Frankie Avalon

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Frankie Avalon, 1963

Frankie Avalon (* 18. September 1939 als Francis Thomas Avallone in Philadelphia, Pennsylvania) ist ein US-amerikanischer Popsänger und Schauspieler, der mit seinen Schallplatten in den 1950er und 1960er Jahren erfolgreich war.

Karriere[Bearbeiten]

Sänger[Bearbeiten]

Frankie Avalon war einer der ersten und erfolgreichsten Teenageridole aus der Region Philadelphia, die viele weitere namhafte Popmusiker, z. B. Al Martino, hervorgebracht hat. Angeregt durch Vaters Trompete fing er schon früh an, sich mit Musik zu beschäftigen. Im „CR Club“ in Philadelphia, wo Eltern die Möglichkeit geboten wurde, ihre Kinder auftreten zu lassen, präsentierte Frankie erstmals sein musikalisches Können mit Trompetensolos, es folgten Auftritte in lokalen Talentshows, und er gewann einen Amateurwettbewerb. Über einen Talentesucher gelangte er schließlich 1952 in die landesweit ausgestrahlte Jackie Gleason TV-Show von CBS. 1954 veröffentlichte das RAC-eigene Plattenlabel “X“ mit dem elfjährigen Frankie Avalon zwei Singles mit Trompetensolos. Zu dieser Zeit wurde er auch Mitglied der Musikgruppe „Rocco and the Saints“, die sich an vielen lokalen Veranstaltungen beteiligte und in Jugendclubs auftrat. Eines der Mitglieder war auch Bobby Rydell.

1957 wurde in Philadelphia die Plattenfirma Chancellor Records gegründet. Einer der Inhaber kannte Frankie Avalon und verhalf ihm zu einem Plattenvertrag bei der neuen Firma. Die erste im Juni 1957 veröffentlichte Single erregte lediglich in Frankies Heimatstadt Aufmerksamkeit. Erst mit dem Titel De De Dinah seiner dritten Chancellor-Single, die im Dezember 1957 herausgebracht wurde, erreichte Avalon den Durchbruch, der Titel wurde zu einem Millionenerfolg.

Deutsche Pressung der Single Venus, 1959

Bei seinen ersten Aufnahmen wurde Avalon lediglich von seiner Band „Rocco and the Saints“ oder anderen Studiomusikern begleitet. Für den Titel Venus stellte ihm Produzent Marcucci ein großes Orchester und einen Chor zur Seite, und der Titel wurde im Frühjahr 1959 Avalons erster Nummer-1-Hit. Ein halbes Jahr später konnte er sich mit „Why“ erneut an die Spitze der US-Charts setzen. Bis 1962 waren fast alle seine Singles in den Bestenlisten vertreten. Insgesamt erreichte er 25 Mal die Hot 100 des US-Musikmagazins Billbord. Mit Venus und Why konnte er sich auch in ausländischen Hitlisten platzieren. Infolge der British Invasion verringerte sich das Interesse an dem inzwischen 23-Jährigen, dessen Musik immer gezielt auf das Teenagerpublikum zugeschnitten war.

Nachdem Avalon bei Chancellor 28 Singles und zehn Langspielplatten veröffentlicht hatte, wechselte er 1963 die Plattenfirma und wechselte zu United Artists Records (einem Tochterunternehmen des Filmstudios United Artists), wo er aber ebenso erfolglos blieb wie danach bei einer Reihe von anderen Firmen. Lediglich mit der Disco-Version von Venus erregte er 1976 noch einmal Aufmerksamkeit auf dem Plattenmarkt. Seine letzte Single You’re the Miracle erschien 1983 bei dem CBS-Sublabel Bobcat. Danach tourte er erfolgreich mit seinen alten Sängerkollegen Bobby Rydell und Fabian als „Golden Boys“ durch Amerika.

Singlecharts[Bearbeiten]

