Frankie Avalon

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Frankie Avalon, 1963
Chartplatzierungen
Erklärung der Daten
Singles
Dede Dinah
  US 7 18.01.1958 (15 Wo.)
Gingerbread
  US 9 19.07.1958 (13 Wo.)
  UK 30 10.10.1958 (1 Wo.)
I'll Wait For You
  US 15 11.10.1958 (17 Wo.)
Venus
  US 1 07.02.1959 (17 Wo.)
  UK 16 24.04.1959 (6 Wo.)
Bobby Sox To Stockings
  US 8 16.05.1959 (13 Wo.)
A Boy Without A Girl
  US 10 16.05.1959 (14 Wo.)
Just Ask Your Heart
  US 7 29.08.1959 (16 Wo.)
Why
  US 1 21.11.1959 (16 Wo.)
  UK 20 22.01.1960 (4 Wo.)
Don't Throw Away All Those Teardrops
  US 22 12.03.1960 (10 Wo.)
  UK 37 28.04.1960 (4 Wo.)
You Are Mine
  US 26 24.03.1962 (11 Wo.)
Venus (Disco Version)
  US 39 24.01.1976 (14 Wo.)

Frankie Avalon (* 18. September 1939 in Philadelphia, Pennsylvania; eigentlicher Name Francis Thomas Avallone) ist ein US-amerikanischer Popsänger und Schauspieler.

Karriere[Bearbeiten]

Als Sänger[Bearbeiten]

Frankie Avalon war einer der ersten und erfolgreichsten Teenageridole aus der Region Philadelphia, die viele weitere namhafte Popmusiker, z. B. Al Martino, hervorgebracht hat. Angeregt durch Vaters Trompete fing er schon früh an, sich mit Musik zu beschäftigen. In dem CR Club in Philadelphia, wo Eltern die Möglichkeit geboten wurde, ihre Kinder auftreten zu lassen, präsentierte Frankie erstmals sein musikalisches Können mit Trompetensolos, es folgten Auftritte in lokalen Talentshows und er gewann einen Amateurwettbewerb. Über einen Talentesucher gelangte er schließlich 1952 in die landesweit ausgestrahlte Jackie Gleason TV-Show von CBS. 1954 veröffentlichte eine kleine Plattenfirma eine Instrumentalaufnahme „Trumpet Sorrento“ mit Frankie Avalon. Zu dieser Zeit wurde er auch Mitglied der Musikgruppe „Rocco and the Saints“, die sich an vielen lokalen Veranstaltungen beteiligte und in Jugendclubs auftrat. Eines der Mitglieder war auch Bobby Rydell.

1957 wurde in Philadelphia die Plattenfirma Chancellor Records gegründet. Einer der Inhaber kannte Frankie Avalon und verhalf ihm zu einem Plattenvertrag bei der neuen Firma. Die erste Veröffentlichung erregte lediglich in Frankies Heimatstadt Aufmerksamkeit, dagegen wurde schon die im Dezember 1957 herausgebrachte zweite Platte mit dem Titel „De De Dinah“ ein Millionenerfolg.

Deutsche Pressung der Single Venus, 1959

Bei seinen ersten Aufnahmen wurde Avalon lediglich von seiner Band Rocco and the Saints oder anderen Studiomusikern begleitet. Für den Titel Venus stellte ihm Produzent Marcucci dann ein großes Orchester und einen Chor zur Seite und der Titel wurde im Frühjahr 1959 Avalons erster Nummer-1-Hit[1]. Ein halbes Jahr später konnte er sich mit „Why“ erneut an die Spitze der US-Charts[2] setzen, und bis 1962 waren fast alle seine Platten in den Bestenlisten vertreten. Danach verringerte sich jedoch das Interesse an dem inzwischen 23-Jährigen, dessen Musik immer gezielt auf das Teenagerpublikum zugeschnitten war.

1963 wechselte er die Plattenfirma und unterzeichnete bei United Artists Records (einem Tochterunternehmen des Filmstudios United Artists), wo er aber ebenso erfolglos blieb wie danach bei einer Reihe von anderen Firmen. Lediglich mit der Disco-Version von „Venus“ erregte er 1976 noch einmal Aufmerksamkeit auf dem Plattenmarkt, seine letzte Single „You’re The Miracle“ erschien 1983.

Danach tourte er erfolgreich mit seinen alten Sängerkollegen Bobby Rydell und Fabian als „Golden Boys“ durch Amerika.

Als Schauspieler[Bearbeiten]

Da er bereits früher schon in einigen Filmen mitgewirkt hatte, wandte sich Avalon in den 1960er Jahren verstärkt diesem Medium zu. Seine erste größere Filmrolle hatte er 1963 in dem Film „Drums of Africa“, danach war er der männliche Hauptdarsteller in der Beach-Film-Serie, an der Seite von Annette Funicello.

1960 hatte Avalon eine Nebenrolle im Western Alamo, wo er auch den Titel Ballad of the Alamo singt. Als Teilhaber an dem Musical Grease, in dessen Verfilmung er 1978 selbst eine kleine Rolle übernommen hatte, und als Inhaber einer Heilmittelfirma hat er es zu einem beachtlichen Wohlstand gebracht.

1990 spielte er eine kleine Gastrolle in der Sitcom Full House. In dem Film Casino von Martin Scorsese aus dem Jahr 1995 hat Avalon einen kleinen Cameo-Auftritt. Weitere Cameo-Auftritte hatte er 1994 in dem Film Chicks von James Melkonian und 2001 in der Serie Sabrina – total verhext!.

Literatur[Bearbeiten]

  • Stambler, Irwin: The Encyclopedia Of Pop, Rock And Soul. 3. überarbeitete Auflage, New York City, New York: St. Martin’s Press, 1989, S., 21f – ISBN 0-312-02573-4

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Frankie Avalon – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bronson. Fred: The Billboard Book of Number One Hits. 3. überarbeitete und erweiterte Aufl. New York City, New York: Watson-Guptill, 1992, S. 50
  2. Bronson. Fred: The Billboard Book of Number One Hits. 3. überarbeitete und erweiterte Aufl. New York City, New York: Watson-Guptill, 1992, S. 62