Francis Rossi

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Francis Rossi, 2013

Francis Dominic Nicholas Michael Rossi OBE (* 29. Mai 1949 in London) ist ein britischer Komponist, Sänger und Gitarrist der Rockgruppe Status Quo. Anfang der 1970er Jahre benutzte er vorübergehend seinen weiteren Vornamen Michael, so dass er vereinzelt auf Veröffentlichungen von Status Quo als „Mike Rossi“ aufgeführt wurde.

Leben[Bearbeiten]

Rossi wurde als Sohn eines italienischen Eisverkäufers und einer irischen Mutter im Süden Londons geboren. Er ist das einzige noch übrig gebliebene Gründungsmitglied der Popgruppe The Spectres, aus denen, als Rick Parfitt dazugestoßen war, die Band Status Quo entstand. Er zeichnet als Autor und Komponist für viele Status-Quo-Titel verantwortlich. Er komponierte auch den ersten Hit Pictures of Matchstick Men, mit dem Status Quo 1968 einem größeren Publikum bekannt wurde. Später arbeitete er als Komponist für Status Quo vorwiegend mit Bob Young oder Bernard Frost zusammen.

Francis Rossi (2005)
Francis Rossi und Status Quo, Konzert in Bristol

Mit Frost zusammen startete Rossi in den achtziger Jahren ein Soloprojekt, das relativ erfolglos Singleveröffentlichungen und ein unveröffentlichtes Album hervorbrachte. 1996 erschien sein erstes reguläres Soloalbum King Of The Doghouse, welches ihm einen Achtungserfolg in Europa einbrachte.

Neben seiner Arbeit mit Status Quo hat sich Francis Rossi auch als Produzent und Autor diverser Künstler einen Namen gemacht. So produzierte er Singles und Alben von Demis Roussos, Graham Bonnet, John DuCann und Mickey Jupp. Seine Stimme verleiht Status Quo neben den Gitarren den typischen „Quo-Sound“. Sowohl Francis Rossi als auch Rick Parfitt spielen hauptsächlich Fender Telecaster.

Am 31. Dezember 2009 wurde Francis Rossi mit dem Verdienstorden Order of the British Empire ausgezeichnet, und zwar als Officer (OBE).[1] Im Mai 2010 erschien sein zweites Soloalbum, One Step at a Time. Aus diesem Anlass ging er erstmals in seiner mehr als 40-jährigen Karriere auf Solotour, wobei ihn sein Sohn Nicholas auf der Bühne begleitete. Eine für Februar 2011 angekündigte Deutschland-Tournee wurde aus Termingründen abgesagt.[2] Das Album Live at St. Luke's, London mit 18 Titeln erschien am 14. März 2011 als CD, DVD und BluRay. Die Veröffentlichung, die während der Solotour entstand, enthält neben Stücken des vorhergehenden Soloalbums auch Lieder, die ursprünglich von Status Quo veröffentlicht wurden.

Der auch als GOMORR (The Grand Old Man Of Rock And Roll) bezeichnete Rossi lebt mit acht Kindern und seiner zweiten Frau Eileen in der südenglischen Grafschaft Surrey.

Musiker[Bearbeiten]

Francis Rossi ist der „Frontman“ von Status Quo. Seine Stimme von hohem Wiedererkennungswert und die beiden Gitarren von ihm und Rick Parfitt sind die klanglichen Hauptmerkmale von Status Quo. Er ist ein charismatischer Entertainer, der auch live alle Ansagen an das Publikum macht. Sein Gitarrenspiel ist im Solo eher fragil, immer songdienlich, niemals extrovertiert. Außerhalb seines musikalischen Schaffens ist er eher privat orientiert.[3]

Equipment/ Technische Ausstattung[Bearbeiten]

Francis` seit Jahrzehnten durchgängig gespielte Gitarre Nr. 1 ist die grüne Fender Telecaster, Modell 1957. Er kaufte sie für £70 im Jahr 1968. Über die Jahre wurde die Gitarre verändert, Bauteile von G&L wurden verwendet um Sustain und Klang zu verbessern. Das Instrument hat heute drei Tonabnehmer in der Konfiguration einer Fender Stratocaster. Aufgespannt sind Saiten der Stärke .09 .11 .16 .26w 34w 46w. Es kommt derzeit ein Marshall Verstärker JCM 800 Lead Series zum Einsatz, manchmal ein JCM 900, angeschlossen an zwei Marshall 4x12" 8 Ohm Lautsprecherboxen. Als Effekt verwendet Rossi das Roland GP8, welches das Gitarrensignal an den Verstärker anhebt. Hierin sind fünf verschiedene Übersteuerungen programmiert sowie ein weiteres Programm mit einer leichten Signalverdopplung und etwas Echo. Zwischen dem Verstärkerausgang und den Lautsprechereingängen sind „Palmer Speaker Simulater“ installiert, deren Ausgänge wiederum gemischt mit dem Sound der Marshallboxen und eines Vox AC30 das Klangergebnis liefern. Bei dem AC30 handelt es sich um ein neueres, von Marshall hergestelltes Modell. Der erstmals von Vox in den sechziger Jahren hergestellte legendäre Combo-Verstärker ist auf der Bühne nicht sichtbar, er steht hinter den Marshalls.[3] Zur Signalübertragung der Gitarre und als In-Ear-Monitoring benutzt Francis Rossi Produkte von Samson.[3]

Schriften[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

  1. The London Gazette, Supplement No.59282, page 11 vom 31. Dezember 2009
  2. http://www.francisrossi.com/
  3. a b c Biografie bei statusquo.co.uk

Weblinks[Bearbeiten]