Hans-Joachim Watzke
Hans-Joachim Watzke (* 21. Juni 1959 in Marsberg, Nordrhein-Westfalen), ist ein deutscher Unternehmer und Fußballfunktionär.
Watzke war Geschäftsführer der Watex-Schutzbekleidungs GmbH, bis er am 15. Februar 2005 zum Geschäftsführer der Borussia Dortmund GmbH & Co. KGaA berufen wurde. Zudem führt er in Personalunion die Geschäfte des hundertprozentigen Tochterunternehmens BVB Stadion Holding GmbH. Im Januar 2010 wurde sein Vertrag als Vorsitzender der Geschäftsführung der Borussia Dortmund Geschäftsführungs-GmbH vorzeitig bis zum 30. Juni 2014 verlängert.[1] Am 13.02.2012 verlängerte Borussia Dortmund den laufenden Vertrag mit Hans-Joachim Watzke erneut vorzeitig bis zum 31. Dezember 2016.[2]
Zuvor war Watzke bereits seit November 2001 Schatzmeister des Fußballvereins. Diesen Posten gab er jedoch am 20. November 2005 an Reinhold Lunow ab. Zusammen mit dem Vereinspräsidenten Reinhard Rauball und dem Finanzgeschäftsführer Thomas Treß bewahrte er 2006 das westfälische Fußballunternehmen durch Umstrukturierung der Verbindlichkeiten vor der Insolvenz. In den folgenden Jahren konnte Watzke die Altlasten des Unternehmens weiter reduzieren, machte jedoch im Geschäftsjahr 2008/09 auch neue Schulden. Die Aktie des börsennotierten Clubs bewegte sich im Jahr 2009 zumeist unter der 1-Euro-Marke.[3]
Watzke gilt als Verfechter der „50+1-Regel“, die den Einfluss von Investoren auf das operative Geschäft eines Bundesligisten beschränkt, und tritt ebenfalls als Kritiker der aktuell gültigen Verteilung der Fernsehgelder in der Fußball-Bundesliga auf, die seiner Meinung nach „Traditionsvereine“ wie den Hamburger SV, Schalke 04 oder Borussia Dortmund im Vergleich zu weniger anhängerstarken, aber finanziell besser gestellten Clubs wie den VfL Wolfsburg oder die TSG 1899 Hoffenheim benachteiligt. Seine zum Teil polemischen Aussagen auf der Hauptversammlung von Borussia Dortmund im November 2009 wurden weithin wahrgenommen und vielfach kritisiert; so wurde er von Bundesligakollegen aus Wolfsburg und Hoffenheim, aber auch in den Medien, beispielsweise von Reinhold Beckmann in der Sportschau, als Populist bezeichnet.[4] Gleichzeitig erhielt Watzke auch Zustimmung von verschiedenen Fangruppierungen, insbesondere von großen Teilen der Dortmunder Fanszene.[5]
[Bearbeiten] Persönliches
Hans-Joachim Watzke lebt in Marsberg-Erlinghausen, ist verheiratet und hat zwei Kinder. Er ist Mitglied der CDU und erster Vorsitzender des SV Rot-Weiß Erlinghausen.
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ Geschäftsführervertrag mit Hans-Joachim Watzke vorzeitig verlängert; BVB.de vom 26. Januar 2011
- ↑ BVB verlängert Vertrag mit Hans-Joachim Watzke bis 2016; BVB.de vom 13. Februar 2012
- ↑ Borussia Dortmund-An der Börse nur Kreisklasse; Focus Money Online, 24. November 2009
- ↑ Veh und Hopp rechnen mit Watzke ab; Bild.de, 26. November 2009
- ↑ Sportschau: Unabhängiger Journalismus; schwatzgelb.de, 29. November 2009
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Watzke, Hans-Joachim |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Fußballfunktionär |
| GEBURTSDATUM | 21. Juni 1959 |
| GEBURTSORT | Marsberg |