Friedrich von Buxhoeveden

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Friedrich von Buxhoeveden, russischer General

Friedrich Wilhelm von Buxhoeveden (auch: Friedrich von Buxhöwden oder Fedor Fedorovich von Buxhöwden) (* 2. Septemberjul./ 13. September 1750greg. in Magnusdal, Insel Muhu bei Saaremaa, Estland; † 23. Augustjul./ 4. September 1811greg. auf Schloss Lohde (estn.: Koluvere) bei Kullamaa, Estland) war ein deutsch-baltischer General und Feldherr, Gouverneur von Polen und Militärgouverneur von Sankt Petersburg.

Familie[Bearbeiten]

Buxhoeveden entstammt einem niedersächsischen Uradelsgeschlecht aus Bexhövede (heute Landkreis Cuxhaven), das dort im Jahr 1185 erstmals urkundlich genannt ist und im 13. Jahrhundert in Livland Fuß fasste (siehe: Buxhoeveden).

Friedrich Wilhelm war eines von 13 Kindern des Otto Friedrich von Buxhoeveden (1703-1754) und der Helene Charlotte von Weymarn (1722–1776). Am 29. Januar 1777 heiratete er in Sankt Petersburg Natalya Aleksandrovna Alekseeva (* 1761 in Sankt Petersburg; † Juli 1808), eine uneheliche Tochter des russischen Grafen Grigori Grigorjewitsch Orlow (1734–1783). Die verbreitete Annahme, dass sie der Liaison des Grafen mit der Zarin Katharina die Große (1729–1796) entstammt,[1] beruht lediglich auf der Vermutung, dass Orlov der Zarin treu geblieben ist. In der Tat mag die Mutter Elena Fürstin Kurakina, geborene Gräfin Apraksina gewesen sein.[2] Natalya und ihre Schwester Elizaveta wurden von den Adoptiveltern in der Familie des Petersburger Obersten Aleksandr Alekseev erzogen. Der gemeinsame Sohn der Katharina II. und des Grafen Orlov ist namentlich als Graf Bobrinskij bekannt.

Das Ehepaar Buxhöwden hatte acht Kinder.

Leben[Bearbeiten]

Bekannt wurde Buxhoeveden vor allem durch seine Teilnahme an der Schlacht von Austerlitz, in der er die drei russischen Kolonnen von ca. 40.000 Mann befehligte, er nahm allerdings auch an einigen anderen Schlachten der napoleonischen Kriege teil.

Als kaiserlich russischer Generalmajor wurde er am 18. Dezember 1795 in Berlin vom preußischen König Friedrich Wilhelm II. in den preußischen Grafenstand und am 5./16. April 1797 in Sankt Petersburg von Zar Paul I. in den russischen Grafenstand erhoben.[3]

Nach der Annektierung Finnlands durch die russischen Truppen 1808 wurde Buxhöwden dort zum Generalgouverneur.[4]

Quellen[Bearbeiten]

  1. Mormonen-Archiv in Utah, USA (www.familysearch.org)
  2. Max Rieger: Friedrich Maximilian Klinger. Sein Leben und Werke, 3 Bde. – Darmstadt, 1880–1896, Bd. 2, S. 144
  3. Genealogisches Handbuch des Adels, Adelslexikon Band II, Seite 205, Band 58 der Gesamtreihe, C. A. Starke Verlag, Limburg (Lahn) 1974. Hier wird er Friedrich von Buxhöwden genannt.
  4. Max Rieger: a.a.O.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Friedrich Wilhelm von Buxhoevden – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien