Ennepe-Ruhr-Kreis

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Ennepe-Ruhr-Kreises Deutschlandkarte, Position des Ennepe-Ruhr-Kreises hervorgehoben51.3466666666677.3238888888889Koordinaten: 51° 21′ N, 7° 19′ O
Basisdaten
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Regierungsbezirk: Arnsberg
Landschaftsverband: Westfalen-Lippe
Verwaltungssitz: Schwelm
Fläche: 408,44 km²
Einwohner: 324.223 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 794 Einwohner je km²
Kfz-Kennzeichen: EN, WIT
Kreisschlüssel: 05 9 54
Kreisgliederung: 9 Gemeinden
Adresse der
Kreisverwaltung:
Hauptstraße 92
58332 Schwelm
Webpräsenz: www.enkreis.de
Landrat: Arnim Brux (SPD)
Lage des Ennepe-Ruhr-Kreises in Nordrhein-Westfalen
Niederlande Belgien Niedersachsen Rheinland-Pfalz Hessen Essen Wuppertal Solingen Remscheid Hagen Ennepe-Ruhr-Kreis Bochum Dortmund Herne Gelsenkirchen Bottrop Oberhausen Mülheim an der Ruhr Duisburg Kreis Mettmann Düsseldorf Rhein-Kreis Neuss Kreis Heinsberg Mönchengladbach Krefeld Kreis Viersen Kreis Wesel Kreis Kleve Rhein-Erft-Kreis Kreis Düren Rheinisch-Bergischer Kreis Oberbergischer Kreis Kreis Recklinghausen Kreis Borken Kreis Unna Märkischer Kreis Kreis Olpe Hamm Kreis Soest Kreis Coesfeld Kreis Steinfurt Kreis Warendorf Leverkusen Köln Städteregion Aachen Bonn Rhein-Sieg-Kreis Städteregion Aachen Kreis Euskirchen Münster Kreis Siegen-Wittgenstein Hochsauerlandkreis Kreis Paderborn Kreis Gütersloh Kreis Höxter Kreis Lippe Kreis Herford Kreis Minden-Lübbecke BielefeldKarte
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Der Ennepe-Ruhr-Kreis umfasst neun Städte mit insgesamt rund 324.000 Einwohnern und liegt in der Mitte Nordrhein-Westfalens in Deutschland. Der Kreis gehört zum Regierungsbezirk Arnsberg und ist Mitglied im Landschaftsverband Westfalen-Lippe sowie im Regionalverband Ruhr (RVR). Kreisstadt ist Schwelm.

Der Name des 1929 entstandenen Kreises bezieht sich auf seine Lage im Bereich der Flusstäler von Ennepe und Ruhr.

Geografie[Bearbeiten]

Räumliche Lage[Bearbeiten]

Naturräumlich zählt fast das gesamte Kreisgebiet zum hügeligen bis mittelgebirgigen Süderbergland, einem Teil des Rheinischen Schiefergebirges. Lediglich im Norden gehören einige Gebiete von Witten zur Westfälischen Bucht, einem Teil der norddeutschen Tiefebene. Die höchste Erhebung des Ennepe-Ruhr-Kreises ist der 441 m ü. NN[2] hohe Wengeberg in Breckerfeld.[3] Die tiefste Stelle liegt mit etwa 60 m ü. NN[2] an der Ruhr in Hattingen. Somit gibt es im Kreisgebiet einen Höhenunterschied von 381 Metern. Die Landschaft und die Siedlungsstrukturen sind entsprechend vielfältig.

Kultur- und wirtschaftsgeografisch liegt der Kreis an der Nahtstelle der Regionen Ruhrgebiet (im Norden), Sauerland (im Südosten) und Bergisches Land (im Südwesten). Vor allem wegen seiner Mitgliedschaft im Regionalverband Ruhr (früher Siedlungsverband Ruhrkohlenbezirk bzw. Kommunalverband Ruhrgebiet) und verstärkt seit Eingliederung der Ruhrstadt Witten 1975 wird er heute – als Gesamtheit betrachtet – meist zum Ruhrgebiet gerechnet. Darüber hinaus wird der Kreis, in manchen Zusammenhängen auch nur Teile des Kreises, zur Region Südwestfalen gezählt, was auf die historische Zugehörigkeit zum Land Westfalen verweist.

Kreisgliederung[Bearbeiten]

Der Ennepe-Ruhr-Kreis setzt sich aus neun Gemeinden zusammen, die alle den Titel Stadt führen. Die beiden Städte Hattingen und Witten gelten dabei als große kreisangehörige Städte, da ihre Einwohnerzahlen über 50.000 liegen. Von den anderen sieben sind sechs mittlere kreisangehörige Städte, da ihre Einwohnerzahlen zwischen 20.000 und 50.000 liegen. Die alte Hansestadt Breckerfeld, mit einer geringeren Einwohnerzahl, hat Stadtrechte seit 1396.

