Marsberg

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Marsberg
Marsberg
Deutschlandkarte, Position der Stadt Marsberg hervorgehoben
51.468.8555555555556240Koordinaten: 51° 28′ N, 8° 51′ O
Basisdaten
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Regierungsbezirk: Arnsberg
Kreis: Hochsauerlandkreis
Höhe: 240 m ü. NHN
Fläche: 182,22 km²
Einwohner: 19.908 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 109 Einwohner je km²
Postleitzahl: 34431
Vorwahlen: 02991, 02992, 02993, 02994
Kfz-Kennzeichen: HSK
Gemeindeschlüssel: 05 9 58 024
Stadtgliederung: 17 Stadtbezirke
Adresse der
Stadtverwaltung:
Lillers-Straße 8
34431 Marsberg
Webpräsenz: www.marsberg.de
Bürgermeister: Klaus Hülsenbeck (CDU)
Lage der Stadt Marsberg im Hochsauerlandkreis
Hessen Hamm Kreis Höxter Kreis Olpe Kreis Paderborn Kreis Siegen-Wittgenstein Kreis Soest Märkischer Kreis Arnsberg Bestwig Brilon Eslohe (Sauerland) Hallenberg Marsberg Medebach Meschede Olsberg Schmallenberg Sundern (Sauerland) WinterbergKarte
Über dieses Bild
Marsberg/Obermarsberg
Marsberg

Marsberg (früher auch Stadtberge genannt, Niedermarsberg wurde als Horhusen bezeichnet) ist eine Kleinstadt im nordöstlichen Teil des Sauerlands, Hochsauerlandkreis (Nordrhein-Westfalen, Deutschland). Sie entstand in der heutigen Form 1975 im Zuge der kommunalen Neugliederung Nordrhein-Westfalens aus Obermarsberg und Niedermarsberg sowie weiteren bislang selbstständigen Gemeinden. In Obermarsberg soll mit der Irminsul auf der Eresburg das wichtigste Heiligtum der Sachsen gestanden haben. Nach deren Zerstörung durch Karl den Großen entstand an dieser Stelle eines der ältesten Klöster in Westfalen, das später an das Kloster Corvey fiel. Niedermarsberg entwickelte sich zu einem Handelsort, war aber politisch abhängig von Obermarsberg. Bedeutend war in der Gegend seit dem frühen Mittelalter der Bergbau und die Verarbeitung von Erzen. Im 19. Jahrhundert gewann mit der psychiatrischen Westfälischen Klinik Marsberg das Gesundheitswesen als Wirtschaftsfaktor an Bedeutung.

Geografie[Bearbeiten]

Lage[Bearbeiten]

Marsberg liegt rund 29 km südlich von Paderborn und 3 km (beides Luftlinie) von der hessischen Grenze entfernt im Tal der Diemel, in die in der Kernstadt die Glinde mündet. Es befindet sich zwischen den Briloner Höhen im Westen, dem Sintfeld im Norden, dem Roten Land im Osten und Süden und dem Naturpark Diemelsee im Südwesten. Nördlich von Marsberg grenzt der Naturpark Teutoburger Wald / Eggegebirge an.

Während die Innenstadt auf etwa 250 bis 255 m ü. NN mit dem Bahnhof Marsberg auf 249,8 m ü. NN[2] liegt, dehnt sich das Stadtgebiet zwischen 206 m im Diemeltal östlich von Westheim und 594,6 m[2] Höhe am Eisenberg östlich der Staumauer des Diemelsees aus.

Ausdehnung des Stadtgebiets[Bearbeiten]

Die Stadt umfasst eine Fläche von 182 km² (Stand 2002). Von diesen 18.201,3 ha entfallen 838,4 ha auf Gebäude und Freiflächen, 42,6 ha auf Betriebsflächen, 9086 ha auf landwirtschaftliche Flächen, 7135 ha auf Wald und 166,8 ha auf Wasserflächen.[3]

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Die Nachbargemeinden von Marsberg sind:

Stadtgliederung[Bearbeiten]

Marsberg gliedert sich in die 17 Stadtbezirke[4]

Geologie und Erdgeschichte[Bearbeiten]

Sekundäre Kupfererzbildung im Kilianstollen/Marsberg.
Wechsellagerung aus Sandsteinen und dünnen Tonsteinlagen am Mühlenberg/Rummecketal.

Marsberg liegt am Tripelpunkt zwischen Rheinischem Schiefergebirge, Hessischer Senke und Münsterländer Becken. Dadurch entsteht eine komplexe tektonische und geologische Situation. Die ältesten Gesteine im Raum Marsberg stammen aus dem Devon. Die devonischen Ablagerungen bestehen aus roten, grauen und grünen geschieferten Tonsteinen. Überlagert werden sie von unterkarbonischen, schwarzen Tonschiefern (Liegende Alaunschiefer), an die im Raum Marsberg ein großer Teil der Kupfervererzung gebunden ist. Im höheren Teil des Unterkarbons dominieren verkieselte Kalke und Tonsteine (Kulm-Kieselkalke und Kulm-Kieselschiefer). In den darauf folgenden, jüngeren Gesteinen nimmt der Grad der Verkieselung zunehmend ab und es wurden dunkelgraue, geschieferte Tonsteine (Kulm-Tonsteine) sedimentiert, die in einzelnen Lagen massenhaft Muscheln (Posidonia becheri) enthalten. Durch eine allmähliche Zunahme der Sandschüttungen sind die Gesteine des höheren Unterkarbons und Oberkarbons durch eine Wechsellagerung aus grauen Tonschiefern und hellen, feinkörnigen Sandsteinen gekennzeichnet.[5]Die gesamte Gesteinsfolge ist im Besucherbergwerk Kilianstollen beispielhaft aufgeschlossen.

Im höheren Oberkarbon wurde das gesamte Gebiet des heutigen Rheinischen Schiefergebirges während der Variszischen Orogenese herausgehoben und aufgefaltet.

Nach der Heraushebung des Variszischen Gebirges begann im Rotliegenden unter ariden Klimabedingungen die Einebnung. Im Zechstein wurde das Gebiet um Marsberg randlich von einem aus Norden vordringenden Meer überflutet und es wurden flachmarine Kalksteine abgelagert. Infolge der ariden Klimabedingungen trockneten die Randbereiche des Zechsteinmeeres mehrfach zunehmend aus. Sulfatgesteine (Gips und Anhydrit) sowie feinkörnige, terrestrische Ablagerungen zeigen die sich verändernden Sedimentationsbedingungen an. Im Zechstein sind mindestens 4 Meeresvorstöße in den Raum Marsberg bekannt. In der darauf folgenden Buntsandstein-Zeit wurden bei zunehmend feuchterem Klima, klastische Sedimente (Sandsteine und Tonsteine) abgelagert. Diese sind heute im Bereich der Hessischen Senke östlich von Marsberg weit verbreitet.[6]

Bis zu Beginn der Oberkreide war das Gebiet um Marsberg Festland. Das Kreide-Meer stieß vor etwa 100 Millionen Jahren aus Richtung Nordsee bis an den Rand des Rheinischen Schiefergebirges vor. Dabei wurden vorwiegend flachmarine Karbonatgesteine (Mergel und Kalksteine) abgelagert, die heute nördlich der Linie Essentho-Wünnenberg zu finden sind. In der höchsten Oberkreide setzten in diesem Raum erneut tektonische Bewegungen ein, die zu einer Verstellung der Gesteinsschichten geführt hat. Seit dieser Zeit begann sich das Rheinische Schiefergebirge erneut zu heben, die Flusstäler schnitten sich in den Gebirgsrumpf ein. Während des Tertiärs wurden die Gesteine unter dem Einfluss eines feucht-warmen Klimas tiefgründig verwittert. Besonders die Kalksteine wurden zum Teil stark verkarstet – es kam zur Anlage von zahlreichen Bachschwinden, zum Beispiel die so genannten Entenhöhlen bei Essentho. Bei der Entkalkung der Kalk- und Mergelsteine entstanden sogenannte Hottensteine.

Während des Quartärs erreichen die Eismassen aus Skandinavien den Marsberger Raum nicht. Das Gebiet lag vor der Gletscherfront, die sich im Münsterländer Becken befand. Die Flüsse schnitten sich besonders während der Warmzeiten tiefer in das Gebirge ein und bildeten während der Kaltzeiten ausgeprägte Schotterterrassen.

Bis in die heutige Zeit setzen sich bodenbildende Prozesse, Erosion und Sedimentumlagerung fort. Jüngste Ablagerungen sind im Marsberger Raum die holozänen Quellkalke, zum Beispiel an der Paulinenquelle, Niedermoore in der Diemelaue und die vom Menschen geschaffenen Bergbauhalden, besonders des Kupferschieferbergbaus bei Marsberg.

Geschichte[Bearbeiten]

Frühgeschichte[Bearbeiten]

Das Gebiet des heutigen Obermarsberg liegt auf einem leicht zu verteidigenden Bergplateau. Ein leichter Zugang ist nur über einen südlichen Sattel möglich. Erste Hinweise auf menschliche Anwesenheit lassen sich auf die Zeit um 14000 v. Christus datieren. Aus der Zeit um das 4./3. Jahrtausend vor Christus stammen Keramikfunde der Michelsberger Kultur. Damals hat auf dem Berg wohl bereits eine jungsteinzeitliche Siedlung bestanden. Weitere Funde stammen von Verteidigungsanlagen aus der vorrömischen Eisenzeit.[7]

Frühes Mittelalter[Bearbeiten]

Turm der Propstei-/Stiftskirche

Die schriftliche Überlieferung zur Geschichte des Ortes reicht zurück bis in die sächsische Zeit. Die fränkischen Reichsannalen bezeichneten den Ort als Eresburg. Diese Anlage war eine der wichtigsten Wallburgen der Sachsen und soll laut Thietmar von Merseburg mit der Irminsul das bedeutendste (vorchristliche) Heiligtum dieses Stammes beherbergt haben, wofür es aber bisher noch keinen archäologischen Nachweis gibt. Die Irminsul war wohl auch der Grund, warum dieser Ort eines der ersten Ziele während der Sachsenkriege Karls des Großens war. Im Jahr 772 wurde die Anlage erobert und die Säule zerstört. Danach von den Sachsen zurückerobert, blieb die Burg erst 776 nach einer dritten Eroberung in der Hand der Franken. Im Jahr 785 ließ Karl die Burg wahrscheinlich verkleinert erneuern. Im Nordosten des Burgbezirks wurde mit der St. Peterkirche eine der ersten Kirchen und mit dem Kloster Obermarsberg eines der ersten Klöster in Westfalen überhaupt gebaut. Von diesem Kloster aus wurde die Umgebung christianisiert. Nach einer zeitnahen Überlieferung wurde die Kirche von Papst Leo III. im Zusammenhang mit dessen Reise zum Reichstag in Paderborn geweiht. Zeitweise war die Eresburg auch eine kaiserliche Pfalz. Karl lebte mit seiner Familie dort 785 für mehrere Monate.[8]

Ludwig der Fromme hat das Kloster und die zugehörigen Besitzungen dem Kloster Corvey übereignet. Anstelle des eigenständigen Klosters trat eine Propstei. Unterhalb der Burg entwickelte sich die Siedlung Obermarsberg. Der Propst war später gleichzeitig auch Pfarrer von Obermarsberg.

Wohl vor 915 war die Burg im Besitz von Herzog Heinrich von Sachsen. In dieser Zeit haben die Sachsen, die ihren Stützpunkt wohl auf der Burg hatten, in der unmittelbaren Nähe Eberhard von Franken besiegt. In der Marsberger Stiftskirche endete 938 der Streit des Königs Otto I. mit seinem Halbbruder Thankmar dadurch, dass Letzterer durch einen durch ein Seitenfenster der Kirche geworfenen Speer am Altar getötet wurde.

Seit 1036 wurde der abgesetzte Herzog Adalbero von Kärnten auf der Burg für drei Jahre gefangen gehalten.[8]

Von Bedeutung war die Gegend wegen seiner Erzvorkommen und der sich in der Nähe kreuzenden Fernhandelswege, der via Regia und des Römerwegs. An dieser Stelle entwickelte sich eine Siedlung Horhusen (heute Niedermarsberg). Ludwig das Kind verlieh Corvey im Jahr 900 das Recht in Horhusen einen Markt abzuhalten, Zölle zu erheben und das Münzrecht. Eine angeblich im Jahr 962 ausgestellte Urkunde durch Otto I. sicherte dem Ort Dortmunder Kaufmannsrecht und Corvey den alleinigen Besitz zu. Tatsächlich dürfte es sich dabei um eine Fälschung des 11. Jahrhunderts handeln.[9]

Hoch- und Spätmittelalter[Bearbeiten]

Historisches Rathaus in Obermarsberg

Die Burg Marsberg muss wohl in den Besitz eines Adelsgeschlechts übergegangen sein. Jedenfalls kam es in den Wirren nach dem Ende der Grafen von Padberg 1113 auf Ersuchen des Abts von Corvey zur Zerstörung durch Graf Friedrich von Arnsberg. Nach 1144 ließ der Abt von Corvey die Burg wieder aufbauen. Die Bewohner Obermarsbergs haben sich gegen den Abt erhoben und den Grafen von Arnsberg zur Hilfe gerufen. Die Corveyer behaupteten mit Hilfe der Grafen von Schwalenberg allerdings ihre Stellung. Der Besitz wurde Corvey durch eine königliche Urkunde 1150 bestätigt. Allerdings war die Burg 1145 von den Arnsbergern zerstört worden.[8]

Ein Corveyer Güterverzeichnis aus dem ersten Viertel des 12. Jahrhunderts macht die relativ große Bedeutung von Horhusen deutlich. Der Ort hatte zwei Pfarrkirchen, zwei Kapellen und drei Mühlen. Die älteste Kirche war eine Dionysiuskirche, die später verfiel. Als zweite Kirche wurde die St. Magnuskirche zwischen 1036/46 geweiht. Die Einwohnerzahl lag geschätzt zwischen 750 und 900 Personen. Vertreter des Abts von Corvey war ein Stadtgraf aus dem Geschlecht von Horhusen. Zur Ausbildung einer städtischen Verfassung ist es nicht gekommen. Neben dem Handel lebten die Einwohner von der Textilherstellung, der Metallproduktion und -verarbeitung. Bereits 1150 hat sich Corvey vom König die Rechte an den Erzvorkommen am nahen Erzberg gesichert.[10]

Nach dem Sturz Heinrich des Löwen und der Entstehung des zum Erzstift Köln gehörenden Herzogtums Westfalen nach 1180 war das zu Corvey gehörende Marsberg weitgehend von kölnischen Gebieten umgeben. Corvey selbst stellte sich 1196 unter Kölner Schutz.

In Horhusen kam es zum Streit mit dem Bischof von Paderborn, der statt des Abts von Corvey nunmehr den Stadtgrafen stellte. Seitdem Corvey 1208 endgültig die Exemtion von Paderborn erreicht hatte, beanspruchte sie diese Unabhängigkeit auch für den Bereich der Propstei in Obermarsberg. Gefördert vom Erzbischof von Köln und wohl auch vom Abt von Covey zogen viele insbesondere auch wohlhabende Bürger um 1220 von Niedermarsberg nach Obermarsberg. In dieser Zeit wurde in Obermarsberg eine Stadtmauer errichtet und neben der alten Klosterkirche begann der Bau der Nikolaikirche. Die neue Stadt erhielt von Corvey das Recht zur Selbstverwaltung. Seit 1222 existierte ein Stadtgericht und bereits vor 1229 existierte ein Magistrat aus zwölf Mitgliedern („consules“) und dem Bürgermeister („proconsul“). Dem Rat gehörten neben Bürgerlichen auch Rittergebürtige an. Seit 1231 ist ein Stadtsiegel überliefert.

Der Kölner Erzbischof Engelbert I. in seiner Eigenschaft als Herzog von Westfalen hat sich offenbar die Stadt untertan gemacht. Nach dem Tod des Bischofs bestritt Corvey den Besitz der Kölner. Allerdings musste es 1230 dem Kölner Erzbischof Heinrich I. von Müllenark eine Hälfte der Stadt Obermarsberg überlassen. Auch das Münzrecht wurde geteilt. In der Folge kam es zu einer Doppelherrschaft von Corvey und dem Erzstift Köln über Ober- und Niedermarsberg. Auf längere Sich nahm der Kölner Einfluss zu. Die Stadt entwickelte sich zunehmend zu einem bedeutenden Stützpunkt der Kölner gegenüber dem benachbarten Waldeck. Um das Jahr 1322 wurde eine Stadtburg errichtet. Deren Bedeutung ließ aber bald mit dem Bau der Burg Canstein um 1342 wieder nach.[11] Im Jahr 1507 fiel die ganze Stadt mit Ausnahme der Benediktinerpropstei an Kurköln. Kirchenrechtlich jedoch gehörte das Gebiet mit Ausnahme des Propsteibezirks weiter zum Bistum Paderborn.

Niedermarsberg war zwar eine eigene Gemeinde, war durch eine Mauer befestigt und wurde seit dem 14. Jahrhundert als Stadt bezeichnet, unterstand aber Obermarsberg. In der Unterstadt durften sich so gut wie keine Gewerbetreibende ansiedeln und ihre Bewohner hatten kaum politisches Mitspracherecht. Am nordwestlichen Rand der Siedlung lag ein Corveyer Burgsitz.[12]

Frühe Neuzeit[Bearbeiten]

Beschießung der Befestigung der Stadt Obermarsberg während des Dreißigjährigen Krieges. Stich von Matthäus Merian Topographia Westphaliae 1647
Marsberg um 1670

Wahrscheinlich bereits seit den 1540er Jahren, gefördert wohl auch durch das nahe schon protestantische Waldeck, fand die Reformation Eingang in Marsberg. Im Zusammenhang mit der Reformation kam es 1539 zum Aufstand der Zünfte gegen die Führung der Stadt. Dies führte zu einem zeitweiligen Verbot der Gilden und Zünfte unter Kurfürst Hermann V. von Wied.[13] Es gelang Corvey längere Zeit nicht mehr katholische Pfarrer einzusetzen. Nach der Niederlage von Erzbischof Gebhard I. von Waldburg, der vergeblich versucht hatte die Reformation im kurkölner Machtbereich einzuführen, begann unter Ernst von Bayern und dann verstärkt unter Ferdinand von Bayern die Gegenreformation. Die Rekatholisierung zog sich über einen längeren Zeitraum hin. Im Jahr 1615 wurde der mehrheitlich lutherische Magistrat abgesetzt und um 1630 gab es nur noch wenige protestantische Familien in der Stadt. Die Abwanderung zahlreicher lutherisch gesinnter oft wohlhabender Einwohner hatte erhebliche negative wirtschaftliche Folgen.[14]

Wie auch in anderen Teilen des Herzogtums Westfalen hat es auch im Gebiet der heutigen Stadt Marsberg eine beträchtliche Zahl von Hexenprozessen und -hinrichtungen gegeben. Allein in Padberg gab es zwischen 1588 und 1590 neun und von 1592 bis 1602 weitere vier Anklagen. Für den Höhepunkt der Verfolgungen zwischen 1628 und 1630 im Herzogtum Westfalen lassen sich zwar entsprechende Vorgänge in Marsberg nachweisen, nicht aber sicher quantifizieren.[15]

Josefskapelle, Anno 1710

Stark betroffen war Marsberg 1612/13 von einer lokalen Pestepidemie, die innerhalb von fünf Monaten 1200 Menschen das Leben gekostet haben soll.[16]

Im Dreißigjährigen Krieg wurde Obermarsberg ein ständiger Stützpunkt kaiserlicher Truppen. Seit 1632 versuchten hessische Truppen mehrfach erfolglos die Stadt zu erobern. Allerdings wurden die Mauern und zahlreiche Gebäude stark beschädigt. Viele Eisenhütten und Hammerwerke in der Nähe wurden zerstört.

Im Jahr 1646 wurde Marsberg von den Truppen des schwedischen Generals Wrangel beschossen, eingenommen und zehn Tage lang geplündert. Später wurde die Stadt angezündet und die Stiftskirche gesprengt.

In der Folge dieser Zerstörung ließ die Bedeutung von Obermarsberg deutlich nach. Viele Einwohner zogen nach Niedermarsberg. Aus diesem Grund ist die Altstadt von Obermarsberg in ihrer alten Gestalt weitgehend erhalten. Der Bevölkerungsschwerpunkt verlagerte sich immer stärker ins Tal der Diemel nach Niedermarsberg.

