Slowakischer Nationalaufstand

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Slowakischer Nationalaufstand
Denkmal des Nationalaufstands in Banská Bystrica
Denkmal des Nationalaufstands in Banská Bystrica
Datum 29. August bis 28. Oktober 1944
Ort Mittelslowakei
Ausgang Niederschlagung des Aufstandes,
Übergang der Aufständischen vom offenen zum reinen Partisanenkampf
Konfliktparteien
1. tschechoslowakische Armee Tschechoslowakei (1. Armee in der Slowakei) Flag of German Reich (1935–1945).svg Deutsches Reich

Flag of First Slovak Republic 1939-1945.svg Slowakischer Staat

Befehlshaber
1. tschechoslowakische Armee Ján Golian
1. tschechoslowakische Armee Rudolf Viest
Flag of German Reich (1935–1945).svg Gottlob Berger
Flag of German Reich (1935–1945).svg Hermann Höfle
Flag of First Slovak Republic 1939-1945.svg Ferdinand Čatloš
Flag of First Slovak Republic 1939-1945.svg Štefan Haššík
Flag of First Slovak Republic 1939-1945.svg Otomar Kubala
Truppenstärke
insgesamt
60.000 Soldaten,
12.000–18.000 Partisanen[1]
insgesamt
50.000 deutsche Soldaten,[2]
6.900–8.600 slowakische Soldaten,[3]
5.000 Hlinka-Gardisten
[4]
Verluste
3.000–7.500 Gefallene,[5]
15.000 Gefangene,[6]
4.000–5.000 Opfer in der Zivilbevölkerung[7]
4.200 Gefallene,
5.000 Verwundete,
300 Gefangene[8]

Slowakischer Nationalaufstand (slowakisch: Slovenské národné povstanie, kurz SNP) ist die Bezeichnung für die von Teilen der slowakischen Armee getragene militärische Erhebung gegen die ab 29. August 1944 beginnende Okkupation der Slowakei durch die deutsche Wehrmacht. Das Hauptgebiet des Aufstands lag in der Mittelslowakei mit der Stadt Banská Bystrica als Zentrum. Der Slowakische Nationalaufstand war neben dem Warschauer Aufstand die größte Erhebung gegen das nationalsozialistische Herrschaftssystem und seine Verbündeten in Ostmitteleuropa. Der 29. August ist in der heutigen Slowakei ein Staatsfeiertag.

Die Aufständischen, die sich zur „1. tschecho-slowakischen Armee in der Slowakei“ zusammenschlossen, standen unter dem Oberbefehl eines Militärzentrums des oppositionellen Slowakischen Nationalrats, welcher mit der tschechoslowakischen Exilregierung in London und der sowjetischen Führung in Verbindung stand. Unterstützt wurde der Aufstand zusätzlich durch sowjetische und slowakische Partisaneneinheiten und Freiwillige aus 30 verschiedenen Nationen.

Ursprünglich für einen späteren Zeitpunkt geplant, erfolgte der Slowakische Nationalaufstand frühzeitig als Reaktion auf die am 29. August 1944 beginnende militärische Besetzung der Slowakei durch die deutsche Wehrmacht, welche damit ihrerseits auf vorausgegangene Partisanenangriffe auf deutsche Offiziere in der Slowakei antwortete. Der Nationalaufstand, der die Wiedererrichtung einer föderalisierten Tschechoslowakei zum Ziel hatte, richtete sich auch gegen die autoritäre slowakische Kollaborationsregierung der Ludaken unter Jozef Tiso. Dieser hielt auch nach Aufstandsbeginn weiterhin am Bündnis mit dem Dritten Reich fest.

Der Aufstand dauerte bis zum 28. Oktober 1944, als die militärische Führung der Aufständischen unter General Rudolf Viest nach dem Fall von Banská Bystricaden offenen Kampf gegen die Wehrmacht aufgab und zum reinen Partisanenkampf überging, den sie bis zur Befreiung der Slowakei durch die Rote Armee im April 1945 fortsetzte.

Nicht zu verwechseln ist der Slowakische Nationalaufstand mit dem Slowakischen Aufstand von 1848–1849.

Vorgeschichte[Bearbeiten]

Innen- und außenpolitische Lage[Bearbeiten]

Die Zerschlagung der Tschechoslowakei 1938–39
Der Slowakische Staat in Europa (1942)
Staatspräsident und Parteichef Tiso bei Hitler in Salzburg 1940.

Am 14. März 1939 erklärte der slowakische Landtag unter starkem Druck des Dritten Reiches die Unabhängigkeit von der Tschecho-Slowakischen Republik und rief den unabhängigen Slowakischen Staat aus.[9] Die politische Entwicklung der Slowakei wurde in den folgenden sechs Jahren von ihrem Status als „Schutzstaat“ des Deutschen Reiches bestimmt.[10] Im zwischen dem Slowakischen Staat und dem Deutschen Reich am 23. März 1939 geschlossenen „Schutzvertrag“ verpflichtete sich die Slowakei, ihre Außenpolitik und den Aufbau ihrer Armee „im engen Einvernehmen“ mit dem Deutschen Reich zu betreiben und der Wehrmacht eine „Schutzzone“ im Westteil des Landes zur Errichtung militärischer Anlagen und Garnisonen zur Verfügung zu stellen. Im zusätzlich geschlossenen „Vertraulichen Protokoll über wirtschaftliche und finanzielle Zusammenarbeit“ sicherte sich Deutschland auch seine Interessen gegenüber der slowakischen Wirtschaft. Als Gegenleistung verpflichtete sich das Deutsche Reich zum „Schutz der politischen Unabhängigkeit des Slowakischen Staates und der Integrität seines Gebietes“.[11]