Bochum Dortmund Essen Gelsenkirchen Hagen Herne Kreis Mettmann Kreis Unna Märkischer Kreis Oberbergischer Kreis Remscheid Wuppertal Breckerfeld Ennepetal Gevelsberg Hattingen Herdecke Schwelm Sprockhövel Wetter (Ruhr) WittenMunicipalities in EN.svg
Über dieses Bild
Übersicht der Städte im Ennepe-Ruhr-Kreis, Stand 31. Dezember 2012[4]
Stadt Fläche Einwohner Bevölkerungsdichte
1. Breckerfeld 58,78 km² 8942 152 Einw. pro km²
2. Ennepetal 57,43 km² 29.931 521 Einw. pro km²
3. Gevelsberg 26,29 km² 31.080 1182 Einw. pro km²
4. Hattingen 71,40 km² 54.286 760 Einw. pro km²
5. Herdecke 22,40 km² 22.754 1016 Einw. pro km²
6. Schwelm 20,50 km² 28.139 1373 Einw. pro km²
7. Sprockhövel 47,80 km² 25.230 528 Einw. pro km²
8. Wetter (Ruhr) 31,47 km² 27.725 881 Einw. pro km²
9. Witten 72,37 km² 96.136 1328 Einw. pro km²
Ennepe-Ruhr-Kreis gesamt 408,44 km² 324.223 794 Einw. pro km²

Nachbarkreise und -städte[Bearbeiten]

Der Ennepe-Ruhr-Kreis grenzt im Uhrzeigersinn im Norden beginnend an die kreisfreien Städte Bochum, Dortmund und Hagen, an den Märkischen (mit den Städten Schalksmühle und Halver) und den Oberbergischen Kreis (mit der Stadt Radevormwald), an die kreisfreie Stadt Wuppertal, an den Kreis Mettmann (mit der Stadt Velbert) sowie an die kreisfreie Stadt Essen.

Geschichte[Bearbeiten]

Geschichte vor der Kreisgründung[Bearbeiten]

Ruine der Burg Volmarstein, ehemals Stammsitz der Herren von Volmestein

Derjenige Gebietsteil des heutigen Ennepe-Ruhr-Kreises, der bis 1225 dem Grafen von Isenberg unterstand, ging am 1. Mai 1243 mit dem Vertrag von Essen an die Grafschaft Mark über. Der größere Teil des Kreises kam erst 1324 mit der Vertreibung der Herren von Volmarstein an die Grafschaft Mark.

1609 erbte der Kurfürst von Brandenburg die Grafschaft Mark, die er bis 1614 gemeinsam mit einem Miterben und nach 1614 mit Abschluss des Jülich-Klevischen Erbfolgekriegs im Vertrag von Xanten alleine regierte.

Während der französischen Besatzung von 1807 bis 1813 lag das heutige Kreisgebiet fast vollständig im Arrondissement Hagen. Seit 1816 gehörte es wieder zu Preußen und zur Provinz Westfalen.[5]

Kreisgründung[Bearbeiten]

Der Ennepe-Ruhr-Kreis entstand am 1. August 1929 – zur Zeit der Weimarer Republik wenige Wochen vor Beginn der Weltwirtschaftskrise – auf Grund des Gesetzes über die kommunale Neugliederung des rheinisch-westfälischen Industriegebiets. Durch dieses Gesetz wurde der Kreis Schwelm mit den Gemeinden des Kreises Hattingen und des Landkreises Hagen, die nicht in die Städte Bochum, Hagen und Witten eingemeindet wurden, vereinigt. Der Kreis bestand anfänglich aus fünf amtsfreien Städten sowie zehn Ämtern mit 31 Gemeinden:

Verwaltungsgliederung 1929
Amt Gemeinden
Blankenstein Blankenstein, Buchholz, Holthausen und Welper
Breckerfeld Breckerfeld, Dahl und Waldbauer
Haßlinghausen Gennebreck, Haßlinghausen, Hiddinghausen I und Linderhausen
Hattingen Altendorf, Bredenscheid-Stüter, Niederelfringhausen, Oberelfringhausen, Oberstüter und Winz
Herbede Herbede
Milspe Milspe
Sprockhövel Hiddinghausen II, Niedersprockhövel und Obersprockhövel
Voerde Voerde
Volmarstein Asbeck, Berge, Esborn, Grundschöttel, Silschede, Volmarstein und Wengern
Ende Ende
amtsfrei Gevelsberg, Hattingen, Herdecke, Schwelm und Wetter

In der Folgezeit kam es zu folgenden Änderungen in der Verwaltungsstruktur des Kreises:

  • Das Amt Herbede wurde 1934 aufgehoben.[6]
  • Die beiden Ämter Milspe und Voerde wurden 1937 zum Amt Milspe-Voerde zusammengeschlossen.[7]
  • Im gleichen Jahr wurden Hiddinghausen I und Hiddinghausen II zur Gemeinde Hiddinghausen zusammengeschlossen. Hiddinghausen wurde dem Amt Haßlinghausen zugeordnet.[8]
  • Gleichzeitig wurde das Amt Sprockhövel aufgelöst. Niedersprockhövel und Obersprockhövel kamen zum Amt Blankenstein.[9]
  • 1939 wurde die Gemeinde Ende in die Stadt Herdecke eingemeindet.[10]
  • Im gleichen Jahr wurde Grundschöttel nach Volmarstein eingemeindet[11]
  • 1949 schlossen sich Milspe und Voerde zur amtsfreien Stadt Ennepetal zusammen.
  • 1951 erhielt die Gemeinde Herbede das Stadtrecht und wurde amtsfrei.
  • Niedersprockhövel und Obersprockhövel schlossen sich 1960 zur Gemeinde Sprockhövel zusammen.
  • 1966 wurden Buchholz, Holthausen und Welper nach Blankenstein eingemeindet.

Damit bestand der Kreis 1969 aus sieben amtsfreien Städten sowie fünf Ämtern mit 21 Gemeinden.

