Klaus Bölling
Klaus Bölling (* 29. August 1928 in Potsdam) ist ein deutscher Publizist. Bundesweit bekannt wurde er durch seine langjährige Tätigkeit als Regierungssprecher der sozialliberalen Koalitionsregierung von 1974 bis 1982 (mit circa einem Jahr Unterbrechung).
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Leben [Bearbeiten]
Bölling besuchte das Zehlendorfer Gymnasium in Berlin und studierte dann an der dortigen Humboldt-Universität Germanistik und Geschichte. Zunächst arbeitete er bei einer Ost-Berliner FDJ-Zeitung, bevor er 1947 als Redakteur beim Berliner Tagesspiegel seine journalistische Laufbahn begann. Anschließend wurde er politischer Redakteur und Kommentator im RIAS. Danach ging er zum WDR und entwickelte 1963 zusammen mit Gerd Ruge die bis heute laufende ARD-Sendung Weltspiegel, deren zeitweiliger Moderator er war. Zwischen 1969 und 1973 leitete er das ARD-Studio in Washington, D.C., 1973 bis 1974 war er Intendant von Radio Bremen.
Bölling wurde 1974 unter Bundeskanzler Helmut Schmidt Regierungssprecher und Leiter des Bundespresseamtes. Während der Entführung des Flugzeugs Landshut nach Mogadischu 1977 war er Kontaktmann zu den Flugzeugentführern. Am 9. Februar 1981 wurde er Nachfolger von Günter Gaus als Ständiger Vertreter der Bundesrepublik in der DDR. Am 24. Mai 1982 kehrte Bölling nach Bonn in sein Amt als Regierungssprecher zurück, das er bis zum Ende der sozialliberalen Koalition 1982 ausübte. Seitdem ist er als Publizist in Berlin tätig.
Ehrungen [Bearbeiten]
- 1978: Verdienstkreuz 1. Klasse der Bundesrepublik Deutschland[1]
- 1979: Großes Silbernes Ehrenzeichen am Bande für Verdienste um die Republik Österreich[2]
Veröffentlichungen [Bearbeiten]
- Der Aufstand. zusammen mit Klaus Harpprecht; 1957.
- Die zweite Republik. 1963.
- Jugoslawien, mit vielen Temperamenten. 1965.
- Herbert Wehner. Beiträge zu einer Biographie. Mit-Hrsg. Reinhard Appel, Herbert Wehner, Sven Einar Backlund, Gerhard Jahn, 1976.
- Die letzten 30 Tage des Kanzlers Helmut Schmidt. Ein Tagebuch. Rowohlt, Reinbek 1982, ISBN 3-499-33038-5.
- Die fernen Nachbarn. Erfahrungen in der DDR. Goldmann, München 1987, ISBN 3-442-11539-6.
- Bonn von außen betrachtet. Briefe an einen alten Freund. Ullstein, Frankfurt/Main/Berlin 1989, ISBN 3-548-34582-4 .
Weblinks [Bearbeiten]
- Literatur von und über Klaus Bölling im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- Bölling während des „Deutschen Herbstes“ 1977
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ Bekanntgabe von Verleihungen des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. In: Bundesanzeiger. Jg. 30, Nr. 219, 21. November 1978.
- ↑ Aufstellung aller durch den Bundespräsidenten verliehenen Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich ab 1952 (PDF; 6,9 MB)
Günter Gaus | Klaus Bölling | Hans-Otto Bräutigam | Franz Bertele
Heinrich Böx | Paul Bourdin | Heinrich Brand | Fritz von Twardowski | Felix von Eckardt | Edmund Forschbach | Felix von Eckardt | Karl-Günther von Hase | Günter Diehl | Conrad Ahlers | Rüdiger von Wechmar | Klaus Bölling | Kurt Becker | Klaus Bölling | Diether Stolze | Peter Boenisch | Friedhelm Ost | Hans Klein | Dietrich Vogel | Peter Hausmann | Friedrich Bohl | Otto Hauser | Uwe-Karsten Heye | Béla Anda | Ulrich Wilhelm | Steffen Seibert
Walter Geerdes | Heinz Kerneck | Hans Abich | Klaus Bölling | Gerhard Schröder | Karl-Heinz Klostermeier | Heinz Glässgen | Jan Metzger
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Bölling, Klaus |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Publizist |
| GEBURTSDATUM | 29. August 1928 |
| GEBURTSORT | Potsdam |
- Träger des Bundesverdienstkreuzes 1. Klasse
- Journalist (Deutschland)
- Deutscher Diplomat
- Beamteter Staatssekretär (Bundesrepublik Deutschland)
- Chef des Presse- und Informationsamts der Bundesregierung
- RIAS
- Intendant von Radio Bremen
- Träger des Verdienstordens der Italienischen Republik (Großkreuz)
- Träger des Ordens des Infanten Dom Henrique (Großkreuz)
- Träger des Großen Silbernen Ehrenzeichens am Bande für Verdienste um die Republik Österreich
- Deutscher
- Geboren 1928
- Mann