Insgesamt gehörte Marsberg 1781 nach Geseke zusammen mit Brilon und Werl noch zu den größten Städten im Herzogtum Westfalen mit etwas mehr als 400 Wohnhäusern. Zum Vergleich zählte die Residenzstadt Arnsberg nur 252 Wohnhäuser.[17] Im Inneren war die politische Mitbestimmung auf einen kleinen Kreis beschränkt. Ratswahlen wurden gar nicht mehr abgehalten, stattdessen wurde der neue Rat jedes Jahr vom alten Rat ernannt.[18]

Aber es gelang den Einwohnern der Unterstadt nicht sich vom Herrschaftsanspruch des Magistrats der Oberstadt zu lösen. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurde die alte Benediktinerpropstei aufgehoben. 1808 erlangte Niedermarsberg während der Zeit der hessischen Herrschaft die vollständige Trennung von der Oberstadt. Im Jahr 1827 nunmehr als Teil der preußischen Provinz Westfalen wurde das Justizamt von der Ober- in die Unterstadt verlegt.[19]

19./20. Jahrhundert[Bearbeiten]

Von Bedeutung war Niedermarsberg vor allem durch seine frühe gewerbliche Entwicklung (s. Wirtschaft). Wichtig waren neben der Glasherstellung vor allem der Bergbau und die Verarbeitung von Kupfer. Dies hatte erhebliche Folgen für die Sozialstruktur. Insbesondere in den Dörfern in der Nähe von Fabriken oder Gruben dominierten agrarisch-gewerbliche Mischexistenzen. Dort lebten zahlreiche Arbeiter, die aber auch einen kleinen landwirtschaftlichen Besitz hatten. In den weiter entfernt liegenden Dörfern herrschten dagegen die rein agrarischen Existenzen vor. In Giershagen waren über 38 % aller Berufstätigen 1882 Bergarbeiter. Die Arbeiterbevölkerung insgesamt betrug 44 %. Dagegen lebten hauptberuflich von der Landwirtschaft nur noch 29 %. Ähnlich sah es auch in der Pendlergemeinde Padberg aus. In Giershagen hatten 1892 von 119 untersuchten Personen 30 % so viel Land, das sie notfalls davon hätten leben können. Die meisten übrigen besaßen ein Haus und ein oder zwei Morgen Land, hielten Ziegen oder eine Kuh. Nur sieben waren alleinstehend und ohne Besitz. Als Folge von strukturellen und konjunkturellen Krisen (s.unten) nahmen die Verdienstmöglichkeiten ab. Im Jahr 1889 führte der große Bergarbeiterstreik im Ruhrgebiet auch im Marsberger Revier zu Arbeitsniederlegungen. Ein Jahr später kam es erneut zu Arbeitskämpfen und 1892 dauerte ein Streik in Giershagen und Umgebung mehrere Wochen. Ein Großteil der Bergarbeiter schloss sich insbesondere nach der Jahrhundertwende dem christlichen Bergarbeiterverband an. Im Jahr 1906 kam es in den Kreisen Brilon und Meschede zu einer koordinierten Lohnbewegung. Nicht unter Kontrolle der Gewerkschaft war in derselben Zeit ein mehrmonatiger Streik in der Marsberger Kupferindustrie. Dabei haben antigewerkschaftliche Maßnahmen der Betriebsleitung die Situation zeitweise noch verschärft.[20]

Politisch war Marsberg als Stadt mit einer überwiegend katholischen Bevölkerung während des Kaiserreichs und bis zum Beginn der Weimarer Republik überwiegend von der Zentrumspartei geprägt. Noch bei der ersten Reichstagswahl der Republik 1920 stimmten fast 75 % für die Zentrumspartei. Die „marxistischen Parteien“ kamen zusammen nur auf fast 14 % (SPD 7,76 %, USPD 6,17 %). Die bürgerlichen Parteien (DNVP, DVP und DDP) kamen zusammen auf 11,17 %.[21] Bis zur Reichstagswahl 1928 ließ die Bindungskraft des Zentrums etwas nach. Diese Partei kam noch auf 60,79 %. Davon konnten allerdings weder die Linksparteien (KPD und SPD zusammen 7,33 %) ebenso wenig profitieren wie die bürgerlichen Parteien (11,46 %). Besonders stark waren verschiedene Splitter- und Interessenparteien (zusammen 20,42 %).[22] Insbesondere die Wähler der Splitterparteien gingen offenbar am Ende der Republik zur NSDAP über. Diese kam bei der Reichstagswahl März 1933 auf 26,31 %. Das Zentrum kam auf 60,72 %. Die Linke (SPD, KPD) kam nur auf 7,76 %. Die bürgerlichen Parteien kamen auf 4,9 %.[23]

Zur Zeit des Nationalsozialismus wurde Marsberg zu einem Tatort des Euthanasieprogramms. Das St. Johannes Stift wurde eine „Kinderfachabteilung“ des „Reichsausschuss zur wissenschaftlichen Erfassung erb- und anlagebedingter schwerer Leiden.“ In den folgenden Monaten wurden dort etwa 50 Kinder und Jugendliche getötet. Wegen Unruhe in der Bevölkerung wurde 1941 die „Fachabteilung“ geschlossen. Die Abteilung wurde in die Klinik in Aplerbeck verlegt.[24]

Alliierte Bomber warfen ab 1940 mehrfach einzelne Bomben auf dem Gebiet der Gemeinde Niedermarsberg ab. Diese Angriffe blieben praktisch folgenlos. Am 13. Oktober 1944 griffen zwölf Jagdbomber vom Typ Lightning die Bahnanlagen im Ort mit 20 Bomben an. Auch dieser Angriff blieb ohne große Schäden, dabei waren fünf der Bomben Blindgänger. Weitere Angriffe durch Tiefflieger erfolgten am 4. und 22. Februar 1945. Am 14. März wurden bei einem schweren Luftangriff Bahnanlagen, Industriewerke und Wohnhäuser getroffen. Auch die Diemelbrücke der Bahn wurde schwer beschädigt. Die Bahnstrecke war nun unpassierbar. Der nächste Angriff am 19. März zerstörte die Diemelbrücke der Bahn endgültig. Beim letzten größeren Luftangriff am 21. März wurden etwa 120 Bomben, darunter 23 Blindgänger, abgeworfen. Der Bahnhof und Umgebung wurde schwer getroffen. Dabei wurde auch ein Flakzug der Wehrmacht schwer getroffen. Es starben drei Soldaten und sieben wurden verwundet. Bei den Luftangriffen auf Niedermarsberg wurde ein 14-jähriger Junge getötet und mehrere Personen, meist Fremdarbeiter verletzt.

Am 28. März rückte eine Einheit der Waffen-SS an um Niedermarsberg vor der anrückenden US-Army zu verteidigen. Auf Befehl des Gauleiters musste der Volkssturm Straßensperren an den Ausfallstraßen errichten. Am 29. März kam die Spitze der US-Truppen von Obermarsberg herunter, wo keine Straßensperre errichtet war. In vielen Häusern wurden weiße Tücher heraus gehängt. Viele Einwohner hatten im Stollen der Kupferhütte oder im Wald Zuflucht gesucht. Vom Amthaus aus schoß ein Unterscharführer der Waffen-SS mit der Panzerfaust auf den Jeep an der Spitze der US-Kolonne. Vier US-Soldaten wurden getötet. Nun begannen die US-Soldaten den Bereich um die Diemelbrücke zu beschießen. Die Waffen-SS floh nun aus Marsberg. Eine kleine Gruppe mit Volkssturmmännern aus Westheim ließ sich gefangen nehmen. Am nächsten Tag rollten große Kolonnen mit Panzern Richtung Osten weiter. Viele der Häuser mussten für Soldaten und ehemalige Gefangene geräumt werden.

Im Zweiten Weltkrieg fielen 258 Männer der Gemeinde Niedermarsberg, davon die meisten an der Ostfront, als Soldaten oder starben in Gefangenschaft.[25]

Religionen[Bearbeiten]

Nikolaikirche in Obermarsberg

Das Kloster Obermarsberg aus dem späten 8. Jahrhundert war eines der ältesten Klöster in Westfalen und hat zur Christianisierung der Region stark beigetragen. Im 12. Jahrhundert kam im heutigen Stadtgebiet das Kloster Bredelar hinzu. Im 13. Jahrhundert existierte in Marsberg eine Beginengemeinschaft. In Marsberg konnte im 16. Jahrhundert begünstigt vom nahen Waldeck die Reformation fest Fuß fassen. Erst als Folge der Gegenreformation wurde das Gebiet wieder überwiegend katholisch. Im 18. Jahrhundert wurde das Kapuzinerkloster Marsberg gegründet. Die Klöster wurden im Zuge der Säkularisation aufgelöst.

