Wetter (Ruhr)
| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Nordrhein-Westfalen | |
| Regierungsbezirk: | Arnsberg | |
| Kreis: | Ennepe-Ruhr-Kreis | |
| Höhe: | 110 m ü. NN | |
| Fläche: | 31,47 km² | |
| Einwohner: |
28.037 (31. Dez. 2011)[1] |
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| Bevölkerungsdichte: | 891 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 58300 | |
| Vorwahl: | 02335 | |
| Kfz-Kennzeichen: | EN, WIT | |
| Gemeindeschlüssel: | 05 9 54 032 | |
| LOCODE: | DE WTR | |
| NUTS: | DEA56 | |
| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Frank Hasenberg (SPD) | |
| Lage der Stadt Wetter (Ruhr) im Ennepe-Ruhr-Kreis | ||
Wetter (Ruhr) ist eine mittlere kreisangehörige Stadt im südöstlichen Ruhrgebiet in Nordrhein-Westfalen. Wetter gehört zum Ennepe-Ruhr-Kreis und wird als kreisangehörige Stadt durch den Kreis beim Regionalverband Ruhr (RVR) und beim Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) vertreten.
Die nächsten Großstädte − Dortmund, Hagen und Bochum − sind innerhalb von 20 Minuten mit der Bahn oder dem Auto zu erreichen.
Inhaltsverzeichnis |
Geographie [Bearbeiten]
Naturraum [Bearbeiten]
Wetter liegt an der Ruhr, die im Osten des Stadtgebiets zum Harkortsee aufgestaut ist.
Naturräumlich gehört fast das gesamte Stadtgebiet zum Niederbergisch-Märkischen Hügelland, das hier in mehrere Untereinheiten gegliedert wird. Wetter hat Anteile am Ardeygebirge mit den Südardeywänden, an der Ardeypforte und am Bergisch-Märkischen Hügelland mit dem Märkischen Schichtrippenland und dem Haßlinghauser Rücken. Ein geringer Teil des Stadtgebiets (Teile von Alt-Wetter, Harkortsee) gehört zum Bergisch-Sauerländischen Unterland (Untereinheiten Märkisch-Sauerländisches Unterland, Hagener Tälerkessel, Hagener Ruhrtal).
Den tiefsten Punkt des Stadtgebiets bildet mit etwa 80 m Höhe (mittlerer Wasserstand) die Ruhr in Wengern an der Stadtgrenze zu Witten. Der mit 266 m höchste Punkt befindet sich Am Südhang in Grundschöttel an der Stadtgrenze zu Gevelsberg (Silschede).
Stadtgliederung [Bearbeiten]
In ihrem heutigen Umfang besteht die Stadt erst seit 1970. Damals wurden die bis dahin selbstständigen und südlich der Ruhr liegenden Gemeinden Esborn, Volmarstein und Wengern in die fast vollständig nördlich der Ruhr liegende Stadt Wetter eingemeindet. Dadurch wurde das Stadtgebiet von unter 4 km² auf über 31 km² vergrößert.
Die Katasterfläche der Stadt umfasst fünf Gemarkungen mit insgesamt 46 Fluren (Stand 2012). Die heutigen Gemarkungsgrenzen entsprechen weitgehend – abgesehen von einigen kleinräumigen Anpassungen – den bis 1969 gültigen Gebietsgrenzen der ehemaligen Stadt Wetter und der drei alten Gemeinden. Grundschöttel wurde bereits 1939 nach Volmarstein eingemeindet.
