Grundwasserleiter

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Karte der weltweiten geringsten Verfügbarkeit an sich erneuerndem Süßwasser pro Einwohner und Jahr
Eine Frau beim Wasserschöpfen aus einer offenen Wasserquelle, Mwamanongu Village, Tansania

Ein Grundwasserleiter, ehemals auch Grundwasserhorizont oder Grundwasserträger, ist ein Gesteinskörper mit Hohlräumen, der zur Leitung von Grundwasser geeignet ist.

Eine weite Verbreitung hat inzwischen auch der aus dem englischen Sprachraum übernommene Begriff Aquifer (lat. aquifer „wassertragend“ bzw. „Wasserträger“) erfahren, er wurde jedoch nicht in die für Deutschland gültige hydrogeologische Begriffsbestimmung nach DIN 4049-3 übernommen. Obwohl auch in Teilen der deutschen Fachwelt meist als Synonym zum Grundwasserleiter genutzt, bezeichnet ein Aquifer ursprünglich eine zur Abgabe von signifikanten Wassermengen geeignete Schichtenfolge bzw. Teile derselben. Dies schließt Wasser der ungesättigten Zone mit ein, was aber in der für Deutschland gültigen Definition des Grundwassers nicht der Fall ist. Ein Grundwasserleiter erstreckt sich also im Gegensatz zu einem Aquifer nur über die gesättigte Zone, was zur Folge hat, dass beide Begriffe höchstens im Einzelfall als Synonyme gebraucht werden können. Man kann jedoch davon ausgehen, dass bei der Verwendung des Begriffs Aquifer im deutschsprachigen Raum ein Grundwasserleiter gemeint ist.

Es werden drei Arten von Grundwasserleitern unterschieden:

  1. Porengrundwasserleiter bestehen aus Locker- oder Festgestein, dessen Porenraum von Grundwasser durchflossen wird
  2. Kluftgrundwasserleiter bestehen aus Festgestein, sie enthalten durchflusswirksame Klüfte und Gesteinsfugen
  3. Karst-Grundwasserleiter bestehen aus verkarsteten Karbonatgesteinen mit durchflusswirksamen Verkarstungen

Ein Grundwasserleiter wird geologisch durch wasserundurchlässige Schichten (z. B. Tone) begrenzt, die Aquifugen genannt werden.

Ihre Kenntnis und Erkundung ist wichtig für die Trinkwassergewinnung (siehe dazu Wasserhaltung) und die bergbauliche Grundwasserbeeinflussung (Tagebauentwässerung).

Die wichtigste Eigenschaft eines Grundwasserleiters ist die Transmissivität.[1]

Begriffe und Arten[Bearbeiten]

Ein Grundwassernichtleiter ist ein Gesteinskörper, der kein Grundwasser leitet. Ein Geringleiter dagegen hat einen sehr geringen Durchlässigkeitsbeiwert, wobei der Übergang zu einem Nichtleiter fließend definiert wird. Ein den Grundwasserleiter begrenzender Bereich mit schlechter Durchlässigkeit ist ein Grundwasserhemmer. All diesen gemeinsam sind meist geringe Korngrößen und eine geringe Porosität. Die englischen Begriffe sind Aquiclude für den Nichtleiter und Aquitarde für den Geringleiter.

Ein Grundwasserkörper ist ein räumlich eindeutig abgrenzbares Grundwasservorkommen, wohingegen der Grundwasserraum den mit Grundwasser gefüllten Gesteinskörper bezeichnet. Die Grundwassermächtigkeit ist als lotrechter Abstand zwischen Grundwasseroberfläche und Grundwassersohle definiert, also zwischen der oberen und unteren Grenze des Grundwasserkörpers. Des Weiteren unterscheidet man zwischen gespannten und ungespannten Grundwasserleitern, die über die relative Position von Grundwasseroberfläche und Grundwasserdruckfläche definiert sind. Dabei ist die Grundwasserdruckfläche der Bereich, bis zu dem das Wasser entsprechend seinem hydrostatischen Druck in einem freien Brunnen ansteigen würde. Insofern dieser Bereich der Grundwasseroberfläche entspricht, handelt es sich um einen ungespannten bzw. freien Grundwasserleiter. Wird der Anstieg des Grundwassers jedoch vor Erreichen der Druckfläche durch eine nicht- bzw. schlechtleitende Schicht unterbunden, so liegt ein gespannter Grundwasserleiter vor. Diese Unterscheidung wirkt sich maßgeblich auf das Verhalten eines Grundwasserleiters bei der Anlage von Grundwassermessstellen sowie der Durchführung von Pumpversuchen und der letztlichen Grundwasserentnahme aus. Einen Sonderfall des gespannten Grundwasserleiters bilden artesische Grundwasserleiter, bei denen die Druckfläche über dem Erdboden liegt und das Grundwasser somit unter ungespannten Verhältnissen (z. B. durch das Abteufen einer Bohrung) eine Quelle bilden würde.

Nutzung, Risiken[Bearbeiten]

Speicherung[Bearbeiten]

Wärme, Kälte[Bearbeiten]

Aquifere können genutzt werden, um thermische Energie langfristig zu speichern und sie so zum Heizen oder Kühlen von Gebäuden verfügbar zu machen. Dazu wird warmes Wasser aus einem Aquifer z. B. im Winter zum Heizen von Gebäuden verwendet und kühlt sich dabei ab. Dieses abgekühlte Wasser wird in den Aquifer zurückgeführt und kann dann im Sommer wiederum der Gebäudekühlung dienen. Beim Kühlen des Gebäudes kann das Wasser im Nachgang noch zusätzlich, z. B. durch Sonnenkollektoren erwärmt und wieder im Aquifer gespeichert werden. Für dieses Verfahren sind mindestens zwei Brunnen, ein Schluck- und ein Entnahmebrunnen nötig, die je nach Jahreszeit in ihrer Funktion wechseln.[2]

In nichtvulkanischen Gebieten können die Temperaturen im Untergrund sehr unterschiedlich sein. Zur Wärmegewinnung aus einem Aquifer sind dann in der Regel tiefere Bohrungen notwendig: für eine wirtschaftliche Stromerzeugung sind Temperaturen über 100 °C erforderlich. Liegen diese vor, so kann Wasser gefördert, abgekühlt und reinjiziert werden. Man spricht dann von hydrothermaler Geothermie.

Druckluft[Bearbeiten]

Druckluft kann u. a. auch in Grundwasserleitern gespeichert werden. Dazu werden sogenannte (CAES-Kraftwerke) genutzt. Derartige Anlagen werden mit dem Kraftwerk Huntorf und dem Kraftwerk McIntosh bereits seit vielen Jahren betrieben.[3] Bei diesen Anlagen erfolgt die Speicherung allerdings in Salzstockkavernen; für die Zukunft ist aber auch die Speicherung in Grundwasserleitern denkbar, wie sie für Erdgas bereits erfolgreich praktiziert wird.

CO2[Bearbeiten]

Die Speicherung in Aquiferen weit unterhalb einer nutzbaren Grundwassertiefe (ab einer Tiefe von 900 Metern) wird aufgrund des begrenzten Speicherpotentials als Zwischentechnologie für die Vermeidung von CO2-Emissionen bei der Energiegewinnung gesehen.

Im Gegensatz zur Sequestrierungsdauer in Ozeanen (bis zu 10.000 Jahren) kann hierbei mit einer Speicherdauer von über 1 Million Jahren gerechnet werden.[4] Die Speicherung in Ozeanen birgt dabei jedoch enorme ökologische Gefahren, falls doch eine Speicherblase an die Oberfläche dringt.

Rohstoffgewinnung[Bearbeiten]

Erdgas[Bearbeiten]

Die Löslichkeit eines Gases in einer Flüssigkeit steigt mit zunehmendem Druck und sinkt mit zunehmender Temperatur. Durch die steigende Temperatur in zunehmender Tiefe sinkt die Löslichkeit. Dieser Effekt wird jedoch durch den höheren Druck ausgeglichen. Das in Gesteinsporen gehaltene Wasser (Formationswasser) kann mit wachsender Tiefe größere Mengen Gas binden. Bei Druckentlastung löst sich dann ein Teil des Gases und tritt entweder als freies Gas in die Atmosphäre oder wird bei geeigneten geologisch-strukturellen Voraussetzungen in Lagerstätten gefangen. Der im Formationswasser verbleibende Teil wird als Aquifergas bezeichnet. Hauptproblem bei der Förderung ist die Landabsenkung, wie sie in Japan und Italien beobachtet wurde. Diese kann jedoch durch Reinjektion des entgasten Wassers begegnet werden.

Trinkwasser[Bearbeiten]

(Trink)wasser aus einem Wasserhahn

Für die Menschen ist nur ca. 1 % des weltweit vorkommenden Süßwassers nutzbar – das entspricht einem Anteil von ca. 0,007 % des gesamten (Salz-, Süß-, usw.) Wassers, das auf der Erde überhaupt vorkommt.
Der Anteil von 2,5 % Süßwasser am weltweiten Wasservorkommen befindet sich dabei zu 68,7 % als gebundenes Wasser in den Eisschichten der Polkappen, die restlichen 32,3 % verteilen sich in Aquiferen bzw. sind als Bodenfeuchte gespeichert.[5]

Weltweit werden Aquifere in größtem Umfang zur Trinkwassergewinnung genutzt. Übersteigt die Entnahme den Zufluss, oder wird nicht erneuerbares fossiles Wasser genutzt, ist eine nachhaltige und dauerhafte Nutzung nicht gewährleistet.[6]

Immer wieder tritt bei der Versorgung mit dem natürlich vorhandenen, jedoch lebensnotwendigen Stoff privates Gewinnstreben weltweit tätiger Großkonzerne und Dienstleister mit der Aussicht auf hohe Gewinne in Konflikt mit dem von der UNO formulierten Menschenrecht auf Wasser und der Versorgung durch öffentliche Unternehmen. Dabei steht auch die Einordnung des Elementes als eine handelbare Ware wie jede andere (EU-Kommission) im Gegensatz zu seinem Verständnis als öffentliches Gut zur Gewährleistung von Grundversorgung und Daseinsvorsorge. Außerdem besitzt das Wasserversorgungsunternehmen in der Regel neben den Aufbereitungsanlagen auch das Verteilungsnetz und kann sich so vor Konkurrenz schützen.

Im Prozess der Trinkwasseraufbereitung werden Verfahren zur Grundwasseranreicherung in einigen Fällen genutzt. Dabei wird oftmals Oberflächenwasser in den Grundwasserleiter reinfiltriert um die Reinigungswirkung (Entmanganung, Enteisenung, biologischer Abbau) des Untergrundes zu nutzen. Allerdings können dadurch auch Schadstoffe in den Boden eingetragen werden. Diese Schadstoffe müssen dann im weiteren Prozess der Trinkwasseraufbereitung wieder z. B. durch Aktivkohlefilter eliminiert werden. Um den Schadstoffeintrag möglichst gering zu halten, wird das in den Grundwasserleiter infiltrierte Wasser oftmals vorbehandelt.

Bewässerung[Bearbeiten]

Ein Bewässerungskanal

Die Nutzung nichterneuerbaren Wassers für landwirtschaftliche Bewässerung ist aus ökonomischer und ökologischer Sicht sehr umstritten.[7]

Wasserspiegel des Ogallala Aquifers bei Morton, Kansas, USA: in 15 Jahren um ca. 25 m gesunken
Wasserspiegel des Ogallala Aquifers bei Seward/Kansas, USA: im Beobachtungszeitraum während 15 Jahren um ca. 20 m gesunken

Das Ogallala-Aquifer in Zentral-Nordamerika wurde ab 1911 zur landwirtschaftlichen Bewässerung genutzt. Da die Menge des entnommenen Wassers schon bald die Menge des zufließenden Wassers überschritt, begann der Wasserspiegel schnell zu sinken. Heutigen Schätzungen zufolge liegt die Quote von entnommenem zu zugeführtem Wasser etwa bei 25, das heißt, dass für 25 Liter entnommenen Wassers nur ein Liter neues Wasser durch Versickerung nachfließt, an manchen Stellen wurde ein Absinken des Wasserspiegels von bis zu 1,50 Metern pro Jahr gemessen. Einige Teile des Aquifers sind somit heute bereits wasserlos; hält diese Austrocknung an, könnte mittelfristig die Landwirtschaft in der Gegend unmöglich werden. Einige Flüsse der Region liegen außerdem teilweise tiefer als der Grundwasserspiegel, was dem Aquifer zusätzlich Wasser entzieht. Noch deutlicher wird die Größenordnung eines derartigen Absinkens des Wasserspiegels, zieht man die Ausdehnung dieses Aquifers (siehe untenstehende Tabelle) in Betracht.

Äußerst problematisch ist die Nutzung von fossilem Grundwasser. Im Westen Ägyptens wurde, nach dem Versiegen der artesischen Quellen in einigen Oasen (Bahariya, Farafra, Abu Minkar, Dahkla und Kharga) der Nubische Aquifer angezapft.[8] In dieser Region ist, aufgrund des vorherrschenden hyperariden Klimas, nahezu keine Grundwasserneubildungsrate vorhanden. Wegen der starken Nutzung der Grundwasserressourcen sank der Grundwasserspiegel des nubischen Aquifers bis 2009 um ca. 60 m.

In den nordwestindischen Aquiferen im Großraum Neu-Delhi, im Punjab sowie in den indischen Bundesstaaten Haryana und Rajasthan ist der Wasserspiegel in den vergangenen sechs Jahren (2009) pro Jahr um mehr als 30 Zentimeter gefallen; der Verlust beträgt über 100 km³.[9][10] Im gesamten Land hat sich die Fläche der bewässerten Äcker zwischen 1970 und 1999 verdreifacht.[11] Nach einer Studie der Naturschutzorganisation WWF nutzen indische Bauern für die Bewässerung ihrer Felder 400 km³ Wasser jährlich. Nur 150 km³ davon stammen aus Niederschlägen, der Rest kommt aus Grundwasserleitern.[12]

Im kalifornischen Zentraltal (California Central Valley) sind aufgrund intensiver landwirtschaftlicher Nutzung ca. 20 Mio. km³ Grundwasser verloren gegangen.[13]

Verschmutzung mit chemischen Stoffen[Bearbeiten]

Eine Mülldeponie, Bliesendorf, D, 1990

Weltweit unterliegen viele Grundwasserkörper enormen Belastungen aus Industrie und Landwirtschaft. Diese Belastungen stammen aus direkten Einleitungen von Ab- oder Kühlwässern oder aus indirekten Einträgen über die Versickerung von Spritz- und Düngemitteln. Dabei spiegelt sich ein verantwortungsvoller Umgang mit der Umwelt (ökologischer Landbau z. B. kann die Nitratbelastung erheblich verringern) in der Belastung des Grundwassers wieder. Problematisch ist vor allem, dass Verunreinigungen des Grundwassers über Jahrzehnte und länger gespeichert werden können und somit lange nachweisbar sind.

Arsen[Bearbeiten]

In vielen Regionen der USA, Südamerikas und Asiens kommen im Grundwasser sehr hohe Konzentrationen von Arsen vor. Auch in Europa, speziell in Großbritannien, treten überhöhte Werte auf.[14][15] In Deutschland ist das Grundwasser im Schwarzwald stellenweise mit Arsen belastet.[16][17]

Kaliumchlorid (Kalisalz)[Bearbeiten]

Im süddeutsch-französischen Oberrhein-Aquifer liegen zum Teil erhebliche Belastungen aus Salzeinträgen von Abraumhalden und alten Lagerbecken der hier aufgelassenen bergmännischen Kalisalz-Gewinnung vor.

Nitrat[Bearbeiten]

Nitrat kann bei Menschen mit untypischer Darmflora und bei Säuglingen im Darm zu Nitrit umgewandelt werden, welches toxisch ist. Zudem wird Nitrat als Indikator für unerwünschte stickstoffhaltige, organische Verschmutzungen betrachtet.

Anthropogen erhöhte Nitratgehalte im Grundwasser sind eine weltweit bekannte Erscheinung, die in der Regel in dicht besiedelten Gebieten auftreten sowie durch intensive Landwirtschaft (Stickstoff- oder Gülledüngung) verursacht werden. Zur Ermittlung von Nitrateinträgen aus dem Boden-Pflanze-System in das Grundwasser wird teilweise ein deterministisches Nitratverlagerungsmodell eingesetzt, welches den mittleren Stickstoffeintrag aus der Fläche berechnet.[18] Der Grenzwert für Trinkwasser der Europäischen Union liegt derzeit (2010) bei 25 mg/l.

Auch in unbesiedelten, semiariden Gebieten können erhöhte Nitratgehalte in Grundwasser vorkommen, die nicht auf anthropogene Einflüsse zurückzuführen sind und somit ihre Ursache in natürlichen Prozessen haben. In den Ländern des südlichen Afrika (Republik Südafrika, Namibia, Botswana) werden lokal Nitratkonzentrationen von bis zu 600 mg/l angetroffen, die erheblich über dem Grenzwert der World Health Organization (WHO) von 50 mg/l liegen. Es ist bisher nicht eindeutig geklärt, wo die Ursachen für diese erhöhten Nitratgehalte liegen.[19]

Strategien zur nachhaltigen Nutzung[Bearbeiten]

Reinhaltung durch ökologische Forst- und Landwirtschaft[Bearbeiten]

Die Stadt München unterstützt mit ihren Wasserwerken seit Jahren in großem Stil Landwirte der Umgebung, welche auf ökologischen Landbau umstellen. Damit konnte die Ende der 1960er Jahre steil angestiegene Nitratbelastung auf einem mittleren Niveau stabilisiert und das gewonnene Grundwasser ohne weitere Aufbereitung nach München geleitet werden.[20]

Einschränkung des Wasserverbrauches[Bearbeiten]

Einige öffentliche Wasserversorger sind analog der mittlerweile etablierten Form der Energiegewinnung durch Einsparung dazu übergegangen, wassersparende Techniken und Installationen auch bei Endverbrauchern in Form von Beratungsleistung und finanziellen Zuschüssen zu unterstützen, um den Wasserverbrauch zu reduzieren. Dies kann nachhaltig zur Stabilisierung von Grundwasservorkommen und Wasserqualität beitragen.

Vergleich großer Aquifere weltweit[Bearbeiten]

Name des Aquifers Ausdehnung / km² Länge / km Breite / km Volumen / km³ max. Tiefe/ m ungefähre Mächtigkeit / m Alter / Jahre Geologie Geographie
Aquífero Alter do Chão 86.000 Brasilien: Bundesstaaten Amazonas, Pará und Amapá
Acuífero Guaraní 1.200.000 1.500 1.500 Südamerika: Argentinien, Brasilien, Paraguay, Uruguay
Großes Artesisches Becken (Great Artesian Basin) 1.711.000 64.900 3.000 50–250 Mio. Australien
Oberrhein-Aquifer 45[21] im Mittel 70, bis zu 260 Geröll-/ Geschiebeverfüllung Deutschland: Oberrheingraben, Südbaden, Frankreich (Elsass)
Nubischer Sandstein-Aquifer (Nubian Sandstone Aquifer) 2.000.000[22] 373.000[23] bis 4.500[24] 90 4.500–5.000 Fossiles Wasser Naher Osten: Ägypten, Libyen, Sudan, Tschad
Ogallala-Aquifer 450.000 122 160 ca. 5 Mio. Nordamerika: Great Plains
zum Vergleich: Bodensee 536 63 14 48 250 3 Mio. fluvioglazial erodiertes Zungenbecken bzw. Gletscherrandsee aus der Würm-Eiszeit im Lauf des Rhein-Flusses. Deutschland: Südbaden
zum Vergleich: Hornbergbecken 0,17 0,7 0,3 0,44 65 1974 künstlich angelegtes Pumpspeicherkraftwerk-Oberbecken Deutschland: Südbaden
zum Vergleich: Baikalsee (20 % des freien Süßwassers) 31.500 636 80 23.000 1.642 25–30 Mio. Flussbecken des Angara zwischen Baikalgebirgen Russland (Asien): Sibirien
zum Vergleich: Drei-Schluchten-Stausee 1.085 660 39 ca. 110 Fertigstellung 2008 künstlicher Stausee zur Energiegewinnung im Lauf des Jangtsekiang-Flusses China

Weitere länderübergreifende Beispiele[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • DIN 4049-3 – Hydrologie, Teil 3: Begriffe zur quantitativen Hydrologie.
  •  Hanspeter Jordan, Hans-Jörg Weder: Hydrogeologie. Grundlagen und Methoden. 2., stark überarb. u. erw. Auflage. Spektrum Akademischer Verlag, 1995, ISBN 3432268823.
  •  Bernward Hölting, Wilhelm Georg Coldewey: Hydrogeologie. Einführung in die Allgemeine und Angewandte Hydrogeologie. 6. Auflage. Spektrum akademischer Verlag, München 2005, ISBN 3827415268.
  •  Wolfgang Kinzelbach, Randolf Rausch: Grundwassermodellierung: Eine Einführung mit Übungen. Borntraeger, 1995, ISBN 3443010326.
  •  R. Allan Freeze, John A. Cherry, Alan R. Freeze: Groundwater. 5. Auflage. Prentice Hall, 1979, ISBN 0133653129.

Weblinks[Bearbeiten]

 Wiktionary: Aquifer – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Allgemein:

Zur Bewässerung aus Aquiferen:

Zur Energiegewinnung aus Aquiferen:

CO2-Speicherung in Aquiferen:

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.stoltenberg-energie.de/glossar.html#c448 www.stoltenberg-energie.de, Glossar – Begriffe verständlich erklärt: Aquifer
  2. eflocon.de, aus: VDI-Nachrichten 42, 19. Oktober 2007, Carla Regge: Energie in Aquiferen lagern – Neubrandenburg speichert Überschusswärme aus Heizkraftwerk in 1.250 m Tiefe (3. Oktober 2010)
  3. uni-saarland.de, Kasseler Symposium Energie-Systemtechnik, 2002, Dipl.-Ing. Fritz Crotogino: Druckluftspeicher-Gasturbinen-Kraftwerke – Geplanter Einsatz beim Ausgleich fluktuierender Windenergie-Produktion und aktuellem Strombedarf, S. 5, 6 (PDF; 415 kB)
  4.  M. C. Grimston, V. Karakoussis, R. Fouquet, R. van der Vorst, P. Pearson, M. Leach: The European and global potential of carbon dioxide sequestration in tackling climate change. In: Climate Policy. 1, Nr. 2, 2001, S. 155–171, doi:10.3763/cpol.2001.0120.
  5. hydrology. uni-kiel.de, Fachabteilung für Hydrologie und Wasserwirtschaft Christian-Albrechts-Universität Kiel, Seminar Regionale Wasserwirtschaft, SS/2005, Juli 2005, Freya-Elisabeth Hensgens: Wasserversorgung und Abwasserentsorgung von Megacities, S. 1, .1, Einleitung: Wasservorkommen auf der Erde
  6. sonnenseite.com, Artikel 388 von 2028, 18. Juli 2010: aus: www.pressetext.de, Johannes Pernsteiner, 2010: China trocknet aus – Grundwasserkrise bedroht Bevölkerung (3. Oktober 2010)
  7. [1] www.d-a-g.de, Deutsch-Arabische Gesellschaft, Kristina Bergmann, Abu Minkar, 18. September 2010: Problematische Neulandgewinnung in Ägypten – Fossiles Grundwasser für landwirtschaftliche Projekte
  8. d-a-g.de, Deutsch-Arabische Gesellschaft, Kristina Bergmann: Problematische Neulandgewinnung in Ägypten – Fossiles Grundwasser für landwirtschaftliche Projekte – Gelenkte Migration (6. Oktober 2010)
  9. faz.net, Aktuell, Wissen, Erde, Grundwasser, 7. Januar 2010, Horst Rademacher: Wünschelrutengänger im All
  10. WWF: Der Wasser-Fußabdruck Deutschlands. Woher stammt das Wasser, das in unseren Lebensmitteln steckt? (PDF), 2009.
  11. Rodell, M. et al: Satellite-based estimates of groundwater depletion in India. In: Nature 10.1038/ nature08238, 2009.
  12. WWF: Der Wasser-Fußabdruck Deutschlands. Woher stammt das Wasser, das in unseren Lebensmitteln steckt? (PDF), 2009.
  13. faz.net, Aktuell, Wissen, Erde, Grundwasser, 7. Januar 2010, Horst Rademacher: Wünschelrutengänger im All
  14. wz-newsline.de, 17. März 2010, Wolfhard Petzold: Lanxess filtert Arsen aus Wasser (5. Oktober 2010)
  15. heise.de, 16. Dezember 2004, Bernd Schröder: Bangladesh: Arsen im Trinkwasser, Arsen im Reis – Die größte Massenvergiftung in der Geschichte der Menschheit erfasst die Nahrungskette
  16. breisgau-hochschwarzwald.de, Landratsamt Breisgau-Hochschwarzwald: Spätfolge jahrhunderte langen Bergbaus im Südschwarzwald: Erhöhte Schwermetallgehalte der Böden an Möhlin, Neumagen, Sulzbach und Klemmbach (5. Oktober 2010; PDF; 484 kB)
  17. badische-zeitung.de, 26. Mai 2010, Lokales, Waldshut: Elisabeth Willers: Hohe Arsenwerte im Sondierstollen
  18. lubw.baden-wuerttemberg.de, Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg: Nitratverlagerungsmodell (9. Oktober 2010)
  19. bgr.bund.de, Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe: Untersuchung der Nitratanreicherungsprozesse im Ntane Sandstein-Aquifer in Botswana (5. Oktober 2010)
  20. swm.de: Trinkwassergewinnung (7. Oktober 2010)
  21. lubw.baden-wuerttemberg.de, Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg: Der Oberrheingraben: Das Grundwasser im Oberrheingraben, abgerufen am 29. Juli 2011
  22. 3d-geology.de, Martin Luther-Universität Halle-Wittenberg: Nubisches Aquifer System - Kurzfassung (31. Dezember 2010)
  23. http://www.zeit.de/wissen/umwelt/2010-12/libyen-wasser
  24. badische-zeitung.de, Wissen, 23. April 2011, Henrike Berkefeld: Die Wüste schwimmt (23.April 2011)
  25.  Pradeep Kumar Naik, A. K. Awasthi, A. V. S. S. Anand, P. N. Behera: Hydrogeochemistry of the Koyna River basin, India. In: Environmental Earth Sciences. 59, Nr. 3, 2009, ISSN 1866-6280, S. 613–629, doi:10.1007/s12665-009-0059-8.
  26. http://www3.gaf.de/aquifer/files/geobit_150dpi.pdf S.18