Giovanni Battista Re

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Giovanni Battista Kardinal Re (2009)

Giovanni Battista Kardinal Re (* 30. Januar 1934 in Borno, Provinz Brescia, Italien) ist ein emeritierter Kurienkardinal der römisch-katholischen Kirche.

Leben[Bearbeiten]

Giovanni Battista Re empfing 1957 das Sakrament der Priesterweihe. Er absolvierte ein Promotionsstudium an der Päpstlichen Universität Gregoriana in Rom, an dessen Ende er einen Doktorgrad im Fach Kanonisches Recht verliehen bekam. Anschließend wirkte er 1960 bis 1961 als Dozent am Priesterseminar von Brescia. Von 1962 bis 1963 studierte er an der Päpstlichen Diplomatenakademie und trat anschließend in den diplomatischen Dienst des Vatikans ein. Am 1. Juli 1964 verlieh ihm Papst Paul VI. den Ehrentitel Überzähliger Geheimkämmerer Seiner Heiligkeit.[1]

Er arbeitete in Panama und im Iran, ehe er für die Aufgabe eines persönlichen Sekretärs beim Kardinalstaatssekretär nach Rom zurückberufen wurde. 1979 wurde Re Assessor im Vatikanischen Staatssekretariat; zudem verlieh ihm Papst Johannes Paul II. am 18. Januar desselben Jahres den Titel Ehrenprälat Seiner Heiligkeit.[2]

Am 9. Oktober 1987 ernannte ihn Johannes Paul II. zum Titularerzbischof von Forum Novum und zum Sekretär der Kongregation für die Bischöfe. Die Bischofsweihe spendete ihm Johannes Paul II. am 7. November desselben Jahres im Petersdom; Mitkonsekratoren waren Kurienerzbischof Eduardo Martínez Somalo und Erzbischof Bruno Foresti. Am 12. Dezember 1989 wurde Re zum Offizial des Staatssekretariats berufen.

Am 16. September 2000 wurde Giovanni Battista Re von Johannes Paul II. zum Präfekten der Kongregation für die Bischöfe und zum Präsidenten der Päpstlichen Kommission für Lateinamerika ernannt und am 21. Februar 2001 als Kardinalpriester mit der Titelkirche Santi XII Apostoli in das Kardinalskollegium aufgenommen. Am 1. Oktober 2002 wurde er zum Kardinalbischof von Sabina-Poggio Mirteto erhoben.

Battista Re galt bis zur Wahl Benedikts XVI. in der Öffentlichkeit als papabile. Benedikt XVI. bestätigte nach seiner Wahl im Jahr 2005 Re in allen seinen Ämtern. Am 30. Juni 2010 nahm Benedikt XVI. ein von Re aus Altersgründen vorgebrachtes Rücktrittsgesuch an.[3]

Nach dem Rücktritt Benedikts XVI. wurde Kardinal Re am 4. März 2013 als Assistent des Kardinal Camerlengos ausgelost (als Vertreter der Kardinalbischöfe). Damit gehörte er drei Tage der Sonderkongregation an, die untergeordnete Belange während der Sedisvakanz regelte. Als ranghöchster wahlberechtigter Kardinalbischof leitete Giovanni Battista Re das Konklave 2013.[4] Schon vor dem Konklave galt Re als enger Freund des späteren Papstes Franziskus, Jorge Mario Kardinal Bergoglio.[5]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Wappen von Giovanni Battista Kardinal Re

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Giovanni Battista Re – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Annuario Pontificio per l’anno 1968, Città del Vaticano 1968, S. 1725.
  2. Annuario Pontificio per l’anno 1982, Città del Vaticano 1982, S. 1936.
  3. Rinuncia del Prefetto della Congregazione per i Vescovi e di Presidente della Pontificia Commissione per l’America Latina e nomina del successore, in: Presseamt des Heiligen Stuhls: Tägliches Bulletin vom 30. Juni 2010.
  4. Jörg Bremer: Die Gunst einer friedlichen Minute, in: Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 11. Februar 2013.
  5. Servus-TV, Talk im Hanger 7: Neuer Papst, alte Probleme. Ist die Kirche noch zu retten, Talkshow, Andreas Englisch ab Sendeminute 12:30.
  6. http://www.boe.es/buscar/doc.php?id=BOE-A-1997-7940
  7. Aufstellung aller durch den Bundespräsidenten verliehenen Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich ab 1952 (PDF; 6,9 MB)
  8. http://www.constantinianorder.org/the-order/membersip-of-the-constantinian-order.html
Vorgänger Amt Nachfolger
Lucas Kardinal Moreira Neves OP Kardinalbischof von Sabina-Poggio Mirteto
seit 2002
Lucas Kardinal Moreira Neves OP Präfekt der Kongregation für die Bischöfe
2000–2010
Marc Kardinal Ouellet PSS
Edward Idris Cassidy Substitut des Vatikanischen Staatssekretariates
1989–2000
Leonardo Sandri
Lucas Moreira Neves OP Sekretär der Kongregation für die Bischöfe
1987–1989
Justin Francis Rigali