Hans Otto Bräutigam
Hans Otto Bräutigam (* 6. Februar 1931 in Völklingen) ist ein deutscher parteiloser Politiker und Diplomat.
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Leben[Bearbeiten]
Nach dem Abitur in Meschede (1950) studierte er von 1951 bis 1954 Rechts- und Staatswissenschaften an den Universitäten München und Bonn, von 1956 bis 1958 an der Sorbonne in Paris und an der Harvard Law School (Cambridge). 1960 wurde er an der Universität Bonn zum Dr. jur. promoviert. 1961 absolvierte er die Zweite juristische Staatsprüfung in Stuttgart.
Nach einem Studium der Rechtswissenschaften arbeitete Bräutigam ab 1962 im Auswärtigen Amt. Als Legationssekretär arbeitete er 1964–1966 im Büro des Außenministers Gerhard Schröder, danach drei Jahre in London, wo er die britische Überseepolitik beobachtet. Ab April 1969 gehörte er zum Referat für Deutschland- und Berlin-Politik im Außenministerium unter Günther van Well.
Später arbeitete er im Bundeskanzleramt und war von 1982 bis 1989 als Staatssekretär Leiter der Ständigen Vertretung der Bundesrepublik Deutschland bei der DDR.
Nach einer kurzen Zeit als deutscher UN-Botschafter in New York (1989/90) holte ihn Manfred Stolpe als Minister für Justiz, Bundes- und Europaangelegenheiten nach Brandenburg. Dieses Amt bekleidete er bis 1999. Mit einer Unterbrechung von einem Jahr war er von 2000 bis 2006 Vorsitzender bzw. im Vorstand der Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft.[1] 2001 wurde Bräutigam mit dem Großen Verdienstkreuz mit Stern der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet.
Er ist der Neffe des Diplomaten und Juristen Otto Bräutigam (1895–1992), der während der Zeit des Nationalsozialismus sowohl im Auswärtigen Amt als auch im Reichsministerium für die besetzten Ostgebiete (RMfdbO) von Alfred Rosenberg in leitenden Positionen gearbeitet hat.
Bräutigam lebt in Berlin und ist verheiratet.
Ehrenämter[Bearbeiten]
- Präsidiumsmitglied der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen
- Mitglied des Fördervereins des Zentrums für Zeithistorische Forschung
Siehe auch[Bearbeiten]
Schriften (Auswahl)[Bearbeiten]
- Ständige Vertretung. Meine Jahre in Ost-Berlin. Hoffmann und Campe, Hamburg, 2009, ISBN 978-3-455-50099-8.
- Berlin - Brandenburg. Ein Land?. Nicolai, Berlin 1996, ISBN 3-87584-594-3.
- Die Neutralisation. Unter besonderer Berücksichtigung der Mitgliedschaft eines neutralisierten Staates in einem System kollektiver Sicherheit. Dissertation, Universität Bonn 1960.
Weblinks[Bearbeiten]
Einzelnachweise[Bearbeiten]
1946–1949: Ernst Stargardt
Ab 1990: Hans-Otto Bräutigam | Kurt Schelter | Barbara Richstein | Beate Blechinger | Volkmar Schöneburg
| Vorgänger | Amt | Nachfolger |
| Alexander Graf York von Wartenburg | Leiter der Ständigen Vertretung der Bundesrepublik Deutschland bei den Vereinten Nationen 1989–1990 |
Detlev Graf zu Rantzau |
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Bräutigam, Hans Otto |
| ALTERNATIVNAMEN | Bräutigam, Hans-Otto |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher parteiloser Politiker und Diplomat |
| GEBURTSDATUM | 6. Februar 1931 |
| GEBURTSORT | Völklingen |