Verwaltungstechnisch ist die Stadt Wetter (Ruhr) seit 1970 in vier Stadtteile gegliedert, zu denen jeweils mehrere Ortslagen gehören, d.h. unterschiedliche Siedlungsbereiche wie Stadtviertel, Weiler oder Einzellagen.
| Übersicht der Gemarkungen und Stadtteile von Wetter (Ruhr), Stand 2012 | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Gem.nr. | Gemarkung | Fläche | Historie | Stadtteil | zugehörige Ortslagen | |
| 1334 | Wetter | 3,56 km² | bis 1969 Stadt Wetter (bzw. Wetter a. d. Ruhr) | Alt-Wetter | u.a. Dorf Wetter, Freiheit Wetter, Schöntal | |
| 1346 | Esborn | 9,97 km² | bis 1969 Gemeinde Esborn | Esborn | u.a. Albringhausen, Sackern, Voßhöfen | |
| 1347 | Grundschöttel | 7,99 km² | bis 1939 Gemeinde Grundschöttel | Volmarstein | u.a. Loh, Schmandbruch, z.T. Tinsberg | |
| 1349 | Volmarstein | 3,07 km² | bis 1969 Gemeinde Volmarstein | u.a. Am Vorberg, In der Bach, z.T. Tinsberg und Oberwengern | ||
| 1350 | Wengern | 6,89 km² | bis 1969 Gemeinde Wengern | Wengern | u.a. Osterfeld, Trienendorf, Sandberg, z.T. Oberwengern | |
Nachbarstädte [Bearbeiten]
Direkt angrenzende Kommunen sind im Osten die kreisfreie Stadt Hagen sowie – weiter im Uhrzeigersinn – Gevelsberg, Sprockhövel, Witten und Herdecke als Nachbarstädte im Ennepe-Ruhr-Kreis.
Geschichte [Bearbeiten]
Mittelalter [Bearbeiten]
Auf dem Stadtgebiet von Wetter liegen die heutigen Stadtteile Wengern und Volmarstein. Diese werden bereits im 11. Jahrhundert erstmals erwähnt. Die Stadtkirche von Wengern wurde um 1080 vom Kölner Erzbischof Sigewin von Are zur Pfarrkirche erhoben. In einem Schatzbuch der Grafschaft Mark von 1486 sind 22 Einzelhöfe in Wengern aufgeführt.
Wetter war, neben Altena, Hamm und Hörde, eine der vier Kreisstädte der Grafschaft Mark. Zwischen 1250 und 1274 wurde dann von den Grafen von der Mark die Burg Wetter wohl hauptsächlich als märkischer Vorposten gegen das kurkölnische Volmarstein errichtet. Mit der Einführung der märkischen Amtsverfassung kam auch zum Beginn des 14. Jahrhunderts ein Amtmann der Grafen von der Mark, der in der Regel dem regionalen Adel angehörte, nach Wetter. Freiheit und Dorf, die eine Verwaltungseinheit bildeten, erhielten 1355 das Freiheitsprivileg.
Neuzeit [Bearbeiten]
Wegen ihrer engen Verbindung zum Leben und Wirken von Friedrich Harkort (1793–1880) und weiteren Mitgliedern der Familie Harkort wird Wetter auch als Harkortstadt bezeichnet. Dies manifestiert sich in der Benennung u. a. des Harkortsees, des Harkortbergs und des Harkortturms.
Während der Ruhrbesetzung 1923 war das heutige Stadtgebiet von Wetter geteilt: Nördlich der Ruhr (heute Alt-Wetter) sind britische und französische Besatzer anwesend, wohingegen der südlichen Teil (Volmarstein und Wengern) frei ist. So war zum Beispiel die Overwegbrücke, die Oberwengern und Alt-Wetter verbindet, ein Grenz- und Kontrollpunkt und zur jeweils anderen Ruhrseite mussten auf dem Weg zur Arbeit oder zur Schule lange Pendelzeiten eingeplant werden.
Im Jahr 1943 wurde der Sitz der Gauleitung des NSDAP-Gaues Westfalen-Süd von Bochum, das damals durch Bombenangriffe bereits stark zerstört war, nach Wetter auf den Harkortberg verlegt. Hier residierte der Gauleiter Albert Hoffmann – ein Nationalsozialist. Er war unter anderem dafür verantwortlich, dass noch in den letzten Kriegstagen die Brücken über der Ruhr gesprengt wurden. Noch heute zeigen Bunker auf dem Berg Überreste der Befehlsstelle, jedoch sind sie nicht begehbar.
Neugliederung des Stadtgebiets 1970 [Bearbeiten]
Mit der kommunalen Gebietsreform (Gesetz zur Neugliederung des Ennepe-Ruhr-Kreises) wurde der Ennepe-Ruhr-Kreis am 1. Januar 1970 neu gegliedert, und die südlich der Ruhr gelegenen, ehemals selbständigen Gemeinden Esborn, Volmarstein und Wengern bilden seitdem mit der ehemaligen Stadt Wetter (bzw. Wetter a. d. Ruhr) die neue Stadt Wetter (Ruhr). Seitdem gehören auch kleine Teile der ehemaligen Gemeinden Berge und Silschede zu Wetter.[2]
Politik [Bearbeiten]
Stadtrat [Bearbeiten]
| Parteien u. Wählergemeinschaften | Sitze | |
|---|---|---|
| 2009 | 2004 | |
| SPD | 15 | 19 |
| CDU | 10 | 13 |
| GRÜNE | 6 | 5 |
| FDP | 4 | 4 |
| BfW | 2 | 5 |
| UWW | 2 | — |
| NPD | 1 | — |
Mit der Kommunalwahl 2009 wurde die Anzahl der Ratsmitglieder von 46 auf 40 reduziert. Im Jahr 2012 ist ein Ratsmitglied aus der SPD ausgetreten.
Bürgermeister [Bearbeiten]
Bei der Bürgermeisterwahl am 11. November 2007 wurde das am 17. Oktober 2007 in Kraft getretene Kommunalwahlgesetz von NRW angewendet, das eine Amtszeit von sechs Jahren vorsieht und keine Stichwahl erfordert. Mit 45 % der Stimmen wurde der SPD-Kandidat Frank Hasenberg gewählt.
Wappen [Bearbeiten]
Das Wappen der Stadt entstand bei der Gemeindereform 1970 und wurde Anfang 1971 verliehen. Es zeigt im oberen Abschnitt ein „W“ in Zinnenschnittform, das an die beiden Burgruinen erinnert. Der darunter gelegene Schachbalken zeigt die frühere Verbundenheit der Grafschaft Mark. Das Dreiblatt schließlich ist aus dem alten Wappen des Amtes Volmarstein entnommen und symbolisiert die ehemaligen Edelherren zu Volmarstein.
Städtepartnerschaften [Bearbeiten]
Städtepartnerschaften bestehen mit South Elmsall (City of Wakefield, England), Turawa (Polen), Stadtilm (Thüringen).
Kultur und Sehenswürdigkeiten [Bearbeiten]
Regelmäßige Veranstaltungen [Bearbeiten]
Das Seefest wird üblicherweise eine Woche vor oder nach den Sommerferien am Harkortsee gefeiert, je nachdem, wie die Ferien liegen.
Lichtburg, Stadtsaal und Bürgerhaus [Bearbeiten]
Die Lichtburg ist ein kleines Kino, das zusätzlich für kulturelle Veranstaltungen, unter Anderem vom Koffertheater genutzt wird. Verwaltet wird die Lichtburg durch den Verein Unabhängiges Kulturzentrum Lichtburg e. V. Dieser verwaltet auch den etwa 500 Personen fassenden Stadtsaal, der auch für private Veranstaltungen gemietet werden kann. Auch die Elbschehalle, das Bürgerhaus, die Villa Vorsteher, werden für Veranstaltungen und von Vereinen genutzt.
Sehenswürdigkeiten [Bearbeiten]
- Harkortsee: Ausgangspunkt für Wanderungen, Fahrrad- bzw. Inlineskatertouren um die beiden Ruhrstauseen Harkortsee und Hengsteysee.
- Harkortberg: Ausgangspunkt für ausgiebige Wanderungen durch das Ardeygebirge mit Fernsicht auf den Harkortsee. Hier befindet sich auch der Harkortturm, ein weithin sichtbares Erkennungszeichen Wetters.
- Henriette-Davidis-Museum: Leben und Werk der berühmtesten deutschen Kochbuchautorin (Man nehme…).
- Planetenmodell Oberwengern, Zentrum am örtlichen Gymnasium
Bauwerke [Bearbeiten]
- Rathaus Wetter: Ein in Alt-Wetter gelegenes altes Rathaus, 1909 fertig gestellt. Es wurde nach Plänen des Regierungsbaumeisters Gustav Werner erbaut und war ein Geschenk Gustav Vorstehers an die Stadt.
- Haus Hove: Ein in Oberwengern gelegenes Anwesen. Hier residierte Heinrich Hoffmann von Fallersleben bei Henriette von Schwachenberg.
- Der Harkortturm wurde 1884 erbaut und ist 35 Meter hoch. Der Turm ist nur zu bestimmten Anlässen oder nach Vereinbarung mit dem Heimatverein Wetter begehbar und bietet einen Blick über den Harkortsee bis ins Sauerland.
- Burg Volmarstein: Eine Burgruine mit Fernsicht über das Ruhrtal. Die Anlage wurde im Jahre 1100 vom Kölner Erzbischof Friedrich I. von Schwarzenburg erbaut.
- Freiheit Wetter: Ein mittelalterlicher Stadtkern mit restaurierten Fachwerkhäusern. Hervorzuheben ist hier das Fünf-Giebel-Eck, ein aus mehreren Häusern bestehendes Ensemble.
- Burg Wetter: Die Burg Wetter ist eine bedeutende Burgruine, sie ist ein Teil der Freiheit Wetter.
- Eisenbahnviadukt über die Elbsche, einen Nebenfluss der Ruhr, in Wengern.
- Leimkasten: Ein mittelalterlicher Bau im alten Dorfkern von Wengern.
Denkmäler [Bearbeiten]
- Dampfmaschinenschwungrad: Ein Industriedenkmal im Ortsteil Alt-Wetter. Das Dampfmaschinenschwungrad stammt aus dem ehemaligen Stahlwerk Harkort und befand sich an der Schiffsanlegestelle am Harkortsee. Es wurde im Jahr 2009 von dort entfernt.
- Friedrich-Harkort-Gedenktafel am Harkortsee.
- Gedenktafel an den Kapp-Putsch am Bahnhof Wetter für die dort stattgefundenen Kämpfe
- Ehrenmal: Es befindet sich am Ehrenmalweg in Alt-Wetter. Von dort hat man einen Panoramablick über den Harkortsee.
- Denkmal an die Toten der Kriege 1866 und 1870/71: Dieses Denkmal befindet sich nahe der Burg Volmarstein.
- Denkmal an die Toten des Ersten Weltkriegs (1914–1918) in Volmarstein am Loh.
- Denkmal an die Toten von 1939 bis 1945: Dieses Denkmal befindet sich nahe der Burg Volmarstein.
- Freiherr vom Stein: Am Rathaus erinnert ein Denkmal an ihn.
Sport [Bearbeiten]
In Wetter sind mehrere Sportvereine und Sporteinrichtungen beheimatet. In Wetter-Oberwengern befindet sich ein Hallenbad, in Alt-Wetter ein Freibad, das 2006 zu einem Natur-Schwimmbad umgebaut wurde. Auf dem Harkortberg und dem Böllberg befinden sich Sportplätze, ebenso wie auf dem Brasberg in Wengern und in der Köhlerwaldstraße in Volmarstein. Auf fast allen Plätzen liegt die Hauptnutzung im Bereich Fußball.
Wetter ist in Fachkreisen für die Klasse des beheimateten Kanupoloclubs Wetter überregional bekannt, dessen Damen- und Herrenteam in der ersten Bundesliga spielt. Des Weiteren spielen mehrere Damen und Herren in den jeweiligen Nationalteams. Weit über die Ortsgrenzen hinaus bekannt ist auch das Tanzsportzentrum Wetter-Ruhr e. V., welches im ehemaligen „Bürgertreff“ am Schmandbruch residiert. Sportler dieses Vereins, die aus Nah und Fern kommen, erringen regelmäßig Landestitel.
Der TG Harkort Wetter gewann im Tischtennis in der Saison 1979/80 die Aufstiegsrunde zur 1. Bundesliga, verzichtete aber wegen fehlender Sponsoren auf den Aufstieg. Die Mannschaft löste sich auf und der Verein spielte in der Folgesaison in der Bezirksliga.
Infrastruktur und Wirtschaft [Bearbeiten]
Verkehr [Bearbeiten]
Wetter liegt an der Bundesautobahn 1 (Ausfahrt Volmarstein) und den Bundesstraßen 226 und 234.
Wetter verfügt über einen Bahnhof. Eisenbahnanschlüsse bestehen über die S 5 nach Dortmund und über Hagen, Wuppertal und Düsseldorf nach Mönchengladbach, sowie einem Regionalbahn- bzw. Regionalexpressanschluss über Witten und Bochum nach Essen und in der Gegenrichtung nach Hagen bzw. Siegen und Iserlohn. Die nächstgelegenen Fernverkehrsbahnhöfe sind in Hagen, Dortmund und Bochum.
Die Radfernwege Ruhrtalradweg, von der Ruhrquelle in Winterberg bis zur Mündung in den Rhein bei Duisburg und Kaiser-Route, von Aachen nach Paderborn führen entlang der Ruhr durch Wetter.
Wetter gehört dem Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) an.
Eine weitere Ruhrbrücke zwischen Oberwengern (südl. der Ruhr) und der westlichen Stadtgrenze von Alt-Wetter und Herdecke (nördl. der Ruhr) ist seit dem Frühjahr 2011 in Betrieb. Diese soll den Verkehr aus dem Ortskern von Alt-Wetter herausführen.[4] In diesem Zuge wird die Landesstraße 675 zwischen Hagen-Vorhalle und Oberwengern, die südlich der Ruhr verläuft, zur Bundesstraße 226 heraufgestuft.[5]
Öffentliche Einrichtungen [Bearbeiten]
Wetter ist Sitz des für die Städte Wetter und Herdecke zuständigen Amtsgerichts und einer Jugendarrestanstalt. Die Evangelische Stiftung Volmarstein, eine diakonische Einrichtung der Körperbehindertenhilfe, Altenpflege und Orthopädie, hat in Wetter ihren Hauptsitz.
Feuerwehr und Katastrophenschutz [Bearbeiten]
Wetter verfügt über eine Freiwillige Feuerwehr. Sie setzt sich aus fünf Löscheinheiten zusammen (Alt-Wetter, Esborn, Grundschöttel, Volmarstein und Wengern) die sich wiederum in drei Löschzüge (Alt-Wetter, Volmarstein-Grundschöttel und Wengern-Esborn) gliedern.
Der Rettungsdienst wird durch die Rettungswache der Stadt Wetter mit angestellten Rettungsassistenten betrieben.
Das Technische Hilfswerk verfügt über einen Ortsverband in Wengern. Ihm unterstellt ist ein technischer Zug mit der Fachgruppe Wassergefahren. In seinem Zuständigkeitsbereich liegen die Städte Wetter und Herdecke.
Bildung [Bearbeiten]
In Wetter gibt es sieben Grundschulen:
- Bergschule
- Gemeinschaftsgrundschule Schmandbruch
- Gemeinschaftsgrundschule Volmarstein
- Gemeinschaftsgrundschule Albringhausen
- Grundschule Grundschöttel
- Osterfeldschule (Wengern)
- Katholische Grundschule Wetter
Wetter hat folgende weiterführende Schulen:
- Städtische Hauptschule
- Städtische Realschule
- Geschwister-Scholl-Gymnasium (Wetter)
- Georg-Müller-Gesamtschule (private evangelisch-freikirchliche Bekenntnisschule, nur Sekundarstufe I und Halbtagsunterricht)
- BBW – Berufsbildungswerk (Werner-Richard-Berufskolleg, Berufsschule der ESV)
Unternehmen [Bearbeiten]
In der Stadt sind mehrere bekannte Unternehmen ansässig:
- ABUS – August Bremicker und Söhne KG
- afi August Fischer GmbH
- bitwork GmbH
- Bleistahl GmbH
- BURG F. W. Lüling KG
- Burg-Wächter KG
- Buerstätte GmbH & Co. KG – Stanzteile
- Demag Cranes & Components GmbH
- Evangelische Stiftung Volmarstein
- NOBA Verbandmittel
- RZV Rechenzentrum Volmarstein GmbH
- Sichelschmidt GmbH - Gabelstapler
- Taprogge GmbH
- Wesendrup-AVU-Recycling GmbH & Co. KG (Altpapierrecycling, Akten- und Datenträgervernichtung)
- Zeschky Galvanik GmbH & Co. KG.
- König GmbH
Persönlichkeiten [Bearbeiten]
Ehrenbürger [Bearbeiten]
- seit 1906: Gustav Vorsteher (1836–1914), in Wetter geborener Unternehmer und Mäzen, der der Stadt u.a. das Grundstück für das ehemalige Krankenhaus, das Rathaus und den Harkortturm stiftete und die Villa Vorsteher hinterließ
Personen, die in der Stadt geboren wurden [Bearbeiten]
Personen, die vor der Gemeindereform 1970 in den Orten Esborn, Grundschöttel, Volmarstein oder Wengern geboren wurden, sind in den entsprechenden Artikeln aufgeführt.
- Andreas Bech (* 1969), in Wetter geborener Ruderweltmeister und Olympionike
- Martin Böcker (* 1958), in Wetter geborener Organist
- Gerhard Claas (1928–1988), in Wetter geborener Baptistenpastor und Generalsekretär des Baptistischen Weltbundes
- Erwin Geldmacher (1885–1965), in Wetter geborener Professor für Betriebswirtschaftslehre
- Eduard Honigmann (1809–1886), in Wetter geborener Bergmeister und Bergwerksbesitzer
- Horst Ilberg (* 1930), in Wetter geborener Tischtennis-Nationalspieler und Seniorenweltmeister im Doppel
- Angelika Kempfert (* 1946), in Wetter geborene Politikerin, Staatsrätin in Hamburg
- Helmut Kollhosser (1934–2004), in Wetter geborener Jurist und Hochschullehrer
- Günter Leifheit (1920–2009), in Wetter geborener Unternehmer
- Jürgen Renfordt (* 1955), in Wetter geborener Schlagersänger, Komponist, Texter, Produzent und Radiomoderator
- Berta Schulz (1878–1950), in Wetter geborene Politikerin, Reichstagsabgeordnete in der Weimarer Republik
- Peter Strauch (* 1943), in Wetter geborener freikirchlicher Theologe, Buchautor und Liedermacher
Personen, die in der Stadt wirken oder gewirkt haben [Bearbeiten]
Personen, die vor der Gemeindereform 1970 in den Orten Esborn, Grundschöttel, Volmarstein oder Wengern starben oder dort schwerpunktmäßig wirkten, sind in den entsprechenden Artikeln aufgeführt.
- Marquard Bohm (1941–2006), in Wetter gestorbener Schauspieler
- Rudolf Bredt (1842–1900), in Wetter gestorbener Maschinenbauingenieur und Unternehmer, zeitweilig Eigentümer der Stuckenholz AG in Wetter
- Edward Carstenn (1886–1957), in Wetter gestorbener Gymnasiallehrer und Regionalhistoriker
- Eduard Goecker (1848–1931), Pfarrer und Erbauer der Lutherkirche in Wetter
- Julius von Grawert (1746–1821), preußischer Offizier, Amtshauptmann von Wetter
- Friedrich Harkort (1793–1880), zeitweise in Wetter lebender Unternehmer und Politiker in der Frühzeit der industriellen Revolution
- Ernst Wilhelm Hengstenberg (1802–1869), in Wetter aufgewachsener Theologe und Alttestamentler
- Johann Heinrich Karl Hengstenberg (1770–1834), in Wetter gestorbener Lehrer, Prediger und Kirchenliederdichter, wirkte mehrere Jahre in Wetter
- Hoffmann von Fallersleben (1798–1874), Jugendfreund von Henriette von Schwachenberg, der Gutsherrin des in Wetter-Oberwengern gelegenen Haus Hove
- Rainer Johannes Homburg (* 1966), in Wetter aufgewachsener Organist, Chorleiter und Dirigent
- Johann Ehrenfried Honigmann (1775–1855), Markscheider beim Oberbergamt in Wetter
- Heinrich Kamp (1786–1853), gründete zusammen mit Friedrich Harkort die Mechanischen Werkstätten Harkort & Co. auf der Burg Wetter
- Hanno Kesting (1925–1975), Soziologe, lebte zeitweise in Wetter und war dort Ratsmitglied
- Max Klaas (* 1993 in Hagen), in Wetter lebender Percussionist
- Leo Konopczynski (1927–2003), Fußballer, zeitweise in Wetter aktiv
- Georg Lackum († 1591), wurde am 11. Dezember 1591 in Wetter als Mörder hingerichtet[6]
- Pia Laus-Schneider (* 1968), in Wetter aufgewachsene Dressurreiterin
- Heinrich Plange (1857–1942), in Wetter gestorbener Architekt, lebte mehrere Jahre in der Stadt
- Alfred Rethel (1816–1859), Maler, schuf um 1834 ein Gemälde der Harkortschen Werkstätten in der Burg Wetter, das als wichtige Darstellung der beginnenden Industrialisierung gilt
- Wolfgang Andreas Reuter (1866–1947), Ingenieur und Unternehmer, zeitweise in Wetter tätig
- Hartmut Riemenschneider (* 1958), Präsident des Bundes Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden, ehem. Baptistenpastor in Wetter
- Johann August Sack (1764–1831), preußischer Beamter, Bergrat und Bergrichter in Wetter
- Ulrich Schmidt (* 1942 in Witten), Politiker, ehem. Bürgermeister von Wetter und Landtagspräsident von NRW
- Reimar Julius von Schwerin (1695–1754), preußischer Generalleutnant, Drost von Wetter
- Georgios Souleidis (* 1972), Schachspieler, spielte zeitweise beim SVG Ruhrtal Wetter
- Heinrich Friedrich Karl Reichsfreiherr vom und zum Stein (1757–1831), preußischer Beamter, Minister und Reformer, gilt als Urheber der kommunalen Selbstverwaltung, Bergamtsdirektor in Wetter (1784–1793), reorganisierte dort die Rechnungsführung
- Leo Tilgner (1892–1971), in Wetter gestorbener Grafiker
- Alfred Trappen (1828–1908), Maschinenbauingenieur, leitete über vier Jahrzehnte die Maschinenfabrik Kamp & Co. in Wetter
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ Amtliche Bevölkerungszahlen. Landesbetrieb Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW), abgerufen am 4. Juli 2012. (Hilfe dazu)
- ↑ Martin Bünermann: Die Gemeinden des ersten Neugliederungsprogramms in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1970.
- ↑ http://www.wahlergebnisse.nrw.de/kommunalwahlen/2009/Gem_raete/c954032kw0900.html
- ↑ http://www.stadt-wetter.de/3379.html
- ↑ http://www.strassen.nrw.de/service/presse/meldungen/2004/040726-01.html
- ↑ Ralf-Peter Fuchs: Der Mordfall Lackum. Justiz und Alltag im "Ruhrgebiet" um 1590.
Weblinks [Bearbeiten]
- Website der Stadt Wetter (Ruhr)
- „Von Herdecke bis Blankenstein“, eine postalische Ruhrpartie vom Hengsteysee bis zum Kemnader See
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