Heute besteht ein Pastoralverbund Marsberg-Mitte dem neben der Propsteigemeinde St. Magnus in Niedermarsberg, die Gemeinde St. Peter und Paul in Obermarsberg und St. Vitus in Erlinghausen angehören. Der Verbund gehört zum Dekanat Hochsauerland-Ost.[26]

Im Gebiet der heutigen Stadt gab es eine nicht unbedeutende jüdische Minderheit. In Niedermarsberg lebten 1844 immerhin 107 jüdische Einwohner und 13 Kinder besuchten die jüdische Schule. Im Jahr 1849 brannte die Synagoge in Niedermarsberg ab und bis 1856 erfolgte ein Neubau an anderer Stelle. Staatlich anerkannte Synagogengemeinden gab es seit der Mitte des 19. Jahrhunderts in Padberg und Niedermarsberg. Diese betreuten jeweils die jüdischen Einwohner in den umliegenden Dörfern mit. Im Bereich der Gemeinde Niedermarsberg gab es Synagogen in Niedermarsberg, Obermarsberg und Heddinghausen. Vom jüdischen Leben zeugen noch heute die ehemalige Synagoge Padberg und die jüdischen Friedhöfe in Beringhausen, Niedermarsberg, Essentho, Heddinghausen und Obermarsberg. Die während der Novemberpogrome 1938 verwüstete und entweihte Synagoge in Niedermarsberg diente nach dem Zweiten Weltkrieg als Kino und Diskothek.[27] Zur Erinnerung an ermordete jüdische Bürger wurden 2009 vom Künstler Gunter Demnig Stolpersteine verlegt.[28]

Im 19. Jahrhundert nahm die Zahl der evangelischen Christen wieder zu. Bemühungen um die Gründung einer Gemeinde gehen bis in die 1840er Jahre zurück, seit den 1860er Jahren war Marsberg eine Filiale der Gemeinde Brilon ehe sie 1878 selbständig wurde. Ein erheblicher Zuwachs evangelischer Christen erfolgte mit der Zuwanderung von Flüchtlingen nach dem Zweiten Weltkrieg.[29]

Heute sind 70 % der Einwohner katholisch, 19 % sind evangelisch und 11 % gehören einem anderen Glauben an oder sind konfessionslos.[30] Es gibt eine Yeni Moschee der DITIB.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Am 1. Januar 1975 wurde die Stadt Marsberg im Zuge der kommunalen Neugliederung als Städtefusion aus den bisher selbständigen Städten Niedermarsberg und Obermarsberg sowie den Gemeinden Beringhausen, Borntosten, Bredelar, Canstein, Erlinghausen, Giershagen, Heddinghausen, Helminghausen, Leitmar, Padberg, und Udorf gebildet. Hinzu kamen die Gemeinden Essentho, Meerhof, Oesdorf und Westheim des früheren Amtes Wünnenberg, Kreis Büren.[31]

Entwicklung der Einwohnerzahl[Bearbeiten]

Gemeinden Nieder- und Obermarsberg

Datum Nieder-
marsberg
Ober-
marsberg
Marsberg
6. Juni 1961 8962 1849 10.811
27. Mai 1970 8968 1809 10.777
30. Juni 1974 8826 1777 10.603

Quellen: Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik NRW: 1961 und 1970: Ergebnisse der Volkszählungen[31], 1974: Feststellung der Einwohnerzahl anlässlich der bevorstehenden Gebietsreform[32]

Stadt Marsberg

  • 1975: 22.590
  • 1990: 21.124
  • 1991: 21.421
  • 1992: 21.681
  • 1993: 22.082
  • 1994: 22.824
  • 1995: 23.058
  • 1996: 22.982
  • 1997: 22.946
  • 1998: 22.757
  • 1999: 22.619
  • 2000: 22.475
  • 2001: 22.382
  • 2002: 22.368
  • 2003: 22.130
  • 2004: 21.935
  • 2005: 21.875
  • 2006: 21.689
  • 2007: 21.790
  • 2008: 21.244
  • 2009: 20.993
  • 2010: 20.800
  • 2011: 20.232
  • 2012: 20.110
  • 2013: 19.908

Quellen: Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik NRW: 1975: neuer Gebietszuschnitt, Angabe vom 30. Juni 1974[32], ab 1990: jeweils am 31. Dezember, davon ab 2011: auf der Basis des Zensus 2011

Die Prognose der demographischen Entwicklung geht für die nahe Zukunft von einem Bevölkerungsverlust von 1–2 % aus. Damit liegt Marsberg in etwa im Durchschnitt des Hochsauerlandkreises.[33]

Politik[Bearbeiten]

Stadtrat[Bearbeiten]

Kommunalwahl in Marsberg 2009
 %
50
40
30
20
10
0
44,0
37,3
10,2
7,1
1,4
n. k.
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2004
 %p
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
-3,9
+4,5
+0,1
+1,0
+1,4
-3
Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Anmerkungen
Anmerkungen:
c Bürgergemeinschaft Marsberg
f Wir für Marsberg
14
3
4
16
14 16 
Von 37 Sitzen entfallen auf:

Zusammensetzung des Stadtrates nach der Kommunalwahl vom 7. Juni 2009:

Partei/Gruppierung Stimmen­anteil Sitze
2009 2004
CDU 44,0 % 16 18
SPD 37,3 % 14 13
Bürgergemeinschaft 10,2 % 4 4
Grüne 7,1 % 3 2
Wir für Marsberg 1


Wappen, Siegel und Banner[Bearbeiten]

Der Stadt Marsberg ist durch Urkunde des Regierungspräsidenten in Arnsberg vom 24. März 1977 des Recht zur Führung von Wappen, Siegel und Banner verliehen worden.[34]

Wappen der Stadt Marsberg

Wappenbeschreibung

„In Rot der goldene Buchstabe A.“
Bedeutung
Die Stadt Marsberg führt in Rechtsnachfolge das der Stadt Obermarsberg vom König von Preußen am 20. Dezember 1909 verliehene Wappen fort. Es geht zurück auf seit dem 13. Jahrhundert in der Stadt geprägte Münzen, die den Buchstaben A neben dem Schutzheiligen Petrus zeigten.[35]
Beschreibung des Siegels
„Es zeigt den Großbuchstaben A und führt im Siegel rund die Umschrift oben STADT unten MARSBERG.
Beschreibung des Banners
„In Gelb, etwas zur Stange hin verschoben, der Wappenschild der Stadt, an den Längsseiten jeweils 3 gleichbreite Streifen im Wechsel von Rot, Gelb und Rot.“

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Seit 1967 ist die französische Gemeinde Lillers im Departement Pas-de-Calais Partnerstadt von Marsberg.[36] Ausgehend von einer Partnerschaft zweier Sportvereine in Essentho und Ettelgem in Belgien kam es 1978 zu einer offiziellen Partnerschaft zwischen Marsberg und Oudenburg.[37]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

St.-Johannes-Stift Hauptgebäude

Museen[Bearbeiten]

In Marsberg existiert ein Heimatmuseum, das sich der Geologie, der Vor- und Frühgeschichte und der Geschichte von Ober- und Niedermarsberg widmet. Auch Werke aus den Bildhauerwerkstätten Papen und Larenz, aber auch sakrale Gegenstände wie auch Gegenstände der Alltagskultur sind zu sehen.[38] Das Besucherbergwerk Kilianstollen gibt einen Überblick über die Geologie und den Kupferbergbau.[39]

Bauwerke[Bearbeiten]

Insgesamt sehenswert ist die Altstadt von Obermarsberg. Dort finden sich eine Reihe von bedeutenden Baudenkmälern.

Darunter ist der ehemalige Klosterbereich mit der Stiftskirche St. Peter und Paul. Die erste Kirche aus der Zeit Karls des Großen wurde nach einem Brand 1230 als dreijochige, dreischiffige romanische Hallenkirche neu erbaut und nach einem Blitzschlag 1313 seit 1332 erneut aufgebaut. Markant ist der starke quadratische Westturm. Während des Dreißigjährigen Krieges wurde die Kirche 1646 teilweise gesprengt. Nach dem Wiederaufbau wurde sie im Inneren von der Werkstatt Heinrich und Christophel Papen barock ausgestattet. Dazu gehört auch eine Orgel aus dem Barock. Den Eingang zum ehemaligen Klosterbereich bildete der Benediktusbogen mit einer Figur des heiligen Benedikt aus dem 1759. Erhalten sind auch einige nach dem Dreißigjährigen Krieg neu erbaute Stiftsgebäude. In der Nähe befindet sich auch eine Statue wohl aus dem 17. Jahrhundert, die als Roland angesehen wird, aber wohl Karl den Großen darstellt.

Von Bedeutung ist auch die St. Nikolaikirche aus dem Jahr 1247. Sie wurde im Stil der Frühgotik erbaut. Das Südportal ist allerdings ein Meisterwerk der Spätromanik. Im Inneren gibt es einige bedeutende Kunstwerke wie eine Pietà zu sehen.

Das historische Rathaus in Obermarsberg stammt ursprünglich aus dem 13. Jahrhundert und wurde nach dem Dreißigjährigen Krieg erneuert. Davor befindet sich ein historischer Pranger. Zu sehen sind auch noch Reste der alten Ringmauer mit dem Buttenturm.[40]

Weitere bemerkenswerte Bauten sind:

  • Bilsteinturm
  • Die katholische Propsteikirche St. Magnus steht am Kirchplatz. Die Pfarrei wurde 1036 und 1047 eingerichtet und 1176 nach Obermarsberg eingegliedert. Die neugotische Hallenkirche mit einem dreiseitig geschlossenem Chor wurde von 1853 bis 1856 nach Plänen des Architekten F. W. Kronenburg aus Arnsberg, die von August Soller aus Berlin überarbeitet wurden, in Quadermauerwerk errichtet. Der Westturm ist eingezogen und mit einem Spitzhelm bekrönt, Das westliche- und östliche Ende des Langhauses sind mit Treppengiebeln geschmückt. Im weiten, lichten Innenraum ruhen Kreuzgratgewölbe auf achteckigen Pfeilern. Bei der Ausstattung sind ein hölzernes Kruzifix vom 16. Jahrhundert und ein geschnitztes Antependium, das 1753 von Johann Henrich Biggen von der Werkstatt Pape angefertigt wurde.[41]
  • Synagoge Padberg
  • Jüdischer Friedhof Obermarsberg
  • Kloster Bredelar
  • Schloss Canstein
  • St. Maria Magdalena in Padberg
  • St. Johannes Stift für Kinder- und Jugendpsychiatrie
  • Die Westfälische Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie war das erste nach fortschrittlichen und medizinischen Grundsätzen geführte Landeshospital für Geisteskranke in Westfalen. Es wurde 1812 in den Räumen des 1812 aufgehobenen Kapuzinerklosters, dessen Gründung 1744 erfolgte, eingerichtet. Die weitläufige Anlage wird durch das zweigeschossige, verputzte Haupthaus dominiert. Der Blockbau steht auf einem H-förmigen Grundriss und ist mit einem Walmdach gedeckt. Die Anlage wurde von 1832 bis 1835 als dreiflügelige Ensemble errichtet und von 1864 bis 1869 in spiegelbildlicher Anordnung ergänzt. Das Wirtschaftsgebäude zu drei Geschossen wurde 1869 an der Nordseite angefügt und mit einem Festsaal ausgestattet. Die Anstaltskirche in neugotischem Stil wurde 1872 gebaut.[42]

Naturdenkmäler und Naturschutzgebiete[Bearbeiten]

Das Naturschutzgebiet Glockengrund bei Udorf ist ein Beispiel alter landwirtschaftlicher Wirtschaftsformen. Gleichzeitig bietet es Raum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten. Die Grundlage bildet der Kalkmagerrasen. Das Land Nordrhein-Westfalen und die Nordrhein-Westfalen-Stiftung hat etwa 80 ha dieses Gebiets erworben, um die Landschaft zu erhalten. Betreut wird das Naturschutzgebiet durch den Verein für Natur- und Vogelschutz im Hochsauerlandkreis (VNV). Etwa 800 Schafe einer alten Rasse sorgen für den Erhalt des artenreichen Magerrasens.[43]

Auch bemerkenswert:

  • Diemelsee
  • Bleikuhlen (zwischen Meerhof und Blankenrode)
  • Höling, Kalkhöhle (an der Arolser Straße)

Wüstungen um Marsberg[Bearbeiten]

In dieser Auflistung der Wüstungen bei Marsberg sind wüst gefallene Orte aufgezeichnet, die auf dem Gebiet der heutigen Stadt Marsberg lagen. Die Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Im Mittelalter gab es eine große Anzahl kleiner Dörfer und Ansiedlungen in der Umgebung, sie waren ohne Ordnung über die Landschaft verstreut, dort wo sich Wasser befand und der Boden ausreichend fruchtbar erschien, wurde gesiedelt.

Die hier aufgeführten Orte sind im Mittelalter dem großen Wüstungsprozess zum Opfer gefallen. Nicht alle waren Dörfer im heutigen Sinne, manche waren auch Einzelhöfe. Es hat sich dabei wohl um einen schleichenden, langsamen Vorgang gehandelt. Dieser setzte um 1300 ein und erreichte seinen Höhepunkt im Spätmittelalter. Etwa 70% der vor 1200 gegründeten Ortschaften wurden aufgegeben.[44] Über die Gründe für das Verlassen des Ortes gibt es unterschiedliche Theorien. Angedacht wird beispielsweise die Anziehungskraft der Stadt Marsberg. Landwirte und Pächter suchten in der Stadt ein besseres Auskommen und ein sicheres Leben. Außerhalb der Stadtmauern wurden die Bauern häufig bei Fehden geplündert und gebrandschatzt. Ein weiterer Grund waren Pestepidemien und das Bedürfnis der Bewohner, in befestigten Städten Schutz zu suchen. Die Zahl der untergegangenen Orte war nicht gering, sie waren locker über die Landschaft verstreut, dort wo eine landwirtschaftliche Nutzung möglich war. Einige dieser Wüstungen wurden in der Neuzeit neu besiedelt.[45]

Name Beschreibung Bild
Schmeddehagen Die Lage des Dorfes zwischen Erlinghausen und Kohlgrund ist noch heute an der Flurbezeichnung Schmiedehagen zu erkennen. Aus dem Namen geht hervor, dass dort Eisen bearbeitet wurde. Eine urkundliche Erwähnung gibt es für 1324. Die Besitzer, die Brüder Dickelbier verkauften 1363 ihren dortigen Besitz an die Ritter von Canstein. Der Ort war 1532 noch bewohnt, nach 1541 tauchte der Name nicht mehr auf.[46]
Dorpede Bei Ausgrabungen im ehemaligen Dorpede fanden Archäologen des LWL die Überreste der Kirche und der sie umgebenden Siedlung. Die Wüstung entstand spätestens im neunten Jahrhundert, unter dem Fußboden der Kirche aus der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts wurde Keramik aus dem neunten Jahrhundert ergraben. Die Kirche war eine kleine überwölbte Saalkirche mit einem rechteckigen Schluss. Der Weg zum Gebäude war gepflastert. Auf dem das Gebäude umgebenden Kirchhof wurden über 30 Gräber gefunden. Die Wohngebäude stammten teilweise aus der Bauzeit der Kirche. Von den Bauten aus Holz wurden dunkle Verfärbungen der Pfosten gefunden. Einige Fundamente und die Grundmauern eines kleineren Speichers belegen weitere Steinbauten. Das Dorf wurde um 1400 aufgegeben, der Name und die Lage sind im Flurnamen Dörpeder Mark erhalten. Das Areal ist denkmalgeschützt, wurde allerdings durch die Stadt Marsberg als Gewerbegebiet ausgewiesen.[47] In einem großes Gebäude westlich der Kirche wurde Keramik des späten 15. Jahrhunderts gefunden, obwohl das Dorf seit Anfang des 15. Jahrhunderts nicht mehr bewohnt war. Eine These der LWL-Wissenschaftler lautet: Möglicherweise hat das Kloster Dalheim, dem Teile des Dorfes gehörten, eine Zeit lang versucht, hier wieder einen Wirtschaftsbetrieb aufzuziehen. Wegen der Größe des verputzten Gebäudes aus Stein, das einen Abwasserkanal besaß, wird vermutet dass hier keine Bauern wohnten. Da große Teile der ergrabenen Siedlungsteile von Schwemmschichten bedeckt waren, wird von einem Ende des Dorfes wegen Überschwemmungen, möglicherweise durch die nahe gelegene Diemel, ausgegangen.[48]
Eilenhuson Der Ort wurde auch Eylighusen, Eligenhusen oder auch ähnlich genannt. Heute befindet sich dort das Gut Eilhausen in der Nähe von Kohlgrund. Es existiert eine urkundliche Erwähnung von 880 als Heylcanhusen; zu dieser Zeit war das Kloster Corvey dort begütert. Der Ort wurde später mehrfach urkundlich genannt. Für 1243 wird eine Pfarrkirche, zu der die Filiale Udorf gehörte, bezeugt. Das Dorf war spätestens seit 1506 wüst gefallen. An dieser Stelle stand 1537 ein umgräftetes Schloss der Grafen von Waldeck. Es wurde später von dem Amtmann von Eilhausen bewohnt und 1816 abgebrochen.[49]
Ostem Auch Oestheim genannt, war eine Wüstung in der Nähe von Borntosten[50]
Reckelinghausen Der Ort lag kurz hinter der Landesgrenze im Neudorfer Felde. Heute wird die Flur als Rikkelingsen bezeichnet. Offensichtlich war der Ort 1537 schon längere Zeit nicht mehr besiedelt.[51]
Siek Lag in einer Bodensenke nordöstlich von Erlinghausen. Heute wird die Straße Im Siek genannt. Das Dorf existierte 1537 nicht mehr und war eine Filiale der Pfarrei in Hesperinghausen. Begütert war hier das Kloster Corvey [52]
Sillinghausen Wurde auch als Siltzinghausen bezeichnet und befand sich am Wege von Niedermarsberg nach Erlinghausen. Heute wird die Flur als Grund Sillingsen bezeichnet. Der Dechant Caspari aus Niedermarsberg berichtete, er habe im 19. Jahrhundert noch Spuren von Häusern gesehen. Der Ort wurde 1040 in einer Einweihungsurkunde der Kirche St. Magnus in Niedermarsberg erwähnt. Aus späteren Jahren sind urkundliche Erwähnungen, so in einer Urkunde des Abtes Erkenbert überliefert. Eine letzte urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 1427. Möglicherweise wurde das Dorf während der Soester Fehde zerstört und die Bewohner zogen nach Erlinghausen.[53]
Niederupsrunge Der Ort lag am Ende eines Seitentales der Diemel, dort wo sich heute Giershagen befindet. Er wurde 948 urkundlich erwähnt und fiel im 16. Jahrhundert wüst.[54]
Lo Der Ort wurde im Register des Abtes Erkenbert erwähnt und zwar als Herrenhof der Kurie von Corvey in Niedermarsberg. Der Hof befand sich demnach in der Nähe von Marsberg, die genauen Koordinaten sind nicht bekannt. In einer Urkunde von 1423 wurde ein Lohhof in der Schlucht, die da geht aus dem Bauernscheid erwähnt. Bei dieser Schlucht handelt es sich wohl um das Tal, durch den der Fahrweg verlief. Der Lo wurde 1416 noch einmal in einer Urkunde über ein Grundstück erwähnt.[55]
Glindingere Der Ort wurde unter anderem auch Glindengere, Glindeger oder Glindege genannt. Im Glindetal am Glindeplatz zweigt eine Straße nach Heddinghausen ab, dort lag das Dorf. Zu Anfang des 12. Jahrhunderts wurde es in einem Register des Abtes Erkenbert erwähnt, Corvey besaß hier den Zehnten in Höhe von sechs Schillingen im Jahr. Dieser Betrag floss an die Magnuskirche in Niedermarsberg. Die Corveyer Lehnsgüter kamen 1328 und 1334 an das Stift Obermarsberg.[56]
Gellinghausen Diese kleine Siedlung befand sich im Tal der Glinde, der genaue Standort ist nicht bekannt. Eine urkundliche Erwähnung als Gelighusen ist in den Corveyer Traditionen von 963 bis 1037 zu finden. Die Abtei Corvey besaß hier Land. Um 1500 wurde der Ort als Wüstung bezeichnet, vermutlich wurde er lange vorher verlassen.[57]
Flessinghausen Wurde auch als Wlessengere oder Flessenger bezeichnet. Der Standort war zwischen Leitmar und Marsberg im Glindetal. Die entsprechende Flur heißt heute Flessingen. Die Abtei Corvey hatte hier um 1200 Anspruch auf den Zehnten. Das Stift Marsberg hatte hier später Besitz.[58]
Höringhausen Als Standort kommt wahrscheinlich die Flurbezeichnung südlich von Erlinghausen Im Born zu Höringhausen in Frage. 948 wurde der Ort in einer Urkunde als Hirgisinchusen erwähnt, in der König Otto I. dem Grafen Hahold einige Güter übergab. Höringhusen wurde 1040 in einer Einweihungsurkunde der Kirche St. Magnus in Niedermarsberg genannt, Der Bischof Rotho schenkte der Kirche den Zehnten. [59]
Dannenbrucke Das Dorf fand 1101 in einer Urkunde als Besitz des Klosters Flechtdorf Erwähnung. Der Erzbischof Friedrich von Köln bestätigte Erpo und Dietmar von Padberg die Übergabe von fünf Höfen und einem Vorwerk an das Kloster. Die genaue Lage der Siedlung ist nicht bekannt, vermutlich ist die heutige Flurbezeichnung Dannenbrauk ein Hinweis auf den Standort.[60]
Gerwelinghausen Eine Urkunde des Gogerichtes Münster aus dem Jahr 1546 erwähnt den Ort, es ist aber nicht sicher, ob er zu dieser Zeit noch besiedelt war. Vermutlich ging die Siedlung auf einen Herrenhof zurück, der kurz nach 1100 in einem Register des Abtes Erkenbert erwähnt wurde. Die Einkünfte dieses Besitzes des Klosters Corvey kamen der Kirche in Obermarsberg zu.[61]
Albertinghausen befand sich am Stadtrand von Niedermarsberg
Albrachtinghausen Der Ort befand sich am westlichen Stadtrand von Niedermarsberg, heute wird die Straße Im Albast genannt.

