Fregattenleutnant

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Dienstgradabzeichen eines Fregattenleutnants

Fregattenleutnant war ein Offiziersrang der k. (u.) k. Kriegsmarine und entsprach ab 1908 dem Oberleutnant (vorher: Hauptmann 2. Klasse, bis 1849 Capitän-Lieutenant)[1] bei den Landstreitkräften. Sein Äquivalent in der deutschen Kaiserlichen Marine war der Oberleutnant zur See. Ihm ab 1916 nachgeordnet war der Korvettenleutnant als Äquivalent zum Leutnant der Armee und reiner Reservedienstgrad (für Zivilseeleute mit einem Jahr Dienstzeit in der k.k. Kriegsmarine).

Im Rahmen der Reorganisation der subalternen Marineoffizierdienstgrade war der Fregattenleutnant an die Stelle des Schiffsfähnrichs getreten, der als Äquivalent des Oberleutnants der Armee ersatzlos abgeschafft worden war. (Der Fregattenfähnrich als Entsprechung des Unterleutnants bzw. Leutnants der Armee war bereits 1859/1860 entfallen.)[2]

Die Rangbezeichnung wird in Nachfolgestaaten Österreich-Ungarns teilweise weiterverwendet, so z. B. in den Marinen Jugoslawiens und Kroatiens.

Die Bezeichnung erklärt sich aus der bis weit ins 19. Jahrhundert üblichen Einteilung der Kriegsschiffe in Größenklassen, angefangen von der Korvette über die Fregatte bis zum Linienschiff. In der österreichischen Kriegsmarine führte das zu dementsprechend gebildeten Titulaturen: Korvettenkapitän (Äquivalent zum Major, Rang identisch mit dem der deutschen Marine(n)), Fregattenkapitän (Oberstleutnant, Rang identisch mit dem der deutschen Marine(n)), und Linienschiffskapitän (bei den deutschen Marinen Kapitän zur See).

In systematischer Entsprechung wurde in Österreich-Ungarn auch die Rangfolge der Marine-Subalternoffiziere wie folgt tituliert: Korvettenleutnant (ab 1916, reiner Reservedienstgrad und Äquivalent zum Leutnant [z. See]), Fregattenleutnant (entspricht dem Oberleutnant [zur See]) und Linienschiffsleutnant (entspricht dem Hauptmann bzw. deutschen Kapitänleutnant). Auch diese Rangfolge hat sich in der kroatischen Marine erhalten.

Anmerkungen[Bearbeiten]

  1. Erlaß des Kriegsministeriums vom 5. April 1849, in: Ergänzungsband zu dem Landesgesetz- und Regierungsblatte für das Kronland Ungarn, Ofen 1851, Passus 47
  2. Dr. Peter Salcher: Geschichte der k.u.k. Marine-Akademie, Wien 1902, S. 65 ff.