Dennoch galt die Unabhängigkeit der Slowakei zum Zeitpunkt der Staatsgründung noch längst nicht als gesichert. Wie flexibel das Deutsche Reich zu seinen Schutzverpflichtungen stand, zeigte sich bereits kurz nach der Unabhängigkeit, als die Slowakei von ungarischen Truppen überfallen wurde und anschließend ostslowakische Gebiete an Horthys Ungarn abtreten musste. Berlin gewährte der Slowakei in diesem Konflikt keinen Schutz, sondern übernahm lediglich die Rolle eines Vermittlers. Tatsächlich war sich die deutsche Führung noch einige Monate nach der Formierung des Slowakischen Staates über dessen Fortbestand im unklaren und betrachtete ihn als Tauschobjekt bei Verhandlungen mit Ungarn und Polen. Da nur die deutsche Regierung eine Bestandsgarantie für den unabhängigen Staat abgeben konnte, war unter slowakischen Politikern daher Wohlverhalten und Willfährigkeit angesagt, um den Schutz durch das Deutsche Reich nicht zu gefährden.[12]

Regiert wurde der Slowakische Staat von einem Einparteienregime der diktatorisch herrschenden Ludaken, welches von Historikern – mit Verweis auf die enge Verflechtung zwischen Regierung und katholischem Klerus – meist entweder als klerikal-autoritär[13] oder als klerikal-faschistisch[14] eingestuft wird. Die slowakische Verfassung vom Juli 1939 orientierte sich eher an den Verfassungen von Salazars Portugal und Dollfuß' Österreich als an der Diktatur der Nationalsozialisten.[15] Die innenpolitische Situation der Slowakei war von 1939 bis 1942 von einem Machtkampf zwischen dem Staatspräsidenten und Parteichef Jozef Tiso auf der einen und dem Ministerpräsidenten und Außenminister Vojtech Tuka auf der anderen Seite bestimmt. Während Tuka sich aus seiner Begeisterung für den Nationalsozialismus in ein freiwilliges Weisungsverhältnis zum Dritten Reich begab, war es das Bestreben Tisos, die slowakische Gesellschaft von deutscher Einflussnahme abzuschirmen. Dafür war Tiso aber bereit im Bereich der Wirtschaft, der militärischen Beteiligung an den Kriegen gegen Polen und die Sowjetunion wie auch in der Deportation der slowakischen Juden zu kooperieren.[16] 1942 konnte Tiso durch die Einführung des Führerprinzips Tuka und dessen radikalen Parteiflügel entmachten und in weiterer Folge eine Präsidialdiktatur errichten.[17]

Auf der internationalen politischen Szene etablierte sich der Slowakische Staat trotz seiner eingeschränkten Souveränität zunächst relativ erfolgreich. Noch vor Ausbruch des Zweiten Weltkrieges erlangte er die De-jure- bzw. De-facto-Anerkennung durch 18 Staaten,[18] darunter auch Großbritannien (de facto, 4. Mai 1939) und Frankreich (de facto, 14. Juli 1939).[19] Nach dem Deutsch-sowjetischen Nichtangriffspakt vom 23. August 1939 folgte auch bald die De-facto- und die De-jure-Anerkennung durch die Sowjetunion.[20] Insgesamt wurde der Slowakische Staat im Laufe seiner Existenz von 27 Staaten anerkannt.[21]

In Folge des Salzburger Diktats von 1940 kam es zu einer noch engeren Bindung an das Deutsche Reich.[22] Im November 1940 trat die Slowakei den Achsenmächten bei, was im Juni 1941 zur slowakischen Kriegserklärung gegenüber der Sowjetunion und im Dezember 1941 gegenüber Großbritannien und den USA führte. Durch ihre Unterstützung des Dritten Reiches geriet die Slowakei in immer größere internationale Isolation und reduzierte ihre Chancen auf eine mögliche Nachkriegsexistenz, insbesondere als die Alliierten 1941 die Wiederherstellung der Tschechoslowakei als eines ihrer Kriegsziele annahmen.[23] Da die Alliierten nun keine unabhängige Slowakei nach dem Krieg anerkennen würden, stellte sich nicht mehr die Frage, ob die Slowakei wieder ein Teil der Tschechoslowakei würde, sondern nur unter welchen Bedingungen.[24]

Kollaborationsregime und Bevölkerung[Bearbeiten]

Die „autonomistische Flagge“, Flagge der Ludaken als slowakischer Staatspartei 1938–1945.
Ministerpräsident und Außenminister Tuka bei Hitler 1941.

Die Ludaken der regierenden Hlinka-Partei waren bereits seit 1925 die stärkste politische Kraft in der Slowakei, erhielten jedoch innerhalb der Tschechoslowakei nie mehr als ein Drittel der slowakischen Wählerstimmen.[25] Im Herbst 1938 übernahmen sie die autonome slowakische Landesregierung und setzten bis Dezember 1938 eine Einparteiendiktatur durch, in der nur die politischen Vertretungen der deutschen und ungarischen Minderheit bestehen blieben.[26] Die anderen bürgerlichen Parteien wurden zur Zwangsvereinigung mit der Hlinka-Partei gedrängt, linke und jüdische Parteien wurden verboten. Die Pressezensur wurde eingeführt und ein Konzentrationslager für tatsächliche oder vermeintliche Regimegegner in Ilava eingerichtet.[27] Die Entstehung des Slowakischen Staates betrachteten viele Ludaken – trotz dessen Mängel und staatsrechtlicher Einschränkungen – als Vollendung der slowakischen nationalemanzipatorischen Bestrebungen.[28]

