Kraj Vysočina
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|---|---|---|---|
| Karte | |||
| Basisdaten | |||
| Verwaltungssitz: | Jihlava | ||
| Größte Stadt: | Jihlava | ||
| ISO 3166-2: | CZ-VY | ||
| Einwohner: | 510.032 (30. Juni 2005) | ||
| Bevölkerungsdichte: | 74 Einwohner/km² | ||
| KFZ-Kennzeichen: | J | ||
| Geografie | |||
| Fläche: | 6.796 km² | ||
| Ausdehnung: | Nord-Süd: 34 - 97 km West-Ost: bis 107 km |
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| Höchster Punkt: | 837 m n.m. | ||
| Tiefster Punkt: | 253 m n.m. | ||
| Verwaltungsgliederung | |||
| Bezirke: | 5 | ||
| Gemeinden: | 704 | ||
| Verwaltung | |||
| Hejtman: | Jiří Běhounek. | ||
| Website: | http://www.kr-vysocina.cz/ | ||
Die Region Vysočina, tschechisch Kraj Vysočina (Region Hochland) ist eine der 14 Regionen Tschechiens. Der Westen der Region ist historisch ein Teil von Böhmen, der Osten liegt in Mähren. Verwaltungssitz ist Jihlava (Iglau). Das Gebiet der Region bilden die Bezirke Jihlava, Havlíčkův Brod, Pelhřimov, Třebíč und Žďár nad Sázavou. In der Region gibt es 704 Gemeinden mit einer durchschnittlichen Einwohnerzahl von 725 Personen, davon 33 Städte. Den größten Teil bilden Gemeinden bis 500 Einwohner.[1]
Inhaltsverzeichnis |
Landschaft[Bearbeiten]
Die Region nimmt mit einer Fläche von 6.796 km² (bis zum 31. Dezember 2005 waren es 6.925 km²) eine zentrale Lage in Tschechien ein. Sie grenzt an die Regionen Südböhmen, Mittelböhmen, Pardubice und Südmähren. Kraj Vysočina ist dünn besiedelt und liegt durchschnittlich höher als andere Kreise. Die dünne Besiedlung in kleinen Orten führt oft zur Abwanderung vor allem junger Menschen in die Städte. Den größten Teil der Fläche füllt die Böhmisch-Mährische Höhe aus. Der höchste Punkt ist der Javořice (Jaborschützberg) mit 837 m ü. M., der niedrigste die Talsperre Švihov mit 253 m ü. M. Der Berg Melechov bei Havlíčkův Brod (Deutschbrod) wird in einigen Quellen als der geografische Mittelpunkt Europas bezeichnet. Die Wasser- und Luftverschmutzung in der Region ist gering. Sie gilt als Wasserreservoir für umliegende Regionen. In Kraj Vysočina wurden zwei großflächige Naturschutzgebiete ausgerufen, Žďárské vrchy und Železné hory.
Wirtschaft[Bearbeiten]
94.000 Unternehmen bedeuten den vorletzten Platz in der Rangliste Tschechiens. Die meisten siedelten sich im Okres Třebíč (21.788) an (Stand: Ende 2005). Beim Bruttoinlandsprodukt belegt die Region mit einem Anteil von 4 % ebenfalls den vorletzten Platz. Der monatliche Bruttolohn beträgt 18.069 Kč[2] und gehört damit zu den niedrigsten Tschechiens. Die Arbeitslosigkeit beträgt etwa 7,1 %, wobei es deutliche regionale Unterschiede gibt: Okres Třebíč (11,14 %), Okres Pelhřimov (3,73 %).[2] Die Landwirtschaft spielt traditionell weiterhin eine bedeutende Rolle. Im relativ kühlen Klima gedeihen Kartoffeln und Ölpflanzen, hinzu kommt Viehzucht. Industrieunternehmen setzten 2003 80 Milliarden Kronen um, ein Zuwachs gegenüber 2001 um 5,7 %. Den größten Anteil bilden Maschinenbaubetriebe, Metallverarbeitung, Textilindustrie, Holzverarbeitung und Nahrungsmittelindustrie. Bei Dolní Rožínka befindet sich das einzige noch in Betrieb stehende Uranbergwerk des Landes.
Demographie[Bearbeiten]
Zum 1. Januar 2006 lebten in der Region 510.767 Einwohner, davon 50,5 % Frauen. Die Geburtenrate war steigend, genauso wie die Anzahl der Scheidungen, während weniger Menschen heirateten.
Statistische Kennzahlen[Bearbeiten]
| Statistische Kennzahlen 2005 | ||||
|---|---|---|---|---|
| Okres | Fläche in km² | Einwohner | Durchschnitts- alter |
Gemeinden |
| Havlíčkův Brod | 1.265 | 94.778 | 39,1 | 120 |
| Jihlava | 1.180 | 108.404 | 38,8 | 121 |
| Pelhřimov | 1.290 | 72.219 | 39,7 | 120 |
| Třebíč | 1.518 | 116.415 | 38,3 | 173 |
| Žďár nad Sázavou | 1.672 | 118.216 | 37,9 | 195 |
- Anteil am Bruttoinlandsprodukt (2006): 4,2 %,
- Arbeitslosenquote (2006): 7,1 %
Verkehrsinfrastruktur[Bearbeiten]
Durch die Region führt die wichtige europäische Autobahn D1/E50/E65 Berlin-Prag-Brünn-Wien/Bratislava-Budapest). Schlecht ist jedoch die Anbindung Nord-Süd.
Bildung und Gesundheitswesen[Bearbeiten]
Für die Bildung sorgen 276 Kindergärten, 251 Grundschulen, 31 Berufsschulen, 39 Fachgymnasien, 18 Gymnasien, 14 Einrichtungen postsekundärer Bildung sowie 2 Hochschulen. In der Region wirken 1684 Ärzte. Zu den Gesundheitseinrichtungen zählen 11 Krankenhäuser mit 2866 Betten. (Stand 2005) [3]
Sehenswürdigkeiten und Erholung[Bearbeiten]
In der Region finden jährlich einige international besetzte kulturelle Veranstaltungen statt:
- Begegnung internationaler Chöre in Jihlava
- Europäische Begegnung von Folkloregruppen in Telč
- Internationales Festival der Dokumentarfilme in Jihlava
Gute Schneeverhältnisse gibt es in den Žďárské vrchy und Svratecká hornatina. Wassersport und Bademöglichkeiten bestehen am Velké Dářko.
In der Region befinden sich drei UNESCO–Weltkulturerbe:
- Der historische Stadtkern von Telč, einer der schönsten Altstädte
- Die Wallfahrtskirche Zelená Hora aus dem 13. Jh. bei Žďár nad Sázavou mit seiner barocken Gotik
- Das Judenviertel und die Basilika des Hl. Prokop in Třebíč
Größte Städte[Bearbeiten]
| Stadt | Einwohner |
|---|---|
| Jihlava | 50.859 |
| Třebíč | 38.654 |
| Havlíčkův Brod | 24.296 |
| Žďár nad Sázavou | 23.841 |
| Pelhřimov | 16.462 |
| Velké Meziříčí | 11.776 |
| Humpolec | 10.941 |
| Nové Město na Moravě | 10.478 |
| Chotěboř | 9.914 |
| Bystřice nad Pernštejnem | 8.879 |
| Moravské Budějovice | 7.934 |
| Světlá nad Sázavou | 6.965 |
| Třešť | 5.927 |
| Ledeč nad Sázavou | 5.881 |
| Telč | 5.751 |
| Náměšť nad Oslavou | 5.142 |
| Pacov | 5.103 |
| Polná | 5.061 |
Politik[Bearbeiten]
Landeshauptmann (Hejtman) der Region ist seit 2008 der parteilose, für die sozialdemokratische ČSSD kandidierende Arzt Jiří Běhounek. Er ist der dritte Hejtman nach František Dohnal (KDU-ČSL) (2000-2004) und Miloš Vystrčil (ODS) (2004-2008).
Bei den letzten Wahlen des Regionsparlamentes im Oktober 2008 wurde die ČSSD mit 29,62% bzw. 17 von 45 Mandaten wieder stärkste politische Kraft vor der kommunistischen KSČM mit 19,57% (11 Mandate). Auf die christdemokratische KDU-ČSL entfielen 12,33% bzw. 7 Mandate und auf die konservative ODS 10,29% bzw. 5 Mandate. Die regionale Wählergruppierung "Pro Vysočinu" (Für die Vysočina) erhielt 6,38% und 3 Mandate. Auf die bürgerliche TOP 09 entfiel 5,05% bzw. 2 Mandate. 16,1% der Stimmen wurden für Parteien abgegeben, die an der Sperrklausel von 5% scheiterten. Die Wahlbeteiligung lag bei 41,05%.
Im aus 10 Personen bestehenden Regionsrat sind ausschließlich Vertreter der ČSSD vertreten, die im Regionsparlament durch die KSČM toleriert werden.[4]
Fußnoten[Bearbeiten]
- ↑ Tschechisches Statistisches Amt: Charakteristik der Region
- ↑ a b Tschechisches Statistisches Amt: Angaben 2006
- ↑ Tschechisches Statistisches Amt: Statistische Angaben 2006
- ↑ Homepage der Region: [1]
Weblinks[Bearbeiten]
- Homepage der Region Vysočina (cz/en/de/es/fr)
- Tschechisches Statistisches Amt: Statistische Angaben über die Region (cz/en)
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49.4115.67Koordinaten: 49° N, 16° O