Kommunale Neugliederung 1970 und 1975[Bearbeiten]

Am 1. Januar 1970 kam es durch das Gesetz zur Neugliederung des Ennepe-Ruhr-Kreises im Rahmen der kommunalen Neugliederung in Nordrhein-Westfalen zu zahlreichen Eingemeindungen:

  • Blankenstein, Bredenscheid-Stüter, Niederelfringhausen, Oberelfringhausen, Oberstüter und Winz wurden in die Stadt Hattingen eingemeindet.
  • Esborn, Volmarstein und Wengern wurden in die Stadt Wetter eingemeindet.
  • Haßlinghausen, Hiddinghausen und Gennebreck wurden nach Sprockhövel eingemeindet. Sprockhövel erhielt das Stadtrecht.
  • Linderhausen wurde in die Stadt Schwelm eingemeindet.
  • Asbeck, Berge und Silschede wurden größtenteils in die Stadt Gevelsberg eingemeindet.
  • Dahl wurde nach Breckerfeld eingemeindet
  • Altendorf wurde in die kreisfreie Stadt Essen eingemeindet und heißt seitdem Burgaltendorf.
  • Waldbauer wurde in die kreisfreie Stadt Hagen eingemeindet.

Gleichzeitig wurden alle Ämter aufgelöst. Durch ein Urteil des Verfassungsgerichtshofes in Münster wurde die Eingemeindung von Waldbauer in die Stadt Hagen am 18. Dezember 1970 rückgängig gemacht.

Am 1. Januar 1975 kam es im Rahmen des Ruhrgebiet-Gesetzes und des Sauerland/Paderborn-Gesetzes zu den bislang letzten Gebietsänderungen[12]:

  • Herbede wurde in die bis dahin kreisfreie Stadt Witten eingegliedert.[5]
  • Witten wurde in den Ennepe-Ruhr-Kreis eingegliedert.
  • Waldbauer wurde nach Breckerfeld eingemeindet.
  • Das 1970 nach Breckerfeld eingemeindete Dahl wurde in die kreisfreie Stadt Hagen umgemeindet.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung zwischen 1975 und 2012 (noch ohne Korrektur entsprechend dem Zensus 2011)

Daten zur kreisweiten Bevölkerungsentwicklung sind nur für die Zeit von der letzten Gebietsreform 1975 bis heute direkt vergleichbar. Frühere Zahlen aus den Jahren 1929 bis 1974 beziehen sich auf alte Gebietsstände, d. h. auf eine geringere Fläche mit zum Teil auch anderem Zuschnitt der Gemeinden. Insbesondere gehörte vor 1975 die Stadt Witten noch nicht zum Kreis; sie hat heute mit Abstand die meisten Einwohner der kreisangehörigen Städte.

Im Ennepe-Ruhr-Kreis leben derzeit (Stand 2012) etwa 324.000 Menschen. Im Jahr 1993 war mit rund 353.000 Personen die höchste Bevölkerungszahl zu verzeichnen. Seit 2000 nimmt die Einwohnerzahl v. a. auf Grund des demografischen Wandels kontinuierlich ab. Durch den Zensus 2011 wurde die Bevölkerungszahl im Ennepe-Ruhr-Kreis außerdem um 1,4 Prozent nach unten korrigiert.[13]

Verwaltung und Politik[Bearbeiten]

Kreisverwaltung[Bearbeiten]

Kreishaus in Schwelm mit Skulpturen der „Stadtikonographie“

Verwaltungssitz ist seit Gründung des Kreises 1929 die Stadt Schwelm. Das 1972 eingeweihte Kreishaus am Rande der Schwelmer Innenstadt beherbergt einen Großteil der Kreisverwaltung und die Kreispolizeibehörde; Nebenstellen der Kreisverwaltung bestehen für Gesundheitsämter und Zulassungsstellen in weiteren Gebäuden in Schwelm, Witten, Hattingen und Gevelsberg. Auf dem Vorplatz und im Sitzungstrakt des Kreishauses befindet sich das vom Künstler Otto Herbert Hajek entworfene Skulpturenensemble „Stadtikonographie Schwelm“.[5]

Leiter der Kreisverwaltung mit derzeit (2013) rund 690 Mitarbeitern und der Kreispolizeibehörde mit rund 320 Mitarbeitern ist der Landrat.[14]

Landräte und Oberkreisdirektoren[Bearbeiten]

Die personelle Verwaltungsspitze des Ennepe-Ruhr-Kreises unterlag historisch mehreren Änderungen. Zu unterscheiden sind die Funktionen des Landrats, des Oberkreisdirektors und kurzzeitig auch des „Kreisbürgermeisters“. Insbesondere die Bedeutung des Landrats hat sich im Laufe der Zeit stark verändert.

Zur Zeit der Weimarer Republik bis 1933 und des Deutschen Reichs von 1933 bis 1945 waren die Landräte Staatsbeamte und wurden vom jeweiligen Staatsministerium ernannt:[15]

In der Nachkriegszeit ab 1945 gab es nur eine eingeschränkte Selbstverwaltung des Kreises. Die CCG/BE, die Militärregierung in der britischen Besatzungszone, bestimmte einen in den ersten Monaten „Kreisbürgermeister“ genannten Landrat, der für die Verwaltungsführung des Kreises zuständig war, dabei aber den Weisungen der Militärregierung unterstand. Er war zugleich Vorsitzender des durch die Militärregierung ernannten Kreistags.[15]

  • 1945–1946: Willi Vahle (aus Schwelm)[15]

Anfang 1946 führte die Militärregierung dann die „Doppelspitze“ aus Oberkreisdirektor (OKD) und Landrat ein. Der OKD war für behördliche Entscheidungen und alle Verwaltungsgeschäfte zuständig, der Landrat wurde aus der Mitte des zuerst ernannten, später gewählten Kreistags bestimmt und übernahm dessen Vorsitz. Diese Doppelspitzenstruktur wurde nach Gründung der Bundesrepublik Deutschland 1949 bis 1996 prinzipiell beibehalten. In dieser Zeit waren die Oberkreisdirektoren entscheidende Hauptverwaltungsbeamte des Kreises. Die Landräte wurden vom Kreistag gewählt, also nicht direkt von der Bevölkerung; sie waren ehrenamtlich tätig und hatten vor allem politisch-repräsentative Aufgaben.

Oberkreisdirektoren:
  • Februar–März 1946: Willi Vahle (vorher Landrat, übergangsweise)[15]
  • März–Mai 1946: Erich Blumenroth (Steuerinspektor aus Gevelsberg, übergangsweise)[15]
  • 1946–1954: Wilhelm Loges (vorher Amtsdirektor Volmarstein)[15]
  • 1954–1972: Paul Schulze
  • 1972–1992: Ernst Homberg
  • 1992–1996: Uta Scholle
Landräte:

In den 1990er Jahren wurde die Kreisordnung des Landes Nordrhein-Westfalen geändert. Das Kommunalverfassungssystem wurde der Süddeutschen Ratsverfassung angeglichen und die Doppelspitzenstruktur aufgelöst. Seither bilden die Landräte als hauptberufliche Wahlbeamte die alleinigen Verwaltungsspitzen der Kreise; Oberkreisdirektoren gibt es nicht mehr. Im Ennepe-Ruhr-Kreis wurde erstmals 1996 ein Landrat direkt von der Bevölkerung gewählt.

Bei der Verwaltungsleitung wird der Landrat von einem hauptamtlichen Kreisdirektor unterstützt, der zugleich sein allgemeiner Vertreter ist. Bis 2005 war dies Wolfgang Becker. Seit 2005 nimmt Kreisdirektorin Iris Pott diese Funktion ein; sie wurde vom Kreistag bis 2020 gewählt.[16] Bei der repräsentativen Vertretung des Kreises wird der Landrat außerdem ehrenamtlich durch stellvertretende Landräte unterstützt. Dies sind seit der letzten Wahl 2009 die Kreistagsmitglieder Sabine Kelm-Schmidt (SPD), Willibald Limberg (CDU) und Jörg Obereiner (Bündnis90/Die Grünen).[14]

Kreistag[Bearbeiten]

Den formal ersten Kreistag des im August 1929 entstandenen Ennepe-Ruhr-Kreises ernannte die Aufsichtsbehörde kommissarisch, er wurde jedoch nicht aktiv.[17] Die erste Wahl zum Kreistag fand am 17. November 1929 statt.[17] Von den insgesamt 36 Kreistagsmitgliedern gehörten 12 der SPD an, jeweils 4 Abgeordnete stellten das Zentrum und die KPD, jeweils 3 Abgeordnete waren von der DVP, der DNVP und der WP, jeweils 2 Abgeordnete gehörten der DDP, dem EVD und der NSDAP an, einen Abgeordneten stellte schließlich die Landwirtschaftliche Vereinigung (vgl. VdB und RLB).[17] Einzige Frau im damaligen Kreistag war Emma Horbach von der KPD.[17] In Folge der nationalsozialistischen „Machtergreifung“ wurde dieser erste gewählte Kreistag am 4. Februar 1933 vorzeitig aufgelöst.[17] Nach der am 12. März 1933 durchgeführten Neuwahl war dann die NSDAP mit 15 Abgeordneten stärkste Fraktion. Im Rahmen der „Gleichschaltung“ wurden kurz darauf zuerst den 5 KPD-Abgeordneten und später den 9 SPD-Abgeordneten ihre Mandate entzogen; die 4 Zentrumsvertreter legten selbst ihre Mandate nieder.[17] Der verbleibende Kreistag zählte außer den NSDAP-Vertretern noch zwei Abgeordnete der Kampffront Schwarz-Weiß-Rot und einen EVD-Abgeordneten. Im Juli 1933 wurden die Zuständigkeiten des Kreistags schließlich per Gesetz auf den Kreisausschuss übertragen, wodurch der Kreistag funktionslos wurde.[17]

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde am 29. November 1945 von der britischen Militärregierung ein neuer Kreistag bestimmt. Zu den 57 ernannten, also nicht gewählten Mitgliedern zählten in Absprache mit den sich damals neu bildenden Parteien insgesamt 43 Mitglieder von SPD, CDU, Liberal-Demokratischer Partei und KPD sowie 12 Vertreter von Berufsorganisationen und zwei direkt von der Militärregierung ausgewählte Vertreter.[17] In den folgenden Monaten begann die Neuregelung der kommunalen Selbstverwaltung und der Kreistag erhielt nach und nach weitere Entscheidungsbefugnisse. Nach Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen im August 1946 – in der von Not geprägten Nachkriegszeit – fand am 13. Oktober 1946 erstmals wieder ein Kreistagswahl statt, an der sich rund 78 Prozent der Wahlberechtigten beteiligten. Auch der neue Kreistag stand weiterhin unter britischer Militäraufsicht und hatte nur eingeschränkte Kompetenzen. Von den 48 Abgeordneten gehörten 34 zur SPD, 9 zur CDU, 3 zur FDP und 2 zur KPD.[17] 1948 wurde das Gemeindewahlrecht für NRW grundlegend geändert, es verband fortan Elemente der Persönlichkeitswahl mit der listengebundenen Verhältniswahl. Aus der Neuwahl am 17. Oktober 1948 ging ein Kreistag mit 57 Abgeordneten hervor, von denen 24 zur SPD, 14 zur CDU, 12 zur FDP und 7 zur KPD gehörten. Im Mai 1949 wurde dann das Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland verkündet und die Besatzungsmächte zogen sich auf der Kommunalverwaltungsebene weitgehend zurück. Die letzte Kreistagssitzung im Ennepe-Ruhr-Kreis, an der Vertreter der Militärregierung teilnahmen, fand im Dezember 1950 statt.[17] Ende 1952 folgten nach erneut geändertem Kommunalwahlrecht die ersten regulären freien Kreistagswahlen.

