Frank Mantooth

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Frank Mantooth (* 11. April 1947 in Tulsa, Oklahoma; † 30. Januar 2004 in Garden City, Kansas) war ein US-amerikanischer Jazz-Arrangeur, Pianist, Komponist und Hochschullehrer.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Mantooth lernte zunächst Gitarre, bevor er während seiner Highschoolzeit zum Piano wechselte. Dann studierte er Musik an der North Texas State University, wo er 1969 den Bachelor erwarb. Dort war er Mitglied des Jazzprogramms von Ashley Alexander, der später mit Mantooth drei Alben mit dessen Arrangements einspielte. Während seines Militärdienstes 1969-73 war Mantooth Arrangeur der Air Force Academy Falconaires und lebte danach einige Jahre in Österreich, wo er seine Klavierstudien an der Musikhochschule in Wien bis 1977 fortsetzte. In dieser Zeit arbeitete er mit Richard Oesterreicher und Wayne Darling, der bei seinem Debütalbum Our First (1977) mitwirkte.[1]

Nach seiner Rückkehr in die Vereinigten Staaten schrieb er Auftragskompositionen für Doc Severinsen, die Kansas City Symphony und das Madison Symphony Orchestra. Daneben veröffentlichte er das fünfteilige Lehrbuch The Best Chord Changes for the World's Greatest Standards, das bei Hal Leonard Corporation erschien. Außerdem komponierte er seit Ende der 1970er Jahre eine Reihe von Werken für Big Bands und Jazzensembles. 1987 nahm er einige seiner Kompositionen mit Bigband auf. Für fünf seiner Alben, Suite Tooth, Persevere, Dangerous Precedent, Sophisticated Lady und A Miracle erhielt er insgesamt elf Grammy-Nominierungen.[2] Bei A Miracle wirkten außerdem Pete Christlieb, Kevin Mahogany, Diane Schuur, Pat LaBarbera und Bobby Shew mit.[1] Mantooth unterrichtete an der DePaul University und war Gastdirigent des Texas All-State High School Jazz Ensemble in San Antonio (Texas). Er lebte zuletzt in Garden City (Kansas), wo er 2004 starb.

Auszeichnungen[Bearbeiten]

1999 erhielt Mantooth den Florence Crittenton Foundation's Citizen of the Year Award; im selben Jahr wurde er auf dem Wichita Jazz Festival mit dem Homer Osborne Award für seine Leistung in der Jazz-Pädagogik ausgezeichnet. 2004 wurde er posthum in die Oklahoma Jazz Hall of Fame aufgenommen.

Veröffentlichungen[Bearbeiten]

  • Best Chord Changes for the Most Requested Standards: 100 Of the Most Requested Standard Songs With Professionally Altered Chords. Hal Leonard Corporation 1990. ISBN 0881888532
  • The Best Chord Changes for the Most Requested Standards. Hal Leonard Corporation 1990. ISBN 0881888532
  • Voicings For Jazz Keyboard Hal Leonard Corporation 1997. ISBN 0793534852
  • Movin On to Blues E Flat Patterns for Improvisation. Hal Leonard Corporation 1997. ISBN 0793568609
  • Frank Mantooth; Lee Evans: Jazz Favorites B Instruments (Jazz Improvisation Workshop with CD: 15 All-Time Favorites from the Essential Jazz Repertoire). Hal Leonard Corporation 1997. ISBN 0793571626
  • Jazz at Christmas. Hal Leonard Corporation 1999. ISBN 0634008587

Diskographie[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Mantooth in der Oklahoma Jazz Hall of Fame 2004
  2. Nachruf (2004) in der Los Angeles Times