Haßlinghausen

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

51.3324083333337.2806638888889263Koordinaten: 51° 19′ 57″ N, 7° 16′ 50″ O

Haßlinghausen
Höhe: 200–310 m
Einwohner: 9119 (31. Dez. 2012)
Eingemeindung: 1. Januar 1970
Postleitzahl: 45549
Vorwahl: 02339

Haßlinghausen ist einer von sechs Stadtteilen der Stadt Sprockhövel im Ennepe-Ruhr-Kreis. Das Rathaus der Stadt befindet sich in Haßlinghausen.

Lage und Beschreibung[Bearbeiten]

Mittelstraße in Haßlinghausen

Haßlinghausen liegt im Süden Sprockhövels und grenzt im Südwesten an Wuppertal (Stadtteil Nächstebreck), im Osten an Gevelsberg und im Süden an Schwelm. Von Nordwesten bis Nordosten wird Haßlinghausen von den Sprockhöveler Stadtteilen Gennebreck, Obersprockhövel, Niedersprockhövel und Hiddinghausen umgeben. Durch den Hauptort führt die Landesstraße L58 (ehemals Bundesstraße 51), von der im Zentrum die Landesstraße L666 abzweigt. Östlich des Zentrums beginnt die Bundesstraße 234, die Bundesautobahn 43 durchquert den Stadtteil in Nord-Süd Richtung.

Haßlinghausen besteht neben dem Hauptort aus zahlreichen Außenortschaften und Hofschaften wie Berzhäuschen, Brockenberg, Bruchhausen, Dahl, Dellwig, Drögenpütt, Eckhöfchen, Flockenhaus, Gangelshausen, Grüner Weg, Halloh, Hedtberg, Hedtbleck, Hellmannsbruch, Hermessiepen, Hobeuken, Hofuhr, Horntenhütte, Kortenstraße, Landringhausen, Lempe, Oerden, Paradies, Philippshausen, Rennebaum, Scharlicke, Scheidung, Schee, Scherenberg, Scheven, Schevener Holz, Schlöppe, Sondern, Spurholz, Stefansbecke, Sundern, Teswinkel, Uhlenberg, Weuste, Wiggers

Wander- und Radwege[Bearbeiten]

Der Ort kann auf der zu einem Rad- und Wanderweg umgebauten Bahnstrecke Schee–Silschede durchquert werden. Weitere Wanderwege in Haßlinghausen sind der Haßlinghauser Rundweg und der Deutschlandweg.

Geschichte[Bearbeiten]

Unter französischer Herrschaft wurde 1806 die Mairie Haßlinghausen im Arrondissement Hagen des Département Ruhr im Großherzogtum Berg eingerichtet. 1815 kam das französisch besetzte Gebiet zu Preußen.

1887 wurde Haßlinghausen durch die Bahnstrecke Schee–Silschede an das Bahnnetz angeschlossen. Die Zeche Deutschland und die Haßlinghauser Hütte waren Ende des 19. Jahrhunderts die größten Industriebetriebe im Ort.

Der Stadtteil war bis Gründung der Stadt Sprockhövel am 1. Januar 1970 eine eigenständige Gemeinde und Amtssitz des Amtes Haßlinghausen im Kreis Hagen (bis 1887), im Kreis Schwelm (bis 1929) und im Ennepe-Ruhr-Kreis (bis 1970). Die kommunale Selbstständigkeit der Gemeinde und des Amtes Haßlinghausens endete mit dem Übergang zur Stadt Sprockhövel. Dabei mussten kleinere Teile des östlichen Gemeindegebietes im Bereich des Autobahnkreuzes Wuppertal-Nord und Schmiedestraße an Wuppertal abgeben werden.[1]

Sport[Bearbeiten]

Dieser Artikel oder nachfolgende Abschnitt ist nicht hinreichend mit Belegen (beispielsweise Einzelnachweisen) ausgestattet. Die fraglichen Angaben werden daher möglicherweise demnächst entfernt. Bitte hilf der Wikipedia, indem du die Angaben recherchierst und gute Belege einfügst. Näheres ist eventuell auf der Diskussionsseite oder in der Versionsgeschichte angegeben. Bitte entferne zuletzt diese Warnmarkierung.

Haßlinghausen hat einige hervorragende Mittel- und Langstreckenläufer hervorgebracht, die aufgrund der hügeligen Topographie des Ortes gute Trainingsbedingungen vorfanden und -finden. Darüber hinaus geniesst der Laufsport in der Bevölkerung Haßlinghausens ein sehr hohes Ansehen. Folgende Läufer aus Haßlinghausen konnten in den letzten Jahrzehnten überregionale Bekanntheit erlangen:

  • Friedel Wiggershaus: Er war Angehöriger der Auswahl des Deutschen Leichtathletik-Verbandes und nahm erfolgreich an den Europameisterschaften im Marathon teil. Wiggershaus scheiterte nur knapp an der Teilnahme zu den olympischen Spielen 1972 in München. Seinen zur damaligen Zeit aufgestellter Kreisrekord (Kreis Hagen) im Marathon hat immer noch Bestand und würde auch heute noch zu einer Top-Ten-Platzierung der Jahresbesten des DLV reichen
  • Jörg Valentin: 10.000 m - Spezialist. Valentin wurde auf dieser Strecke Deutscher Hochschulmeister. Bei den Senioren-Weltmeisterschaften in Puerto Rico konnte er eine Goldmedaille im Geländelauf erringen. Heute ist er als Redakteur des bekannten Laufsportmagazins "Spiridon" tätig und trainiert seinen äußerst begabten Sohn David, der wohl die Tradition der guten Läufer Haßlinghausens fortführen wird.
  • Martin Lütge-Varney: Ursprünglich als Mittelstreckler aktiv, wechselte er 1995 auf die Marathon-Distanz, auf der er die größten Erfolge feiern konnte. Lütge-Varney konnte sowohl bei Senioren-Europameisterschaften (2010 in Ungarn) als auch bei den Senioren-Weltmeisterschaften (2005 in Spanien) je eine Silbermedaille über diese Strecke gewinnen.
  • Klaus Wiesner: Mehrfache erfolgreiche Teilnahme am Endlauf der Senioren DM über die 800 m - und 1.500 m - Distanz. Teilnehmer am Länderkampf gegen die Niederlande.

Viele weitere Läufer des Ortes konnten bei regionalen Meisterschaften erstaunliche Erfolge erzielen, starteten aber meist für Clubs anderer Städte oder Leichtathletikgemeinschaften.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1.  Martin Bünermann: Die Gemeinden des ersten Neugliederungsprogramms in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1970, S. 113.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Sprockhövel-Haßlinghausen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien