADIZ-Information 16/1998, RADIZ e.V., Schlema.
  13. Broder Merkel, Britta Planer-Friedrich, Christian Wolkersdorfer (Hrsg.): Uranium in the Aquatic Environment, Springer-Verlag, Heidelberg 2002, ISBN 3-540-43927-7.
  14. World Nuclear Association: Naturally-Occurring Radioactive Materials (NORM); März 2009.
  15. F. Knolle: Ein Beitrag zu Vorkommen und Herkunft von Uran in deutschen Mineral- und Leitungswässern, TU Braunschweig 2009 (PDF).
  16. a b  OECD Nuclear Energy Agency und Internationale Atomenergieorganisation: Uranium 2007: Resources, Production and Demand. OECD Publishing, 4. Juni 2008, ISBN 978-92-64-04768-6 (PDF, abgerufen am 7. Juli 2009).
  17. FAZ: Uran ist ein begehrter Rohstoff geworden; 6. Januar 2006.
  18. Der schmutzigste Atombrennstoff, Fragen und Antworten zur Herkunft des Urans (PDF; 790 kB).
  19. Federation of American Scientists: Uranium Production
  20. Dr. Frank Settle: Nuclear Chemistry, Uranium Production
  21. Carl Willis: Uranium Chemistry
  22. Arnold F. Holleman, Nils Wiberg: Lehrbuch der Anorganischen Chemie, 102. Auflage, de Gruyter, Berlin 2007, ISBN 978-3-11-017770-1, S. 1950.
  23. C. R. Hammond: The Elements, in: Handbook of Chemistry and Physics, 81st edition. CRC Press, 2000, ISBN 0-8493-0481-4.
  24. Wilhelm Jander: Über Darstellung von reinem Uran. In: Zeitschrift für anorganische und allgemeine Chemie, 1924, 138 (1), S. 321–329; doi:10.1002/zaac.19241380131.
  25.  Georg Brauer (Hrsg.): Handbuch der Präparativen Anorganischen Chemie. 3., umgearb. Auflage. Band II, Enke, Stuttgart 1978, ISBN 3-432-87813-3, S. 1195.
  26. F. Levy, I. Sheikin, B. Grenier, A. D. Huxley: Magnetic Field-Induced Superconductivity in the Ferromagnet URhGe. In: Science, 2005, 309, S. 1343–1346; doi:10.1126/science.1115498.
  27. Arnold F. Holleman, Nils Wiberg: Lehrbuch der Anorganischen Chemie, 102. Auflage, de Gruyter, Berlin 2007, ISBN 978-3-11-017770-1, S. 1956.
  28. D. R. Lovley, P. K. Widman, J. C. Woodward, E. J. Phillips: Reduction of Uranium by Cytochrome c3 of Desulfovibrio vulgaris. In: Appl. Environ. Microbiol., 1993, 59 (11), S. 3572–3576; PMID 8285665; PMC 182500 (freier Volltext).
  29. D. R. Lovley, E. J. Phillips: Reduction of Uranium by Desulfovibrio desulfuricans. In: Appl. Environ. Microbiol., 1992, 58 (3), S. 850–856; PMID 1575486; PMC 195344 (freier Volltext).
  30. D. R. Lovley, E. J. P. Phillips, Y. A. Gorby, E. R. Landa: Microbial Reduction of Uranium. In: Nature, 1991, 350, S. 413–416; doi:10.1038/350413a0.
  31. O. H. Tuovinen, T. M. Bhatti: Microbiological Leaching of Uranium Ores. In: Minerals and Metallurgical Processing, 1999, 16, S. 51–60; Abstract.
  32. D. R. Lovley: Bioremediation of Organic and Metal Contaminants with Dissimilatory Metal Reduction. In: J. Ind. Microbiol., 1995, 14 (2), S. 85–93; PMID 7766214.
  33. The Biochemical Periodic Tables – Uranium.
  34. P. Steier, R. Golser, W. Kutschera, V. Liechtenstein, A. Priller, A. Valenta, C. Vockenhuber: Heavy ion AMS with a small accelerator, Nuclear Instruments and Methods. In: Physics Research B, 2002, 188 (1–4), S. 283–287; doi:10.1016/S0168-583X(01)01114-4.
  35. M. A. C. Hotchkis, D. Child, D. Fink, G. E. Jacobsen, P. J. Lee, N. Mino, A. M. Smith, C. Tuniz: Measurement of 236U in environmental media, Nuclear Instruments and Methods. In: Physics Research B, 2000, 172 (1–4), S. 659–665; doi:10.1016/S0168-583X(00)00146-4.
  36. D. L. Donohue: Strengthening IAEA safeguards through environmental sampling and analysis. In: Journal of Alloys and Compounds, 1998, 271–273, S. 12–18; doi:10.1016/S0925-8388(98)00015-2.
