François Cavanna

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François Cavanna (2005)

François Cavanna (* 22. Februar 1923 in Paris; † 29. Januar 2014 in Créteil) war ein französischer Journalist und Schriftsteller.

Leben[Bearbeiten]

Cavanna war der einzige Sohn des italienischstämmigen Maurers Luigi Cavanna, der 1939 die französische Staatsbürgerschaft erhielt, und der Französin Marguerite Charvin. Er wuchs in Nogent-sur-Marne auf, wo zahlreiche italienische Einwanderer lebten. Nach seiner Schulausbildung, die er 1939 mit dem brevet superieur, abschloss, einer Art Mittleren Reife, begann er eine Tätigkeit bei der französischen Post in Paris. Beim Einmarsch der deutschen Truppen 1940 folgte er zunächst der Anordnung, sich nach Südfrankreich abzusetzen, was er per Fahrrad zu tun versuchte. Er kehrte jedoch bald in das besetzte Paris zurück, wurde, wie viele andere Kollegen auch, von der Post entlassen und arbeitete bei einem Obst- und Gemüsehändler. Später nahm er eine Lehre als Maurer auf. 1943 wurde er von den französischen Behörden dienstverpflichtet und zum Arbeitsdienst nach Deutschland geschickt. Er landete in Berlin, wo er in verschiedenen Rüstungsbetrieben arbeiten musste. Außerdem wurde er bei Bergungs- und Aufräumarbeiten nach Luftangriffen auf die Reichshauptstadt eingesetzt. An seinem Arbeitsplatz lernte er die aus der Ukraine stammende Zwangsarbeiterin Maria kennen und lieben, von der er jedoch beim Einmarsch der sowjetischen Truppen getrennt wurde und die er trotz aller Bemühungen nicht wiederzufinden schaffte.

Nach seiner Rückkehr nach Frankreich begann er 1945 journalistisch zu arbeiten. Ab 1949 wirkte er außerdem als Karikaturist. Ab 1960 war er Herausgeber der Satirezeitschrift Hara-Kiri und ab 1970 der bekannten Satire-Zeitschrift Charlie Hebdo. Für den autobiographischen Roman Les Russkoffs, der seine Kriegsjahre schildert, erhielt Cavanna 1979 den Prix Interallié.

Werke[Bearbeiten]

  • 4, rue Choron
  • Bête et méchant (1981)
  • Cavanna : Les pensées
  • Cavanna par Cavanna
  • Cœur d'artichaut
  • Coups de sang
  • Dieu, Mozart, Le Pen et les autres,
  • Et le singe devint con
  • L'œil du lapin
  • La belle fille sur le tas d'ordures
  • La couronne d'Irène
  • La déesse mère
  • Le dieu de Clotilde
  • La hache et la croix
  • Le hun blond
  • Le con se surpasse
  • Le temps des égorgeurs - Nos ancêtres les Gaulois
  • Les Écritures : Les Aventures de Dieu - Les Aventures du petit Jésus
  • Les fosses carolines
  • Les grands imposteurs
  • Les Ritals (1978)
  • Les Russkoffs (1979) - (deutscher Titel: Das Lied der Baba. Aus dem Französischen von Klaus Budzinski, Berlin 1988, zuletzt Ullstein, Frankfurt/Berlin 1989, ISBN 3-548-22253-6).
  • Les yeux plus grands que le ventre - (deutscher Titel: Die Augen größer als der Magen. Aus dem Französischen von Martin Schulte, Goldmann, München 1985, ISBN 3-442-06829-0).
  • Lettre ouverte aux culs-bénits
  • Maman au secours
  • Maria (1985)
  • Mignonne allons voir si la rose
  • Stop-crève
  • Tonton, Messaline, Judas et les autres

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: François Cavanna – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien