Habry

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Habry
Wappen von Habry
Habry (Tschechien)
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Basisdaten
Staat: Tschechien
Region: Kraj Vysočina
Bezirk: Havlíčkův Brod
Fläche: 2742 ha
Geographische Lage: 49° 45′ N, 15° 29′ O49.75666666666715.478888888889468Koordinaten: 49° 45′ 24″ N, 15° 28′ 44″ O
Höhe: 468 m n.m.
Einwohner: 1.318 (1. Jan. 2014) [1]
Postleitzahl: 582 81 - 582 91
Verkehr
Straße: Čáslav - Havlíčkův Brod
Struktur
Status: Stadt
Ortsteile: 4
Verwaltung
Bürgermeister: Jiří Rainiš (Stand: 2007)
Adresse: Žižkovo nám. 66
582 81 Habry
Gemeindenummer: 568651
Website: www.habry.cz

Habry (deutsch Habern, älter auch Hubern[2]) ist eine Stadt in Tschechien. Sie liegt 18 km südöstlich von Čáslav an der Sázavka und gehört zum Okres Havlíčkův Brod.

Geographie[Bearbeiten]

Habry befindet sich in der Böhmisch-Mährischen Höhe am Ursprung der Sázavka, die im Haberský rybník am südöstlichen Stadtrand entsteht. Durch die Stadt führen die Staatsstraßen 38 zwischen Čáslav und Havlíčkův Brod, 346 zwischen Chotěboř und Leština u Světlé sowie die 347 nach Světlá nad Sázavou.

Nachbarorte sind Frýdnava im Norden, Rybníček im Nordosten, Leškovice im Osten, Miřátky und Proseč im Südosten, Kámen, Nový Dvůr und Kněž im Süden, Bačkov im Südwesten, Dolní Mlýn, Lubno, Kysibl und Chrtníč im Westen sowie Kobylí Hlava im Nordwesten.

Geschichte[Bearbeiten]

Die erste schriftliche Erwähnung von Habry erfolgte 1101 durch Cosmas von Prag in der Chronica Boemorum. Darin wird berichtet, dass Ulrich von Brünn mit seinen Truppen durch den Ort nach Prag zog, um dort seine Ansprüche auf die Thronfolge durchzusetzen. Der Ort am Haberner Steig, der Hauptverbindung von Prag über Deutschbrod nach Mähren, wurde 1351 durch Karl IV. zum Marktflecken erfolgen und erhielt ein Wappen.

1835 erfolgte die Anlegung einer Ortschronik. Nach der Ablösung der Patrimonialherrschaften wurde Habern 1850 zum Sitz eines Gerichtsbezirkes im politischen Bezirk Czaslau. Zu dieser Zeit lebten 2.136 Menschen in der Marktgemeinde. Im Jahre 1909 erhielt Habern Stadtrechte. Doch schon zu dieser Zeit sank die Bedeutung der Stadt, da sich wegen des fehlenden Eisenbahnanschlusses keine größeren Unternehmen ansiedelten.

Nach der Gründung der Tschechoslowakei 1918 verlor die Stadt durch die Aufhebung des Finanzamtes und nach dem Zweiten Weltkrieg durch die Abschaffung des Bezirksgerichtes im Zuge des Košicer Programmes ihre Funktionen als regionales Zentrum und sank in die Bedeutungslosigkeit. 1950 hatte Habry 1.145 Einwohnern und nach dem Verlust der Stadtrechte erfolgte die Verlagerung weitere Behörden aus dem Ort. Seit 1990 ist Habry wieder eine Stadt; das Bauamt und Standesamt kehrten in die Stadt zurück.

Ortsgliederung[Bearbeiten]

Die Stadt Habry besteht aus den Ortsteilen Frýdnava (Friedenau), Habry (Habern), Lubno und Zboží (Sbosch).

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • Kirche Mariä Himmelfahrt, Barockbau von 1678 anstelle eines romanischen Vorgängerbaus von 1384
  • Schloss Habry, erbaut 1718, nach dem Zweiten Weltkrieg bis 1992 als Schule genutzt
  • steinerner Žižka-Tisch auf dem Hügel Táborec (515 m)
  • ehemalige Synagoge, errichtet 1825 und 1979 zum Kino umgebaut
  • jüdischer Friedhof, westlich der Stadt
  • Birkenallee bei Kysibl
  • Schloss Zboží

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

In Habry wurden geboren (chronologisch geordnet):

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Habry – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Český statistický úřad – Die Einwohnerzahlen der tschechischen Gemeinden vom 1. Januar 2014 (PDF; 504 KiB)
  2. http://www.staremapy.cz/antos/zoomify/criginger.html