  37. G. Pfennig, H. Klewe-Nebenius, W. Seelmann-Eggebert (Hrsg.): Karlsruher Nuklidkarte, 7. Auflage, 2006.
  38. Radioisotopes in Medicine | Nuclear Medicine
  39. Institut de Radioprotection et de Sûreté Nucléaire: Evaluation of nuclear criticality safety data and limits for actinides in transport, S. 16 (PDF).
  40. Zukunftswerkstatt Jena: Kernenergie – woher kommt sie?
  41. U.S. Nuclear Regulatory Commission, Systematic Radiological Assessment of Exemption for Source and Byproduct Materials, Abschnitt 3.17, S. 531–533 (PDF; 3,3 MB).
  42. Uni Oldenburg: Informationen über Uran-Munition
  43. E. S. Craft, A. W. Abu-Qare, M. M. Flaherty, M. C. Garofolo, H. L. Rincavage, M. B. Abou-Donia: Depleted and natural Uranium: Chemistry and toxicological effects. In: Journal of Toxicology and Environmental Health – Part B – Critical Reviews, 2004, 7 (4), S. 297–317; doi:10.1080/10937400490452714.
  44. Matthew R. MacDonald, Megan E. Fieser, Jefferson E. Bates, Joseph W. Ziller, Filipp Furche and William J. Evans: „Identification of the +2 Oxidation State for Uranium in a Crystalline Molecular Complex, [K(2.2.2-Cryptand)][(C5H4SiMe3)3U]“, J. Am. Chem. Soc., 2013, 135, S. 13310–13313 (doi:10.1021/ja406791t).
  45. J.-C. Berthet, M. Nielich, M. Ephritikhine, Angew. Chem. Int. Ed., 2003, 42, 1952.
  46. Polly L. Arnold, Jason B. Love, Dipti Patel: „Pentavalent uranyl complexes“, Coordination Chemistry Reviews, 2009, 253 (15–16), S. 1973–1978 (doi:10.1016/j.ccr.2009.03.014).
  47. Arnold F. Holleman, Nils Wiberg: Lehrbuch der Anorganischen Chemie, 102. Auflage, de Gruyter, Berlin 2007, ISBN 978-3-11-017770-1, S. 1969.
  48. A. Streitwieser, U. Müller-Westerhoff: Bis(cyclooctatetraenyl)uranium (Uranocene). A New Class of Sandwich Complexes That Utilize Atomic f Orbitals, J. Am. Chem. Soc., 1968, 90 (26), S. 7364–7364 (doi:10.1021/ja01028a044).
  49. Christoph Elschenbroich: Organometallchemie, 6. Auflage, Wiesbaden 2008, ISBN 978-3-8351-0167-8, S. 587–591.
  50. D. Seyferth: Uranocene. The First Member of a New Class of Organometallic Derivatives of the f Elements, Organometallics, 2004, 23 (15), S. 3562–3583 (doi:10.1021/om0400705).
  51. G. Jander, E. Blasius: Lehrbuch der analytischen und präparativen anorganischen Chemie, 16. Auflage, S. Hirzel Verlag, Stuttgart 2006, ISBN 3-7776-1388-6.
  52. H. Sela, Z. Karpas, C. Pickhardt, J.S. Becker: Biomonitoring of hair samples by laser ablation inductively couple plasma mass spectrometry (LA-ICP-MS), in: International Journal of Mass Spectrometry, 2007, 261 (2–3), S. 199–207; doi:10.1016/j.ijms.2006.09.018.
  53. R. Lobinski, Z. Marczenko: Spectrochemical Trace Analysis for Metals and Metalloids, Elsevier, Amsterdam 1997.
  54. G. Romanovskaya, V. Pogonin, A. Chibisov: Determination of Trace Amounts of Uranium(VI) in Various Materials by a Repetitive Laser Technique, in: Talanta, 1987, 34 (1), S. 207–210; doi:10.1016/0039-9140(87)80028-0; PMID 18964281.
  55. G. Henze; Polarographie - Voltammetrie; Grundlagen und analytische Praxis, Springer Verlag, Berlin, Heidelberg, New York 2001.
  56. Thomas Efferth: Molekulare Pharmakologie und Toxikologie: Biologische Grundlagen von Arzneimitteln und Giften. Springer, 2006, ISBN 978-3-540-21223-2, S. 238.
  57. Werner Böcker, Helmut Denk, Philipp Ulrich Heitz: Repetitorium Pathologie. Elsevier,Urban&Fischer, 2007, ISBN 978-3-437-43400-6, S. 296.
  58. a b WHO: Depleted uranium: sources, exposure and health effects. Executive summary, Januar 2003 (PDF; 23 kB).

Weblinks

 Commons: Uran – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wiktionary: Uran – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen