Friedrich Wilhelm Gottfried Arnd von Kleist

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Friedrich Wilhelm Gottfried Arndt von Kleist

Friedrich Wilhelm Gottfried Arnd von Kleist genannt: der grüne Kleist (* 29. August 1724 in Potsdam; † 28. August 1767 in Jeschkendorf bei Liegnitz) war königlich preußischer Generalmajor. Im Siebenjährigen Krieg organisierte und befehligte er das Freikorps von Kleist.

Familie[Bearbeiten]

Friedrich Wilhelm Gottfried Arnd von Kleist entstammte der Familie von Kleist, war der vierte Sohn des königlich preußischen Obersts und Erbherrn auf Schmenzin und Stavenow, Andreas Joachim von Kleist (1678–1738) und der Marie Elisabeth von Hake (1700–1758). Er blieb selbst unvermählt, hatte 15 Geschwister und setzte seinen jüngsten Bruder Generalmajor Hans Reimar von Kleist (1736–1806) als Universalerben ein.

Leben[Bearbeiten]

Ehrentafel für Kleist am Obelisken von Schloss Rheinsberg

Kleist begann seine Laufbahn 20-jährig beim Kürassierregiment Gensdarmes in Berlin. 1756 wurde er vom König zum Major ernannt und zum Husarenregiment Szekely versetzt.

Im Seydlitz’schen Husarengefecht bei Gotha am 19. September 1757 zeichnete sich Kleist aus und erhielt den Orden Pour le Mérite. 1760 zum Oberst befördert wurde er Chef eines aus 22 Schwadronen Husaren und Dragonern bestehenden sogenannten Croatenbataillon und einem Fußjägerkorps zusammengesetzten Freikorps.

Bereits 1759 wurde er Chef der grünen Husaren und blieb dies bis zu seinem Tode. 1762 erfolgte die Beförderung zum Generalmajor.

Kleist, von Freund und Feind geachtet wegen seiner Charakterzüge und seines militärischen Geschicks, wurde mit einer Tafel auf dem Obelisk im Schlosspark von Rheinsberg,[1] sowie am Sockel des Reiterstandbilds Friedrichs des Großen in Berlin, neben der Reiterfigur des Herzogs Ferdinand von Braunschweig, geehrt.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Obelisk im Schlosspark von Rheinsberg, Abbildung mit Reinschrift.[1]

Literatur[Bearbeiten]

  • 7. Friedrich Wilhelm Gottfried Arnd v. K., der "grüne Kleist". In: Handbuch für Heer und Flotte. Enzyklopädie der Kriegswissenschaften und verwandter Gebiete. Idstein/Leipzig, 1913 [2]
  • G. H. Kypke: Geschichte des Geschlechts von Kleist - Muttrin-Damensche Linie. Berlin 1885/1886, S. 365–368, Nr. III. 492.
  • Ernst Graf zur Lippe-Weißenfeld, Richard von MeerheimbKleist, Friedrich Wilhelm Gottfried Arnd von. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 16, Duncker & Humblot, Leipzig 1882, S. 123 f.
  • Kurt von Priesdorff: Soldatisches Führertum. Hamburg 1937–1942, Bd. 1, S. 520, Nr. 531
  • George Wilhelm von Schweinichen: Gedächtniß Des Hoch-Würdigen, Hoch-Wohlgebohrnen Herrn, Herrn, Friederich Wilhelm Gottfried Arnd von Kleist, Sr. Königl. Majestät von Preussen Hochbestallten Herrn General-Majors von der Cavallerie, und Cheff eines Regiments Husaren. Glogau 1767