Gumbert (Würzburg)

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Gumbert (* 8. Jahrhundert in Ansbach; † 11. März (?) 795 ebenda) war Bischof von Würzburg 794 und 795. Er wird als Heiliger verehrt.

Biografie[Bearbeiten]

Gumbert wurde im 8. Jahrhundert geboren, entstammte der Familie der Mattonen und gehörte damit der karolingischen Reichsaristokratie an. Das genaue Datum ist nicht bekannt. Schon früh lehrte ihn der Würzburger Bischof Burkard inmitten allen Reichtums arm zu leben. Um 750 gründete er auf seinem Gut in Ansbach ein Benediktinerkloster, das er auch als Abt leitete. Dieses Kloster war ein "Stützpunkt der fränkischen Raumerfassung, dem Karl der Große 786 Immunität und freie Abtwahl gewährte". Er war als Schirmvogt des Würzburger Domkapitels sehr beliebt. Als man ihn schließlich zum Bischof wählte, starb er noch während der Wahl.

Gedächtnis[Bearbeiten]

Reliquien von ihm befinden sich in der Gumbertuskirche zu Ansbach sowie in Köln und Brüssel. In der Kunst wird er dargestellt als Bischof mit Stab und Kirchenmodell.

Ihm zu Ehren ist der 15. Juli sein katholischer Festtag, früher war es der 11. März.

Literatur[Bearbeiten]

  • A. Bayer: S. Gumberts Kloster und Stift in Ansbach. Würzburg 1948.
  • K. Rommel: Afra, Candidus und Fridolin-Kirchennamen und biblische Zahlen. Stuttgart 1998. S. 52.
  • V. Schauber: Pattloch Namenstagskalender, Dokumentation H. M. Schindler. Augsburg 1994. S. 199.


Vorgänger Amt Nachfolger
Berowelf Bischof von Würzburg
794–795
Liutrit