Haketia

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Ein Original-Brief in Haketia, 1832 geschrieben.

Haketia (hebräisch ‏חקיטייה‎, arabisch ‏حاكيتيا‎, DMG Ḥākītiyā; auch als Hakitia oder Haquitía geschrieben) ist eine gefährdete jüdisch-marokkanische romanische Sprache, die auch als Djudeo Spañol oder Ladino Oksidental (westliches Ladino) bekannt ist. Sie war verbreitet in den Städten des nördlichen Marokko wie Tétouan, Alcazarquivir, Larache, Xauen, Tanger und in den spanischen Städten Ceuta und Melilla. In Ceuta und Mellila hatte es teilweise den Status einer offiziellen Sprache, bevor es ab 1860 vom modernen Spanischen verdrängt wurde.[1]. Haketia ist stark vom Marokkanischen Arabisch, Französischen und Tarifit beeinflusst. Im Haketia finden sich auch einige hebräische Ausdrücke und es wurde ursprünglich mit hebräischen Buchstaben geschrieben.

In Oran in Algerien ist die Sprache als Tetuani („aus Tétouan“) bekannt.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Haketia. El Djudeo-Espanyol de Africa del Norte. Ya'akov Bentolila. Los Muestros N°61, Dezember 2005.

Weblinks[Bearbeiten]