Kreistagswahl 2009[18][19]
Wahlbeteiligung: 54,8 % (2004: 56,0 %)
 %
40
30
20
10
0
38,8 %
29,4 %
12,8 %
8,6 %
5,3 %
1,9 %
1,7 %
1,5 %
keine
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2004
 %p
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
+0,1 %p
-4,8 %p
+1,4 %p
+1,7 %p
+4,3 %p
+1,9 %p
-0,9 %p
-0,2 %p
-3,5 %p
Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Anmerkungen
Anmerkungen:
e 2004: PDS
f Freie Wähler Ennepe-Ruhr
h Wittener Bürgergemeinschaft

Aus bisher allen Kreistagswahlen ab 1946 ging die SPD als stärkste Fraktion hervor. Zwischen 1956 und 1994 konnte sie mit absoluter Mehrheit die Politik im Kreis bestimmen.

An der Kreistagswahl am 30. August 2009 beteiligten sich 54,8 % der Wahlberechtigten im Ennepe-Ruhr-Kreis. Die Zahl der Kreistagsmitglieder erhöhte sich 2009 durch Überhangmandate von den vorgesehenen 60 auf 72. Neben fünf Fraktionen (SPD, CDU, Grüne, FDP und Linke) gibt es im Kreistag drei fraktionslose Mandatsträger.

Das Ergebnis der Kreistagswahl 2014 im Ennepe-Ruhr-Kreis stand aufgrund erforderlicher Nachwahlen erst am 15. Juni 2014 fest.

Sitzverteilung im Kreistag
Parteien und Wählergemeinschaften gewählte Vertreter (Sitze)[20]
1989 1994 1999 2004 2009 2014
SPD 40 33 25 23 28 26
CDU 21 21 24 21 22 19
GRÜNE 7 7 5 7 9 8
FDP 5 3 4 6 3
LINKE 1) 1 4 4
Freie Wähler Ennepe-Ruhr (FW-EN) 2) 2 2 1 2
NPD 1 1 1
Wittener Bürgergemeinschaft (WBG) 3) 1 1
AfD 2
Piraten 2
Mandatsträger insgesamt 73 61 60 60 72 66
1) Bezeichnung bis 2007: PDS
2) Bezeichnung bis 2008: Wählergemeinschaft Ennepe-Ruhr (WGEN)
3) WBG zur Wahl 2014 mit FW-EN zusammengegangen
Logo des Ennepe-Ruhr-Kreises seit 2004

[Bearbeiten]

Sein Wappen wurde dem Ennepe-Ruhr-Kreis am 2. Oktober 1937 verliehen. Die heraldisch korrekte Wappenbeschreibung lautet: „In Gold ein rot-silberner Schachbalken, oben und unten begleitet von je einem blauen Wellenbalken.“ Der Schachbalken steht für die Grafschaft Mark, zu der das Kreisgebiet seit dem Mittelalter bis Anfang des 19. Jahrhunderts gehörte, die beiden Wellenbalken für die Flüsse Ennepe und Ruhr, die dem Kreis den Namen gaben.

Das 2004 eingeführte Logo des Kreises zeigt neun orange-rote kleine Quadrate vor dem Hintergrund eines in zwei Blautönen gehaltenen großen Quadrates. Diese Elemente symbolisieren die neun Gemeinden des Kreises sowie die beiden Flüsse, nach denen der Ennepe-Ruhr-Kreis benannt ist. Zudem orientiert sich die Gestaltung des Logos an der von Otto Herbert Hajek entworfenen „Stadtikonographie Schwelm“ am bzw. im Kreishaus.[5] Zuvor wurde lange Zeit die Buchstabenkombination EN in verschiedenen Formen als Emblem des Kreises genutzt.

Infrastruktur und Wirtschaft[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Bundesautobahn 1 in Gevelsberg

Durchs Kreisgebiet verlaufen die Bundesautobahnen 1, 43, 44 und 46 mit mehreren Anschlussstellen. Im Sprockhöveler Stadtgebiet befindet sich das Autobahnkreuz Wuppertal-Nord.

Im Jahre 2006 waren fast 195.000 PKW auf das Kennzeichen EN des Ennepe-Ruhr-Kreises zugelassenen.[21] Aus der Verkehrsunfallstatistik des Landes Nordrhein-Westfalen für das Jahr 2004 geht hervor, dass zumindest damals im Ennepe-Ruhr-Kreis pro Einwohner die wenigsten Unfälle passierten und die wenigsten Menschen im Verkehr verunglückten.[22]

Anschluss an das Nahverkehrs-Bahnnetz haben alle kreisangehörigen Städte bis auf Sprockhövel und Breckerfeld. Die nächsten Fernbahnhöfe sind Hagen, Wuppertal, Bochum, Dortmund und Essen.

Die Verkehrsgesellschaft Ennepe-Ruhr (VER) betreibt einen Großteil der Buslinien im Kreisgebiet. Weitere im Gebiet tätige Nahverkehrsunternehmen sind die HST und die BoGeStra. Alle Unternehmen gehören dem Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) an.

Energie- und Wasserversorgung[Bearbeiten]

Cuno-Kraftwerk in Herdecke

Im Kreisgebiet sind zwei lokale bzw. regionale Energie- und Wasserversorgungsunternehmen ansässig: in Witten die Stadtwerke Witten und in Gevelsberg die Aktiengesellschaft für Versorgungsunternehmen (AVU), deren traditionelles Versorgungsgebiet den Ennepe-Ruhr-Kreis mit Ausnahme von Witten und Herdecke umfasst. Die Stadt Herdecke zählt zum Versorgungsgebiet der Dortmunder DEW21 (Wasser und Erdgas) und der Hagener Mark-E (Strom).

Zur Stromerzeugung gibt es im Kreis mehrere Kraftwerke. Dazu zählen u. a. das Cuno-Kraftwerk (ein Gas-und-Dampfturbinen-Kraftwerk) und das Koepchenwerk (ein Pumpspeicherkraftwerk) in Herdecke sowie mehrere Wasserkraftwerke (u. a. die Laufwasserkraftwerke Stiftsmühle, Harkort und Hohenstein). Daneben gibt es zahlreiche, vornehmlich auf privaten Gebäuden errichtete Photovoltaikanlagen und einige Windkraftanlagen.[23][24] Außerdem existieren im Kreisgebiet einige Biogasanlagen (einschließlich Klärgas- und Deponiegasanlagen),[25] die meist mit angeschlossenen Blockheizkraftwerken betrieben werden.

Für die Wassergewinnung sind Anlagen an der Ruhr (Grundwasser und Uferfiltrat), die Ennepetalsperre (Wasserwerk Rohland der AVU) und die Heilenbecketalsperre bedeutsam.

Katastrophenschutz[Bearbeiten]

Wache der Feuerwehr Witten

Als untere Katastrophenschutzbehörde ist der Ennepe-Ruhr-Kreis Träger des Katastrophenschutzes im gesamten Kreisgebiet. Er ist der Bezirksregierung Arnsberg unterstellt, die wiederum die mittlere Katastrophenschutzbehörde darstellt. Zusammen mit der Berufsfeuerwehr Dortmund bildet der Ennepe-Ruhr-Kreis den 3. Verband.

Im Kreisgebiet wird in enger Zusammenarbeit mit den neun kreisangehörigen Städten und den Hilfsorganisationen der Katastrophenschutz sichergestellt. Die vom Land Nordrhein-Westfalen (NRW) gestellten GW-SAN (Gerätewagen Sanitätsdienst) werden vom Deutschen Roten Kreuz und vom Arbeiter-Samariter-Bund in Witten und der Johanniter-Unfall-Hilfe in Herdecke betrieben. Der Ennepe-Ruhr-Kreis hat einen vom Land NRW bereitgestellten AB-MANV (Abrollcontainer) in der Stadt Herdecke stationiert. Dieser wird von der Freiwilligen Feuerwehr Herdecke technisch betrieben und von den Hilfsorganisationen werden die Vorgaben des BHP50 sichergestellt.

Der Brandschutz wird von den Kommunen sichergestellt. Lediglich die Stadt Witten unterhält eine Berufsfeuerwehr und eine Freiwillige Feuerwehr. Die Kommunen Hattingen, Ennepetal, Schwelm und Gevelsberg unterhalten eine Freiwillige Feuerwehr mit hauptamtlichen Kräften, die übrigen Kommunen Freiwillige Feuerwehren. Die Berufsfeuerwehr Witten hält für Großschadenslagen einen AB-EL (Abrollcontainer) vor, der im Jahr 2009 durch den Ennepe-Ruhr-Kreis beschafft wurde und im ganzen Kreisgebiet eingesetzt wird.

Träger des Rettungsdienstes ist der Ennepe-Ruhr-Kreis. Neben den Feuerwehren wird der Rettungsdienst von den Hilfsorganisationen Deutsches Rotes Kreuz, Johanniter-Unfall-Hilfe, Arbeiter-Samariter-Bund sowie der Rettungswachen der Städte Wetter (Ruhr) und Herdecke sichergestellt. Im Kreisgebiet gibt es insgesamt zehn Rettungsdienststandorte sowie die vier NEF-Standorte Witten, Herdecke, Hattingen und Schwelm.

Die 2005 neu gebaute integrierte Leitstelle für Feuerschutz, Rettungsdienst und Großschadenslagen ist im Kreishaus in Schwelm untergebracht. Die neue Kreisleitstelle wurde auf knapp 900 m² realisiert und auch das marode 4-m-Gleichwellenfunknetz wurde modernisiert. Die zuständigen Leitstellendisponenten alarmieren zentral alle Hilfskräfte im Kreis. Zur Zeit wird ein 2-m-Funknetz für die digitale Alarmierung installiert.

Zusätzlich gibt es noch vier Ortsverbände der Bundesanstalt Technisches Hilfswerk (OV Schwelm, OV Wetter, OV Hattingen und OV Witten) die dem Geschäftsführerbereich Bochum unterstehen.

Bildung[Bearbeiten]

Der Ennepe-Ruhr-Kreis ist Träger dreier Berufskollegs (in Ennepetal, Hattingen und Witten), zweier Gesamtschulen (in Hattingen und Sprockhövel) und zweier Förderschulen (in Witten und Sprockhövel).

Seit 1982 gibt es im Ennepe-Ruhr-Kreis die Privatuniversität Witten/Herdecke, die einzige deutsche Voll-Universität in nicht-staatlicher Trägerschaft.

