George Gaylord Simpson

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George Gaylord Simpson (* 16. Juni 1902 in Chicago, Illinois; † 6. Oktober 1984 in Tucson, Arizona) war ein US-amerikanischer Zoologe, Paläontologe und einer der Architekten der Synthetischen Evolutionstheorie. Er war ein Experte für ausgestorbene Säugetiere (besonders Pferde) und ihre interkontinentalen Wanderungen, sowie prähistorische Pinguine.

Simpson war einer der einflussreichsten Paläontologen im 20. Jahrhundert. Er war Professor der Zoologie an der Columbia University in New York und Kurator für Geologie und Paläontologie am American Museum of Natural History von 1945 bis 1959 sowie Kurator am Museum of Comparative Zoology der Harvard-Universität.

Leben[Bearbeiten]

George Gaylord Simpson wurde am 16. Juni 1902 in Chicago, Illinois geboren. Er und seine beiden älteren Schwestern wurden streng presbyterianisch erzogen. Seine Jugend verbrachte er hauptsächlich in Denver, Colorado. Simpson studierte an der University of Colorado 1918 bis 1922 und an der Yale University 1922 bis 1926, wo er 1923 seinen Abschluss als B. A. und 1926 als Ph. D. machte. Seine Doktorarbeit mit dem Titel „American Mesozoic Mammalia“ behandelte amerikanische Säugetiere im Mesozoikum. Simpson heiratete 1938 seine zweite Frau Anne Roe, eine Statistikerin und klinische Psychologin.

1926 und 1927 arbeitete er am Natural History Museum in London und von 1927 bis 1959 am American Museum of Natural History in New York. Er unternahm mehrere Expeditionen in Amerika und Patagonien, um Fossilien aufzuspüren.

Als Captain und später als Major diente er von 1942 bis 1944 in der U.S. Army. Nach dem Krieg war er von 1945 bis 1959 als Professor für Zoologie an der Columbia Universität angestellt. Von 1959 bis 1970 war er Kurator am Museum of Comparative Zoology an der Harvard Universität. Von 1967 bis 1984 war er als Professor für Geowissenschaften an der Universität von Arizona.

George Gaylord Simpson starb am 6. Oktober 1984 in Tucson, Arizona im Alter von 82 Jahren.

Ehrungen[Bearbeiten]

Simpson war Mitglied bei der National Academy of Sciences. 1936 wurde er als Mitglied in die American Philosophical Society gewählt, die ihn 1943 mit dem John Frederick Lewis Award für sein Werk The Beginnings of Vertebrate Paleontology in North America auszeichnete. 1952 erhielt er die Penrose-Medaille der Geological Society of America.

1958 wurde er als „Foreign Member“ in die Royal Society gewählt, die ihm 1962 die Darwin-Medaille verlieh. Ebenfalls 1962 wurde er mit der Linné-Medaille der Linnean Society of London ausgezeichnet; 1966 erhielt er die National Medal of Science. Ihm zu Ehren wurde die Romer-Simpson Medal benannt, eine Auszeichnung auf dem Gebiet der Wirbeltierpaläontologie[1] der Society of Vertebrate Paleontology, deren Ehrenmitglied er ist (1969).

Simpson erhielt einen Ehrendoktortitel von der University of Colorado, der University of New Mexico, der University of Chicago, der Yale University und der York University.

Zitate[Bearbeiten]

  • „Simpson made paleontology a partner in evolutionary theory“ Stephen Jay Gould
  • „Der Mensch ist das Produkt eines ziellosen und natürlichen Prozesses, der ihn nicht im Sinne hatte“

Werke[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Architekten der Synthetischen Evolutionstheorie 1930–1950:

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Romer-Simpson Medal. Society of Vertebrate Paleontology

Weblinks[Bearbeiten]