Aber auch der überwiegende Teil der slowakischen Bevölkerung nahm zu seinem neuen Staat zumindest in den ersten Jahren seines Bestehens eine ausgesprochen positive Haltung ein. Im Gegensatz zum tschechischen Protektorat war der Slowakei eine deutsche Besetzung erspart geblieben, innen- und kulturpolitisch blieb sie weitgehend autonom. Die Einschränkung der bürgerlichen Freiheiten wurde als erträglich angesehen und die Wirtschaft profitierte vom Krieg in hohem Maße. Auch das Schulwesen, Wissenschaft und Kultur erlebten einen Aufschwung. Bis zum Spätsommer 1944 herrschten in der Slowakei bessere Verhältnisse als in den benachbarten Ländern Mitteleuropas, sodass sich die slowakische Regierung jahrelang auf eine breite Toleranz oder gar Zustimmung der Bevölkerung zu ihren Maßnahmen stützen konnte.[29] Unzufrieden mit der Regierung waren vor allem die Vertreter und Mitglieder der evangelischen Kirche. Sie machten etwa 17 % der slowakischen Bevölkerung aus, waren traditionell tschechoslowakisch orientiert und fühlten sich vom katholisch dominierten Ludakenregime als Bürger zweiter Klasse behandelt. Seit Dezember 1938 waren im slowakischen Landtag nur noch vier Lutheraner vertreten, in die Regierung und den weiteren Vorsitz der Hlinka-Partei schaffte es nur ein Evangelischer, Verteidigungsminister Ferdinand Čatloš.[30]

Zur Verstimmung der slowakischen Bevölkerung trugen die sehr unpopulären Kriege gegen die slawischen Staaten Polen und Sowjetunion bei, an denen sich die Slowakei mit eigenen Truppen beteiligte,[31] sowie die Einrichtung deutscher Berater-Positionen in den slowakischen Ministerien, die einseitige Orientierung an Hitlers Deutschland und der übertriebene Nationalismus.[32] Auf breite gesellschaftliche Abneigung stieß später die Judenpolitik des slowakischen Regimes.[33] Nach dem Salzburger Diktat 1940 setzte der erstarkte radikale Parteiflügel der Ludaken von Ministerpräsident Tuka eine rapide Radikalisierung der sogenannten „Lösung der Judenfrage“ durch. Der von der Regierung im September 1941 erlassene Judenkodex vollzog den Übergang von der bis dahin üblichen religiösen zur rassischen Beurteilung der Judenfrage und zählte zu den schärfsten antisemitischen Gesetzen Europas.[34] Auf die Initiative Tukas hin wurden dann von März bis Oktober 1942 zwei Drittel der slowakische Juden (etwa 58.000) in deutsche Vernichtungslager deportiert; von ihnen überlebten nur wenige Hundert.[35]

Nach dem Umschlagen der Kriegslage im Winter 1942/43 nahm die Unruhe innerhalb der Slowakei zu.[36] Im Jahr 1943 erreichten die wichtigen Nachrichten von deutschen Niederlagen (Stalingrad, Kursk, Ausstieg Italiens aus dem Krieg) und der sich nähernden deutschen Gesamtniederlage das Land. Unter dem Eindruck der Siege der Roten Armee, aber auch der sich verbreitenden Nachrichten über nationalsozialistische Kriegsverbrechen in der Sowjetunion, wuchs eine Welle der Russophilie und Slawophilie in der slowakischen Gesellschaft.[37] So bot die Slowakei im Frühjahr 1944 nach außen hin das Bild einer „Oase des Friedens“, im Inneren hatten sich jedoch grundlegende Veränderungen und ein radikaler Stimmungsumschwung in allen Schichten der Bevölkerung vollzogen.[38] Nicht zuletzt der Wandel an der militärischen Front trug dazu bei, dass die anwachsende unruhige und unzufriedene Stimmung in der Slowakei ab Ende 1943 Schritt für Schritt in eine oppositionelle, Mitte des Jahres 1944 in eine revolutionäre Stimmung überging. Dies schuf die Voraussetzungen dafür, dass der politische Widerstand der antifaschistischen Opposition nach fünfjähriger Passivität zu aktiven Handlungen überzugehen vermochte.[39]

Widerstandsgruppen und Bildung des Slowakischen Nationalrates[Bearbeiten]

Edvard Beneš, 1940–45 Präsident der tschechoslowakischen Exilregierung in London
Gustáv Husák, führender Funktionär der slowakischen Kommunisten als späterer tschechoslowakischer Staatspräsident

Wie auch in mehreren anderen Ländern gab es auch in der Slowakei zwei verschiedene Hauptlinien des politischen Widerstandes – eine kommunistische und eine nichtkommunistische. Die Kommunistische Partei der Tschechoslowakei (KSČ) wurde 1938 als überhaupt erste Partei verboten und somit in die Illegalität gedrängt. Nach der Entstehung des Slowakischen Staates kam es zu einer Verselbstständigung der slowakischen Kommunisten, wodurch die Kommunistische Partei der Slowakei (KSS) entstand. Die Führung der tschechoslowakischen Kommunisten setzte sich nach Moskau ab.[40]

Die slowakischen Kommunisten waren von Anfang an die wesentliche Widerstandskraft in der Slowakei und wurden als solche auch am häftigsten verfolgt.[41] Tätig wurden sie zunächst durch die Herausgabe von illegalen Schriften und die Koordination von Streiks.[42] Ihre Einstellung zur slowakischen Unabhängigkeit und der Tschechoslowakei durchlief mehrere Wandlungen und war abhängig von der offiziellen Politik Moskaus. Bis zur Anerkennung der Slowakei durch die Sowjetunion am 16. September 1939 befürwortete die Parteiführung die Wiederherstellung der Tschechoslowakei, danach akzeptierte sie die Idee einer eigenständigen Slowakei. Nach 1940 machten die slowakischen Kommunisten wiederum die Gründung einer „Slowakischen Sowjetrepublik“ zu ihrem Parteiprogramm. Erst als Stalin 1941 die tschechoslowakische Exilregierung Edvard Beneš' anerkannte, akzeptierte die KSS die Wiederherstellung der Tschechoslowakei, forderte aber deren Föderalisierung.[43]

