Greppin
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| Greppin
Stadt Bitterfeld-Wolfen
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|---|---|
| Koordinaten: | 51° 39′ N, 12° 18′ O51.642512.303055555556Koordinaten: 51° 38′ 33″ N, 12° 18′ 11″ O |
| Fläche: | 8,17 km² |
| Einwohner: | 2673 (30. Juni 2008) |
| Eingemeindung: | 1. Juli 2007 |
| Postleitzahl: | 06803 |
| Vorwahl: | 03493 |
Greppin ist ein Teil der Stadt Bitterfeld-Wolfen in der Verwaltungsgemeinschaft Bitterfeld-Wolfen im Landkreis Anhalt-Bitterfeld im Südosten des Landes Sachsen-Anhalt.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geografie und Verkehr
Der Stadtteil Greppin liegt südwestlich der Mulde zwischen den beiden Stadtteilen Wolfen und Bitterfeld der neugebildeten Stadt. Die B 184 verläuft westlich des Stadtteils und die Bahnstrecke Bitterfeld - Dessau verläuft direkt hindurch.
Die nahegelegene A 9 ist über die Anschlussstelle Bitterfeld in ca. 8 km Entfernung zu erreichen. Der Bahnhof Greppin wird stündlich von der Regionalbahnverbindung Leipzig - Bitterfeld - Dessau bedient. Außerdem verkehrt hier die Stadtbuslinie G.
[Bearbeiten] Geschichte
Greppin wurde im Jahr 1390 erstmals urkundlich erwähnt.
Im Jahr 1846 wurde am Rand von Greppin Braunkohle entdeckt und in den folgenden Jahrzehnten abgebaut. Die ebenfalls entdeckten Tonvorkommen wurden ab 1860 zunächst zur Produktion von einfachen Ziegeln genutzt. Seit 1857 besitzt Greppin einen Bahnanschluss, mit dem die geförderte Braunkohle und die Ziegel leichter abtransportiert werden konnten.
Mit Gründung der Greppiner Werke im Jahr 1872 und Modernisierung der Brennöfen konnten hier qualitativ hochwertige Klinkersteine gebrannt werden, die als Greppiner Klinker überregional bekannt waren und im Zeitraum von 1872 bis ca. 1900 für zahlreiche repräsentative Gebäude verwendet wurden. Ein herausragendes Bauwerk war der Anhalter Bahnhof in Berlin. Die Greppiner Werke wurden 1932 geschlossen und demontiert.
In das Tagebaurestloch wurden ab 1932 bis zur Wende 1990 giftige und stark riechende Abfälle und Abwässer der chemischen Produktion eingeleitet. Unter dem vom Volksmund geprägten ironischen Namen Silbersee wurde diese Deponie zum Synonym für die Umweltbelastung durch die sorglose Ablagerung von Chemieabfällen.
Am 1. Juli 2007 endete die Eigenständigkeit der Gemeinde Greppin durch die Eingliederung in die neugebildete Stadt Bitterfeld-Wolfen.
[Bearbeiten] Einwohnerentwicklung
| Jahr | Einwohner |
|---|---|
| 1970 | 6.779 |
| 2005 | 2.835 |
| 2008 | 2.673 |
[Bearbeiten] Politik
[Bearbeiten] Wappen
Blasonierung: „In Silber ein schwarzer Kühlturm mit schwarzem Rauch, begleitet von drei roten Seeblättern.“
Das Wappen wurde vom 1993 Kommunalheraldiker Jörg Mantzsch gestaltet und ins Genehmigungsverfahren geführt. Heute wird das Wappen der Stadt Bitterfeld-Wolfen genutzt.
[Bearbeiten] Kultur und Sehenswürdigkeiten
Auf dem Ortsfriedhof erinnert ein Sammelgrab von fünf Italienern, vier Franzosen und einem Serben an Menschen, die während des Zweiten Weltkrieges nach Deutschland verschleppt und Opfer von Zwangsarbeit wurden.
[Bearbeiten] Wirtschaft und Infrastruktur
[Bearbeiten] Ansässige Unternehmen
(Befindet sich trotz des Namens auf Greppiner Gebiet.)
- Heraeus Quarzglas GmbH & Co.KG
- ChemCycle GmbH
- DMS Chemie
- Hi-Bis GmbH
- IAB Ionenaustauscher GmbH
- ICS Industriechemikalien Schwefelnatrium GmbH
- Kesla Forschung & Service GmbH & Co.KG
- Kesla Hygiene AG
- Kesla Pharma Wolfen AG
- MCE Industrieservice Bitterfeld GmbH
- MUW Mitteldeutsche Umesterungswerke GmbH & Co.KG
- TEXCO Farben Produktionsgesellschaft mbH
- TEW Servicegesellschaft mbH Chemiepark Bitterfeld-Wolfen
[Bearbeiten] Bildung
- Grund- und Sekundarschule (Neue Straße 20)
[Bearbeiten] Persönlichkeiten
- Gerhard Hoehme (1920-1989), deutscher Maler

