Giovanni Bellini

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Porträt des Dogen Leonardo Loredan, um 1501, National Gallery, London
Pietà, um 1469, Pinacoteca di Brera, Mailand
Madonna degli alberetti, Gallerie dell’Accademia, Venedig

Giovanni Bellini (* um 1430 in Venedig; † 29. November 1516 ebenda[1]), auch Giambellino, im deutschen Sprachraum mitunter auch Gian Bellin genannt, war ein venezianischer Maler.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Leben und Werk

Giovanni Bellini stammte aus einer venezianischen Malerfamilie. Sein Vater war Jacopo Bellini, sein Bruder Gentile Bellini. Sein Frühwerk stand unter dem Einfluss der Malerei seines Schwagers Andrea Mantegna.

Zu den herausragenden Meistern im oberitalienischen Kulturraum zählend, begründete er mit seinem Bruder Gentile die venezianische Malerschule der Frührenaissance.
Einen großen Teil in seinem Werk nehmen Andachtsbilder wie Madonna mit Kind ein. Als Vorbild für seine Madonnenbilder dienten griechische und byzantinische Ikonen, die in Venedig weit verbreitet waren, und deren Stereotypen er veränderte. Diese Bilder strahlen eine starke gefühlsmäßige und poetische Beziehung zwischen Mutter und Kind aus. Die Pietà und die Sacra Conversazione bilden einen weiteren Schwerpunkt bei den Andachtsbildern. Bellini malte auch Porträts. Berühmt ist auch die im Hintergrund angelegte Darstellung der Landschaft, deren grünlich-goldenes Kolorit ein wesentliches Merkmal der venezianischen Malerei wurde. An die Stelle der zeichnerischen Härte der Frührenaissance tritt nun besonders im Spätwerk die malerische Weichheit, und die Farben erhalten Wärme und Leuchtkraft.
Aus der Schule Giovanni Bellinis gingen viele weitere berühmte Künstler hervor, unter anderen Giorgione und Tizian.

Zu den Hauptwerken zählt die Thronende Madonna in der Kirche Santa Maria Gloriosa dei Frari in Venedig (1488). Das Triptychon befindet sich in der Sakristei und hat die Madonna mit den vier Evangelisten, welches Albrecht Dürer zu seinem Gemälde Die vier Apostel anregte, zum Darstellungsgegenstand.

[Bearbeiten] Einzelwerke (Auswahl)

[Bearbeiten] Literatur

[Bearbeiten] Weblinks

 Commons: Giovanni Bellini – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Die kleine Enzyklopädie, Encyclios-Verlag, Zürich, 1950, Band 1, Seite 152
  2. Bild im digitalen Katalog des Staatsgalerie, abgerufen am 14. Juli 2011
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