Der bürgerliche und sozialdemokratische Widerstand stand mit der tschechoslowakischen Auslandsbewegung in Verbindung und baute Kontakte zum tschechischen Widerstand im Protektorat auf.[44] Seit der Entstehung der unabhängigen Slowakei im März 1939 bildeten Beamte und Politiker, die weiterhin loyal zur Tschechoslowakei und zu Beneš standen, Widerstandsgruppen. Sie sammelten Intellektuelle aus Militär und Politik und verhalfen tschechischen Flüchtlichen aus dem Protektorat Böhmen und Mähren (meist Beamten und Widerstandskämpfern) zur Flucht über die Slowakei auf den Balkan und dann nach Westen. Alle diese Gruppen lehnten Idee einer unabhängigen Slowakei ab und befürworteten die Wiederherstellung der Tschechoslowakei.[45]

Die bedeutendste unter den nichtkommunistischen Widerstandsgruppen waren die mehrheitlich evangelischen Agrarier.[46] Das Verhältnis zwischen den slowakischen Agrariern und Beneš war jedoch komplex, was daran lag, dass die Exilregierung an der Idee einer einheitlichen tschechoslowakischen Nation festhielt – eine Position, welche die Agrarier für inakzeptabel hielten.[47] Die slowakischen Agrarier gingen in ihren Vorstellungen über eine erneuerte Tschechoslowakei nicht mehr vom Prager Zentralismus und einer einheitlichen tschechoslowakischen Nation aus. Die Mehrheit von ihnen war für das Respektieren der slowakischen nationalen Eigenständigkeit, wovon sie auch angemessene Änderungen bei der staatsrechtlichen Stellung der Slowakei ableiteten.[48]

Vor 1943 kam es aufgrund von unterschiedlichen Zielsetzungen, mangelnder Koordination und einer fehlenden Akzeptanz in der Bevölkerung zu keiner planmäßigen Zusammenarbeit zwischen den Widerstandsgruppen. Erst aufgrund der Annäherung zwischen der tschechoslowakischen Exilregierung und der Sowjetunion sowie des Kriegsverlaufs, der den Einfluss der Sowjetunion in Ostmitteleuropa steigen ließ, setzte auch im slowakischen Widerstand ein Wandel ein. Im Jahr 1943 begannen die junge Generation der Kommunisten, geführt von Gustáv Husák, und die jungen Agrarier unter Ján Ursíny über ein gemeinsames Programm zu verhandeln. Im Dezember 1943 kam es zum „Weihnachtsabkommen“ zwischen dem „sozialistischen Block“ (Kommunisten und Sozialdemokraten) und und dem „bürgerlichen Block“ (hauptsächlich Agrarier). Darin einigte man sich auf die Planung eines Aufstands und die Bildung eines „Slowakischen Nationalrats“ als oberstem Gremium des illegalen Widerstands, welcher aus drei Kommunisten (Gustáv Husák, Ladislav Novomeský, Karol Šmidke) und drei Nichtkommunisten (Ján Ursíny, Jozef Lettrich, Matej Josko) bestand. Vereinbart wurde die Bekämpfung des Tiso-Regimes und der deutschen Vorherrschaft sowie die Wiedererrichtung der Tschechoslowakei als eine Föderation von zwei Nationalstaaten, in dem Tschechen und Slowaken als gleichwertige Partner leben sollten. Zudem wurde die politische Annäherung an die Sowjetunion angestrebt.[49]

Auslösung[Bearbeiten]

Ähnlich dem Warschauer Aufstand, der am 1. August 1944 begann, allerdings für einen Erfolg von Anbeginn von sowjetischer Hilfe abhängig war, wurde der slowakische Nationalaufstand ursprünglich ebenfalls unter rein nationalen Gesichtspunkten von einem Slowakischen Nationalrat geplant, der zum militärischen und politischen Zentrum des Aufstandes wurde. Er berief einen militärischen Stab, an dessen Spitze Ján Golian stand, Stabschef der Landstreitkräfte in Banská Bystrica. Golian konnte aber die im Untergrund bestehende Kommunistische Partei nicht übergehen. Die damit über alle Vorhaben bestens informierte Sowjetunion nutzte dies zu einer eigenen Planung. Partisanenverbände in der Ost- und Mittelslowakei sollten demnach, zusammen mit von der slowakischen Regierung abgefallenen militärischen Verbänden – dazu zählte vor allem das 1. Slowakische Armeekorps – das bis dahin nicht von deutschen Truppen besetzte Land vom nationalsozialistischen Einfluss befreien, damit aber zugleich den Weg über die Karpatenpässe nach Wien frei machen. Als Anerkennung erwartete man auf Seiten des Nationalrates von der Sowjetunion die Gewährung nationaler Eigenstaatlichkeit der Slowakei.

Der Abfall Rumäniens – es war am 23. August 1944 den Alliierten beigetreten – und der Sturz der Regierung in Bukarest (am 9. September 1944) war beispielhaft für die sich aus einem Regierungswechsel ergebenden militärischen Möglichkeiten, die aber nicht mit den Überlegungen des Slowakischen Nationalrats übereinstimmten.

Der Aufstand wurde durch einen unvorhergesehenen Zwischenfall vorzeitig ausgelöst. Die aus Rumänien ausgewiesene deutsche Militärmission wurde auf der Bahnfahrt nach Deutschland am 27. August 1944 aufgehalten und am Morgen des 28. in Svätý Martin unter ungeklärt gebliebenen Umständen auf einem Kasernenhof erschossen. Der Vorgang wurde rasch bekannt und verlangte nach sofortigem Handeln auf deutscher Seite, die von Norden Einheiten der deutschen Wehrmacht, von Nordwesten her SS-Einheiten einrücken ließ. Dem konnte seitens des Nationalrates nun nur noch mit vorzeitiger, sich über bestehende Planungen hinwegsetzender Ausrufung des Nationalaufstands begegnet werden. Man hoffte, in jedem Falle die Ost- und Mittelslowakei zu halten, bis die von den Kommunisten stets betriebene sowjetische Unterstützung des doch ursprünglich rein national gedachten Aufstandes unverzichtbar wurde. Deutscherseits war dem drohenden Verlust in der Mittel- und Ostslowakei gelegener Gebiete, wie Spiš/der Zips mit starkem deutschen Bevölkerungsanteil, vorzubeugen, da diese als Rückhalt für die zu verteidigenden Karpatenpässe dienten.

Militäraktionen[Bearbeiten]

Karte der Geschehnisse während der ersten zwei Tage des Aufstandes:
organge: Größte Ausdehnung des von den Aufständischen kontrollierten Gebietes.
grau: Deutsche „Schutzzone“ in der Slowakei.
grün: Seit 1938/39 von Ungarn annektierte slowakische Gebiete.

Obwohl die deutsche 1. Panzerarmee in schwere Abwehrkämpfe im Raum Tarnów-Dębica verwickelt war, löste sie ihre einzige Armeereserve, ein starkes Regiment, aus der Front und brachte es südlich von Nový Sonč/Neu-Sandez mit Lastkraftwagen über die slowakische Grenze bis Kežmarok/Käsmark, das die Aufständischen gerade einzunehmen im Begriff waren.

In leichten bis mittelschweren Gefechten wurden die aufständischen Truppenteile in wenigen Tagen aus Spiš/der Zips und bis ins Hron/Gran-Tal verdrängt. Erst im Vorfeld von Brezno/Bries gelang ihnen der Aufbau einer Widerstandslinie. Bei Telgárt kam es sogar zu vorübergehend erfolgreichen Gegenangriffen. Man versuchte damit möglichst nahe dem Duklapass zu bleiben, der nach dem ursprünglichen Konzept des Nationalrates ja durch das 1. Slowakische Armeekorps vor dem Eintreffen deutscher Truppen besetzt und für den Durchmarsch der Roten Armee freigehalten werden sollte.

Das Misslingen dieses Planes war darauf zurückzuführen, dass seitens der deutschen Wehrmacht in kürzester Zeit die Reserve der 1. Panzerarmee sowie fünf rasch zusammengestellte Kampfgruppen mit starken Anteilen gut ausgerüsteter SS-Verbände zur Niederwerfung des Aufstandes eingesetzt werden konnten. Mitte September waren alle wichtigen Orte rund um das Aufstandszentrum in Banská Bystrica „befreit“ – so die offizielle Lesart, Das 1. Slowakische Korps erlitt schwere Niederlagen, die Karpatenpässe wurden schon in ihrem Vorfeld von der deutschen 1. Panzerarmee gesichert. Das OKW hatte die dort zur Verteidigung eingesetzten Verbände sogar auf fünf Divisionen und zwei Kampfgruppen verstärkt, um einen sowjetischen Durchbruch zum Aufstandsgebiet zu verhindern. Bis Ende Oktober 1944 gelang es der Roten Armee trotz Übermacht nur, die deutsche Verteidigung vom Vorfeld bis zu den Passhöhen zurückzudrängen. Zudem folgten keineswegs alle eingeplanten slowakischen Verbände den Befehlen aus Banská Bystrica. Viele ergaben sich und legten die Waffen nieder. Auch an anderen Abschnitten lösten sich slowakische Verbände auf, viele Soldaten gingen in Gefangenschaft, andere schlossen sich den Partisanen an. Die Westslowakei wurde auf diese Weise in kurzer Zeit besetzt, die starken Garnisonen Bratislava und Nitra ergaben sich kampflos.

Zentrum des Aufstandes war bis zum Tag seiner Einnahme im Zuge einer von Ungarn ausgegangenen deutschen Offensive Banská Bystrica, doch wurde das unter seinem Einfluss stehende Gebiet zunehmend eingeengt. Sowjetische Flugzeuge brachten zwar allnächtlich Waffen, Munition und Medikamente, aber die Mengen blieben unzulänglich. Die den Aufstand beendende Offensive begann am 17. Oktober. Am 27. Oktober 1944 ergab sich Banská Bystrica. Die dort bis zuletzt kämpfenden Aufständischen wurden gefangen genommen, viele desertierten in letzter Minute oder liefen zu Partisanengruppen über, die den Widerstand bis zum Eintreffen sowjetischer Verbände fortführten.

In den von Partisanen und Aufständischen befreiten Gebieten herrschte lokal und gelegentlich auch regional starker repressiver Druck. Bei der Verfolgung des unterlegenen Gegners kamen nicht so sehr Wehrmachtseinheiten, deren Anteil an der Niederwerfung des Aufstandes zahlenmäßig eher gering war, als die der Waffen-SS mit ihrer Hilfstruppe Heimatschutz, die aus rekrutierten Volksdeutschen bestand, und die Bereitschaftseinheiten der Hlinka-Garde unter Führung von Otomar Kubala zum Einsatz. Einige Dörfer wie Nemecká, Kalište und Telgárt wurden wegen Beteiligung und Unterstützung des Aufstandes niedergebrannt, die Männer in Konzentrationslager gebracht oder an Ort und Stelle erschossen.

Von Beginn des Aufstandes an bis zur vollständigen Besetzung der Slowakei durch die Rote Armee wurden nachträglich mehr als 5000 zivile Opfer genannt.[50] Die Gesamtzahl der im Zuge des Aufstandes gefallenen oder auf andere Weise getöteten slowakischen Soldaten und Zivilisten wurde sogar auf 20.000 geschätzt.

Im Verlauf des Aufstandes kam es in karpatendeutschen Ortschaften zu äußerst gewaltsamen Übergriffen durch Partisanen, unter anderem in Glaserhau im Hauerland (Massaker von Glaserhau).

Vorfälle dieser Art waren Auftakt zur Flucht Vorausschauender und schließlich zur Aussiedelung der Deutschen sowie großer Teile der ungarischen Bevölkerung. Die mehrheitlich von Ungarn bewohnten Gebiete der Slowakei wurden bis zum Ende des Ersten WeltkriegsOberungarn“ genannt, dann durch Friedensvertrag in die neu entstandene Tschechoslowakei integriert und fielen nach begrenzter Selbstständigkeit von 1939 bis 1945 wieder für nochmals 50 Jahre an diese zurück.

