Hans-Joachim Watzke

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Hans-Joachim Watzke (2011)

Hans-Joachim „Aki“ Watzke (* 21. Juni 1959 in Marsberg, Nordrhein-Westfalen) ist ein deutscher Unternehmer und Fußballfunktionär.

Leben[Bearbeiten]

Nach dem Abitur belegte Watzke ein Studium der Betriebswirtschaftslehre, das er als Diplom-Kaufmann abschloss.[1] Anschließend gründete er die Watex Schutz-Bekleidungs- GmbH, die Arbeitsschutzbekleidung und Feuerwehruniformen produziert. Er war Geschäftsführer dieses Unternehmens, bis ihn die Borussia Dortmund GmbH & Co. KGaA am 15. Februar 2005 zum Geschäftsführer berief, nachdem er bereits seit November 2001 Schatzmeister des Fußballvereins gewesen war. Diese Funktion gab er am 20. November 2005 an Reinhold Lunow ab. Zudem führt er in Personalunion die Geschäfte des hundertprozentigen Tochterunternehmens BVB Stadion Holding GmbH. Sein Vertrag als Vorsitzender der Geschäftsführung der Borussia Dortmund Geschäftsführungs-GmbH läuft bis 31. Dezember 2019.[2]

Zusammen mit dem Vereinspräsidenten Reinhard Rauball und dem Finanzgeschäftsführer Thomas Treß bewahrte er 2006 das westfälische Fußballunternehmen durch Umstrukturierung der Verbindlichkeiten vor der Insolvenz. In den folgenden Jahren konnte Watzke die Altlasten des Unternehmens weiter reduzieren, machte jedoch im Geschäftsjahr 2008/09 auch neue Schulden. Die Aktie des börsennotierten Clubs bewegte sich im Jahr 2009 zumeist unter der 1-Euro-Marke.[3]

Watzke gilt als Verfechter der „50+1-Regel“, die den Einfluss von Investoren auf das operative Geschäft eines Bundesligisten beschränkt, und tritt ebenfalls als Kritiker der aktuell gültigen Verteilung der Fernsehgelder in der Fußball-Bundesliga auf, die seiner Meinung nach Vereine wie Schalke 04 oder Borussia Dortmund im Vergleich zu weniger anhängerstarken, aber finanziell besser gestellten Clubs wie den VfL Wolfsburg, Bayer 04 Leverkusen oder die TSG 1899 Hoffenheim benachteiligt. Seine Aussagen auf der Hauptversammlung von Borussia Dortmund im November 2009 wurden weithin wahrgenommen und vielfach kritisiert; so wurde er von Bundesligakollegen aus Wolfsburg und Hoffenheim, aber auch in den Medien, beispielsweise von Reinhold Beckmann in der Sportschau, als Populist bezeichnet.[4]

Persönliches[Bearbeiten]

Hans-Joachim Watzke lebt im Ortsteil Erlinghausen seiner Heimatstadt Marsberg, ist verheiratet und hat zwei Kinder. Er ist Mitglied der CDU und seit 1996 BVB-Vereinsmitglied.[1] Zudem ist er erster Vorsitzender des unterklassigen SV Rot-Weiß Erlinghausen, für den er als aktiver Fußballer im Amateurbereich selbst spielte.[5]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Hans-Joachim Watzke – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Borussia Dortmund GmbH & Co. KGaA
  2. BVB verlängert Vertrag mit Hans-Joachim Watzke bis 2019; BVB.de vom 11. August 2014
  3. Borussia Dortmund-An der Börse nur Kreisklasse; Focus Money Online, 24. November 2009
  4. Veh und Hopp rechnen mit Watzke ab; Bild.de, 26. November 2009
  5. Angaben zu Watzke auf der Seite einer Redneragentur, abgerufen am 18. August 2013