Wirtschaft[Bearbeiten]

Industrie in Witten: Deutsche Edelstahlwerke

Der Süden des Kreisgebietes war früher von der Kleineisenindustrie geprägt, der Norden dagegen von der Großindustrie der Eisenverarbeitung und Stahlerzeugung.

Noch heute ist der Kreis einer der am stärksten gewerblich-industriell geprägten Räume in Nordrhein-Westfalen. Doch wie auch andernorts hat der sekundäre Wirtschaftssektor gegenüber dem tertiären Sektor bis in die 1990er Jahre erheblich an Bedeutung verloren. Seither sind Politik und Unternehmen bemüht, den Wirtschaftsstandort besonders über Dienstleistungen im Bereich der Gesundheit, der Freizeit und des Tourismus neu zu definieren. So sind im Bereich der Gesundheitswirtschaft viele mittelständische Unternehmen sowie bedeutende Fachkliniken und Forschungsinstitute im Ennepe-Ruhr-Kreis zu finden. Der Tourismus zielt besonders auf Besucher aus dem Ruhrgebiet, dem Bergischen Land und dem Sauerland ab.

Seit 1996 gibt es die EN-Agentur für Wirtschaftsförderung.

Mit einem Wert von 108,7 lag im Jahre 2006 der Kaufkraftindex im Ennepe-Ruhr-Kreis leicht über dem Bundesdurchschnitt.[26]

Im Rahmen der Sozialreformen nach Hartz IV wurde der Ennepe-Ruhr-Kreis als eine von 69 Optionskommunen zugelassen. Demzufolge kümmert sich die JobAgenturEN seit 2005 alleine um die Förderung der Langzeit-Arbeitslosen. Am 1. Januar 2011 wurde sie in JobCenterEN umbenannt.

Medien[Bearbeiten]

Mit Lokalausgaben erscheinen folgende Tageszeitungen im Kreis: Westfalenpost/Westfälische Rundschau (überall), Westdeutsche Allgemeine Zeitung (Witten, Hattingen, Sprockhövel), Ruhr Nachrichten (Witten) und Westdeutsche Zeitung (Sprockhövel). In allen Städten erscheinen darüber hinaus wöchentliche Anzeigenblätter, die teilweise über Gemeindegrenzen hinaus berichten.

Das Hörfunkprogramm WDR 2 versorgt das Kreisgebiet mit Nachrichten aus seinem Dortmunder Studio. Offene Kanäle gibt es im Kreisgebiet nicht. Seit 1991 besteht mit Radio Ennepe Ruhr jedoch ein privater Lokalradiosender für den Kreis. Er sendet vom Funkhaus in Hagen (107.7 Radio Hagen) täglich sechs Stunden selbstproduziertes Lokalprogramm, das übrige Programm wird von Radio NRW übernommen. Im Rahmen des Bürgerfunks werden außerdem Programme zweier anerkannter Radiowerkstätten (Gevelsberg und Ruhrstadtstudio Witten) ausgestrahlt. Zu Anfang des Jahres 2007 hatte Radio Ennepe Ruhr von Montag bis Freitag täglich knapp 50.000 Hörer.[27]

Vom WDR Fernsehen wird das Kreisgebiet durch die Lokalzeit aus Dortmund abgedeckt.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Henrichshütte während der ExtraSchicht 2009

Zusammen mit vier Städten und zwei Museen richtete der Kreis das Gemeinschaftsprojekt EN-Kunst aus. An verschiedenen Orten wie der Kluterthöhle in Ennepetal, dem Westfälischen Industriemuseum Henrichshütte in Hattingen, dem LWL-Industriemuseum Zeche Nachtigall in Witten, im Stadtgarten Gevelsberg und im Kreishaus in Schwelm wurden von nationalen und internationalen Künstlerinnen und Künstlern Bilder, Skulpturen und Installationen ausgestellt. Die letzte EN-Kunst fand 2006 statt.

Der Ennepe-Ruhr-Kreis beteiligte sich an den Aktivitäten im Rahmen der RUHR.2010 – Kulturhauptstadt Europas.

Kfz-Kennzeichen[Bearbeiten]

Am 1. Juli 1956 wurde dem Ennepe-Ruhr-Kreis bei der Einführung der bis heute gültigen Kfz-Kennzeichen das Unterscheidungszeichen EN zugewiesen. Es wird durchgängig bis heute ausgegeben. Seit dem 14. November 2012 ist auch das Unterscheidungszeichen WIT (Witten) erhältlich.

Literatur[Bearbeiten]

  • Holger Krieg: An Ennepe und Ruhr. Edition Limosa, 2011, ISBN 978-3-86037-447-4.
  • Ingo Niemann (Red.): Der Ennepe-Ruhr-Kreis. Deutsche Landkreise im Porträt. 3. neu bearb. Auflage. Verlag Kommunikation und Wirtschaft, Oldenburg 2004, ISBN 978-3-88363-236-0.
  • Regina Mentner: Die Beschäftigung von Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeitern für Aufgaben des „alten“ Ennepe-Ruhr-Kreises. (PDF; 195 kB) Ennepe-Ruhr-Kreis, Schwelm 2002.
  • Klaus Balve (Red.): Der Ennepe-Ruhr-Kreis. Deutsche Landkreise im Porträt. Verlag Kommunikation und Wirtschaft, Oldenburg 1991, ISBN 978-3-88363-094-6.
  • Oberkreisdirektor des Ennepe-Ruhr-Kreises (Hrsg.): Fünfzig Jahre Ennepe-Ruhr-Kreis. Die Entstehung eines Landkreises aus der Retorte. Bearb. von Richard Grünschläger u.a., Schwelm 1979.
  • Ennepe-Ruhr-Kreis (Hrsg.): Ennepe-Ruhr-Kreis. Kunstverlag Bühn, München 1975.
  • Paul Schulze (Red.): Der Ennepe-Ruhr-Kreis. Landschaft, Geschichte, Kultur, Wirtschaft, Verwaltung. Gerhard Stalling Wirtschaftsverlag, Oldenburg 1965.
  • Hugo Siegert, Günther Gedat: Ennepe-Ruhr-Kreis. Das Buch des Landkreises Ennepe-Ruhr. Land an Ennepe und Ruhr. Herausgegeben vom Kreisverkehrsverband Ennepe-Ruhr, Dortmunder Zeitschriftenverlag Eugen Schinker, Dortmund 1959.
  • Kreistag des Ennepe-Ruhr-Kreises (Hrsg.): Der Ennepe-Ruhr-Kreis. Festschrift zum 25jährigen Bestehen des Kreises. Schwelm 1954.
  • Ennepe-Ruhr-Kreis (Hrsg.): Die landschaftliche Struktur des Ennepe-Ruhr-Kreises. Schwelm 1954.
  • AG des Westfälischen Heimatbundes im Ennepe-Ruhr-Kreis (Hrsg.): Raumgliederung des Ennepe-Ruhr-Kreises in Vergangenheit und Gegenwart. Schwelm 1947.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Ennepe-Ruhr-Kreis – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bevölkerungszahlen auf Basis des Zensus vom 9. Mai 2011. Landesbetrieb Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW), abgerufen am 31. Juli 2013. (Hilfe dazu)
  2. a b Topographisches Informationsmanagement, Bezirksregierung Köln, Abteilung GEObasis NRW (Hinweise)
  3. Ennepe-Ruhr-Kreis: Lage.
  4. Bevölkerungszahlen auf Basis des Zensus vom 9. Mai 2011. Landesbetrieb Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW), abgerufen am 31. Juli 2013.
  5. a b c d Ennepe-Ruhr-Kreis: Geschichte.
  6.  Wolfgang Leesch: Verwaltung in Westfalen 1815–1945. In: Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Westfalen. 38, Aschendorff, Münster 1992, ISBN 3-402-06845-1, S. 383.
  7. ennepetal.de: Stadtgründung
  8.  Stephanie Reekers: Die Gebietsentwicklung der Kreise und Gemeinden Westfalens 1817–1967. Aschendorff, Münster Westfalen 1977, ISBN 3-402-05875-8, S. 246.
  9. Heimatverein Buchholz: Geschichtliches
  10.  Stephanie Reekers: Die Gebietsentwicklung der Kreise und Gemeinden Westfalens 1817–1967. Aschendorff, Münster Westfalen 1977, ISBN 3-402-05875-8, S. 244.
  11.  Stephanie Reekers: Die Gebietsentwicklung der Kreise und Gemeinden Westfalens 1817 – 1967. Aschendorff, Münster (Westfalen) 1977, ISBN 3-402-05875-8.
  12.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- u. Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen u. Reg.-Bez. vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 333.
  13. Sabine Kruse: 1630 Hattinger weniger als gedacht. In: derwesten.de. 4. Juni 2013, abgerufen am 16. September 2013.
  14. a b Ennepe-Ruhr-Kreis: Landrat.
  15. a b c d e f g h i j k Kreistag des Ennepe-Ruhr-Kreises (Hrsg.): Der Ennepe-Ruhr-Kreis. Festschrift zum 25jährigen Bestehen des Kreises. Schwelm 1954, S. 252–254
  16. Ennepe-Ruhr-Kreis: Kreisdirektorin: Kreistag wählt Iris Pott für weitere acht Jahre. Pressemitteilung vom 3. Juli 2012
  17. a b c d e f g h i j Kreistag des Ennepe-Ruhr-Kreises (Hrsg.): Der Ennepe-Ruhr-Kreis. Festschrift zum 25-jährigen Bestehen des Kreises. Schwelm 1954, S. 245–248
  18. Ennepe-Ruhr-Kreis: Ergebnis der Kreistagswahl 2009.
  19. Ennepe-Ruhr-Kreis: Ergebnis der Kreistagswahl 2004.
  20. Landesdatenbank Nordrhein-Westfalen. Landesbetrieb Information und Technik Nordrhein-Westfalen, 2013, abgerufen am 20. Oktober 2013 (Werteabruf über Code 14411-01 Kreistagswahlen: Wahlberechtigte, Wähler, gültige Stimmen und gewählte Vertreter nach Parteien).
  21. ver-en.de: Wir über uns
  22. Innenministerium des Landes Nordrhein-Westfalen (Hg.): Verkehrsunfallstatistik der Polizei NRW 2004. (Version vom 27. September 2007 im Internet Archive) (PDF; 937 kB), S. 76
  23. Dennis Sohner: Witten ist Schlusslicht bei Windkraft. In: derwesten.de. 10. April 2011, abgerufen am 16. September 2013.
  24. Kurt Bein: Strom aus Windkraft. „Windernte“ im … In: derwesten.de. 28. Januar 2011, abgerufen am 16. September 2013.
  25. Ennepe-Ruhr-Kreis. In: EnergyMap. DGS, abgerufen am 16. September 2013.
  26. EN-Agentur (Hrsg.): Wirtschaftsstandort Ennepe-Ruhr. Mehlis, Nordhausen 2006.
  27. Vgl. Westfälische Rundschau vom 10. März 2007.