Filme[Bearbeiten]

Zu den bedeutendsten Filmen über den Slowakischer Nationalaufstand gehören folgende Filmen: Vlčie diery (= Die Wolfsschanzen) (1948), Bílá tma (= Die weiße Dunkelheit) (1948), V hodine dvanástej (= Punkt Zwölfuhren) (1958), Kapitán Dabač (= Kapitän Dabac)(1959), Prerušená pieseň (= Das unterbrochene Lied) (1960), Pieseň o sivom holubovi (= Das Lied über die silberne Taube) (1961), Zbabělec (= Der Feigling) (1961), Polnočná omša (= Die Mittelnachtmesse) (1962), Bílá oblaka (= Die weißen Wolken) (1962), Organ (= Das Orgel) (1964), Námestie svätej Alžbety (= Der Platz der heiligen Elisabeth) (1965), Zvony pre bosých (= Die Glocken für die Barfüßigen) (1965), Keby som mal pušku (= Wenn ich ein Gewähr hätte) (1971), Horká zima (= Der strengen Winter) (1973), Trofej neznámeho strelca (= Die Trophäe vom unbekannten Schütze) (1974), Jeden stříborný (= Ein Silberner) (1976), Súkromná vojna (= Der private Krieg) (1978), Zlaté časy (= Die goldenen Zeiten) (1978), Povstalecká história (= Die aufständische Historie) (1984), Rozhovor s nepriateľom (= Das Gespräch mit dem Feind) (2006).

Weblinks[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

  • Jörg K. Hoensch (Hrsg.): Dokumente zur Autonomiepolitik der Slowakischen Volkspartei Hlinkas. Oldenbourg Verlag, München/Wien 1984, ISBN 3-486-51071-1.
  • Ladislav Suško (Hrsg): Das Deutsche Reich und die Slowakische Republik 1938–1945. Dokumente. Bd. I: Von München bis Salzburg 1938–1940. Dokumente und Essay. Buch 2: Slovensko v jeseni 1944 [= Die Slowakei im Herbst 1944]. Lúč, Bratislava 2008, ISBN 978-80-7114-679-7. (slowakisch)

Literatur[Bearbeiten]

Monographien

  • Jozef Jablonický: Z ilegality do povstania. Kapitoly z občianskeho odboja [= Aus der Ilegalität in den Aufstand. Kapitel aus dem bürgerlichen Widerstand]. 2. Auflage, DALI-BB / Múzeum SNP, 2009, ISBN 978-80-89090-60-0. [slowakisch]
  • Martin Lacko: Slovenské národné povstanie 1944 [= Der Slowakische Nationalaufstand 1944]. Slovart Verlag, Bratislava 2008, ISBN 978-80-8085-575-8 (Rezension auf Deutsch). [slowakisch]
  • Stanislav Mičev und Autorenkollektiv: Slovenské národné povstanie 1944 [= Der Slowakische Nationalaufstand 1944]. Múzeum slovenského národného povstania, Bratislava 2009, ISBN 978-80-970238-3-6. [slowakisch]
  • Lenka Šindelářová: Finale der Vernichtung: Die Einsatzgruppe H in der Slowakei 1944/45. (= Veröffentlichungen der Forschungsstelle Ludwigsburg der Universität Stuttgart; Bd. 22), Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 2013, ISBN 978-3-534-25973-1 (Rezension).
  • Wolfgang Venohr: Aufstand der Slowaken. Der Freiheitskampf von 1944. Ullstein Verlag, Frankfurt/Berlin 1992, ISBN 978-3-548-33156-0 (Rezension vorherige Auflage).

Beiträge aus Sammelwerken

  • Jim Downs: Allied Aid to the Uprising. In: Miroslav Pekník (Hrsg): Slovenské národné povstanie 1944. Súčast európskej antifašistickej rezistencie v rokoch druhej svetovej vojny. [= Der Slowakische Nationalaufstand 1944. Bestandteil der europäischen antifaschistischen Resistenz in den Jahren des Zweiten Weltkrieges]. Ústav politických vied SAV VEDA / Múzeum SNP, Bratislava 2009, ISBN 978-80-224-1090-8, S. 282–285.
  • Elena Mannová: Jubiläumskampagnen und Uminterpretationen des Slowakischen Nationalaufstands von 1944. In: Rudolf Jaworski, Jan Kusber (Hrsg.): Erinnern mit Hindernissen. Osteuropäische Gedenktage und Jubiläen im 20. und zu Beginn des 21. Jahrhunderts. (= Mainzer Beiträge zur Geschichte Osteuropas 4), LIT Verlag, Berlin 2011, ISBN 978-3-643-10816-6, S. 201–240.
  • Vilém Prečan: The Slovak National Uprising: the most dramatic moment in the nation's history. In: Mikuláš Teich, Dušan Kováč, Martin D. Brown (Hrsg.): Slovakia in History. Cambridge University Press 2011, ISBN 978-0-521-80253-6, S. 206–228.
  • John L. Ryder: Civil war in Slovakia? Outlining a theoretical approach to the Slovak national uprising. In: Marek Syrný und Autorenkollektiv: Slovenské národné povstanie. Slovensko a Európa v roku 1944 [= Der Slowakische Nationalaufstand. Die Slowakei und Europa im Jahre 1944]. Múzeum Slovenského národného povstania, Banská Bystrica 2014, ISBN 978-80-89514-30-4, S. 423–428.
  • Jan Rychlík: The Slovak question and the resistance movement during the Second World War. In: Mikuláš Teich, Dušan Kováč, Martin D. Brown (Hrsg.): Slovakia in History. Cambridge University Press 2011, ISBN 978-0-521-80253-6, S. 193–205.
  • Klaus Schönherr: Die Niederschlagung des Slowakischen Aufstandes im Kontext der Deutschen Militärischen Operationen, Herbst 1944. In: Bohemia 42 (2001), S. 39–61.
  • Klaus Schönherr: Die Auswirkungen des slowakischen Nationalaufstandes auf die südliche Ostfront. In: Miroslav Pekník (Hrsg): Slovenské národné povstanie 1944. Súčast európskej antifašistickej rezistencie v rokoch druhej svetovej vojny. [= Der Slowakische Nationalaufstand 1944. Bestandteil der europäischen antifaschistischen Resistenz in den Jahren des Zweiten Weltkrieges]. Ústav politických vied SAV VEDA / Múzeum SNP, Bratislava 2009, ISBN 978-80-224-1090-8, S. 194–202.
  • Martin Zückert: Slowakei: Widerstand gegen das Tiso-Regime und nationalsozialistische Vorherrschaft. In: Gerd R. Ueberschär (Hrsg.): Handbuch zum Widerstand gegen Nationalsozialismus und Faschismus in Europa 1933/39 bis 1945. Walter de Gruyter, Berlin / New York 2011, ISBN 978-3-598-11767-1, S. 243–254.
  • Martin Zückert: Partisanenbewegungen in Europa – grundsätzliche Überlegungen zum slowakischen Fall. In: Marek Syrný und Autorenkollektiv: Slovenské národné povstanie. Slovensko a Európa v roku 1944 [= Der Slowakische Nationalaufstand. Die Slowakei und Europa im Jahre 1944]. Múzeum Slovenského národného povstania, Banská Bystrica 2014, ISBN 978-80-89514-30-4, S. 410–416.

Überblicksdarstellungen und weiterführende Literatur

  • Mark W. A. Axworthy: Axis Slovakia: Hitler's Slavic Wedge, 1938–1945. Axis Europa Books, Bayside / New York 2002, ISBN 1-891227-41-6.
  • Jörg K. Hoensch: Die Entwicklung der Slowakei im 19. und 20. Jahrhundert und ihre Beziehungen zu den böhmischen Ländern bis zur Auflösung des gemeinsamen Staates. In: Hans Lemberg, et al (Hrsg.): Studia Slovaca. Studien zur Geschichte der Slowaken und der Slowakei. (Veröffentlichungen des Collegium Carolinum, Band 93), Oldenbourg Verlag, München 2000, ISBN 3-486-56521-4, S. 1–26.
  • Jörg K. Hoensch: Die Slowakische Republik 1939–1945. In: Hans Lemberg, et al (Hrsg.): Studia Slovaca. Studien zur Geschichte der Slowaken und der Slowakei. (Veröffentlichungen des Collegium Carolinum, Band 93), Oldenbourg Verlag, München 2000, ISBN 3-486-56521-4, S. 221–248.
  • Jörg K. Hoensch: Grundzüge und Phasen der deutschen Slowakei-Politik im Zweiten Weltkrieg. In: Hans Lemberg, et al (Hrsg.): Studia Slovaca. Studien zur Geschichte der Slowaken und der Slowakei. (Veröffentlichungen des Collegium Carolinum, Band 93), Oldenbourg Verlag, München 2000, ISBN 3-486-56521-4, S. 249–280.
  • Jörg K. Hoensch: Die Slowakei im Jahr 1945. In: Hans Lemberg, et al (Hrsg.): Studia Slovaca. Studien zur Geschichte der Slowaken und der Slowakei. (Veröffentlichungen des Collegium Carolinum, Band 93), Oldenbourg Verlag, München 2000, ISBN 3-486-56521-4, S. 299–350.
  • Ivan Kamenec: The Slovak state, 1939–1945. In: Mikuláš Teich, Dušan Kováč, Martin D. Brown (Hrsg.): Slovakia in History. Cambridge University Press 2011, ISBN 978-0-521-80253-6, S. 175-192.
  • Ivan Kamenec: Slovenský štát v obrazoch [Der Slowakische Staat in Bildern]. Ottovo nakladatelství, Prag 2008, ISBN 978-80-7360-700-5. [slowakisch]
  • Charles K. Kliment, Břetislav Nakládal: Germany's First Ally: Armed Forces of the Slovak State 1939–1945. Schiffer Publishing, Atglen 1997, ISBN 0-7643-0589-1.
  • Martin Lacko: Slovenská republika 1939–1945 [= Die Slowakische Republik 1939–1945]. Perfekt/Ústav pamäti národa, Bratislava 2008, ISBN 978-80-8046-408-0. [slowakisch]
  • Stanley Payne: Geschichte des Faschismus. Aufstieg und Fall einer europäischen Bewegung. Tosa Verlag, Wien 2006, ISBN 978-3-85003-037-3.
  • Roland Schönfeld: Slowakei. Vom Mittelalter bis zur Gegenwart. Verlag Friedrich Pustet, Regensburg 2000, ISBN 3-7917-1723-5.
  • Tatjana Tönsmeyer: Das Dritte Reich und die Slowakei. Politischer Alltag zwischen Kooperation und Eigensinn. Ferdinand Schönigh Verlag, Paderborn 2003, ISBN 3-506-77532-4.

