Frank Duff

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Frank Duff

Frank Duff (* 7. Juni 1889 in Dublin; † 7. November 1980 ebenda) war der irische Gründer der katholischen Laienbewegung Legio Mariae (Legion of Mary).

Inhaltsverzeichnis

Leben[Bearbeiten]

Frank Duffs Eltern waren John Duff und Susan Laetitia Freehill. Er war das älteste von sieben Kindern und wurde auf den Namen Francis Michael getauft. Nach dem Besuch des Blackrock Colleges arbeitete er ab 1907 als Beamter im Finanzministerium. 1921/22 war er für kurze Zeit der Privatsekretär des Politikers Michael Collins.

1913 trat Duff der St. Vinzenz von Paul-Gesellschaft bei, die nur Männer als Mitglieder hatte und deren Aufgabe die Linderung der Armut in Dublin war. Schon damals begann er mit Hausbesuchen und Straßenapostolat. 1915 trat er in den III. Orden der Karmeliten ein.

1918 las er das Buch Wahre Marienverehrung von Louis-Marie Grignion de Montfort, das ihn sehr prägte. Am 7. September 1921 gründete er gemeinsam mit Father Michael Toher die „Gemeinschaft Unserer Lieben Frau von der Barmherzigkeit“. Die Mitglieder waren zu Beginn nur Frauen. Ab 1925 hieß die Gemeinschaft „Legio Mariae“ (engl. „Legion of Mary“, dt. „Legion Mariens“), die Mitglieder nannten sich Legionäre. Sie machten Besuche in Krankenhäusern, begannen dann mit Straßenapostolat und der Betreuung von Randgruppen. 1922 entstand das Sancta Maria Hostel für ehemalige Prostituierte, 1927 das Morning Star Hostel für obdachlose Männer und 1930 das Regina Coeli Hostel für ledige Mütter. Alle Heime wurden von Legionären geführt.

Die Organisation breitete sich zunächst in Irland, ab 1928 in Schottland und dann weltweit aus. 1928 schrieb Frank Duff die Legionsregeln in einem Handbuch nieder.

1931 konnte er Papst Pius XI. in einer Privataudienz die Legion vorstellen. Der Papst, ein Befürworter des Laienapostolats und der Katholischen Aktion, empfahl die neue Organisation und nannte sie „ein wunderbares und heiliges Werk“. Diese Empfehlung bewirkte, dass die Legion Mariens auch von den vorgesetzten kirchlichen Stellen anerkannt wurde. Später haben die Päpste Pius XII. (1953), Johannes XXIII. (1960), Paul VI. (1965) und Johannes Paul II. (1982) die Legion gewürdigt.

1934 gab Duff seine Tätigkeit als Staatsbeamter auf und widmete sich nur mehr der Legion Mariens. 1941 gründete er mit einer Gruppe von Legionären die Mercier-Gesellschaft als Forum des Dialogs zwischen Katholiken und Protestanten, die allerdings nach einigen Jahren wieder aufgelöst werden musste. 1965 lud ihn Papst Paul VI. als Laienauditor zum II. Vatikanischen Konzil ein.

1998 wurde durch den Erzbischof von Dublin der Seligsprechungsprozess für ihn eröffnet.

Werke[Bearbeiten]

  • Können wir Heilige sein? (Engl. Erstfassung 1916) Senatus der Legio Mariae, Frankfurt a. M. 1990
  • Das Handbuch der Legion Mariens. Engl. Erstfassung 1928
  • Baptism of Fire. Bombay 1961; auch erschienen als: Miracles on Tap. New York 1961. Deutsch: Wie man die Welt erobert. Geschichte der Legio Mariae. 2. Aufl., Bernina, Klosterneuburg bei Wien, 1956 (Nachdruck einer Artikelserie in Maria Legionis 1937–1942)
  • Mary shall reign. Dublin 1961. Deutsch: Maria soll herrschen. Kanisius, Freiburg/Schweiz u. a. 1963; Neuauflage: An der Hand der Mutter. Legion Mariens, Frankfurt 1982
  • Victory through Mary. Dublin 1981. Der Geist der Legion Mariens. 2. Aufl., Kanisius, Freiburg/Schweiz u. a. 1960
  • Virgo Praedicanda. Dublin 1967
  • The Woman of Genesis. Dublin 1976
  • Dass Gott mehr geliebt werde! Die Geschichte der Legion Mariens. Hrsg. Andreas Seidl. Legion Mariens, Senatus Österreich, Wien 2003, ISBN 3-00-011150-6

Literatur[Bearbeiten]

  • Robert Bradshow: Frank Duff. Gründer der Legion Mariens. Jugendverein für christlich katholische Werte, Maria Roggendorf 1994
  • Anni Cech: … und du erneuerst das Antlitz der Erde. Mutter Teresa und Frank Duff: Einheit im Geist
  • Anna Coreth: Frank Duff und die Legion Mariens. Katholische Akademie, Wien 1982
  • Hilde Firtel: Ein Leben für Christus. Frank Duff und die Legion Mariens. EOS, St. Ottilien 1983, ISBN 3-88096-156-5
  • Bede McGregor: Frank Duff und die Legion Mariens. Legion Mariens, Senatus Frankfurt 2001
  • Adelheid Liechtenstein: Frank Duff. Maria Roggendorf 1982

Weblinks[Bearbeiten]