USA (Billbord) UK (New Musical Express)
Einstieg Titel Platz (Wo.insg.) Einstieg Platz (Wo.insg.)
20.01.1958 Dede Dinah 07 (15)
14.04.1958 You Excite Me 49 0(9)
21.07.1958 Gingerbread 09 (11) 10.10.1958 30 (1)
13.10.1958 I'll Wait for You 15 (17)
20.10.1958 What Little Girl 79 0(2)
09.02.1959 Venus 01 (28) 24.04.1959 16 (6)
25.05.1959 A Boy Without a Girl 10 (14)
25.05.1959 Bobby Sox to Stockings 08 (13)
31.08.1959 Just Ask Your Heart 07 (16)
21.09.1959 Two Fools 54 0(5)
23.11.1959 Why 01 (16) 22.01.1960 20 (4)
21.12.1959 Swingin' on a Rainbow 39 0(6)
14.03.1960 Don't Throw Away All Those Teardrops 22 (10)
13.06.1960 Where Are You 32 (12)
13.06.1960 Tuxedo Junction 82 0(2)
19.09.1960 Togetherness 26 (13)
10.10.1960 Don't Let Love Pass Me By 85 0(2)
12.12.1960 A Perfect Love 47 0(6)
12.12.1960 The Puppet Song 56 0(7)
27.02.1961 All of Everything 70 0(4)
29.05.1961 Who Else But You 82 0(2)
25.09.1961 True, True Love 90 0(2)
24.03.1962 You Are Mine 26 (11)
14.07.1962 A Miracle 75 0(6)
24.01.1967 Venus (Disco Version) 46 (14)

Diskografie[Bearbeiten]

Hauptartikel: Frankie Avalon/Diskografie

Als Schauspieler[Bearbeiten]

Da er bereits früher schon in einigen Filmen mitgewirkt hatte, wandte sich Avalon in den 1960er Jahren verstärkt diesem Medium zu. Seine erste größere Filmrolle hatte er 1963 in dem Film Drums of Africa, danach war er der männliche Hauptdarsteller in der Beach-Film-Serie, an der Seite von Annette Funicello. 1960 hatte Avalon eine Nebenrolle im Western Alamo, wo er auch den Titel Ballad of the Alamo singt. Als Teilhaber an dem Musical Grease, in dessen Verfilmung er 1978 selbst eine kleine Rolle übernommen hatte, und als Inhaber einer Heilmittelfirma hat er es zu einem beachtlichen Wohlstand gebracht. 1990 spielte er eine kleine Gastrolle in der Sitcom Full House. In dem Film Casino von Martin Scorsese aus dem Jahr 1995 hat Avalon einen kleinen Cameo-Auftritt. Weitere Cameo-Auftritte hatte er 1994 in dem Film Chicks von James Melkonian und 2001 in der Serie Sabrina – Total Verhext!.

Filmografie[Bearbeiten]

  • 1957: Jamboree
  • 1960: Alakazam the Great
  • 1960: Guns of the Timberland (Er kam, sah und siegte)
  • 1960: The Alamo (Alamo)
  • 1961: Voyage to the Bottom of the Sea (Unternehmen Feuergürtel)
  • 1961: Sail a Crooked Ship (Ganoven gehen an Bord)
  • 1962: Panic in Year Zero! (Panik im Jahre Null)
  • 1963: Operation Bikini (Sprengkommando Ledernacken)
  • 1963: The Castilian (Die Kastilier)
  • 1963: Drums of Africa (Sklavenjäger)
  • 1963: Beach Party
  • 1964: Muscle Beach Party
  • 1964: Bikini Beach
  • 1964: Pajama Party
  • 1965: Beach Blanket Bingo
  • 1965: I'll Take Sweden (Schweden – Nur der Liebe wegen)
  • 1965: Ski Party
  • 1965: How to Stuff a Wild Bikini
  • 1965: Sergeant Deadhead
  • 1965: Dr. Goldfoot and the Bikini Machine (Dr. Goldfoot und seine Bikini-Maschine)
  • 1966: Fireball 500 (Morgen holt euch der Teufel)
  • 1967: The Million Eyes of Sumuru (Sumuru – Die Tochter des Satans)
  • 1968: Skidoo
  • 1969: The Haunted House of Horror (Gänsehaut)
  • 1974: The Take
  • 1978: Grease
  • 1982: Blood Song
  • 1987: Back to the Beach (High-Life am Strand)
  • 1989: Troop Beverly Hills (Die Wilde von Beverly Hills)
  • 1992: Twist
  • 1994: The Stoned Age (Chicks – Total bekifft und wild auf Girls)
  • 1995: Casino
  • 2007: Charlie Gracie Fabulous
  • 2007: Mr. Warmth: The Don Rickles Project
  • 2008: The Wages of Spin

Literatur[Bearbeiten]

  • Stambler, Irwin: The Encyclopedia Of Pop, Rock And Soul. 3. überarbeitete Auflage, New York City, New York: St. Martin’s Press, 1989, S., 21f – ISBN 0-312-02573-4
  • Bronson. Fred: The Billboard Book of Number One Hits. 3. überarbeitete und erweiterte Aufl. New York City, New York: Watson-Guptill, 1992, S. 50
  • Günter Ehnert (Hrsg.): Hit Guide US Chart Singles 1950–1963, Taurus Press 1992, ISBN 3-922542-47-6.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Frankie Avalon – Sammlung von Bildern