Sport[Bearbeiten]

Golfplatz im Stadtteil Westheim

Die Stadt verfügt unter anderem über eine Dreifachturnhalle, drei Fußballplätze (zwei Rasen- und einen Kunstrasenplatz) sowie diverse Asche-, Rasen- und Kunstrasenplätze in den einzelnen Dörfern. Ferner gibt es zwei Hallenbäder, Tennisplätze, ein Badminton- und Tennis-Center, einen Reitplatz, eine Bogenschießanlage und eine für Turnier zugelassene Doppel-Minigolfanlage. Außerdem ist im Stadtteil Westheim ein Golfplatz (9-Loch-Anlage) gelegen. Die Stadt ist Endpunkt des Hauptwanderwegs Eggeweg des Eggegebirgsvereins.

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten]

Hochfeste in fast jedem Ortsteil sind die Schützenfeste. Wechselnde Ausrichter veranstalten einmal jährlich das Stadtschützenfest der Stadt Marsberg. Hinzu kommen die Frühjahrskirmes im Mai und der Allerheiligenmarkt im Oktober. Alle zwei Jahre findet eine Wirtschaftsmesse statt.[62] In den Ortschaften Beringhausen, Obermarsberg, Erlinghausen, Giershagen, Essentho und Meerhof finden jährlich an den Karnevalstagen Karnevalsumzüge statt, die zahlreiche Besucher anziehen.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Wirtschaftsgeschichte[Bearbeiten]

Mittelalter und Frühe Neuzeit[Bearbeiten]

Eingang zum Kilianstollen mit Grubenbahn

Von zentraler Bedeutung für die wirtschaftliche und allgemeine Entwicklung der Stadt war der Bergbau und das weiterverarbeitende Gewerbe. Schlackereste beweisen, dass schon im 8. Jahrhundert im Gebiet der heutigen Stadt Marsberg Kupfer abgebaut und verhüttet wurde.[63] Kloster Bredelar wurde bereits im Mittelalter zu einem Zentrum des Bergbaus. Giershagen wurde eigens zur Ausbeutung der Eisengruben als Klosterdorf angelegt.[64] Im Spätmittelalter beteiligten sich Kaufleute aus Marsberg am Fernhandel und die Stadt gehörte der Hanse an. Bedeutende Ausfuhrgüter waren die Produkte der Marsberger Panzerschmiede. Grundlage war die Eisenproduktion in der Nähe.[65]

Um das 16. Jahrhundert nahm der Eisenbergbau und die Eisenverarbeitung gegenüber der Kupferproduktion an Bedeutung zu. Im 16. Jahrhundert produzierte man im Raum Marsberg neben Roheisen auch Geschütze, Kanonenkugeln, Öfen und Kaminplatten. Um 1612 gab es an den Flüssen Diemel und Glinde bei Marsberg sechs Hütten. Handelsbeziehungen bestanden bis in die Niederlande. Kaufleute aus Amsterdam erhielten 1618 ein kurfürstliches Privileg zur Herstellung von Gusswaren insbesondere von Waffen. Der Vertrieb erfolgte über die Weser. Durch die Sperrung der Weser endete im Verlauf des Dreißigjährigen Krieges dieses Engagement.[66] Ein Niedergang des Montangewerbes setzte im Herzogtum Westfalen seit der Mitte des 17. Jahrhunderts ein. Dabei konnte sich das Montangewerbe in der Gegend von Marsberg vergleichsweise gut behaupten. Diese wurden sogar zum Ziel niederländischer Wirtschaftsspionage.[67] Im 18. Jahrhundert erfolgte ein Wiederaufschwung. Nach der Stilllegung der Kupfergruben bereits im späten Mittelalter wurden diese in und um Marsberg in dieser Zeit wieder aufgeschlossen. In den Eisengruben des Klosters Bredelar fanden zahlreiche Einwohner von Giershagen, Rösenbeck oder Messinghausen Beschäftigung.[68] Dabei überstieg die Produktion der Hüttenwerke in Bredelar und Marsberg, der Eisenfrischhämmer in Beringhausen und Siedlinghausen die Eisenerzförderung, so dass auch Rohstoffe aus Waldeck und dem Dillgebiet eingeführt werden mussten.[69]

Von Bedeutung war der von der Propstei Marsberg betriebene Hopfenanbau als Grundlage des Bierbrauens. Wichtig war auch das Mühlenwesen. Die Stadt Marsberg kontrollierte ein „Mühlental“ mit zahlreichen Mühlen, von denen eine bereits im 12. Jahrhundert bestand.[70]

19./20. Jahrhundert[Bearbeiten]

Im Kloster Bredelar wurde im 19. Jahrhundert die Theodorshütte eingerichtet

Im 19. Jahrhundert musste sich das traditionelle Montangewerbe den neuen industriellen Entwicklungen anpassen. Hinzu kam mit der Papier- und Glasproduktion neue Gewerbezweige. Ein Unternehmen aus Hemer Ebbinghausen, Ulrich&Co. gründete in Niedermarsberg auf dem Gelände eines stillgelegten Hammerwerkes in den 1830er Jahren ein modernes Papierwerk. Dieses beschäftigte 1856 immerhin 170 Personen und erzielte einen Umsatz von 100.000 Talern pro Jahr. Später spezialisierte sich das Unternehmen und war vor dem Ersten Weltkrieg einer der führenden Hersteller von feinem Briefpapier in Nordwestdeutschland.[71]

Marsberg blieb neben Ramsbeck ein Zentrum des Bergbaus auf Buntmetalle. Die schon länger bestehende Stadtberger Gewerkschaft wurde 1872 in eine Aktiengesellschaft umgewandelt. Diese umfasste nunmehr alle Kupfergruben der Gegend. Nach einem Tiefpunkt um 1870 stieg die Produktion in den Folgejahren wieder an. Lag die Förderung von Erz 1870 nur bei 20.000 Tonnen, lag sie bereits 1880 bei 42.000 t. Die Produktion von Kupfer lag 1890 bei 735 t. Weil die Ausbeutung der bodennahen Erze erschöpft war, musste zum Tiefbau übergegangen werden. Das Unternehmen beschäftigte mehr als 200 Bergleute und 300 Hüttenarbeiter und war damit der größte Betrieb im Marsberger Raum.[72]

Daneben erlebte die Gegend um Marsberg bis 1880 nicht zuletzt durch den Bau der Eisenbahn im Bereich der Eisenerzförderung einen erheblichen Aufschwung. In der Folge ging die Erzförderung aus konjunkturellen und strukturellen Gründen dramatisch zurück. Eine erste bedeutende Grube musste 1897 schließen, die anderen folgten in den folgenden Jahren.[73]

Nach dem Ersten Weltkrieg ließ auch die Bedeutung der Kupferindustrie immer mehr nach. Zunächst wurde der Erzabbau eingestellt, bis während der Weltwirtschaftskrise auch die Verhüttung aufgegeben wurde. Im Zuge der Autarkiebestrebungen während der Zeit des Nationalsozialismus wurde der Kupferbergbau in Marsberg noch einmal aufgenommen. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wurde er endgültig aufgegeben.

Heutige Wirtschaftsstruktur[Bearbeiten]

Wepa Papierfabrik in Giershagen
Bahnhof Marsberg
Verwaltung Ritzenhoff AG

Nach dem Ende des Bergbaus ist das produzierende Gewerbe heute überwiegend mittelständisch geprägt. Von Bedeutung ist die Glas-, Metall-, Textil-, Kunststoff-, Papier- und Holzindustrie. Von erheblicher Bedeutung ist der tertiäre Sektor im weitesten Sinne. In Marsberg ist die LWL-Klinik Marsberg für Psychiatrie angesiedelt. Dieser ist heute der größte Arbeitgeber am Ort. Wichtig ist auch der Tourismus. Von den 6523 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten (2002) waren 2477 im verarbeitenden Gewerbe beschäftigt. Im tertiären Sektor (ohne öffentliche Verwaltung) waren 2069 Menschen, im Handel 649 und im Baugewerbe 626 Menschen tätig.[74] Zu den überregional bekannten Unternehmen gehören die Glasfabrik Ritzenhoff AG, Wepa Papierfabrik oder die Brauerei Westheim.[75]

Verkehr[Bearbeiten]

Marsberg liegt an der B7, die von der polnischen Grenze im Osten bis zur holländischen Grenze im Westen quer durch Deutschland führt. Erreichbar ist Marsberg auch über die A 44, Anschlussstelle 63 (Marsberg).

An der Oberen Ruhrtalbahn von Schwerte nach Warburg liegen Bahnhöfe in Bredelar, Marsberg und Westheim. Außerdem liegt an der Strecke der Haltepunkt Beringhausen.

Das Fernbus-Unternehmen MFB MeinFernbus bietet von Marsberg aus Linienverkehr u. a. nach Berlin an.

Medien[Bearbeiten]

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten]

Die Stadt ist Sitz des Amtsgerichts Marsberg.

