Clingen

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Clingen
Clingen
Deutschlandkarte, Position der Stadt Clingen hervorgehoben
51.23444444444410.929722222222185Koordinaten: 51° 14′ N, 10° 56′ O
Basisdaten
Bundesland: Thüringen
Landkreis: Kyffhäuserkreis
Verwaltungs-
gemeinschaft:
Greußen
Höhe: 185 m ü. NN
Fläche: 10,75 km²
Einwohner:

1.072 (31. Dez. 2010)[1]

Bevölkerungsdichte: 100 Einwohner je km²
Postleitzahl: 99718
Vorwahl: 03636
Kfz-Kennzeichen: KYF
Gemeindeschlüssel: 16 0 65 012
Adresse der Verbandsverwaltung: Am Markt 1
99718 Greußen
Webpräsenz: www.vgem-greussen.de
Bürgermeister: Harald Keitel
Lage der Stadt Clingen im Kyffhäuserkreis
Thüringen Abtsbessingen Artern/Unstrut Bad Frankenhausen/Kyffhäuser Badra Bellstedt Bendeleben Clingen Borxleben Bretleben Donndorf Ebeleben Etzleben Freienbessingen Gehofen Göllingen Gorsleben Greußen Großenehrich Günserode Hachelbich Hauteroda Helbedündorf Heldrungen Hemleben Heygendorf Holzsußra Ichstedt Kalbsrieth Mönchpfiffel-Nikolausrieth Nausitz Niederbösa Oberbösa Oberheldrungen Oldisleben Reinsdorf Ringleben Rockstedt Roßleben Rottleben Seega Sondershausen Steinthaleben Thüringenhausen Topfstedt Trebra Voigtstedt Wasserthaleben Westgreußen Wiehe WolferschwendaKarte
Über dieses Bild

Clingen ist eine Stadt im Kyffhäuserkreis im nördlichen Thüringen. Sie liegt an der Helbe und bildet mit den Nachbarorten Westgreußen und Greußen eine siedlungsgeografische Einheit mit ungefähr 5400 Einwohnern.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geografie

Clingen liegt im Tal der Helbe, die hier in zwei Armen verläuft: durch die Stadt die Sächsische Helbe, etwas nördlich davon die Schwarzburger Helbe. Die Umgebung ist von einer flachwelligen, sehr fruchtbaren, waldarmen Beckenlandschaft, dem Thüringer Becken, geprägt. Zehn Kilometer nördlich verläuft die Hainleite, ein niedriger Mittelgebirgszug.

Clingen ist eine regelmäßige mittelalterliche Stadtanlage, in deren Mittelpunkt der langgestreckte Marktplatz liegt. Später dehnte sich die Stadt nach Norden bis ans Ufer der Helbe aus. Unmittelbar angrenzend liegt die Stadt Greußen helbeabwärts sowie das Dorf Westgreußen helbeaufwärts. Der Name „Clingen“ bedeutet „künstliche Wasserläufe“.

[Bearbeiten] Geschichte

Clingen wurde erstmals um 900 urkundlich erwähnt und erhielt 1282 das Stadtrecht. Es wuchs aus zwei Ortskernen um zwei Kirchen zusammen. St.Andreas ist nicht mehr vorhanden, St.Gumbert die heutige Stadtkirche. Im 13. Jahrhundert erbaute Fürst Heinrich von Hohnstein in Clingen eine Burg. Sie lag an der Stelle der späteren Domäne und diente als Sitz des Amtmannes. Wassergraben und Mauerrest sind noch vorhanden. 1356 kam Clingen (mit Greußen) an die Grafen von Schwarzburg. 1576 wurde ein Schloss neu erbaut. Bis zum Jahr 1920 gehörte Clingen zum Herzogtum Schwarzburg-Sondershausen.

[Bearbeiten] Einwohnerentwicklung

Entwicklung der Einwohnerzahl (31. Dezember):

  • 1994 - 1239
  • 1995 - 1256
  • 1996 - 1259
  • 1997 - 1249
  • 1998 - 1242
  • 1999 - 1221
  • 2000 - 1222
  • 2001 - 1215
  • 2002 - 1178
  • 2003 - 1140
  • 2004 - 1138
  • 2007 - 1086
  • 2008 - 1084
  • 2009 - 1076
  • 2010 - 1072

Datenquelle: Thüringer Landesamt für Statistik

[Bearbeiten] Politik

Die Stadt gehört seit 1993 zur Verwaltungsgemeinschaft Greußen.

[Bearbeiten] Wappen

Blasonierung: „In Blau ein wachsender Bischof im Ornat. in der Rechten den Krummstab, in der Linken ein Buch haltend.“

Der Bischof ist der heilige Gumpert, der Schutzpatron einer Klosterkirche in Clingen. Wahrscheinlich gelangte dessen Brustbild schon mit der Stadtrechtverleihung Ende des 13.Jh. in das Wappen. [2]

[Bearbeiten] Kultur und Sehenswürdigkeiten

  • Kirche St. Gumperti, erbaut um 1207
  • Domäne, ein Teil des Schlosses von 1576
  • Reste der Stadtmauer
  • Mehrere stattliche und gut renovierte Fachwerkbauten
  • Naherholungszentrum Kleine Wartburg (nur ein Modell) mit Minizoo und Spielplatz

[Bearbeiten] Wirtschaft und Verkehr

Bis in das 19. Jahrhundert wurde in Clingen Weinbau betrieben. Clingen war auch ein Zentrum des seltenen Handwerks des Grottenbaus. Heute sind im Gewerbegebiet westlich des Stadtzentrums vorwiegend mittelständische Unternehmen ansässig, unter anderem eine Mälzerei von GlobalMalt.

Clingen liegt unweit der Bundesstraße 4 von Erfurt nach Nordhausen. Nördlich der Stadt verläuft zudem die Landesstraße Greußen–GroßenehrichEbeleben. Der Bahnhof Greußen liegt etwa 600 Meter vor dem Welkertor südwestlich von Clingen an der Bahnstrecke Erfurt–Nordhausen.

[Bearbeiten] Persönlichkeiten

[Bearbeiten] Söhne und Töchter der Stadt

[Bearbeiten] Literatur

  • „Clingen“ in „Handbuch der Historischen Stätten Deutschlands/Thüringen“: Hrsg. H.Patze und P.Aufgebauer, Kröner-Verlag Stuttgart 1989. ISBN 3-520-31302-2

[Bearbeiten] Quellen

  1. Thüringer Landesamt für Statistik – Bevölkerung nach Gemeinden, erfüllenden Gemeinden und Verwaltungsgemeinschaften (Hilfe dazu)
  2. Neues Thüringer Wappenbuch Band 2 Seite 24; Herausgeber: Arbeitsgemeinschaft Thüringen e.V. 1998 ISBN 3-9804487-2-X

[Bearbeiten] Weblinks

 Commons: Clingen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
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