Anmerkungen[Bearbeiten]

  1. Kliment: Germany's First Ally. S. 105; Prečan: The Slovak National Uprising, S. 206; Šindelářová: Finale der Vernichtung. S. 60.
  2. Šindelářová: Finale der Vernichtung. S. 64.
  3. Hoensch: Die Slowakei im Jahr 1945. S. 301; Kliment: Germany's First Ally. S. 25.
  4. Kliment: Germany's First Ally, S. 24.
  5. Lacko: Slovenské národné povstanie, S. 200–201; Zückert: Slowakei: Widerstand gegen das Tiso-Regime und nationalsozialistische Vorherrschaft. S. 249.
  6. Venohr: Aufstand der Slowaken. S. 299.
  7. Kamenec: Slovenský štát v obrazoch. S. 224; Lacko: Slovenské národné povstanie 1944. S. 201.
  8. Viliam Plevza und Kollektiv: Dejiny Slovenského národného povstania 1944, Zväzok V [= Geschichte des Slowakischen Nationalaufstandes 1944, Band V]. Pravda Verlag, Bratislava 1985, S. 428–431.
  9. Venohr: Aufstand der Slowaken, S. 18.
  10. Hoensch: Die Entwicklung der Slowakei im 19. und 20. Jahrhundert, S. 16.
  11. Hoensch: Die Slowakische Republik 1939–1945. S. 226.
    Zum wörtlichen Textlaut der beiden Verträge siehe Jörg K. Hoensch: Dokumente zur Autonomiepolitik der Slowakischen Volkspartei Hlinkas. Dokument 59, S. 259–261.
  12. Kamenec: The Slovak state, 1939–1945. S. 180; Schönfeld: Slowakei, S. 102 u. 105; Venohr: Aufstand der Slowaken, S. 23; Mičev und Kollektiv: Slovenské národné povstanie 1944. S. 11.
  13. vgl. bspw. Hoensch: Die Slowakei im Jahr 1945. S. 299 und Schönherr: Die Niederschlagung des Slowakischen Nationalaufstands, S. 60.
  14. Venohr bezeichnet die Slowakei als einen „Modelfall des sogenannten Klerikalfaschismus“; Venohr: Aufstand der Slowaken, S. 28–29. Der Begriff an sich und die Frage, ob das Regime des Slowakischen Staates überhaupt als klerikalfaschistisch einzustufen ist, sind jedoch unter Historikern umstritten, vgl. Tönsmeyer: Das Dritte Reich und die Slowakei, S. 95–96.
  15. Stanley: Geschichte des Faschismus. S. 494; Hoensch: Die Slowakische Republik 1939–1945. S. 228–229; Tisos Weg vom Separatismus zur Kollaboration. (Der Standard am 15. Dezember 2001).
  16. Tönsmeyer: Das Dritte Reich und die Slowakei, S. 112.
  17. Tönsmeyer: Das Dritte Reich und die Slowakei, S. 103; Hoensch: Dokumente zur Autonomiepolitik der Slowakischen Volkspartei Hlinkas. S. 69.
  18. Mičev und Kollektiv: Slovenské národné povstanie 1944. S. 12.
  19. Lacko: Slovenská republika 1939–1945. S. 87.
  20. Lacko: Slovenská republika 1939–1945. S. 91.
  21. Venohr: Aufstand der Slowaken, S. 20–21.
  22. Lacko: Slovenská republika 1939–1945. S. 93–95.
  23. Kamenec: The Slovak State, 1939–1945. S. 181f.
  24. Rychlík: The Slovak question and resistance movement, S. 203.
  25. Schönfeld: Slowakei. S. 86; Tönsmeyer: Das Dritte Reich und Slowakei 1939–1945. S. 35–36.
  26. Tönsmeyer: Das Dritte Reich und Slowakei 1939–1945. S. 94.
  27. Kamenec: Slovenský štát v obrazoch. S. 22–23.
  28. Mičev und Kollektiv: Slovenské národné povstanie 1944. S. 11; Rychlík: The Slovak question and the resistance movement, S. 200.
  29. Schönfeld: Slowakei. S. 143–144; Šindelářová: Finale der Vernichtung. S. 38–39; Venohr: Aufstand der Slowaken. S. 21–23, 26 u. 56.
  30. Lacko: Slovenské národné povstanie 1944. S. 22–23.
  31. Venohr: Aufstand der Slowaken, S. 39 u 41–42.
  32. Schönfeld: Slowakei. S. 108; Venohr: Aufstand der Slowaken, S. 32; Lacko: Slovenské národné povstanie 1944. S. 21.
  33. Venohr: Aufstand der Slowaken, S. 33–34; Lacko: Slovenské národné povstanie 1944. S. 21.
  34. Hoensch: Gründzüge und Phasen der deutschen Slowakei-Politik, S. 272–273; Mičev und Kollektiv: Slovenské národné povstanie 1944. S. 12–13. Kamenec: Slovenský štát v obrazoch. S. 143.
  35. Hoensch: Grundzüge der deutschen Slowakei-Politik, S. 273; Kamenec: Slovenský štát v obrazoch. S. 146.
  36. Hoensch: Gründzüge der deutschen Slowakei-Politik, S. 276.
  37. Lacko: Slovenská republika 1939–1945. S. 170.
  38. Venohr: Aufstand der Slowaken. S. 51.
  39. Venohr: Aufstand der Slowaken. S. 50.
  40. Lacko: Slovenské národné povstanie 1944. S. 24 u. 27; Schönfeld: Slowakei. S. 142.
  41. Rychlík: The Slovak question and resistance movement, S. 202; Venohr: Aufstand der Slowaken. S. 65.
  42. Zückert: Slowakei, S. 246.
  43. Jablonický: Z ilegality do povstania. S. 58; Rychlík: The Slovak question and resistance movement, S. 202
  44. Zückert: Slowakei: Widerstand gegen das Tiso-Regime und nationalsozialistische Vorherrschaft. S. 245.
  45. Jablonický: Z ilegality do povstania. S. 43; Rychlík: The Slovak question and resistance movement, S. 201
  46. Rychlík: The Slovak question and resistance movement, S. 202.
  47. Rychlík: The Slovak question and resistence movement, S. 202.
  48. Jablonický: Z ilegality do povstania. S. 25.
  49. Rychlík: The Slovak question and resistance movement, S. 203f; Zückert: Slowakei, S. 246f.
  50. Alexander von Plato, Almut Leh, Christoph Thonfeld (Hrsg.): Hitlers Sklaven. Lebensgeschichtliche Analysen zur Zwangsarbeit im internationalen Vergleich. Böhlau, Wien u. a. 2008, ISBN 978-3-205-77753-3, S. 58.