Bildung[Bearbeiten]

  • Grundschulen
    • „Schule am Burghof“ Niedermarsberg
    • Gemeinschaftsgrundschule Egge-Diemel Westheim
    • Gemeinschaftsgrundschule Giershagen
  • Weiterführende Schulen
    • Hauptschule Marsberg
    • Realschule Marsberg
    • Carolus-Magnus-Gymnasium (ehemals Städtisches Gymnasium Marsberg)
  • Förderschulen
    • Kerschensteiner Schule (Schule für Lernbehinderte)
    • Schule am Bomberg – LWL-Schule in der Klinik Marsberg

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Ehrenbürger[Bearbeiten]

  • Johann Wilhelm Fischer (1812–1896), Richter und Heimatforscher, Ehrenbürger Obermarsberg
  • Karl F. Hein, Stifter der Schützenhalle Obermarsberg, Ehrenbürger Obermarsberg

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Gerhard Brökel: Erlinghausen. Eine Dorfgeschichte. Hrsg. von der Kath. Kirchengemeinde St. Vitus Erlinghausen, Benedict-Press, Münsterschwarzach 1984.
  • Hugo Cramer: Der Landkreis Brilon im Zweiten Weltkriege 1939-1945 – Erlebnisberichte vieler Mitarbeiter aus dem ganzen Kreisgebiet. Josefs-Druckerei, Bigge 1955.
  • Dehio, Georg, Unter Wissenschaftlicher Leitung von Ursula Quednau: Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler. Nordrhein-Westfalen II Westfalen. Deutscher Kunstverlag, Berlin/München 2011, ISBN 978-3-422-03114-2.
  • Harm Klueting (Hrsg.): Das Herzogtum Westfalen. Bd.1: Das kölnische Herzogtum Westfalen von den Anfängen der Kölner Herrschaft im südlichen Westfalen bis zur Säkularisation 1803. Münster 2009, ISBN 978-3-402-12827-5.
  • Marsberger Heimatbund (Hrsg.): Marsberg, Horhusen. Stadtgeschichte aus 11 Jahrhunderten. Marsberg, 2000.
  • Hermann Runte: Zur Geschichte Marsbergs In: Sauerland 2/2010, S. 60–68, [1]
  • Hans-Georg Stephan: Marsberg-Horhusen. Eine bedeutende frühe Bergbauregion am Ostrand des Rheinischen Schiefergebirges: Modell und Sonderfall. in: Yves Hoffmann, Uwe Richter (Hg.): Die Frühgeschichte Freibergs im überregionalen Vergleich. Städtische Frühgeschichte – Bergbau – früher Hausbau. Mitteldeutscher Verlag, Halle/Saale 2013, S. 243-294, ISBN 978-3-95462-132-3.
  • Heinz Stoob: Die Stadt Marsberg bis zum Spätmittelalter. In: Köln, Westfalen 1180 – 1980. Landesgeschichte zwischen Rhein und Weser. Band 1. Münster, 1981 S. 233-236.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Marsberg – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikivoyage: Marsberg – Reiseführer
 Wikisource: Marsberg – Quellen und Volltexte

