Gemerská Poloma

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Gemerská Poloma
Wappen Karte
Wappen von Gemerská Poloma
Gemerská Poloma (Slowakei)
Gemerská Poloma
Gemerská Poloma
Basisdaten
Staat: Slowakei
Kraj: Košický kraj
Okres: Rožňava
Region: Gemer
Fläche: 57,635 km²
Einwohner: 2.047 (31. Dez. 2011)
Bevölkerungsdichte: 35,52 Einwohner je km²
Höhe: 342 m n.m.
Postleitzahl: 049 22
Telefonvorwahl: 0 58
Geographische Lage: 48° 43′ N, 20° 29′ O48.71333333333320.475277777778342Koordinaten: 48° 42′ 48″ N, 20° 28′ 31″ O
Kfz-Kennzeichen: RV
Kód obce: 525669
Struktur
Gemeindeart: Gemeinde
Verwaltung (Stand: Juli 2011)
Bürgermeister: Ján Chanas
Adresse: Obecný úrad Gemerská Poloma
Námestie SNP 211
049 22 Gemerská Poloma
Webpräsenz: www.gemerskapoloma.sk
Statistikinformation auf statistics.sk

Gemerská Poloma (deutsch Poloma, ungarisch Veszverés) ist der Name einer Gemeinde im Osten der Slowakei, mit 2047 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2011), nordwestlich der Stadt Rožňava im Okres Rožňava (Košický kraj).

Geographie[Bearbeiten]

Gemerská Poloma liegt am oberen Verlauf des Flusses Slaná (deutsch Salza) im dessen Tal im Slowakischen Erzgebirge, genauer gesagt im Unterteil Volovské vrchy. Der Slowakische Karst liegt südlich der Gemeinde. Vom Norden kommend fließt der Bach Súľovský potok, ein linker Zufluss von Slaná. Die Gemeinde ist neun Kilometer nordwestlich von Rožňava gelegen.

Geschichte[Bearbeiten]

Die heutige Gemeinde entstand 1958 durch Zusammenschluss folgender Orte: Malá Poloma (deutsch Klein-Poloma) und Veľká Poloma (deutsch Groß-Poloma).

Der im Mittelalter noch einige Ort wurde zum ersten Mal 1282 als Vezueres schriftlich erwähnt und war ein Gut des Geschlechts Bebek. Im späten 14. Jahrhundert teilte sich der Ort in erst 1958 wieder vereinigte Teile Malá Poloma und Veľká Poloma und gehörten seit dem 16. Jahrhundert dem Herrschaftsgut der Burg Krásna Hôrka. Im Mittelalter waren die Hauptbeschäftigungen Kohlebrennerei, Handel, Schäferei, Forstwirtschaft und Fuhrgeschäft. 1557 wurden beide Ort durch angreifende Osmanen besetzt und wurden in dieser Zeit mehrmals in Mitleidenschaft gezogen.

Nach 1918 kam der bisher im Königreich Ungarn (Komitat Gemer und Kleinhont) liegende Ort zur Tschechoslowakei, bzw. Slowakei. Während des Slowakischen Nationalaufstands stürzte am 16. Oktober 1944 ein sowjetischer Flugzeug auf den Berg Flós ab, wobei 18 Soldaten ums Leben kamen.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • evangelische (A. B.) Kirche aus dem Jahr 1784, nach dem Toleranzpatent erbaut
  • klassizistische römisch-katholische Josefskirche aus dem Jahr 1802
  • Glockenturm aus dem 15. Jahrhundert, seither mehrmals instand gesetzt
  • SNP-Denkmal an der Stelle des Flugzeugunfalls

Wirtschaft[Bearbeiten]

In den 1980er Jahren wurde ein Talkvorkommen entdeckt. Diese Lagerstätte soll die größte in Europa und die drittgrößte weltweit sein. Um die Abbaulizenz besteht ein Streit zwischen den beiden österreichischen Unternehmen VSK-Mining, das zur Schmid Industrie Holding gehört, und die EuroGas-Tochter Rozmin, wobei VSK-Mining bereits beträchtliches investiert hat und mit dem Abbau bereits begonnen hat.[1][2]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Slowakei: Harter Streit um weiches Mineral in der Presse vom 3. Oktober 2011 abgerufen am 10. Oktober
  2. Drittgrößte Talklagerstätte im Osten der Slowakei auf Radio Slovakia International vom 4. Oktober 2011 abgerufen am 10. Oktober 2011