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bevölkerungszahlen auf Basis des Zensus vom 9. Mai 2011. Landesbetrieb Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW), abgerufen am 3. September 2014. (Hilfe dazu)
  2. a b Topographisches Informationsmanagement, Bezirksregierung Köln, Abteilung GEObasis NRW (Hinweise)
  3. Peter Kracht: Sauerland, Siegerland und Wittgensteiner Land. Münster, ISBN 3-402-05497-3, S. 14, S.146
  4. Hauptsatzung der Stadt Marsberg (PDF; 29 kB)
  5. Jochen Farrenschon, Béatrice Oesterreich, Sven Blumenstein und Michael Holzinger: Geologische Karte von Nordrhein-Westfalen, 1:25.000, Blatt 4519 Marsberg, Krefeld 2008, S. 23-60
  6. Jochen Farrenschon, Béatrice Oesterreich, Sven Blumenstein und Michael Holzinger: Geologische Karte von Nordrhein-Westfalen, 1:25.000, Blatt 4519 Marsberg, Krefeld 2008, S. 62-98
  7. Hermann Runte: Zur Geschichte Marsbergs In: Sauerland 2/2010 S.60
  8. a b c Handbuch der historischen Stätten Deutschlands. Nordrhein-Westfalen. Stuttgart, 1970, S. 495
  9. Hermann Runte: Zur Geschichte Marsbergs In: Sauerland 2/2010, S. 60. Handbuch der historischen Stätten Deutschlands. Nordrhein-Westfalen. Stuttgart, 1970, S. 496
  10. Cornelia Kneppe: Burgen und Städte als Kristallisationspunkte von Herrschaft zwischen 1100 und 1300. In: Harm Klueting (Hrsg.): Das Herzogtum Westfalen. Bd.1: Das kölnische Herzogtum Westfalen von den Anfängen der Kölner Herrschaft im südlichen Westfalen bis zur Säkularisation 1803. Münster 2009, ISBN 978-3-402-12827-5, S. 225. Handbuch der historischen Stätten Deutschlands. Nordrhein-Westfalen. Stuttgart, 1970 S.495f.
  11. Cornelia Kneppe: Burgen und Städte als Kristallisationspunkte von Herrschaft zwischen 1100 und 1300. In: Harm Klueting (Hrsg.): Das Herzogtum Westfalen. Bd.1: Das kölnische Herzogtum Westfalen von den Anfängen der Kölner Herrschaft im südlichen Westfalen bis zur Säkularisation 1803. Münster 2009, ISBN 978-3-402-12827-5, S. 224
  12. Handbuch der historischen Stätten Deutschlands. Nordrhein-Westfalen. Stuttgart 1970, S. 497
  13. Jens Foken: Erstarrtes Mittelalter. Die Städte und Freiheiten des Herzogtums Westfalen in der Frühen Neuzeit. In: Harm Klueting (Hrsg.): Das Herzogtum Westfalen. Bd.1: Das Herzogtum Westfalen: Das kurkölnische Westfalen von den Anfängen kölnischer Herrschaft im südlichen Westfalen bis zu Säkularisation 1803. Münster 2009, ISBN 978-3-402-12827-5, S. 399
  14. Hermann Runte: Zur Geschichte Marsbergs In: Sauerland 2/2010 S.62
  15. Tanja Gawlich: Der Hexenkommissar Heinrich von Schultheiß und die Hexenverfolgungen im Herzogtum Westfalen. In: Harm Klueting (Hrsg.): Das Herzogtum Westfalen. Bd.1: Das Herzogtum Westfalen: Das kurkölnische Westfalen von den Anfängen kölnischer Herrschaft im südlichen Westfalen bis zu Säkularisation 1803. Münster 2009, ISBN 978-3-402-12827-5, S. 308
  16. Jens Foken: Erstarrtes Mittelalter. Die Städte und Freiheiten des Herzogtums Westfalen in der Frühen Neuzeit. In: Harm Klueting (Hrsg.): Das Herzogtum Westfalen. Bd.1: Das Herzogtum Westfalen: Das kurkölnische Westfalen von den Anfängen kölnischer Herrschaft im südlichen Westfalen bis zu Säkularisation 1803. Münster 2009, ISBN 978-3-402-12827-5, S. 415
  17. Jens Foken: Erstarrtes Mittelalter. Die Städte und Freiheiten des Herzogtums Westfalen in der Frühen Neuzeit. In: Harm Klueting (Hrsg.): Das Herzogtum Westfalen. Bd.1: Das Herzogtum Westfalen: Das kurkölnische Westfalen von den Anfängen kölnischer Herrschaft im südlichen Westfalen bis zu Säkularisation 1803. Münster 2009, ISBN 978-3-402-12827-5, S. 391
  18. Jens Foken: Erstarrtes Mittelalter. Die Städte und Freiheiten des Herzogtums Westfalen in der Frühen Neuzeit. In: Harm Klueting (Hrsg.): Das Herzogtum Westfalen. Bd.1: Das Herzogtum Westfalen: Das kurkölnische Westfalen von den Anfängen kölnischer Herrschaft im südlichen Westfalen bis zu Säkularisation 1803. Münster 2009, ISBN 978-3-402-12827-5, S. 396
  19. Hermann Runte: Zur Geschichte Marsbergs In: Sauerland 2/2010, S.63. vgl.: Siegfried Stolz: Der Dreißigjährige Krieg in Marsberg. In: Der Dreißigjährige Krieg im Herzogtum Westfalen. Herausgegeben vom Schieferbergbau-und Heimatmuseum Schmallenberg-Holthausen. Balve 1998, Seite 117–156.
  20. Jens Hahnwald: Schwarze Brüder in rotem Unterzeug … Arbeiter und Arbeiterbewegung in den Kreisen Arnsberg, Brilon und Meschede. In: Karl Peter Ellerbrock, Tanja Bessler-Worbs (Hrsg.): Wirtschaft und Gesellschaft im südöstlichen Westfalen. Gesellschaft für Westfälische Wirtschaftsgeschichte, Dortmund 2001, S.236, S.242f., S.246, S.253,
  21. Statistik des Deutschen Reiches Bd.291,1 : Wahlen zum Reichstag am 6.Juni 1920. Berlin, 1920. S.47
  22. Statistik des Deutschen Reiches Bd.372 : Die Wahlen zum Reichstag am 20.Mai 1928. Berlin, 1931.
  23. Statistik des Deutschen Reiches Bd.434 : Die Wahlen zum Reichstag am 31. Juli und 6. November 1932 und am 5. März 1933. Berlin, 1935
  24. Bernd Walter: Die NS-„Kinder-Euthanasie“-Aktion in der Provinz Westfalen. In: Praxis der Kinderpsychologie und Kinderpsychiatrie, 3/01, S.222 und 215
  25. Hugo Cramer: Der Landkreis Brilon im zweiten Weltkriege 1939–1945. 1955, Ehrentafel Abschnitt Gemeinde Niedermarsberg, S. 225-230.
  26. Übersicht über Dekanatsstruktur im Gemeindeverband Meschede
  27. Peter Hees: Die ehemalige neue Synagoge der Judenschaft. Niedermarsberg, Weist 18. In: Jüdisches Leben im Sauerland. Fredeburg, 1994 S.464ff., vgl. auch: Johannes Bödger: Die Elementarschulen der Israeliten in Niedermarsberg. In: Ebd. S. 129ff.
  28. Chronik Stolpersteine
  29. Gemeindekonzeption evangelische Kirche
  30. Peter Kracht: Sauerland, Siegerland und Wittgensteiner Land. Münster, ISBN 3-402-05497-3, S.146
  31. a b  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- u. Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen u. Reg.-Bez. vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 332.
  32. a b  Die Gemeinden und Kreise nach der kommunalen Gebietsreform in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1975, ISBN 3-555-30092-X, S. 129f.
  33. Demographisches Gutachten HSK (PDF; 486 kB)
  34. § 2 der Hauptsatzung der Stadt Marsberg (PDF)
  35. Eduard Belke, Alfred Bruns, Helmut Müller: Kommunale Wappen des Herzogtums Westfalen. Arnsberg 1986, ISBN 3-87793-017-4, S. 56
  36. Partnerschaft mit Lillier
  37. Partnerschaft mit Oudenburg
  38. Heimatmuseum Marsberg
  39. Kilianstollen
  40. Übersicht über Denkmäler in Obermarsberg (PDF; 760 kB), Historisches Obermarsberg
  41. Dehio, Georg, Unter Wissenschaftlicher Leitung von Ursula Quednau: Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler. Nordrhein-Westfalen II Westfalen. Deutscher Kunstverlag, Berlin/München 2011, ISBN 978-3-422-03114-2 S. 630 und 631.
  42. Dehio, Georg, Unter Wissenschaftlicher Leitung von Ursula Quednau: Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler. Nordrhein-Westfalen II Westfalen. Deutscher Kunstverlag, Berlin/München 2011, ISBN 978-3-422-03114-2 Seite 631
  43. Projekt Glockengrund der Stiftung NRW
  44. Gerhard Brökel Erlinghausen. Eine Dorfgeschichte. Hrsg. von der Kath. Kirchengemeinde St. Vitus Erlinghausen, Benedict-Press, Münsterschwarzach 1984 Seite 52
  45. Gerhard Brökel Erlinghausen. Eine Dorfgeschichte. Hrsg. von der Kath. Kirchengemeinde St. Vitus Erlinghausen, Benedict-Press, Münsterschwarzach 1984 Seiten 52 bis 54
  46. Gerhard Brökel Erlinghausen. Eine Dorfgeschichte. Hrsg. von der Kath. Kirchengemeinde St. Vitus Erlinghausen, Benedict-Press, Münsterschwarzach 1984 S. 55.
  47. Gewerbegebiet Dörpede (PDF; 12,0 MB)
  48. Dorpede
  49. Gerhard Brökel Erlinghausen. Eine Dorfgeschichte. Hrsg. von der Kath. Kirchengemeinde St. Vitus Erlinghausen, Benedict-Press, Münsterschwarzach 1984 Seite 55
  50. Ostem
  51. Gerhard Brökel Erlinghausen. Eine Dorfgeschichte. Hrsg. von der Kath. Kirchengemeinde St. Vitus Erlinghausen, Benedict-Press, Münsterschwarzach 1984 Seite 56
  52. Gerhard Brökel Erlinghausen. Eine Dorfgeschichte. Hrsg. von der Kath. Kirchengemeinde St. Vitus Erlinghausen, Benedict-Press, Münsterschwarzach 1984 Seite 56
  53. Gerhard Brökel Erlinghausen. Eine Dorfgeschichte. Hrsg. von der Kath. Kirchengemeinde St. Vitus Erlinghausen, Benedict-Press, Münsterschwarzach 1984 Seite 56
  54. Niederupsrunge
  55. Gerhard Brökel Erlinghausen. Eine Dorfgeschichte. Hrsg. von der Kath. Kirchengemeinde St. Vitus Erlinghausen, Benedict-Press, Münsterschwarzach 1984 Seite 56
  56. Gerhard Brökel Erlinghausen. Eine Dorfgeschichte. Hrsg. von der Kath. Kirchengemeinde St. Vitus Erlinghausen, Benedict-Press, Münsterschwarzach 1984 Seite 57
  57. Gerhard Brökel Erlinghausen. Eine Dorfgeschichte. Hrsg. von der Kath. Kirchengemeinde St. Vitus Erlinghausen, Benedict-Press, Münsterschwarzach 1984 Seite 57
  58. Gerhard Brökel Erlinghausen. Eine Dorfgeschichte. Hrsg. von der Kath. Kirchengemeinde St. Vitus Erlinghausen, Benedict-Press, Münsterschwarzach 1984 Seite 57
  59. Gerhard Brökel Erlinghausen. Eine Dorfgeschichte. Hrsg. von der Kath. Kirchengemeinde St. Vitus Erlinghausen, Benedict-Press, Münsterschwarzach 1984 Seiten 57 und 58
  60. Gerhard Brökel Erlinghausen. Eine Dorfgeschichte. Hrsg. von der Kath. Kirchengemeinde St. Vitus Erlinghausen, Benedict-Press, Münsterschwarzach 1984 Seite 58
  61. Gerhard Brökel Erlinghausen. Eine Dorfgeschichte. Hrsg. von der Kath. Kirchengemeinde St. Vitus Erlinghausen, Benedict-Press, Münsterschwarzach 1984 Seite 58 und 59
  62. Tourismus Marsberg
  63. Wilfried Reininghaus: Salinen, Berg- und Hüttenwerke, Gewerbe und Handel im Herzogtum Westfalen. In: Harm Klueting (Hrsg.): Das Herzogtum Westfalen. Bd.1: Das Herzogtum Westfalen: Das kurkölnische Westfalen von den Anfängen kölnischer Herrschaft im südlichen Westfalen bis zu Säkularisation 1803. Münster 2009, ISBN 978-3-402-12827-5, S. 721
  64. Wilfried Reininghaus: Salinen, Berg- und Hüttenwerke, Gewerbe und Handel im Herzogtum Westfalen. In: Harm Klueting (Hrsg.): Das Herzogtum Westfalen. Bd.1: Das Herzogtum Westfalen: Das kurkölnische Westfalen von den Anfängen kölnischer Herrschaft im südlichen Westfalen bis zu Säkularisation 1803. Münster 2009, ISBN 978-3-402-12827-5, S. 722
  65. Hermann Runte: Zur Geschichte Marsbergs In: Sauerland 2/2010, S.61
  66. Jens Foken: Erstarrtes Mittelalter. Die Städte und Freiheiten des Herzogtums Westfalen in der Frühen Neuzeit. In: Harm Klueting (Hrsg.): Das Herzogtum Westfalen. Bd.1: Das Herzogtum Westfalen: Das kurkölnische Westfalen von den Anfängen kölnischer Herrschaft im südlichen Westfalen bis zu Säkularisation 1803. Münster 2009, ISBN 978-3-402-12827-5, S. 373f., Wilfried Reininghaus: Salinen, Berg- und Hüttenwerke, Gewerbe und Handel im Herzogtum Westfalen. In: Harm Klueting (Hrsg.): Das Herzogtum Westfalen. Bd.1: Das Herzogtum Westfalen: Das kurkölnische Westfalen von den Anfängen kölnischer Herrschaft im südlichen Westfalen bis zu Säkularisation 1803. Münster 2009, ISBN 978-3-402-12827-5, S. 728, Stefan Gorißen: Ein vergessenes Revier. Eisenerzbergbau und Eisenhüttenwesen im Herzogtum Westfalen im 18. Jahrhundert. In: Karl Peter Ellerbrock, Tanja Bessler-Worbs (Hrsg.): Wirtschaft und Gesellschaft im südöstlichen Westfalen. Gesellschaft für Westfälische Wirtschaftsgeschichte, Dortmund 2001, ISBN 3-925227-42-3 S.31
  67. Wilfried Reininghaus: Salinen, Berg- und Hüttenwerke, Gewerbe und Handel im Herzogtum Westfalen. In: Harm Klueting (Hrsg.): Das Herzogtum Westfalen. Bd.1: Das Herzogtum Westfalen: Das kurkölnische Westfalen von den Anfängen kölnischer Herrschaft im südlichen Westfalen bis zu Säkularisation 1803. Münster 2009, ISBN 978-3-402-12827-5, S. 726
  68. Wilfried Reininghaus: Salinen, Berg- und Hüttenwerke, Gewerbe und Handel im Herzogtum Westfalen. In: Harm Klueting (Hrsg.): Das Herzogtum Westfalen. Bd.1: Das Herzogtum Westfalen: Das kurkölnische Westfalen von den Anfängen kölnischer Herrschaft im südlichen Westfalen bis zu Säkularisation 1803. Münster 2009, ISBN 978-3-402-12827-5, S. 724
  69. Stefan Gorißen: Ein vergessenes Revier. Eisenerzbergbau und Eisenhüttenwesen im Herzogtum Westfalen im 18. Jahrhundert. In: Karl Peter Ellerbrock, Tanja Bessler-Worbs (Hrsg.): Wirtschaft und Gesellschaft im südöstlichen Westfalen. Gesellschaft für Westfälische Wirtschaftsgeschichte, Dortmund 2001, ISBN 3-925227-42-3, S.42
  70. Wilfried Reininghaus: Salinen, Berg- und Hüttenwerke, Gewerbe und Handel im Herzogtum Westfalen. In: Harm Klueting (Hrsg.): Das Herzogtum Westfalen. Bd.1: Das Herzogtum Westfalen: Das kurkölnische Westfalen von den Anfängen kölnischer Herrschaft im südlichen Westfalen bis zu Säkularisation 1803. Münster 2009, ISBN 978-3-402-12827-5, S. 737, S. 739
  71. Wilfried Reininghaus, Georg Korte: Gewerbe und Handel in den Kreisen Arnsberg, Meschede, Brilon, Soest und Lippstadt (1800–1914). In: Karl Peter Ellerbrock, Tanja Bessler-Worbs (Hrsg.): Wirtschaft und Gesellschaft im südöstlichen Westfalen. Gesellschaft für Westfälische Wirtschaftsgeschichte, Dortmund 2001, ISBN 3-925227-42-3, S.147, S.165
  72. Wilfried Reininghaus, Georg Korte: Gewerbe und Handel in den Kreisen Arnsberg, Meschede, Brilon, Soest und Lippstadt (1800–1914). In: Karl Peter Ellerbrock, Tanja Bessler-Worbs (Hrsg.): Wirtschaft und Gesellschaft im südöstlichen Westfalen. Gesellschaft für Westfälische Wirtschaftsgeschichte, Dortmund 2001, ISBN 3-925227-42-3, S. 156f.
  73. Jens Hahnwald: Schwarze Brüder in rotem Unterzeug … Arbeiter und Arbeiterbewegung in den Kreisen Arnsberg, Brilon und Meschede.In: Karl Peter Ellerbrock, Tanja Bessler-Worbs (Hrsg.): Wirtschaft und Gesellschaft im südöstlichen Westfalen. Gesellschaft für Westfälische Wirtschaftsgeschichte, Dortmund 2001, ISBN 3-925227-42-3, S. 231
  74. Peter Kracht: Sauerland, Siegerland und Wittgensteiner Land. Münster, ISBN 3-402-05497-3, S.148
  75. Wirtschafts Stadt Marsberg